Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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neljäsataaseitsemäntoista

Nachdem gestern Nachmittag das Fräulein Maus eine Orchesterprobe hinter sich gebracht hatte, der grosse Herr Maus von einer zweitägigen Wanderung zurückgekehrt war und der kleine Herr Maus sich von einem ausgedehnten Tobsuchtsanfall erholt hatte, beschlossen wir, doch schnell noch in unsere kürzlich wiederentdeckte September-Eisbadesauna zu fahren, und zwar angesichts der Umstände mit dem Auto statt mit dem Rad. Was gut war, denn bis wir uns mit den fünf Fahrrädern in Bewegung gesetzt hätten, wäre die 417 längst über alle Berge gewesen. Andererseits mussten wir feststellen, dass wir mit dem Auto gar nicht so viel schneller sind als mit dem Fahrrad; und das ist ja durchaus mit den klimafreundlichen Alternativen generell so, dass die überraschend wenig mehr Aufwand / Zeit / Geld kosten als man vermuten würde. (Aber ach…!)

Die Sauna war überraschend voll. Es war bestes Badewetter. Luft 10°C, Wasser 11°C.

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Kinder in Bäumen

Der Samstag bot die wunderbare Gelegenheit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Suchbild: Wo ist das Fräulein Maus?

Da die Kinder schon den zweiten Sommer auf Vergnügungspark hatten verzichten müssen, sollten sie wenigstens in den Kletterpark gehen dürfen. Und passenderweise befindet der sich direkt neben dem Einkaufszentrum, dessen Besuch zwar schon seit Wochen dringend – eine neue Regenhose für mich, eine längere Wanderhose für den grossen Herrn Maus, grössere Islandanoraks mitteldicke Jacken zum Wandern, Skifahren und Eislaufen für den grossen Herrn Maus und das Fräulein Maus sowie langärmelige Shirts für den grossen Herrn Maus, deren Bündchen nicht kurz unter den Ellenbogen hängen – aber dann doch immer nochmal aufschiebbar gewesen war. Und so ging ich die dringend benötigten Dinge besorgen, während der Rest der Familie zwischen Bäumen herumkletterte (und zwischendurch mal schnell zum Anprobieren ins Einkaufszentrum gesprungen kam).

Und das Ganze auch noch in Fahrradentfernung. Besser geht’s nicht.


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Freitagabend

Die Kinder waren Freitagabend zu einer Geburtstagsfeier in der nur für das Geburtstagskind und ihre Gäste reservierten kleinsten Schwimmhalle Turkus eingeladen. Sie freuten sich sehr, und ich mich mit ihnen: das Fräulein Maus war irgendwann vor einem knappen Jahr zum Schulsport das letzte Mal in der Schwimmhalle gewesen, der kleine Herr Maus vor knapp anderthalb Jahren, der grosse Herr Maus irgendwann vor Corona.

Weil grosse Kinder toll sind und die Herren Maus mit dem Fahrrad und das Fräulein Maus zusammen mit der Freundin aus dem Nachbarhaus mit dem Bus zur Schwimmhalle und zurück fuhren, und weil das Wetter nochmal fast sommerlich war und wir auch was Schönes machen wollten zum Freitagabend, fuhren der Ähämann und ich direkt von Arbeit bzw. vom Bahnhof – der Ähämann war seit anderthalb Jahren zum ersten Mal wieder im Büro arbeiten gewesen – in die Sauna mit den Verbotsschildern. Die ist nämlich, das ist uns irgendwie jetzt erst bewusst geworden, die einzige, die ganzjährig geöffnet hat. (Und die meine vom Arbeitgeber bezahlten Sport- und Kulturgutscheine als Zahlungsmittel akzeptiert. Und zu der man mal eben mit dem Fahrrad fahren kann.) Es war dann in der Abendsonne, die sogar noch ein bisschen wärmte, auch ausgesprochen schön.

Vielleicht habe ich mich dann ausgesöhnt mit dieser Sauna. Die Verbotsschilder kann ich ohne Brille sowieso nur verschwommen sehen.


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Dreimal drei Kreuze

Innerhalb von nicht mal vierundzwanzig Stunden haben sich seit gestern Abend drei Dinge geklärt, die uns zunehmend unter den Nägeln gebrannt hatten.

1) Die Wahlunterlagen für die Bundestagswahl sind eingetroffen.

Wir waren diesmal ein bisschen… äh… lahmarschig und haben erst vor reichlich zwei Wochen unsere Briefwahlanträge weggeschickt. Da die finnische Post Briefe schon länger nicht mehr innnerhalb von zwei Tagen, sondern eher innerhalb von zwei Wochen nach Deutschland befördert, fing ich dann doch schon an, ein bisschen um unsere Wahlteilnahme zu bibbern. Gestern lagen die Wahlunterlagen im Briefkasten, heute früh füllten der Ähämann und ich sie symbolträchtig zur Feier unseres 18-Jahre-in-Finnland-Jahrestages aus. Drei Wochen sind hoffentlich selbst für die finnische Schneckenpost machbar!

Weil die Frage aufkam, ob es gerechtfertigt ist, dass man für ein Land wählt, in dem man gar nicht lebt: Man bekommt ja auch die Staatsbürgerschaft nicht aberkannt. Vielleicht will man, wenn man in Rente ist, doch wieder zurückgehen in sein Geburtsland. Vielleicht möchten die Kinder in Deutschland studieren. Vielleicht wird es andere Dinge geben, wegen denen man dann doch in sein Geburtsland zurückzieht, und wenn es nach 50 Jahren ist. Da ist einem doch nicht egal, was bis dahin dort passiert?! Im Übrigen finde ich, dass einem jeden Land die Meinung und die Stimme von Menschen, die schon mal über den Tellerrand geguckt haben, nur guttun kann.

2) Wir haben Autozugtickets gebucht.

In den letzten Weihnachtsferien, als wir durch den dunklen und nassen südwestfinnischen Wald stapften und die Sehnsucht nach Schnee, von der wir noch nicht wussten, dass sie in diesem Winter sogar in Turku gestillt werden würde, übermächtig wurde, buchten wir kurzentschlossen für die nächsten Weihnachtsferien das Blaue Rote Mökki, in dem wir vor sechs (!) Jahren das letzte Mal waren. Die nächsten Weihnachtsferien bieten nämlich die einmalige Gelegenheit, während der Ferien, aber doch ausserhalb der Saison und somit zu gerade noch aufbringbaren Preisen, nach Lappland zu reisen: die Schule beginnt erst am 10. Januar wieder!

Kein Lappland-Winterurlaub aber ohne An- und Abreise mit dem Nachtzug. Je eher man bucht, desto preiswerter. Je eher man bucht, desto besser die Chancen, überhaupt mitzukommen. Ende Dezember aber konnte man noch nicht buchen. Anfang Januar auch nicht. Auch im März noch nicht und nicht im August. Am 1. September habe ich die Ticketverkaufsseite bestimmt zwanzigmal aktualisiert, umsonst. Gestern Abend wollte ich eigentlich nur gucken, ob neue Zweitimpfungstermine für 12- bis 15-Jährige verfügbar sind, und habe nur aus Gewohnheit nochmal auf die Bahnseite geguckt, und dann fingen mir die Finger zu zittern an, denn man konnte endlich Nachtzugtickets für Januar 2022 buchen!

(Ich rege mich jetzt nicht darüber auf, dass es in einer Stadt wie Turku schon seit zwei Jahren keinen einzigen Fahrkartenschalter mehr gibt, dass man online aber für die Autozugpakete nicht alle Optionen selbst buchen kann, dass die Frau an der Hotline überhaupt keine Ahnung hatte – „Ich rufe an, weil ich zwei Kabinen buchen möchte, die man verbinden kann.“ „Im Ober- oder Untergeschoss?“ „Verbindbare gibt es nur unten.“ – und auch nicht darüber, dass man es bei der finnischen Bahn offenbar für völlig normal hält, telefonisch die Kreditkartendaten seiner Kund*innen abzufragen. Nein, ich rege mich nicht auf.)

Ich bin jedenfalls froh, dass wir bei erster Gelegenheit gebucht haben, denn heute früh war der uns gestern Abend schon horrend erschienene Preis für die Hinfahrt (die Rückfahrt geht) um weitere 250 € gestiegen. Es kann sich vermutlich nur noch um Stunden handeln, bis es keine Autoplätze mehr gibt.

3) Die 12- bis 15-Jährigen der Familie haben einen Zweitimpftermin.

Nicht nur angesichts der Kindercoronawelle, die hier aus offensichtlichen Gründen gerade anrollt, sondern auch wegen unseres Plans für die Herbstferien, der die Nutzung vieler öffentlicher Verkehrsmittel und das Überqueren von drei Landesgrenzen beinhaltet, waren wir nicht sehr angetan von der Aussicht, dass die Zweitimpfung des grossen Herrn Maus und des Fräulein Maus erst nach 12 Wochen, also Ende Oktober, erfolgen würde. Seit diesem Montag durfte man den Zweittermin auf acht Wochen nach Erstimpfung vorziehen, aber leider war bisher weder online noch telefonisch ein Termin in unserem engen Zeitfenster von gerade mal vier Tagen – mindestens acht Wochen nach Erstimpfung, aber noch vor den Herbstferien – zu bekommen gewesen. An Terminen in naher Zukunft mangelte es nicht, also waren wir optimistisch, dass wir dann, wenn unser Zeitfenster näherrücken würde, schon einen Termin ergattern würden, aber so richtig Spass macht das ja nun auch nicht, sich bis dahin nicht wirklich auf die bisher nur unter Vorbehalt geplante Reise vorfreuen zu können. Als ich heute Mittag die neuesten Turkuer Coronazahlen anguckte, sah ich zufällig, dass man, ziemlich überraschend, ab heute die Impfabstände sogar auf sechs Wochen verkürzen darf, und als man mich von der sofort angerufenen städtischen Impfhotline zurückrief, war sogar für beide Impflinge ein Termin gleich am ersten möglichen Tag, also genau sechs Wochen nach Erstimpfung, frei. Ich bedankte mich ungefähr zehnmal überschwänglich bei der Telefonkrankenschwester und führte dann im Park ein kleines Freudentänzchen auf. Nicht nur, dass wir uns nun schon anderthalb Monate eher nicht mehr wegen jedem Coronafall in der Schule sorgen müssen. Vor allem werden das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus noch rechtzeitig vor den Herbstferien geimpft werden – so rechtzeitig, dass zwischen Impfung und Reiseantritt sogar die offiziell nötigen zwei Wochen liegen werden, so rechtzeitig, dass nicht zwei am ersten Reisetag mit eventuellen Impfnebenwirkungen werden kämpfen müssen. Juhuu! Grosse Herbstferienvorfreude!


Ein Kommentar

neljäsataakolmetoista

Dankenswerterweise ist hier seit Schulbeginn bisher nur von Montag bis Freitag Herbst, an den Wochenenden aber noch Sommer.

Am Samstag gingen wir in unsere Statt-Mökki-Sauna, die noch bis Mitte September aufhat. Nach jedem Saunagang, wenn wir hinterher auf dem Steg oder den Saunastufen in der Sonne sassen, flogen Libellen träge um uns herum und landeten mal auf der Hand, mal auf der Schulter, mal auf den Haaren. Nur nicht rühren: Bleib noch sitzen, Libelle! Bleib noch, Sommer!

Als wir heimfuhren, überholten wir an einer Haltestelle einen der 65 neuen Elektrobusse, mit denen unter Anderem die beiden längsten Stadtbuslinien der Turkuer Nahverkehrsgesellschaft seit diesem Sommer betrieben werden, und schwupps, hatten wir einen Plan für Sonntag: mit dem Elektrobus nach Naantali fahren, ein bisschen am Meer entlangspazieren, was essen gehen, vielleicht auch – „Mama! Dafür sind wir doch nicht zu alt!“ – kurz auf den Spielplatz, auf dem wir früher, als die Kinder klein waren, viele, viele Wochenendstunden zugebracht haben. Wie so Finnen hatten wir Ende August keine Badesachen mehr dabei, aber die Herren Maus gingen kurzentschlossen mit Unterhose in die nur noch 17 Grad warme Ostsee, denn jeder Tag kann jetzt der letzte Sommertag gewesen sein, und man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Oh, die Rutsche ist geschrumpft…!

Andere Buslinie, anderer Heimweg: der zu jeder Jahreszeit bei weitem schönste.

Kennzeichenmässig war der Ausflug auch erfolgreich, denn gleich an der Haltestelle, zu der wir von zu Hause aus liefen, um dann ohne Umsteigen bis Naantali durchfahren zu können, kam eine 413 vorbeigefahren.

Busfahren fühlt sich übrigens auch mit grossen Kindern noch viel entspannter an als Autofahren. Und obwohl der Doppelstockbus ja schon cool war, bin ich nicht traurig, dass nun stattdessen die Wahl doch auf mittelgrosse Elektrobusse gefallen ist. Im Gegenteil. Man darf allerdings gespannt sein, wie sich die chinesischen Busse bewähren. Die chinesischen (Diesel-)busse, die ein paar Jahre lang auf unserer Linie fuhren und dann von einem Tag auf den anderen aus dem Verkehr gezogen wurden, mussten jedenfalls von der ersten Woche an mit Klebeband, Holzbrettchen und Schrauben an allen möglichen Stellen am Auseinanderfallen gehindert werden, und sie waren rumpelig und im Winter saukalt. Andererseits habe ich auch schon eine halbe Stunde, auf die ich mich besonders gefreut und für die ich extra ein Buch mitgenommen hatte, in einem eiskalten und finsteren Elektrobus aus finnischer Produktion gesessen, weil dessen Akku fast alle war. Es ist viel Luft nach oben.

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Verlängerte Sommerferien

Am 1. August – allerspätestens mit Schulbeginn Mitte August – zieht hierzulande der vielgepriesene Alltag ein. Ausflüge, Reisen, Café- und Restaurantbesuche scheinen ausschliesslich dem Sommer vorbehalten zu sein.

Ich sag mal so: Alltag reicht mir von Montag bis Freitag. Und Reisen geht immer.

Freitag.

Die Freitagabendfähren auf die Inseln, auf denen viele Leute ihre Mökkis haben – oder ein Mökki gemietet haben, so wie wir – sind immer noch voll. Wir kamen erst zehn Minuten vor Abfahrt an und hatten Glück, dass wir gerade noch draufpassten. Die nächste und letzte wäre erst anderthalb Stunden später gefahren.

Der kleine Herr Maus hat gerade entdeckt, dass es für die Besatzung der Autofähre sogar eine Sauna auf der Fähre gibt.

Die Kinder machten sich, sobald sie entdeckt hatten, dass zum Mökki ein Ruderboot gehört, ohne Umschweife auf die Suche nach Schwimmwesten, stiegen ins Boot steigen und ruderten los. (Diversen Klassenfahrten und Pfadfinderlagern sei Dank. Ich kann immer noch nur in Schlangenlinien rudern.) Sie ruderten unermüdlich, bis es dunkel wurde.

Abendbrot essen, saunieren und nach der Sauna in der doch schon wieder ganz schön kalten Ostsee schwimmen geht schliesslich auch noch, wenn die Sonne unter- und der Mond aufgegangen ist.

Samstag.

Den Samstag begannen wir mit einem Morgenbad in der Ostsee und einem Frühstück auf dem Steg. Es war so warm und sonnig, dass wir den ganzen Tag immer wieder ins Wasser sprangen. Wir machten eine kleine Rudertour zwischen den Inseln – die letzte ist doch schon eine Weile her – und die Kinder ruderten von früh bis spät hin und her und um das nahegelegene Inselchen, bis sie Blasen an den Händen hatten.

Was für ein Geschenk, dieser vielleicht allerletzte Sommertag, nach der letzten Woche voller Sturm und Regen!

Sonntag.

Ein Kind schlich sich völlig unausgeschlafen gegen halb neun aus dem Haus, weil das Ruderboot solch eine Anziehungskraft ausübte. Es dauerte auch nicht lange, bis die anderen beiden mit Schwimmwesten bereitstanden und das zweite Boot ins Wasser schoben.

Die Sonntagnachmittagfähre war genauso voll wie die Freitagabendfähre. Zum Glück waren wir – die Herren Maus wollten noch einen Geocache suchen neben dem Fähranleger – rechtzeitig da, denn drei Autos kamen tatsächlich nicht mehr mit.

Auf der anderen Seite der Fähre gingen wir mittagessen, und weil wir einmal da waren, packten wir die Gelegenheit, den hübschen Wanderweg, den wir letztes Jahr entdeckt hatten, mal ohne vorherige anderthalbstündige Anreise zu gehen, beim Schopf.

Danach Heimfahrt, Dusche, Maus mit Büffchen, Bett.

Was für ein wunderbares Wochenende!


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Pünktlich zu Schulbeginn

Sofort, nachdem die ersten beiden Impfstoffe für 12- bis 15-Jährige zugelassen waren, hat die finnische Gesundheitsbehörde auch für diese Altersgruppe eine Impfempfehlung ausgesprochen. Aber dann gab es ja den ganzen Juli über in Finnland sowieso zu wenig Impfstoff und die Regierung befand sich geschlossen im Sommerurlaub, so dass erst letzte Woche beschlossen wurde, jetzt wirklich mit den Impfungen für Jugendliche anzufangen.

Ab nächster Woche soll in den Schulen geimpft werden.

Gestern war die erste und offensichtlich seltene Gelegenheit, 12- bis 15-Jährige in Turku ohne Termin impfen zu lassen. Der Ähämann fuhr mit dem Fräulein Maus und dem grossen Herrn Maus in die dafür vorgesehene Schule am anderen Ende der Stadt, stellte sich eine Dreiviertelstunde mit ihnen an, zack, erledigt.

Die Kinder mussten ihre Impfentscheidung übrigens nicht begründen – ich finde ja auch schon immer, dass hinzukommen Entscheidung und Einverständnis genug ist – dafür gab es für sie, anders als für uns Erwachsene, wenigstens einen Stempel in den Impfpass.

Zweitimpfung leider – Finnland kann sich noch immer nicht zu einer Verkürzung der Impfabstände entschliessen, obwohl inzwischen eigentlich alle, die es wollen, die erste Impfung bekommen haben und mit den Hufen scharren, dass sie endlich die zweite bekommen – erst in zwölf Wochen. Das ist zwei Wochen nach den Herbstferien und somit blöd.

Aber: geimpft! Endlich!

Etwas spezieller Schultütcheninhalt für zwei von drei Kindern heute.


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neljäsataayhdeksän

Aus Kindern werden Leute.

Der kleine Herr Maus braucht dringend ein eigenes Bankkonto. Denn die wöchentliche Taschengeldauszahlung in bar scheitert üblicherweise zuerst am beiderseitigen Nicht-Dran-Denken und danach am Nichtvorhandensein von Bargeld.

Das Fräulein Maus braucht dringend eigene Bank-TANs. Bank-TANs sind hierzulande der Schlüssel zu allem: man identifiziert sich damit bei jeglichen Onlinediensten – zum Beispiel, um Rezepte verlängern zu lassen, Arbeitslosengeld zu beantragen oder einen Coronatesttermin zu vereinbaren. Normalerweise können diese Dinge Eltern mit ihren eigenen Bank-TANs im Namen ihrer Kinder tun – aber nur, bis das Kind 15 wird und die Eltern nur noch eingeschränkt Zugang zu den Daten ihrer Kinder bekommen. Die Fünfzehnjährige der Familie musste deshalb unter Anderem auch schon mal 24 statt vier Stunden auf einen Coronatesttermin warten, weil ich ihn ihr nicht gleich online noch für den gleichen Tag buchen konnte, sondern erst am nächsten Vormittag telefonisch für den nächsten Abend.

Heute also Ausflug mit der ganzen Familie – denn für beide Ansinnen müssen beide Eltern zugegen sein – zur im nächsten Supermarkt gelegenen Bank. Mit dem Fahrrad. Die 409 überholte uns, noch bevor wir unseren Stadtteil verlassen hatten.

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