Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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kolmesataaviisikymmentäkuusi

Wir haben übrigens alle auch schon ein sehr faules Wochenende hinter uns.

Es wird dunkler, und dass man das nicht nur sieht, sondern auch spürt, merkt man daran, dass wir abends alle freiwillig viel zeitiger als sonst ins Bett gehen – und am Sonnabend alle erst kurz vor elf (!) aufwachten. Wir frühstückten im Schlafanzug und verbrachten den Tag mit ein bisschen Herumräumen, Putzen, Urlaubsvorbereitungen und sehr viel Nichtstun. Das Fräulein Maus ging abends zum Training, und der kleine Herr Maus sägte und schraubte noch bis spätabends mit Stirnlampe an seiner Seifenkiste, und jetzt muss er dann erstmal einen Plan machen, woher er die gewünschten Pedalen bekommt und wie er sie befestigen will.

Am Sonntag, während der kleine Herr Maus über Mittag Schwimmtraining hatte, fuhren der Ähämann und ich eine Runde Einkäufe abarbeiten, die so schnell erledigt war, dass wir vor Trainingsende nochmal heimfahren konnten, dabei einer 356 begegneten, und der Ähämann schon mal anfangen konnte mit Kochen, während ich den kleinen Herrn Maus wieder aus der Schwimmhalle abholte. Den Rest des Tages verbrachten wir mit ein bisschen Wäschwaschen und viel Nichtstun. Das Fräulein Maus ging abends zum Training, und weil sie schon mit Muskelkater vom gestrigen Training losgegangen war, heizten wir für nach ihrem Training die Sauna an. Abendbrot gab’s fertig geschmiert zwischen den Saunagängen bei Kerzenlicht auf der Terrasse, und das könnte dann jetzt durchaus ein neues Sonntagabendritual werden. (Maus gucken wir dann montags.)

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Herbstliche Verschnaufpause

„Freust du dich schon auf die Herbstferien?“, fragte die Zahnärztin den grossen Herrn Maus, als ich mit ihm am Donnerstag mal wieder in der Lieblingszahnklinik war. Er nickte heftig. „Na, nur noch morgen Schule…“, sagte die Zahnärztin, und dann musste ich sie leider unterbrechen und sagen „Schön wär’s…!“, denn wir Turkuer haben auch in diesem Schuljahr wieder nur Donnerstag und Freitag frei.

Wir freuen uns alle sehr auf die Ferien, denn wir werden auch in diesem Jahr wieder das Beste draus machen. Aber wir fühlen uns diesmal nicht wie Marathonläufer kurz vor dem Ziel, sondern eher wie vor der Rast auf einer kleinen Wanderung durch sonnige Herbstwälder.

Nämlich. Das Fräulein Maus, das im Frühljahr zwischen der völlig verrückten Trainingsmenge von fünfmal die Woche mindestens drei Stunden von einer nicht völlig auskurierten Infektion zur nächsten und von einer Verletzung zur nächsten gestolpert ist, hat ungefähr im März beschlossen, dass sie nach der Saison aufhören möchte. Das war keine leichte und auch emotional eher schwierige Entscheidung: weil dieses Turnen genau ihr Ding ist, weil die Mannschaft so gut war, dass sie überall Medaillen abgeräumt haben – und weil der Flohzirkus ihre allerbesten Freundinnen waren.

Aber aufzuhören, wenn es am schönsten ist, ist ja nicht das Verkehrteste, und die Entscheidung sehr erleichtert hat dann letztendlich die Tatsache, dass ihre Mannschaft nach dem Sommer wegen ungünstiger Altersunterschiede sowieso komplett auseinandergenommen worden wäre.

Jedenfalls hatten wir schon lange keine Sommerferien mehr so ganz für uns – ohne Sommertraining und ohne schlechtes Gewissen, weil wir eben aus Gründen im Juni wegfahren und nicht wie alle anderen im Juli. Spätestens da hat sich die Entscheidung richtig angefühlt.

Seit Schuljahresbeginn geht das Fräulein Maus ein- bis dreimal in der Woche zum Training in rhythmischer Sportgymnastik, weil sie ganz ohne Turnen eben doch nicht kann, aber jetzt kann sie genau so viel oder wenig trainieren, wie es sich für sie gut anfühlt – ohne den Zwang, bei jedem Training dabeizusein, weil es sonst der ganzen Mannschaft schadet.

Das hat sich übrigens auch positiv auf den kleinen Herrn Maus ausgewirkt, der ja seit dem Frühjahr auch viermal in der Woche Training hat – und seit September neben Klavier auch noch Klarinette spielen lernt – der geht jetzt nämlich auch nur dreimal in der Woche zum Training, weil die Montagszeit für uns einfach nicht machbar ist, und er lässt auch mal ohne schlechtes Gewissen das Training am Sonntag oder Freitagabend ausfallen, wenn wir da schon irgendwas anderes vorhaben.

Der grosse Herr Maus hat mit Klavierspielen aufgehört und geht jetzt endlich – das hat er sich seit vielen Jahren gewünscht – zum Klettern, und sowohl zum Klettern als auch zu den Pfadfindern fährt er allein mit dem Fahrrad oder mit dem Bus. Gefahren werden muss eigentlich nur noch der kleine Herr Maus, der praktischerweise Klavier- und Klarinettenstunde am selben Platz und direkt hintereinander hat, wonach passenderweise das Fräulein Maus gleich noch von der Musiktheorie eingesammelt werden kann.

Jedenfalls haben wir jetzt sogar manchmal alle gemeinsam einen ganzen Abend frei, und das Fräulein Maus hat jetzt wieder Zeit zum Hausaufgabenmachen, zum Harfeüben, um zum Deutschunterricht zu gehen – oder um stundenlang Dinge für die Halloweenparty zu basteln, die sie für ihre Freundinnen aus ihrer alten Mannschaft geben will.

Das Beste an den diesjährigen Herbstferien ist, dass wir uns nicht mit letzter Kraft durch die letzten Schul- und Arbeitsstunden auf sie zuschleppen.

Das Allerbeste aber an den diesjährigen Herbstferien ist, dass sie die letzten sein werden, die nur vier Tage lang sind. Ab nächstem Schuljahr haben endlich auch wir Turkuer eine ganze Woche Herbstferien!


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Zweisprachig

Kürzlich bekam ich vom grossen Herrn Maus einen Stapel Klassenarbeiten zum Unterschreiben vorgelegt.

Und jetzt weiss ich nicht, für wen ich mehr Herzchen in den Augen habe.

Für das Kind, das ruhig auch mal Wortfindungsschwierigkeiten in der Zweitsprache haben darf und sich trotzdem zu helfen weiss. Oder für die Lehrerin, die die richtige Antwort anerkannt hat.


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Klimastreik in Turku (2)

„Macht ihr super!“, ermunterten uns die beiden alten Frauen, die mit uns im gleichen Bus in die Stadt fuhren und sich zeigen liessen, was die Kinder auf ihre Plakate geschrieben hatten. „Viel Erfolg!“, gestikulierten sie uns noch hinterher, als wir ausstiegen. „Kommt doch mit“, sagte ich ihnen, „jeder Einzelne zählt!“ Und dann murmelten sie was von ihren Vorhaben und Verpflichtungen.

„Aber bringt das denn was, auf die Strasse zu gehen?“, fragte die blutjunge Kollegin, der ich gemeinsam mit dem Zivi die Hortkinderbetreuung für die erste halbe Stunde allein anvertraut hatte, damit ich auch mit zum Klimastreik gehen konnte, als ich auf Arbeit kam. „Ist es nicht wichtiger, dass jeder selbst etwas tut? Und in Finnland ist es doch sowieso alles gar nicht so schlimm wie in anderen Ländern!“

Himmelherrgottnochmal!!!

Da können wir paar … äh… Klimahysteriker und Ökospinner bis an unser Lebensende nicht mehr Auto fahren und nicht mehr fliegen, nur noch gebrauchte Sachen kaufen, uns vegan ernähren und die Welt doch nicht retten, solange die grosse Masse der Menschen, die nicht willens ist, auch nur ein kleines bisschen über ihren eigenen Bauchnabel hinauszudenken, einfach weiterhin macht, was sie will und was ihr erlaubt und ermöglicht wird, weil es keine Regelungen und Gesetze zum Klimaschutz gibt!

Finnland steht vielleicht tatsächlich ein bisschen besser da als andere Länder, was die Einhaltung der Klimaziele betrifft, weil es hier keine Kohlekraftwerke gibt (edit: stimmt gar nicht!) – aber allein die selbstverständliche Wasser- und Heizungspauschale ist etwas, was eigentlich seit Jahrzehnten abgeschafft gehört. (Von der Selbstverständichkeit, zweimal am Tag Fleisch, vorzugsweise Rindfleisch, zu essen und dem Verhalten der meisten Autofahrer mal ganz abgesehen.)

Auch in Finnland wollen die Politiker keine unbequemen Gesetze erlassen.

Und genau deshalb gehen auch unsere Kinder nicht in die Schule, wenn in Turku Klimastreik ist, sondern auf die Strasse. Und wir mit ihnen.

Selbst in Turku füllen die Klimastreikenden (Es waren 2000 Leute dabei!) inzwischen ganze Strassenzüge. Es sind nicht mehr nur Schüler, die Schule schwänzen, sondern auch Erwachsene, die sich vor ihrer Arbeit drücken, dabei. In Tampere, wo der Ähämann am Klimastreik teilnahm, unterbrach die Strassenbahnbaufirma spontan für eine Stunde ihre lauten Arbeiten, weil sie die Reden gestört hätten. Es gab Protestkundgebungen auch in kleinen und kleinsten finnischen Städten, Teilnehmerzahlen von 80 in Porvoo bis 16000 in Helsinki.

„Wir möchten, dass sich die Stadt Turku mit der gleichen Vehemenz, mit der sie sich dafür eingesetzt hat, dass wir jetzt ein grosses Loch auf dem Marktplatz haben, für den Klimaschutz einsetzt!“ war übrigens mein Lacher des Tages. Bei aller Traurigkeit des Themas.


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kolmesataaviisikymmentäkaksi

Als ich heute zur Arbeit radelte und mich fragte, wo ich morgen meinen SUV mein Fahrrad parken könnte oder ob ich gleich mit den Kindern mit dem Bus in die Stadt fahren und von da entweder auf Arbeit laufen oder mit dem Bus weiterfahren sollte und warum eigentlich globaler Klimastreik in aller Welt letzten Freitag war, in Finnland aber morgen in allen grossen und kleinen und kleinsten Städten auf die Strasse gegangen wird, quetschte sich eine 352, passend zum Thema ein riesiger SUV mit natürlich nur einer Person drin, in die letzte Parklücke in der Einkaufsstrasse.

Morgen eben. Besser spät als nie. Besser zwei Mal im Jahr als gar nicht. Die Kinder sind jedenfalls vorbereitet.

(Wenn wir jetzt die Stöcke noch wiederfinden würden…)

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Montagabendspaziergang

Wie gut, dass der kleine Herr Maus mich immer noch und zu jeder Jahreszeit dazu zwingt, mit ihm in den Wald zu gehen!

Montagabend – das hatten wir schon lange ausgemacht – wollte er mir einen Weg zeigen, den er neulich mit einem Schulfreund auf der Suche nach Pokemons entdeckt hatte und der vielleicht eine Alternative wäre, wenn wir zum Silvesterfeuerwerk im Nachbarstadtteil nicht mit den Fahrrädern fahren können.

Der grosse Herr Maus war bei den Pfadfindern, das Fräulein Maus machte Hausaufgaben, aber der Ähämann, der kleine Herr Maus und ich zogen uns warm an, stopften ein Picknick die Teilchen, die der Ähämann extra aus Tampere herangefahren hatte, in einen Rucksack und verschwanden nach 300 Metern im Wald zwischen unserem und dem Nachbarstadtteil.

Tatsächlich war mir der Weg völlig unbekannt, obwohl wir ganz sicher nicht zum ersten Mal dort waren. Wir fanden sogar ein Stückchen Weg, das aussah wie ein Wanderweg im Erzgebirge, und eins, das aussah wie einer in der Sächsischen Schweiz. Und immer noch bin ich jedes Mal völlig hin und weg, wie schnell man sich hier wie im tiefsten Wald fühlt, selbst wenn nach einem Kilometer die nächsten Häuser auftauchen.


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Finnisierung XLV

Am Freitag waren wir alle gemeinsam im Kino.

Neu für die Kinder dabei war: sie waren zum ersten Mal in einem Film in Originalsprache mit finnischen (und schwedischen) Untertiteln.

Filme werden hierzulande üblicherweise nicht synchronisiert, nur Kinderfilme für ganz Kleine. Manch einer behauptet, die Lesekompetenz der finnischen Schulkinder sei nicht auf das super Schulsystem, sondern auf die Untertitel im Fernsehen zurückzuführen, und ich halte das für nicht ausgeschlossen.

Jedenfalls hatte das Fräulein Maus von ihrem Geburtstag noch einen Kinogutschein, der demnächst abgelaufen wäre, und hatte sich den neuen „König der Löwen“ dafür ausgesucht, und dann ergab es sich, dass natürlich die ganze Familie mitwollte. Das Fräulein Maus recherchierte Kinozeiten, und irgendwie hatten wir uns dann auf eine Vorstellung festgelegt, die, ups, Englisch mit Untertiteln war. (Den „König der Löwen“ hätte es auch auf Finnisch gegeben.)

Es machte aber genau gar nichts: alle können lesen, alle können ein bisschen Englisch. Im Gegenteil, mir hat der Film gleich nochmal so gut gefallen, weil ich synchronisierte Filme üblicherweise ganz furchtbar finde: auf Deutsch, weil da immer alle so gehetzt sprechen müssen, und auf Finnisch, weil ich da die Stimmen immer völlig unpassend finde. (Überhaupt hat er mir dreimal besser gefallen als das Original, weil ich persönlich Zeichentrickfilmen so gar nichts abgewinnen kann.)

Sehr finnisch war auch, dass die drei Geschwister, die gemeinsam mit dem Bus in die Stadt kamen, während der Ähämann direkt vom Bahnhof und ich direkt von Arbeit zum Kino radelten, erst noch den benachbarten Süssigkeitenladen aufsuchten und sich jeder eine kleine Tüte lose Süssigkeiten abwogen und eine Flasche Limo kauften und die dann wie professionelle Kinogänger auspackten und auf ihren Armlehnen aufbauten. Ich finde dieses GefresseEssen und Geknurpse und Tütengeraschel im Kino ganz furchtbar, aber angesichts der Tatsache, dass ich auch direkt von Arbeit kam, bin ich vorher auch nochmal in einem Laden eingekehrt, und es war dann doch sehr gemütlich so.

Hinterher liefen wir gemeinsam zur Haltestelle und fuhren nach Hause um die Wette: die Kinder mit dem Bus, der Ähämann und ich mit dem Fahrrad. „Wir sind schon da!“, riefen wir Eltern an der Endstelle. (Und zwar schon seit fünf Minuten.)

[Finnisierung I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII, VIIIa, IX, X, XI, XII, XIII, XIV, XV, XVI, XVII, XVIII, XIX, XX, XXI, XXII, XXIII, XXIV, XXV, XXVI, XXVII, XXVIII, XXIX, XXX, XXXI, XXXII, XXXIII, XXXIV, XXXV, XXXVI, XXXVII, XXXVIII, XXXIX, XL, XLI, XLII, offizielle, XLIII, XLIV]


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kolmesataaneljäkymmentäkahdeksan

Ich bin seit 13 Jahren Mutter. Ich kenne alle Klos der Umgebung.

Kostenlose Toiletten gibt es hierzulande in Einkaufszentren, Supermärkten, Kirchen, Bibliotheken. Und auch an Tankstellen und Raststätten.

Die wegelagernde Toilettenfrau ist in Finnland nämlich unbekannt. (Oder gar diese neumodischen Sanifair-Automaten, die unser Geld ja doch immer schlucken, weil es nichts gibt, das wir an diesen überteuerten Raststätten für den Klogutschein kaufen würden.)

Ausserdem sind die Raststätten-Klos nicht nur fast rund um die Uhr geöffnet und kostenlos, sondern auch wirklich sauber. (Was man leider noch nicht mal von den Sanifair-Klos behaupten kann. Die in der Raststätte Linumer Bruch rochen neulich recht unappetitlich.)

Und so kommt es vor, dass wir im Winterurlaub nach einem Einkauf in der nächstgelegenen Kleinstadt in Lappland auch gleich noch der Tankstelle am Ortsausgang einen Besuch abstatten. Oder von einem Ausflug zurückkommen und 15 km vor zu Hause erst nochmal an einer Raststätte halten. Weil nämlich eins der Kinder ein sehr dringendes Bedürfnis hat.

Am Sonnabend mussten wir auch schon wieder, wir waren noch gar nicht richtig losgefahren, an der grossen Raststätte am Ortsausgang anhalten. Diesmal war keins der Kinder schuld, sondern ich selbst, wegen zuviel Kaffee in Verbindung mit zu viel Wasser. (Und ich war zu Hause nochmal, ehrlich!)

Die 348 musste auch mal. Oder brauchte dringend einen Kaffee.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347]


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kolmesataaneljäkymmentäseitsemän

Entgegen der derzeit allgegenwärtigen Werbung muss man ja hierzulande für das neue Schuljahr eigentlich überhaupt nichts vorbereiten: keine Hefte, Bücher, farblich passenden Umschläge, Stifte oder Malutensilien kaufen. Höchstens mal gucken, ob das Sportzeug noch passt (tut es) und ob die Einlegeordner, in denen die Kinder am ersten Schultag ihre unterschriebenen Zeugnisse in die Schule und später ab und zu mal eins der wenigen – weil Wilma – wichtigen Papiere transportieren werden, noch in Ordnung sind oder durch neue ersetzt werden müssen (müssen sie nicht).

Was wir aber diese Woche gemacht haben: an einem Tag den neuen Schulweg des Fräulein Maus geübt. Also eigentlich konnte sie den schon, aber sie gruselt sich ein bisschen davor, dass ihr wahlweise der Schulweg unter den Füssen wegrutschen oder ihr die umliegenden Häusern auf den Kopf fallen könnten, und so haben wir eine Alternative ausprobiert, die immerhin sogar noch 40 m kürzer ist, und ausserdem musste auch noch der Weg in eine zweite, noch weiter entfernte Schule, in der sie Werkunterricht haben wird, weil ihre Schule gerade wegen Renovierungsarbeiten keinen eigenen Werkraum hat, wenigstens einmal vor Schulbeginn abgefahren und abgelaufen werden.

Das Fräulein Maus wäre dann jetzt bereit.
Und eine 347 parkte gegenüber ihrer neuen Schule auch, als wir da waren.

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