Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

satayhdeksänkymmentäseitsemän, satayhdeksänkymmentäkahdeksan

2 Kommentare

Wann immer es sich einrichten lässt, gehen der Ähämann und ich unter der Woche gemeinsam mittagessen. Bei der Lieblings-Mittagsitalienerin. Nicht nur, weil es da wirklich gutes Essen und guten Kaffee gibt, sondern weil wir uns dort beim Essen tatsächlich unterhalten können.

Also ohne ständiges „Das Brot wollte ich aber haben!“ und „Der da hat…!“ „Nein, die hat…“ und „Krieg ich bitte die Butter?“ (obwohl sie direkt vor der Nase steht) und „Jetzt bin ich aber mal dran mit reden!“ und „Kann ich noch Saft haben?“ und „Kann ich auch Saft haben?“ und „Warum habe ich keinen Löffel?!“ und „Die Honigmilch ist viel zu heiss!“ und „Jetzt will ich aber mal was sagen!“.

Manchmal sagen wir auch gar nichts und starren nur auf die Strasse: auf Postautos, Betonmischer, Bagger, Schneepflüge, Feuerwehren, Kühl-LKWs mit holländischen Blumen, Krankenautos, Lebensmittellaster, Schnee-LKWs, Taxis und fünfhundert PKWs pro Stunde. (Die Strasse übrigens, an der es der aserbaidschanischen Kollegin des Damals-noch-nicht-Ähämanns zu ruhig war. Sie zog dann in eine Wohnung an Turkus meistbefahrener Kreuzung.)

Heute fuhr dort die schätzungsweise fünfzehnte 198 vorbei, die ich in der vergangenen Woche gesehen habe. Ich fragte mich schon fast, ob die 197 vielleicht gar nicht vorhanden sei, so wie bei manchen Fluglinien die Sitzreihe 13, und es stattdessen doppelt so viele 198en gibt. Aber dann sah ich doch noch eine. Als ich zurücklief auf Arbeit, liess sie mich vorm Krankenhaus über den Fussgängerüberweg.

Ja, aber Moment mal! Das zählt ja nicht! Das ist ja die falsche Reihenfolge!

Ha! Die sechzehnte 198 innerhalb der letzten Woche, die sah ich dann am Nachmittag, als ich mit dem Fräulein Maus zum Deutschunterricht lief.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196]

2 Kommentare zu “satayhdeksänkymmentäseitsemän, satayhdeksänkymmentäkahdeksan

  1. Was für ein Luxus, gemeinsam ohne Kinder Mittagessen gehen. Mein Mann und ich arbeiten leider nicht in der selben Stadt, aber wir essen manchmal abends wenn die Kinder schon im Bett sind gemeinsam und in Ruhe.
    Manchmal möchte man ja einfach nur essen, nicht wahr.
    Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
    ( mit 1cm Schnee und Sonnenschein – juhu)
    Rabea

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