Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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yhdeksäntoista

Gestern Abend mit dem Mäusekleinkind auf der Post gewesen, anschliessend kurz auf dem Spielplatz daneben, dann den Ähämann von Arbeit abgeholt und gemeinsam zum Bus gelaufen. Und während wir an der Ampel am Euromarket stehen, zeigt der Ähämann auf einmal aufgeregt nach rechts: aus der ganz und gar leeren Strasse kommt ein dunkelblaues „Staubsaugerauto“ mit der 19 im Kennzeichen herangeschwebt. (Wirklich, ganz langsam und lautlos!)
Den armen Fahrer haben wir mit unseren Freudenausbrüchen ganz irritiert…

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Busfahr’n

… in Finnland ist ein Kapitel für sich. Darüber wollte ich immer schon mal schreiben.

Mit dem Bus kommt man fast überall hin. Da, wo man auch mit dem Zug hinfahren könnte – von Turku nach Helsinki, von Tampere nach Jyväskylä, von Jyväskylä nach Oulu – vor allem aber da, wo kein Zug mehr fährt – von Rovaniemi nach Inari, von Kolari nach Kilpisjärvi, in jeden kleinsten Ort. Und: Busfahren ist billiger als Zugfahren!

Mit Überlandbussen habe ich ausschliesslich gute Erfahrungen gemacht. Das fing bei meiner allerersten Reise nach Finnland an: die Fluglotsen streikten, so dass ich von Helsinki nicht weiter nach Jyväskylä fliegen konnte, sondern den Bus nehmen musste. Es war Ende Februar, und in Südfinnland tobten Schneestürme. Ich stieg in Helsinki pünktlich in den Expressbus nach Lahti, stieg dort um, wurde weitere vier Stunden durch Schnee und Finsternis gefahren und war auf die Minute pünktlich in Jyväskylä.

Ein Jahr später reisten der Damals-noch-nicht-Ähämann und ich Anfang Januar nach Inari. Wir wollten wissen, wie das ist, wenn die Sonne den ganzen Tag nicht aufgeht. Wir fuhren zunächst mit dem Nachtzug nach Rovaniemi, verbrachten einen Tag und eine Nacht dort und begaben uns dann am nächsten Tag gegen zwölf zum Busbahnhof. Draussen herrschten 15 Grad minus, der Schnee knirschte, und kurz vor zwölf ging über dem Horizont orange leuchtend die Sonne auf und tauchte den Bahnhofsvorplatz in strahlende Farben. Dann kam unser Bus. Der Fahrer nahm sich unserer Rucksäcke und Skier an und verstaute sie im Gepäckfach, dann ging’s los. Weil Weihnachten noch nicht so lange her war, war längs durch den Bus eine Kette mit Weihnachtskugeln dran gezogen, und an die Fenster waren aus rotem Papier geschnittene tonttus geklebt, so wie es die Finnen auch in ihren Wohnungen machen. Der Bus machte einen Abstecher zum Flughafen von Rovaniemi. Wir überquerten den Polarkreis. Die Sonne ging schon bald wieder unter. Die vereiste Strasse, die beschneiten Bäume rechts und links und der Himmel strahlten blau und babyrosa. In Sodankylä, gegen zwei, machte der Bus eine halbe Stunde Pause. 20 Grad minus. Wir stiegen aus, kauften uns was zu essen im Supermarkt, machten ein paar Fotos vom lila Himmel und den vielen, vielen bunten Leuchtreklamen, die gegen die Finsternis ankämpften. Dann ging’s weiter. In Sodankylä war auch eine alte Frau zugestiegen, sass auf der Bank neben uns und fragte uns irgendwann etwas, was ich mit meinem damals noch sehr rudimentären Finnisch als ”Ist das Deutsch, was ihr da sprecht?” verstand. Auf unser Nicken hin erklärte sie uns, sie hätte während des Krieges ein wenig Deutsch gelernt, sagte uns stolz ihren gesamten Wortschatz von ”Ich liebe dich!” über ”Gute Nacht!” bis ”Lebewohl!” auf, bevor sie irgendwo an der finsteren Strasse den Bus anhalten liess und mit ihren Einkaufstaschen in die nachmittägliche Nacht verschwand. Wir fuhren weiter nach Norden. In Saariselkä fuhr der Bus eine halbe Stunde durch den Wald, um an einem Hotel anzuhalten. Dann eine halbe Stunde zurück auf die eigentliche Strasse. In Ivalo durften wir uns noch einmal die Beine vertreten. Der Busfahrer tauschte Pakete aus. Mit den Bussen kann man auch Pakete von Ort zu Ort schicken, das ist billiger als mit der Post. Die muss man dann eben am Busbahnhof abholen statt von der Post. In Ivalo stieg eine junge Frau ein, in modernem Schneeanzug und mit diesen Lappenschuhen aus Fell an den Füssen. Dieses Bild sehe ich bis heute vor mir. Und die Eiskunstwerke in der Mitte der Kreisverkehre, mit darin eingelassen verschiedenfarbigen Neonröhren. Farbe in die Finsternis! Nach fünf Stunden waren wir da, in Inari. Der Busfahrer reichte uns unsere Rucksäcke und Skier, bevor er seinen Bus weiterlenkte, bis zur norwegischen Grenze. Es war meine erste grosse finnische Überlandbusfahrt, und bis heute die beeindruckendste.

Dann bin ich natürlich unzählige Male mit dem Bus von Konnevesi nach Jyväskylä und zurück gefahren. Das ist KEIN Expressbus, der hält in jedem Dorf. Und nimmt auch jedes Dorf am Weg mit, weswegen die Reise SEHR lange dauert und manchmal SEHR nervig sein kann. Vor allem, wenn man sich zwei Stunden lang dabei in voller Lautstärke eine Eishockeyübertragung im Radio anhören muss, die aus allen Lautsprechern schallt. Geliebt habe ich die paar Kilometer Achterbahn hinter Laukaa, die man mit dem Auto normalerweise nicht fährt und über die sämtliche Busfahrer mit offensichtlichem Genuss steuerten. Einmal, über Ostern, war ich mit einer Bekannten aus Deutschland in Lahti. Wir wussten noch nicht, wann wir zurückkommen würden, und hatten deswegen niemandem auf der Forschungsstation bescheid gesagt um uns abzuholen. Ich besass damals noch kein Handy und konnte demzufolge auch niemanden kurzfristig anrufen. Viel Gepäck hatten wir nicht dabei, wir waren gut erholt und fit genug, um die vier Kilometer vom ”Busbahnhof” in Konnevesi zur Forschungsstation zu laufen. Dem Busfahrer kam ich jedoch bekannt vor, und bevor wir ausstiegen – wir waren die letzten im Bus – fragte er mich, ich müsse doch zur Forschungsstation, ob uns denn jemand abholen würde? Nein, sagte ich, aber macht nichts, wir laufen. Woraufhin er gar nicht erst zum Busbahnhof abbog, sondern geradeaus weiterfuhr. Wir dachten, er lässt uns an der nächsten Haltestelle raus, an der Kreuzung, von der es nur noch zwei Kilometer zu laufen gewesen wären – aber nein, er bog dort ab und fuhr uns bis in die Einfahrt der Forschungsstation. Einfach so, weil er ja danach doch gleich Feierabend hatte!

In der Stadt macht Busfahren nicht ganz so viel Spass. Die Stadtbusfahrer sind muffelig. Zumindest die meisten. Zumindest die, die keine Ausländer sind. Auch dem Stadtbus muss man winken, wenn er einen mitnehmen soll. Winkt man nicht rechtzeitig, kann es durchaus passieren, dass der Bus an einem vorbeizieht, auch wenn man an einer Haltestelle steht, an der keine andere Buslinie sonst hält. Mich ärgert das insbesondere deswegen, weil ich so nicht mehr an der Haltestelle lesen kann, bis der Bus kommt, sondern immer krampfhaft die Strasse im Auge behalten muss. Busfahrpläne in Turku bedürfen auch einiger Gewöhnung. Auf ihnen ist nämlich nur die Abfahrtszeit an der ENDhaltestelle verzeichnet, nicht die Abfahrtszeit an der Haltestelle, an der man gerade steht und wartet. Natürlich auch ohne jegliche Angabe über die geschätzte Fahrzeit zwischen Endhaltestelle und ebenjener Haltestelle, an der man gerade wartet. Das muss der Fahrgast schon selber wissen! Schön ist, dass man, wenn man mit Kinderwagen unterwegs ist, in Turku kostenlos Bus fahren darf. Allerdings hat das wohl mehr praktische Gründe als den, es Müttern ein bisschen leichter zu machen. Mit Kinderwagen muss man schliesslich durch die Mitteltür einsteigen, während alle anderen vorn beim Fahrer einsteigen müssen. Der hat ein Auge drauf, ob auch jeder fein seine Monatskarte an den Entwerter hält, und ob es auch jedem seine eigene Monatskarte ist – auf der ist nämlich die Sozialnummer kodiert, so dass der Busfahrer das Geschlecht und das Geburtsjahr erkennen kann. Bei des Ähämanns Monatskarte ist irgendwann mal was schiefgegangen, und manche Lesegeräte erkennen sie als eine ”Frauenkarte”. Das gibt manchmal Ärger, und seitdem läuft der Ähämann mit einem offiziellen Schreiben vom Nahverkehrsbüro in der Tasche rum, dass das seine Karte ist und eine ”Männerkarte”. (Seitdem wissen wir auch, wie Männlein und Weiblein in der Sozialnummer kodiert werden. Bisher dachten wir, Männer hätten im vierstelligen Endcode einen Buchstaben am Ende, Frauen nur Ziffern. Aber das Mäusekleinkind hat auch einen Buchstaben am Ende. Und meine norwegische Freundin aus dem Finnischkurs auch, ihr Mann aber nicht. Also, es ist so: die vorletzte Stelle der Sozialnummer ist bei Männern eine ungerade Zahl, bei Frauen eine gerade.) Braucht jemand einen Fahrschein, verkauft den der Busfahrer. Fahrkartenkontrollen gibt es nicht.

Richtig nett am Busfahren in Finnland ist, dass sich beim Aussteigen immer alle beim Busfahrer bedanken und verabschieden. Bei Überlandbussen grundsätzlich, bei Stadtbussen auch manchmal. Nee, also bei so Muffeln bleibt mir das alles im Hals stecken, aber bei so freundlichen Ausländern, die meist die Abend- und Wochenendschichten übernehmen müssen, sage ich das gerne beim Aussteigen: ”Kiitos, hei!”

Warum mir das gerade heute alles einfällt? Weil wir seit heute den Winterfahrplan haben und Busse endlich wieder ein verlässliches und regelmässiges Transportmittel geworden sind und nicht nur alle halbe Stunde mal fahren wie im Sommer. Und heute früh durfte ich dann auch gleich wieder erleben, was ich sonst auch noch nirgendwo erlebt habe und was ich so lustig finde: zur Hauptberufsverkehrszeit früh fahren die Busse nicht etwa in kürzeren Abständen, sondern es fahren zwei zur gleichen Zeit. Einer hält an der Endstelle und lässt die Leute einsteigen, während der andere schon mal losfährt zur nächsten Haltestelle. Dort muss dann der andere Bus nicht noch mal anhalten. Und so weiter. Das spart eine Menge Zeit!

Doch, doch, Busfahren macht Spass! :-)


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Anderthalb

Und ich dachte immer, im ERSTEN Jahr entwickeln sich Kinder so schnell… nur jetzt, jetzt komme ich gar nicht mehr hinterher mit Zugucken!

Sie läuft. Sie spricht. (Finnisch und Deutsch durcheinander, so süss!) Sie „hilft“. (Beim Bettenmachen. Beim Geschirrspülerausräumen. Beim Wäschelegen.) Sie isst selbst. Sie imitiert uns. (Jedes Wort. Jede Geste. Jeden Gesichtsausdruck.) Sie beobachtet. Sie untersucht Dinge. Sie flirtet wie ein Weltmeister. Sie schiebt gekonnt ihren kleinen Puppenwagen durch die Wohnung. (Und rund um den Spielplatz. Und im LIDL waren wir damit auch schon.) Sie verlangt, früh aufs Töpfchen gesetzt zu werden, kämmt sich dabei die Haare (weilMama das in der Zwischenzeit tut), und wenn was im Töpfchen ist, steht sie auf. Sie putzt sich die Zähne selbst. (Leider nur selbst, nachhelfen ist nicht erlaubt. *seufz*) Sie war auf ihrem ersten Kindergeburtstag und hatte, wie man sehen kann, Spass. Sie möchte beim Einschlafen immer noch ihre Händchen gehalten bekommen, aber sie legt sich mittlerweile selbst hin, wenn sie müde ist. (Die Zeiten, in denen wir 20 Mal Hinlegen-Aufstehen-Hinlegen-Aufstehen… wiederholt haben, scheinen also glücklicherweise vorbei zu sein.) Sie schläft elf Stunden nachts und zwei tagsüber. Sie ist sehr kuschelig geworden. Sie kann sich minutenlang über etwas scheckig lachen. Und sie ist sooo süss!

Was haben wir dich lieb, kleines grosses Mäusekind!


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kahdeksantoista

Manchmal lohnt es sich, ein Umweltschwein zu sein.

Da bin ich nun 380 km nach Konnevesi gefahren, 380 km wieder zurück, zwischendurch zwei Mal 120 km nach Jyväskylä und zurück, habe mir fast alle entgegenkommenden Autos angesehen – und keine 18 entdeckt.

Gestern Abend waren das Mäusekleinkind und ich bei meiner Kollegin Pälvi eingeladen, die einen neuen Welpen bekommen hat.

(Wir “Mädels” haben alle kleine Hunde-, Katzen- oder Menschenkinder zu Hause und besuchen uns deswegen ständig reihum.)

Weil nun aber Pälvi am A… der Welt in Harittu wohnt und nach der Arbeit ja erst noch das Mäusekleinkind aus dem Kindergarten geholt werden musste und es bestimmt auch etwas später werden würde, so dass der Heimweg für das müde Mäusekleinkind möglichst schnell vonstatten gehen sollte, haben wir uns also mit dem J-FI auf den Weg gemacht statt mit Bus oder Fahrrad. Und während ich mich noch wunderte, wie brav und friedlich das Mäusekleinkind hinten allein in seinem Sitz sass und ab und zu einen Kommentar („Auto!“) abgab, passierte noch ein „Wunder“: auf der Itäinen Pitkäkatu direkt vor Biocity kam mir die 18 entgegen! Ein grosser, schwarzer Chevrolet-Pickup.

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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge…

… bin ich wieder zurück in Turku. Eigentlich war ich am Freitag schon fertig mit meinem Experiment, aber Ähämann und Mäusekind wollten noch ein Wochenende in Konnevesi verbringen. Freitag, bevor ich sie abgeholt habe, war ich noch bei meiner hostmama im Sommerhaus in der Sauna. Am Sonnabend sind Ines und Sven nach Konnevesi gekommen, Lenka hat für uns Halušky gekocht, wir sind zum Hafen spaziert, haben Lagerfeuer gemacht und waren, als das Mäusekind im Bett war, noch in der Sauna. Sonntag konnte ich dann in aller Ruhe aufräumen, zusammenpacken und mich von den Mäusen verabschieden. War schön so, dass wir das Wochenende noch dort verbracht haben.

Nun bin ich zwar froh, wieder bei meiner Familie zu sein, aber das Arbeiten war doch sehr viel angenehmer und auch sehr viel motivierender da in Konnevesi. Ich hoffe, ich kann mir ein bisschen was von der angesammelten Motivation bewahren, denn jetzt geht es in den Endspurt. Schreiben, schreiben, schreiben…

Ich fang’ dann mal an.


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Wochenende auf der Forschungsstation

Freitagabend den Ähämann und das Mäusekleinkind in Jyväskylä vom Zug abholen. (Keiner, wirklich keiner würde in Deutschland mal „so eben“ 65 km fahren, um jemanden abzuholen, um abends Freunde zu besuchen, um einkaufen zu gehen… hier ist so eine Entfernung ganz normal. Und nichts.)

Im Abendsonnenschein kleine, kurvige Strassen fahren, und glücklich sein, wieder hier zu sein, wo meine finnische Heimat ist. Glücklich sein, dass der Frühherbst so schön ist, mit der klaren kalten Luft und den leuchtenden Farben. Überglücklich sein, die beiden Liebsten endlich wieder bei mir zu haben.

Samstagfrüh bis halb neun schlafen dürfen. Das Kuschelkind ins Bett holen. Frühstück machen, bei dem das Mäusekind auf dem grossen Stuhl sitzen (und auch stehen) darf.

Vier Mäuse testen (Und ich hatte schon ganz vergessen, wie sich das anhört, trappelnde Mäusefüsschen auf Papier…), während der Ähämann für alle Mäuseleute kocht. Nebenher hören, wie sich Jyrki in den Vorraum schleicht und wieder hinaus. Hinterher die Schlüsselkarte für den Ähämann auf dem Handy finden. Jyrki suchen. Danke sagen. (Vor lauter Arbeit am Freitag vergessen, die Techniker nach der Karte zu fragen. Freitagnacht eine SMS an Jyrki geschrieben, der Wochenendbereitschaftsdienst hat, ob er eine Karte machen kann, falls er am Wochenende auf die Station kommt.) Gras rupfen. Mäuse füttern. Mäusekleinkind füttern. Mäusekleinkind warm anziehen und im Wagen auf der Terrasse schlafen legen. Gemeinsam essen. Mäusekleinkind wecken. Noch drei Mäuse testen. Mit Ähämann und Mäusekleinkind spazieren gehen. Auf den Steg. Über die kleinen Trampelpfade durch den Wald. Vom Mäusekleinkind Moos, Kiefernzapfen, Stöckchen und Steinchen gezeigt und gereicht bekommen. Abendbrot essen. Mäusekleinkind ins Bett bringen. Den Lieblingsfilm in Kinogrösse im Hörsaal angucken.

Nachts mehrmals das Mäusekleinkind beruhigen, dem es nicht reicht, dass es nach dem ersten Aufwachen in unser Bett darf, sondern das am liebsten den Rest der Nacht quer über Mamas Bauch liegend verbringen möchte. Früh trotzdem bis um acht schlafen dürfen. Sauna anheizen. Frühstücken. Den Vormittag (wegen draussen 6 Grad und Dauerregen) mit Ähämann und Mäusekleinkind in der Sauna verbringen. Mäusekleinkind füttern, während der Ähämann schon wieder für acht Mäuseleute kocht. Mäusekleinkind warm anziehen, in Mamas Strickjacke wickeln, im Wagen auf der Terrasse schlafen legen. Gemeinsam mittagessen. Gras rupfen. Mäuse füttern. Trinkflaschen auffüllen. Mäusekleinkind nach 2 ½ Stunden wecken. Mit Ähämann und Mäusekleinkind nach Jyväskylä fahren. Ines und Sven besuchen. Kekkonen streicheln. Ähämann und Mäusekleinkind zum Bahnhof fahren. Feststellen, dass es aufgehört hat zu regnen. Ähämann und Mäusekleinkind hinterherwinken. Traurig sein. Heimfahren. Hinter Laukaa alle 500 m anhalten, weil es so wunderschön aussieht, wie der Nebel aus den Wiesen steigt. (Und sich wundern, wie viele Finnen das Gleiche tun – obwohl die sich doch sonst keine Begeisterung erlauben, zumindest nicht öffentlich.)