Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Meer, gefrorenes

Was mich ja am meisten erstaunt hat, war, dass das Meer schon richtig gefroren ist.

Es ist ja noch gar nicht so lange Winter! Und so richtig extrem kalt ist es ja auch noch nicht gewesen!

Dennoch schnurpste sich die Suomenlinna-Fähre gleich am Freitagabend durch ziemlich dicke Eisschollen, die erst blitzschnell von schwarzen Rissen durchzogen wurden und sich dann polternd rechts und links der Fahrrinne aufeinanderschoben.

Reingehen kann man da natürlich auch.

(Aber dann gingen wir schnell zurück in die Sauna.)


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Kurzurlaub, blauweiss

Es gibt der letztjährigen Zusammenfassung des Kurzurlaubs mit der liebsten Freundin nichts hinzuzufügen. Ausser, dass das Wetter noch besser war diesmal.

Schnee, Sonne, -16 Grad.
Mein Lieblingswetter.

Das ist der Öltanker, der die Tallinn-Fähren im Südhafen betankt und neben ihnen total winzig aussieht. Ich möchte wirklich gern mal dort sein, wenn so eine vier- oder fünfmal so grosse Fähre dort durchfährt!

Zum Glück war’s nicht so dringend.

Gilt nicht für Hasen.

Nur als das Licht kurz vor zwei doch schon wieder deutlich abendlich wurde, war klar, dass noch eine ganze Weile lang nicht März sein wird.


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Geburtstagsausflugreise

Weil ein Geburtstag ohne Reise kein richtiger Geburtstag ist und ich passenderweise an einem Freitag Geburtstag hatte und wir ein allerletztes komplett freies Wochenende vor uns hatten…

… sind wir freitagabend nach der Arbeit nach Helsinki gefahren, haben den Herrn Picasso auf dem Parkplatz, der ein echter Geheimtipp ist und den wir seit 14 Jahren bei derlei Gelegenheiten nutzen, zurückgelassen, haben uns alle per App ein Tagesticket für Bus Fähre und Bahn gekauft, sind mit der Strassenbahn ins Stadtzentrum gefahren, waren beim Kelleritaliener Abendbrot essen, sind im Abendblau mit der Fähre nach Suomenlinna gefahren, wo der Leuchtturm schon leuchtete und wir gerade noch so ein Familienzimmer im Hostel, in dem ich sonst mit der liebsten Freundin wohne, hatten ergattern können, gingen am nächsten Tag im Tortenbuffet Geburtstagstorte frühstücken, dann in Finnlands schönstes Freibad, wo man ausserdem Riesenseifenblasen fabrizieren und sich selbst mit aufblasbaren Blasen umgeben konnte, dann arabisch mittagessen, dann fuhren wir das letzte von unzähligen Malen Strassenbahn, nämlich zurück zum Herrn Picasso und fuhren mit dem nach Vantaa Tuusula auf den Felsen, wo einem bei der richtigen Windrichtung die startenden oder landenden Flugzeuge direkt über die Köpfe fliegen und wohin ich deshalb schon lange mal wollte, und die Flugzeuge starteten zwar alle in die entgegengesetzte Richtung und landeten auf einer anderen Bahn, aber es war trotzdem ganz toll und wir waren da ganz sicher nicht zum letzten Mal und überhaupt war das ein ganz wunderbarer Geburtstag!

Nur auf die Urfeuernacht mussten wir deshalb dieses Jahr verzichten.
Aber wer will auch jetzt schon diesen Sommer verabschieden?!


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Der erholsamste Kurzurlaub des Jahres

Der alljährliche Helsinki-Kurzurlaub mit der liebsten Freundin fand dieses Jahr erst im Januar statt, bestand aber wie immer aus „stundenlang in Cafés herumsitzen und ungestört reden“ und „stundenlang planlos durch die Stadt laufen und ungestört reden“ sowie natürlich – das ist dann jetzt seit letztem Jahr neuer fester Programmpunkt – einem ausgiebigen Bad im Hafenbecken.

Glückstage.

Nirgends übrigens kann man sich den Tortenhunger schöner erspazieren als auf Suomenlinna.


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Urlaub auf der Insel

Mit der liebsten Freundin jeden November drei Tage Kurzurlaub in Helsinki zu machen, ist eine ganz wunderbare Tradition.

Vor allem deshalb, weil wir ausser „stundenlang in Cafés herumsitzen und ungestört reden“ und „stundenlang planlos durch die Stadt laufen und ungestört reden“ nie irgendwelche Pläne haben. Soooo schön! Soooo erholsam!

Und weil wir immer total idyllisch und überhaupt nicht wie in der Hauptstadt auf Suomenlinna wohnen, einer ehemaligen Festungsinsel, die heutzutage ein Stadtteil von Helsinki ist – mit Mietwohnungen in historischem Gemäuer, einem Kindergarten, einer Grundschule und einer Kirche mit… äh… Leuchtturm.

Auf die Insel gelangt man nur mit der Fähre, und das ist vielleicht das Allerbeste: mehrmals täglich am Südhafen ankommen zu können, und mehrmals täglich auf den blinkenden Leuchtturm von Suomenlinna zufahren zu können.

Auf der Insel fahren keine Autos, und im November gibt es auch fast keine Touristen. Diesmal waren die Fähre und die ganze Insel allerdings aussergewöhnlich voll: es gibt dort wohl viele und seltene Pokemons zu fangen.

Wir amüsierten uns ein bisschen über die vielen Pokemonjäger, die mit gezücktem Handy von der Fähre marschierten und dann die Köpfe nicht mehr hoben, und liessen uns lieber die Novembersonne auf die Nase scheinen und hüpften vor Freude über den ersten Schnee und über die vielen Plätze und Wege auf der doch recht kleinen Inselgruppe, die wir in den letzten Jahren trotz ausgedehnter Spaziergänge noch nicht entdeckt hatten.

Wir können da noch viele weitere Jahre hinfahren, ohne dass uns langweilig werden wird. Auch ohne Pokemons.


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Herbsturlaub (5): Heimkehr

Die Einfahrt in den Helsinkier Südhafen ist die schönste der Welt, die ich kenne.

(Und, liebe Pinni, ich habe schon mal nachgeprüft, ob für unseren 48-Stunden-nonstop-Kommunikationseinheiten-Austausch-Urlaub in zwei Wochen alles bereit ist. Das Hostel steht noch, der Leuchtturm leuchtet, die Fähre fährt. Und an einem der beiden Abende müssen wir unbedingt dreiviertel sieben mal da an der hintersten Inselspitze stehen und gucken, wie das Riesenschiff da vorbeifährt. Wenn wir die Arme ausstrecken, können wir es vermutlich sogar anfassen.)