Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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11. Dezember

Am Sonnabend bei der Pfadfinderweihnachtsfeier gab es viel Lob und Dank für den Adventskalender-Verkaufserfolg des grossen Herrn Maus.

286 Stück konnte er verkaufen! Zweihundertsechsundachtzig!!!

Vielen, vielen Dank euch allen – von mir, vom grossen Herrn Maus und seinem ganzen Pfadfinderstamm!

Dieses Jahr habe ich das goldene Wichtelabzeichen (und das normale noch dazu) übrigens sofort angenäht – jetzt sieht das hässliche braune Hemd immerhin schon ein bisschen netter aus.


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8. Dezember

Unser Tag begann um sechs.

Das Fräulein Maus musste zum Bus gebracht werden, mit dem ihre Mannschaft zum letzten Wettkampf der Saison nach Tampere fuhr. Dann fuhren wir direkt weiter zur Schwimmhalle, wo der kleine Herr Maus um acht sein musste, um an einem kleinen Wettkampf zum Abschluss des Kurshalbjahres teilzunehmen.

Ausserdem bekam er sein Abschlusszeugnis mit nach Hause, mit der Empfehlung, im nächsten Halbjahr mit Wettkampfschwimmen – viermal die Woche Training! – anzufangen.

Es wird also auch mit den Hobbys des jüngsten Kindes nicht leichter.
Aber ich freu‘ mich so über die Kinder, die alle drei so ganz genau wissen, was sie wollen! <3

Als wir die Schwimmhalle kurz nach zehn verliessen, war es draussen übrigens immer noch stockfinster.

(Acht Stunden später passte in den Tag dann auch noch eine Pfadfinderweihnachtsfeier.)


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7. Dezember

Bei uns gibt es schon immer – schon seit die Kinder noch wirklich klein waren – Bilderadventskalender.

Schokoladenkalender finde ich nämlich furchtbar langweilig – ganz davon abgesehen, dass unsere Kinder sowieso quasi unbeschränkten Zugang zu Süssigkeiten haben – und all die fertig gepackten Lego-, Playmobil-, Pixibuch-, Schmuck- und sonstigen Kramskalender nicht nur furchtbar überteuert, sondern auch furchtbar lieblos. Gut, zwei Jahre lang haben wir auch eine Ausnahme gemacht, aber langsam nimmt der Legokram hier überhand.

Apropos. Dieses „Zeit statt Zeug“ finde ich prima. Also generell. Aber ganz bestimmt nicht als Adventskalender. Lichteln, Weihnachtslieder singen gehen, vorlesen, gemeinsam Weihnachtspost schreiben, abendliche Spaziergänge um die beleuchteten Häuser, Plätzchenbacken, weihnachtliche Museumsbesuche… machen wir alles sowieso. So wie wir Zeit haben und uns der Sinn danach steht. Den Kindern jeden Tag eine Aktivität zu bieten empfinde ich nur als eine neue (immerhin ressourcenschonende) Variante des Geschenkewahns.

Dafür habe ich auch komische Ansprüche an Bilderadventskalender: ich finde, wenn man die Türchen aufmacht, darf da nicht nur irgendein Symbol rauskommen, sondern es muss schon zum Gesamtbild passen. Die Pfadfinderadventskalender haben uns zu völlig verwöhnten Konsumenten gemacht, die Buchhändler in Verwirrung stürzen, weil sie genau danach fragen („Äh? Was meinst du?! Nee, also das kann ich dir nicht sagen…“) und die sich im Supermarkt verdächtig machen, weil sie jeden Adventskalender erstmal umgedreht unters Licht halten.

Es war dann am 1. Dezember bei uns jedenfalls so, dass der grosse Herr Maus einen kurzen Wutanfall bekam, weil er sich schon darauf eingestellt hatte, dass es wieder was zum Zusammenbauen gibt. Das Fräulein Maus und der kleine Herr Maus aber jubelten über ihre „soooo schönen“ Kalender, und das Fräulein Maus gestand mir, dass so ein Kalender, wo man täglich was zusammenbauen muss, ja auch ganz schön anstrengend sei. Auch der grosse Herr Maus hatte sich dann bald wieder beruhigt und präsentiert mir seither jeden Morgen fröhlich die neuesten Details, die es im Schärenmeer zu sehen gibt.

Gestern übrigens waren in allen drei Kalendern finnische Fahnen.


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Novembersonntage

Der November hat uns nicht gerade mit Sonne verwöhnt. Aber wenn sie schien, dann dankenswerterweise meist am Wochenende. Also so von zehn bis drei, wobei wir üblicherweise vor zwei gar nicht rauskommen und wenn, dann meist nur mit zwei von drei Kindern in wechselnder Besetzung. Ausserdem steht die Sonne so katastrophal niedrig, dass man sich eigentlich auf freiem Feld aufhalten müsste, um überhaupt ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen.

Aber egal. Im November muss man an Sonne und Frischluft nehmen, was man kriegen kann. Eine Runde durch den Wald neben der Schwimmhalle marschieren, während der kleine Herr Maus Schwimmtraining hat. Oder schnell einmal falschrum durchs Citymoor laufen und Eis aus den Kolken polken.