Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Sieben!

Wir stellten den Wecker auf kurz nach sechs, damit der arme Erstklässler, der als einziges Kind der Familie an vier von fünf Tagen schon früh um acht in der Schule sein muss, noch seine Geschenke auspacken kann.

Wäre gar nicht nötig gewesen. Er hibbelte schon seit kurz vor sechs im Bett rum.

Als die Geburtstagskerzen angezündet waren und er endlich aufstehen durfte, machte er mehrere sehr hohe Luftsprünge, als er den seit langem gewünschten Elefanten, dem er schon genauso lange den Namen „Riesen-Riesig“ zugedacht hatte – er hat nämlich auch einen „Riesig“ und einen „Winzig“ – erblickte.

Nach der ersten Schulstunde holte ich ihn wieder ab und fuhr mit ihm – wir sind ja da sowieso quasi zu Hause – in die Lieblingszahnklinik. Mit Überweisung von der Schulschwester. Am Tag vorher hatte er sich nämlich beim Sportunterricht die Vorderzähne eingeschlagen. Kandi 205 und Ausbilderin gaben beide Entwarnung – es waren zum Glück noch Milchzähne und die Verletzung auch nicht sehr tief. Dann liefen wir gemeinsam zurück zur Bushaltestelle, und dann stieg ein sehr erwachsener Siebenjähriger ganz allein in den Bus, winkte mir lachend noch einmal zu und fuhr zurück zur Schule.

Das dritte Kind wird irgendwie dreimal so schnell gross…
(Schon immer.)


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Maigeburtstag bei Kältewelle

Normalerweise bekommt bei uns das Fräulein Maus den ersten Tulpenstrauss des Jahres zum Geburtstag, der grosse Herr Maus den ersten selbstgepflückten Buschwindröschenstrauss, der kleine Herr Maus irgendeinen orangelastigen (Halloween!) und der Ähämann irgendeinen blau-weissen (Unabhängigkeitstag!) Blumenstrauss.

Dieses Jahr allerdings musste ich sogar dem grossen Herrn Maus seinen Geburtstagsstrauss kaufen, denn die Buschwindröschen hocken noch fröstelnd unter der Erde.

Zum Glück hatte er sich auch vor Monaten schon gewünscht, dieses Jahr zu seinem Geburtstag irgendwohin zu gehen, wo man klettern kann. (Und zum Glück gibt es da seit Neuestem diesen wirklich tollen Kletterplatz in Turku!) Denn Geburtstagsfeier im Garten wäre diesmal wirklich nicht drin gewesen.

(Immerhin: Es hat den ganzen Tag nicht geschneit! Die Sonne schien und die Temperaturen kletterten auf sensationelle 6 Grad plus!)


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Eis statt Schnee

Kindergeburtstag im März ist in Finnland eher doof.

Während man im Mai prima im Garten feiern und im November spannende Sachen im Finstern machen kann, liegt im März üblicherweise noch Schnee. Allerdings kein schöner Schnee, mit dem man was anfangen könnte, sondern eher so graue Matschepampe.

Dieses Jahr wollte ich mit dem Fräulein Maus und den eingeladenen jungen Damen ins Eiscafé gehen. Also… Eiscafé… ist ja eher eine Übertreibung. Die Finnen sind zwar Weltmeister im Eisessen, allerdings gibt es überall nur überteuerte Kugeln. Allerhöchstens mit ein paar Streuseln drauf; kostet dann das Doppelte. Deshalb war ich gar nicht so enttäuscht, als ich eine Woche vor Einladungschreiben feststellen musste, dass das ins Auge gefasste Eiscafé inzwischen schon wieder pleite ist.

Wir können das selbst ja eigentlich viel besser!

Nachem jede der jungen Damen zwei Eisbecher verspeist hatte, rannten sie auf den Spielplatz und entledigten sich nach und nach ihrer Mützen, Schals und dicken Jacken. Der Ähämann und ich schmissen Reste zusammen und verspeisten sie auf der Terrasse.

Gibt eben solchen und solchen März in Finnland.


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Das Fräulein Maus, an einem Sonntag geboren, hatte heute zum ersten Mal in ihrem Leben an einem Sonntag Geburtstag.

Genützt hat es ihr nicht viel. Der Wecker klingelte kurz vor sechs, weil der erste Wettkampf der Saison in der benachbarten 50 km entfernten Kleinstadt anstand. Immerhin: fast volle Punktzahl, unter den ersten Dreien, Ehrenurkunde für einen nahezu perfekten Auftritt – alle sprangen vor Freude im Dreieck.

Und Geschenke gab es dann eben am Nachmittag.


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Novembergeburtstag (2)

Geburtstag im November ist ja auch deswegen toll, weil man da immer im Finstern feiern und coole Sachen mit Knicklichtern, Kerzen und Reflektoren machen kann.

Diesmal gingen wir auf Wunsch des Geburtstagskindes „mit Taschenlampen in den Wald“.

(Dem Idioten, der in der Stunde zwischen Vorbereiten und Loslaufen die kleinen LED-Lämpchen-Anhänger von allen sechs Stationen der Schatzsuche geklaut hat, mögen die Finger abfallen und die Augen auf ewig geblendet sein. Aber ätsch, wir hatten Ersatz! Und den tollsten Kindergeburtstag ever!!!)


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kaksisataakaksikymmentäseitsemän

Zwischen Parainen und der Lieblingsfähre hatten wir heute einen Geburtstag zu feiern.

Wie schön, dass wir alle dabeisein konnten und das Jubiläum nicht zwischen Turnhalle, Supermarkt und Deutschunterricht stattfand!

Nein, man muss dann jetzt weder die Verkehrspolizei noch das Jugendamt verständigen. ;-)

Und als wir unseren Weg fortsetzten, Richtung Fähre und „Gehen wir dann jetzt endlich wandern!?“, kam uns auch gleich noch eine 227 entgegen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226]


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Filmtipp

Ob sie dann mit ihren Übernachtungsgästen auch einen Film angucken dürfe, hatte das Fräulein Maus gefragt, auf der Leinwand, bittebitte!

Das war ein guter Anlass, endlich den Film zu besorgen, den ich eigentlich schon seit letztem Sommer, als er hier in den Kinos lief, mit den Kindern angucken wollte.

„Vilja und die Räuber“ ist ja wohl inzwischen auch in ein paar deutschen Kinos gelaufen und seit kurzem als deutsche DVD erhältlich. (Ich habe aber bisher von noch niemandem gehört, der den Film in Deutschland gesehen hätte.)

Wir haben uns jedenfalls prächtig amüsiert, Kinder wie Eltern. Kann natürlich sein, dass er für uns hier doppelt so lustig war, denn wir haben die ganze Zeit vor uns hingequietscht: „Guck mal da!“ und „Natürlich!“ und „Ist das nicht…?“ und „Ach, im PRISMA!“ und „Das muss irgendwo in Ostfinnland sein“. Ausserdem habe ich mich ständig an unsere kleine Rundfahrt im Sommer 2010 erinnert gefühlt – da haben wir nämlich auch jeden Abend an einem anderen Strand kampiert.

Kann man sich ruhig mal angucken. Zur Not auch ohne Kinder. Vor allem, wenn man wie wir statt des ganzen Animationszeugs lieber Filme mit echten Schauspielern mag. Oder wenn man Finnlandfan ist oder so. Finnischer Film ist ja inzwischen nicht mehr ausschliesslich Kaurismäki. Mitterweile wird da sogar echt viel geredet.