Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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„Samstag, 10:30 Uhr: Sommerferienbeginn“

So schrieb die Lehrerin des kleinen Herrn Maus neulich, als sie uns das Programm für die letzten beiden Schulwochen mitteilte.

Leider konnten wir uns auch heute nicht dreiteilen, und so mussten zwei von drei Kindern ohne ihre Eltern zu ihrer Zeugnisausgabe gehen. Denn das Fräulein Maus, das heute den Abschluss ihrer neunjährigen Schulzeit feiern durfte, hatte Vorrang.

(Ich weiss übrigens überhaupt nicht, wo die neun Jahre, und vor allem die drei letzten, hin sein sollen…!)

Jedenfalls: seit 10:30 Uhr Sommerferien!
Wir sind dann jetzt mal bis zum Musiklager weg.

(Der Hashtag klingt ein bisschen nach überambitioniertem Sightseeing, ist aber nur der abseitigen Lage unseres selbstgewählten Heimatlandes und unserer Vorliebe für Reisen ohne Fliegen geschuldet.)


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Ausflug auf Schienen

Vorletztes Wochenende war ein bisschen verrückt.

Der grosse Herr Maus war von Freitag bis Sonntag auf einem Pfadfinderlager.

Das Fräulein Maus kam Samstagfrüh aus Lappland zurück. Der Ähämann holte sie vom Nachtzug ab und fuhr mit ihr und ihrer Harfe direkt weiter nach Helsinki, wo sie am Samstag eine Generalprobe vor kleinem Publikum und am Sonntag ein Konzert vor grossem Publikum hatte. Die beiden blieben über Nacht in Helsinki, um das Hin-und-Hergefahre zu sparen (und damit das Fräulein Maus nach über einer Woche mal wieder ausreichend lange schlafen konnte).

Der kleine Herr Maus und ich verbrachten einen gemütlichen Samstag zusammen und freuten uns auf unseren Sonntagsausflug vor. Weil zusätzlich zur Harfe nur drei Leute ins Auto passen, hatten wir schon vor Wochen entschieden, dass der kleine Herr Maus und ich mit dem Zug nach Helsinki fahren würden. Ausserdem böte sich vier Jahre nach Fertigstellung endlich die Gelegenheit, die neue Metrostrecke nach Espoo auszuprobieren.

Am Sonntag fuhren der kleine Herr Maus und ich in aller Herrgottsfrühe mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Frühstück gab es wie immer bei derlei Gelegenheiten erst im Zug.

(Fürs Protokoll: der halbe Waggon hustete. Die einzigen beiden Masken trugen der kleine Herr Maus und ich. Und ich hatte gedacht gehofft, dass wir wenigstens das in der Coronazeit gelernt hätten: dass man eine Maske aufsetzt, wenn man krank unter Leute geht.)

Die Zugtoiletten haben jetzt übrigens eine neue Inneneinrichtung mit Herzchenaugeneffekt:

Die Steinmänner vom Helsinkier Hauptbahnhof hatten sich dem Anlass entsprechend gekleidet:

Ausserdem gibt es in Helsinki Dinge, die in Turku völlig undenkbar wären. Auf dem Hauptbahnhof weht eine ukrainische Fahne:

Das Zweitbeste nach Zugfahren ist Metrofahren.

(Der kleine Herr Maus zog sich auf der Rolltreppe kurz die Maske von der Nase mit den Worten: „Ich muss doch den guten Metrogeruch riechen!“)

Der Helsinkier Liniennetzplan ist ja recht… äh… überschaubar, aber immerhin gibt es neuerdings acht weitere Stationen Richtung Westen.

Ich habe mich ja erstmal über die lustig illustrierten Verhaltensregeln in den Waggons gefreut:

Vor allem über die drei mittleren, die sind so schön finnisch:

Die neuen Stationen sind schlicht und ein bisschen langweilig, weil sie alle in rot-weiss gehalten sind – Begeisterungsrufe wie in Prag: „Oh, eine ganz grüne Station!“ und „Oh, guck mal, die ist ganz gelb!“ fallen daher leider aus; und wie gern wäre ich mal in Moskau Metro gefahren – aber doch ganz schön und immerhin tief genug unter der Erde – und das ist tatsächlich bemerkenswert, da die Helsinkier Metro nach Osten weitestgehend oberirdisch fährt – dass sogar der kleine Herr Maus mit der Länge der Rolltreppen zufrieden war.

Nach dem Konzert fuhren der kleine Herr Maus und ich noch die restlichen zwei Stationen Richtung Westen und dann von da zurück ins Stadtzentrum; wir stiegen aber nicht am Bahnhof aus, sondern fuhren bis zum Dom, und sieh mal an – das Helsinkier Höhlensystem schliesst auch Metrostationen ein! Hier der Eingang zur Metrostation „Universität“:

Naja, und kurz auf die Domstufen klettern mussten wir natürlich auch noch, bevor uns der Zug zurück nach Turku schaukelte.

Abends freudiges Wiederzusammentreffen aller fünf Familienmitglieder.


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Ein Märchen für 40 Harfen

Es ist schon eine Weile her, dass die finnischen Harfenist*innen zuletzt so ein grosses, gemeinsames Konzert organisiert haben. Diesmal war das Projekt noch ein bisschen grösser: ein für ein Harfenorchester vertontes finnisches Märchen aufzuführen.

Seit Januar hat das Fräulein Maus dafür geübt: allein, mit ihrer Harfenlehrerin sowie auf monatlichen gemeinsamen Probenwochenenden in der Hauptstadtregion.

Zu manchen ist sie hingefahren, im Februar, mitten in der vierten Coronawelle, fand es für alle online statt, an manchen hat sie aus eigenem Entschluss nur online teilgenommen, weil die Probenwochenenden ja doch sehr viel Autogefahre bedeutet haben und andere, die noch weiter weg wohnen – das Mädchen aus Oulu zum Beispiel, das sie aus dem Musiklager kennt – sowieso immer nur per Zoom dabeiwaren. Am letzten Probenwochenende Ende April waren auch die Komponistin und die Sprecherin, die das Märchen kapitelweise zwischen den Musikstücken vorlesen würde, dabei.

Komponistin Ninni Poijärvi (rechts) und Sprecherin Riikka Helske

Letztes Wochenende war dann die Aufführung in einem grossen Konzertsaal in Espoo.

Es waren ganz kleine Harfenistinnen dabei, die ihre viel zu gross erscheinende kleine Hakenharfe nur mit zwei Fingern spielen und noch ein Fussbänkchen brauchen, damit die Beine nicht vom ganz nach oben gedrehten Klavierhocker baumeln, und ganz grosse, die routiniert ihre Pedalharfe spielen, und alles dazwischen.

Und es war noch viel schöner, als ich es mir vorgestellt hatte.

Es war nicht nur die Musik wunderschön, sondern es war ein richtiges Gesamtkunstwerk: mit hinter das Orchester projizierten Grafiken aus dem Märchenbuch und dazu passender Beleuchtung, mit laut raschelndem Notenblätterumwenden, das zur Geschichte passte, mit mit Blumenkränzchen dekorierten Harfen am Ende des Märchens.

Das Einzige, was nicht schön war: das Konzert war nach einer Dreiviertelstunde schon vorbei.


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neljäsataaviisikymmentäkolme

Letzten Mittwoch machte ich vorm Hortkinderabholen einen Umweg übers Einkaufszentrum, weil noch ein Ferientagebuch für unsere Sommerreise – nur noch sieben Tage Schule! – erstanden werden musste. Dabei fuhr eine 453 an mir vorbei.

Nach Feierabend fuhr ich nicht direkt heim, sondern nur bis zur Bibliothek.

Im Innenhof der Bibliothek gab der kleine Herr Maus mit seinem Orchester ein Konzert.
Wir befinden uns mitten in den Maifeierlichkeiten.

Ups. Das Kind braucht wohl nochmal Anweisungen über die richtige Sockenwahl. Und schon wieder neue Hosen.

Seitdem habe ich übrigens jeden Tag mindestens eine 453 gesehen. Nur die 454en scheinen seit einer Woche ausgestorben zu sein.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452]


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Eismeer statt Mittelmeer

Das Fräulein Maus ist diese Woche auf Klassenfahrt in Lappland.

Auch wenn die Kinder hier vergleichsweise leicht durch die letzten zwei Jahre gekommen sind, haben sie doch alle auf etliches verzichten müssen. Der grosse Herr Maus auf eine feierliche Verabschiedung aus der Grundschule. Der kleine Herr Maus auf eine Reise nach München zu „1, 2 oder 3“. Am schlimmsten hat es vielleicht das Fräulein Maus getroffen, die ja auf eine Musikklasse in einer wirklich engagierten Schule geht: Der Ausflug in die Oper nach Helsinki im letzten Jahr – wegen Corona gestrichen. Der Schüleraustausch in der 8. Klasse mit der Partnerschule in Celle – wegen Corona gestrichen. Die Chorreise nach Italien in der 9. Klasse – wegen Corona gestrichen.

Damit die Chorreise nicht ganz ausfallen musste, fuhr man statt nach Süden nach Norden. So weit weg, wie man von Turku im Inland nur fahren kann, und das sind immerhin über 1000 km. Luftlinie.

Italien wäre sicher ein tolleres Reiseziel gewesen. Und für Lappland hätte es sicher bessere Zeitpunkte gegeben: während es in Turku diese Woche endlich warm ein bisschen wärmer und grün geworden ist, sind in Lappland 3°C und die Seen noch zugefroren, im Wald liegen letzte Schneereste, die Tunturis haben noch weisse Decken umgehängt und auf dem Teno treiben gewaltige Eisschollen. Aber Abenteuer ist Abenteuer.

Sie fuhren mit dem Nachtzug. Sie schliefen bei Gastfamilien in Oulu und in dem Hotel in Inari. Sie sangen auf einem grossen Konzert in Oulu, in Schulen in Ivalo und Inari, und vielleicht am allerschönsten nur für sich neben einer gewaltigen, rauschenden Stromschnelle. (Die Chorleiterin schickt regelmässig Videos.) Gestern sangen sie live bei Yle Sámi (ab ca. 1:38:05), dem samischsprachigen öffentlich-rechtlichen Radio Finnlands, das sein Studio in Inari hat.

Und für ein paar Stunden kamen sie doch noch ins Ausland: sie fuhren nach Norwegen und gingen am Eismeer Muscheln sammeln.


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12. Mai

14 Jahre…!

***

Sanna und Sauli haben gesprochen: Finnland wird schnellstmöglich der NATO beitreten.

Die liebste Freundin hat dazu Anfang der Woche schon alles gesagt:
„Politische Lage: Womöglich wird Finnland schon bald der Nato beitreten. Allein die momentane Diskussion darüber wäre noch vor einem halben Jahr undenkbar gewesen. Aber wenn man sich eine über 1000 km lange Grenze mit Russland teilt und mit der Vergangenheit vertraut ist, sieht man den Krieg in der Ukraine auch noch mal aus einer anderen Perspektive. Angst und Sorgen sind hier durchaus präsent und ich kann den Wunsch vieler Finnen gut verstehen jetzt doch der Nato beitreten zu wollen. Auch wenn ich es schade finde, denn ich war immer stolz auf die Neutralität Finnlands und seine Rolle als Vermittler. Aber was will man machen wenn der Nachbar wahnsinnig geworden ist?“

***

Keines der Hortkinder hat das Einhorn auf meinem T-Shirt kommentiert. Tse.

***

Das Fräulein Maus war zur 9.-Klasse-Vorsorgeuntersuchung bei der Schulschwester. Weil das die letzte ist, bevor die Jugendlichen entweder auf die Berufsschule oder ans Gymnasium wechseln, bekam das Fräulein Maus einen Stapel Zettel mit nach Hause: nicht nur die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung, sondern auch eine Auflistung aller Impfungen, die sie bisher in ihrem Leben bekommen hat, ihre Wachstumskurven von Geburt an sowie die schriftlichen Aufgaben aus der Neuvola. Ich habe laut und lange vor Entzücken gequietscht.


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neljäsataaviisikymmentä, neljäsataaviisikymmentäyksi

Das war ein sehr musikalisches Wochenende.

Gestern hatte das Fräulein Maus ein Konzert in der Kirche des Nachbarorts.

Ich mag diese Kirche sehr. Vielleicht vor allem deshalb, weil ich mit ihr so gute Erinnerungen verbinde: dort haben wir schon drei wunderbare Konzerte erlebt. Und weil ich sie von innen – so hässlich sie von aussen ist – wunderschön finde mit ihrer modernen Holzvertäfelung und den grossen Fenstern.

Es wurde Harfenmusik gespielt und zwischendurch gemeinsam Frühlingslieder gesungen. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Kirchenlieder zum Thema Frühling und Sommer die Finnen haben!

Hinterher durfte das Fräulein Maus die goldene Harfe ihrer Lehrerin ausprobieren. (Sie hätte auch damit auftreten dürfen, aber die Pedale sind schwergängiger als bei ihrer eigenen, und deswegen wollte sie lieber auf ihrer eigenen spielen.) Die Harfe übrigens, die früher dem Turkuer Sinfonieorchester gehört hat und von der Lehrerin ihrer Harfenlehrerin, als diese noch keine fertige Harfenlehrerin und das Fräulein Maus ihr Versuchskaninchen ihre Übungsschülerin war, gespielt wurde. Die finnische Harfengemeinschaft ist so klein, dass man nicht nur immer die gleichen Leute trifft, sondern auch immer die gleichen Harfen, nur dass sie in der Zwischenzeit vielleicht ihre Besitzer*innen gewechselt haben.

Jesus am Kreuz oder fliegender Schwan?

Moderne Kirche hin oder her: ein Votivschiff muss sein. Schliesslich wohnen wir am Meer.

Heute fuhr der kleine Herr Maus mit seinem Orchester nach Tampere zu einem Orchesterwettbewerb.

Er hatte übrigens im Herbst, nachdem er im Sommer im Musiklager unheimlich viel gelernt hatte, ein grösseres Motivationsproblem. Orchester sei langweilig, ob er da hingehen müsse, ob ich ihn nicht abmelden könne, nein, er würde da nicht mehr hingehen zu diesem Kackorchester. Nach drei Wochen nahm er all seinen Mut zusammen und fragte seine Orchesterleiterin, ob er nicht in das nächsthöhere Orchester gehen dürfe. Er durfte es ausprobieren, und seitdem ist keine Rede mehr von Abmelden. Obwohl er jetzt mit Abstand der Kleinste und Jüngste ist. Oder vielleicht eher deswegen. Das kennen wir ja schon aus seinen Kindergartenzeiten: er wurde prompt ein braves Kindergartenkind, als er aus logistischen Gründen schon als Vierjähriger in die Vorschulgruppe aufrücken durfte und endlich genug gefordert wurde.

Jedenfalls hatte ich geglaubt, Wettkampfreisen gehörten für unsere Familie der Vergangenheit an, aber es war fast alles so wie immer: das Kind in „Uniform“ stecken und im Morgengrauen zum Bus – sogar des gleichen Busunternehmens – bringen und abends ein ein wenig erschöpftes, aber glückliches Kind wieder abholen. Sogar eine offizielle Vor-Wettkampfs-Schau mit allen teilnehmenden Turkuer Mannschaften Orchestern hatte es gegeben, ebenfalls wie früher beim Turnen. Die war vorletzten Montag, und da hatte ich auch die 450 und die 451 gesehen: erst die 451 auf dem Weg zur Arbeit, dann die 450 gegenüber meiner Arbeit (Mist, falschrum!), abends waren der Ähämann, der kleine Herr Maus und ich gemeinsam ins Konservatorium und später zurück nach Hause geradelt, aber obwohl das mein alter Arbeitsweg ist, an dessen Rand immer jede Menge Autos parken, sah ich die 451 dann erst am Dienstag.

Morgen nochmal schulfrei. Letzter Streiktag.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449]


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Schulfreie Woche

Es widerspricht natürlich völlig dem Streikgedanken – aber unsere Familie geniesst den einwöchigen Lehrer*innenstreik gerade in vollen Zügen.

Man kann zum Beispiel mitten in der Woche Übernachtungsbesuch bekommen. Oder tagelang mit seinen fünf besten Schulfreund*innen mit dem Fahrrad durch die Gegend ziehen. (Wenn man Hunger hat, kann man auch, weil in der eigenen Familie das Mittagessen wegen des langen Ausschlafens erst später stattfindet, mit seinen Freund*innen zur Schule fahren und dort das kostenlose Schulessen, das auch in der Streikwoche angeboten wird, in Anspruch nehmen. Und dann trotzdem hungrig heimkommen, weil das Schulessen eben ist, wie es ist.)

Und man kann auch mitten in der Woche mitten am Schultag wandern gehen.

(Leider ist der schönste Wanderweg in der Nähe neuerdings ebenfalls durch einen Kahlschlag mehr oder weniger komplett zerstört. Seufz.)

Es werden noch immer überdimensionierte Fundstücke aus dem Wald nach Hause getragen.

Alles sehr schön.
Zumal in vier Wochen sowieso schon Sommerferien (Zwickt mich mal!) sind.


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neljäsataaneljäkymmentäyhdeksän

Die 449 stand vor der Bibliothek, als ich am Freitag mit den Hortkindern auf unserem täglichen Gang durchs Stadtzentrum da vorbeikam.

Abends wurde es kurzzeitig etwas hektisch, weil zur Zeit zwar üblicherweise alle Hortkinder schon eine halbe Stunde vor Schliessung abgeholt sind, aber ausgerechnet am Freitag das letzte Kind erst Punkt fünf ging. Ich musste dann sehr schnell heimrasen, wo vier Personen innerhalb einer halben Stunde – drei hätten ja schon mal anfangen können, aber gut – schnell was essen und sich umziehen mussten, bevor wir wieder losgingen, denn Freitagabend konnten wir endlich das letzte unserer Weihnachtsgeschenke aufmachen.

Wir gingen ins Theater, den „Hobbit“ angucken. Als ich vor Weihnachten Karten für uns alle kaufen wollte, musste ich feststellen, dass alle Vorstellungen in näherer Zukunft schon ausverkauft waren. Aber gut, man kann sich ja auch vier Monate vorfreuen. (So lange, dass das Fräulein Maus noch vor uns mit der Schule hinging, was aber erst lange, nachdem ich die Karten gekauft hatte, angekündigt wurde und demzufolge ein bisschen doof war. An ihrer Stelle kam dann unsere deutsche Hortpraktikantin mit.)

Das Fräulein Maus hatte uns jedenfalls schon sehr begeistert von der Aufführung berichtet, und sie hatte vollkommen recht gehabt: so tolle Kostüme (Die Trolle! Und die Spinnen!) und Bühnenbilder und Effekte! Ich fand es dann auch sehr schön und passend, dass zum Schlussapplaus neben den Schauspieler*innen auch alle Kulissenschieber, Feuerwerksmeister und Drachenschwanzbeweger mit auf die Bühne durften. Und es war mir dann auch klar, warum die Theaterkarten – zumal sie überdies die Bustickets für Hin- und Rückweg enthalten – so unglaublich teuer sind, dass man als ganze Familie eigentlich nur alle paar Jahre mal ins Theater gehen kann.

Die drei Stunden dauernde Vorführung hätte nach unser aller Meinung jedenfalls auch noch länger sein dürfen.

(Allerdings schaffte es der kleine Herr Maus zu Hause gerade noch so über die Schwelle, legte sich in seinem Zimmer auf den Teppich und war sofort eingeschlafen. Wir weckten ihn nach einer Stunde, halfen ihm in den Schlafanzug, erliessen ihm das Zähneputzen und überredeten ihn, in sein Bett zu klettern. Er wunderte sich am nächsten Morgen sehr, wie er in sein Bett gekommen und wann er seinen Schlafanzug angezogen haben soll.)

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