Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Maigeburtstag bei Kältewelle

Normalerweise bekommt bei uns das Fräulein Maus den ersten Tulpenstrauss des Jahres zum Geburtstag, der grosse Herr Maus den ersten selbstgepflückten Buschwindröschenstrauss, der kleine Herr Maus irgendeinen orangelastigen (Halloween!) und der Ähämann irgendeinen blau-weissen (Unabhängigkeitstag!) Blumenstrauss.

Dieses Jahr allerdings musste ich sogar dem grossen Herrn Maus seinen Geburtstagsstrauss kaufen, denn die Buschwindröschen hocken noch fröstelnd unter der Erde.

Zum Glück hatte er sich auch vor Monaten schon gewünscht, dieses Jahr zu seinem Geburtstag irgendwohin zu gehen, wo man klettern kann. (Und zum Glück gibt es da seit Neuestem diesen wirklich tollen Kletterplatz in Turku!) Denn Geburtstagsfeier im Garten wäre diesmal wirklich nicht drin gewesen.

(Immerhin: Es hat den ganzen Tag nicht geschneit! Die Sonne schien und die Temperaturen kletterten auf sensationelle 6 Grad plus!)


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Eis statt Schnee

Kindergeburtstag im März ist in Finnland eher doof.

Während man im Mai prima im Garten feiern und im November spannende Sachen im Finstern machen kann, liegt im März üblicherweise noch Schnee. Allerdings kein schöner Schnee, mit dem man was anfangen könnte, sondern eher so graue Matschepampe.

Dieses Jahr wollte ich mit dem Fräulein Maus und den eingeladenen jungen Damen ins Eiscafé gehen. Also… Eiscafé… ist ja eher eine Übertreibung. Die Finnen sind zwar Weltmeister im Eisessen, allerdings gibt es überall nur überteuerte Kugeln. Allerhöchstens mit ein paar Streuseln drauf; kostet dann das Doppelte. Deshalb war ich gar nicht so enttäuscht, als ich eine Woche vor Einladungschreiben feststellen musste, dass das ins Auge gefasste Eiscafé inzwischen schon wieder pleite ist.

Wir können das selbst ja eigentlich viel besser!

Nachem jede der jungen Damen zwei Eisbecher verspeist hatte, rannten sie auf den Spielplatz und entledigten sich nach und nach ihrer Mützen, Schals und dicken Jacken. Der Ähämann und ich schmissen Reste zusammen und verspeisten sie auf der Terrasse.

Gibt eben solchen und solchen März in Finnland.


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Das Fräulein Maus, an einem Sonntag geboren, hatte heute zum ersten Mal in ihrem Leben an einem Sonntag Geburtstag.

Genützt hat es ihr nicht viel. Der Wecker klingelte kurz vor sechs, weil der erste Wettkampf der Saison in der benachbarten 50 km entfernten Kleinstadt anstand. Immerhin: fast volle Punktzahl, unter den ersten Dreien, Ehrenurkunde für einen nahezu perfekten Auftritt – alle sprangen vor Freude im Dreieck.

Und Geschenke gab es dann eben am Nachmittag.


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Novembergeburtstag (2)

Geburtstag im November ist ja auch deswegen toll, weil man da immer im Finstern feiern und coole Sachen mit Knicklichtern, Kerzen und Reflektoren machen kann.

Diesmal gingen wir auf Wunsch des Geburtstagskindes „mit Taschenlampen in den Wald“.

(Dem Idioten, der in der Stunde zwischen Vorbereiten und Loslaufen die kleinen LED-Lämpchen-Anhänger von allen sechs Stationen der Schatzsuche geklaut hat, mögen die Finger abfallen und die Augen auf ewig geblendet sein. Aber ätsch, wir hatten Ersatz! Und den tollsten Kindergeburtstag ever!!!)


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kaksisataakaksikymmentäseitsemän

Zwischen Parainen und der Lieblingsfähre hatten wir heute einen Geburtstag zu feiern.

Wie schön, dass wir alle dabeisein konnten und das Jubiläum nicht zwischen Turnhalle, Supermarkt und Deutschunterricht stattfand!

Nein, man muss dann jetzt weder die Verkehrspolizei noch das Jugendamt verständigen. ;-)

Und als wir unseren Weg fortsetzten, Richtung Fähre und „Gehen wir dann jetzt endlich wandern!?“, kam uns auch gleich noch eine 227 entgegen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226]


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Filmtipp

Ob sie dann mit ihren Übernachtungsgästen auch einen Film angucken dürfe, hatte das Fräulein Maus gefragt, auf der Leinwand, bittebitte!

Das war ein guter Anlass, endlich den Film zu besorgen, den ich eigentlich schon seit letztem Sommer, als er hier in den Kinos lief, mit den Kindern angucken wollte.

„Vilja und die Räuber“ ist ja wohl inzwischen auch in ein paar deutschen Kinos gelaufen und seit kurzem als deutsche DVD erhältlich. (Ich habe aber bisher von noch niemandem gehört, der den Film in Deutschland gesehen hätte.)

Wir haben uns jedenfalls prächtig amüsiert, Kinder wie Eltern. Kann natürlich sein, dass er für uns hier doppelt so lustig war, denn wir haben die ganze Zeit vor uns hingequietscht: „Guck mal da!“ und „Natürlich!“ und „Ist das nicht…?“ und „Ach, im PRISMA!“ und „Das muss irgendwo in Ostfinnland sein“. Ausserdem habe ich mich ständig an unsere kleine Rundfahrt im Sommer 2010 erinnert gefühlt – da haben wir nämlich auch jeden Abend an einem anderen Strand kampiert.

Kann man sich ruhig mal angucken. Zur Not auch ohne Kinder. Vor allem, wenn man wie wir statt des ganzen Animationszeugs lieber Filme mit echten Schauspielern mag. Oder wenn man Finnlandfan ist oder so. Finnischer Film ist ja inzwischen nicht mehr ausschliesslich Kaurismäki. Mitterweile wird da sogar echt viel geredet.


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Eigentlich wollte ich jetzt einen langen, sentimentalen Eintrag darüber schreiben, wie es überhaupt nicht sein kann, dass das Kind, das vorgestern noch in meinem Bauch war und von mir über den vereisten Aurajoki getragen wurde, jetzt auf einmal 10 (in Worten: ZEHN!!!) Jahre alt ist…

… aber gestern Abend kamen fünf kleine mittelgrosse Übernachtungsgäste, und es gab nicht nur Pizza zum Selbstbelegen und Milchshake und Popcorn und einen Film, sondern auch eine grosse Aufregung, weil eins der Mädchen einen allergischen Schock wegen was auch immer erlitt, denn das, was sie nicht essen darf, gab’s definitiv nicht, und heute Vormittag mussten jede Menge Geschenke ausgepackt werden und jetzt gleich kommen noch die vom Fräulein Maus geladenen erwachsenen Kaffeegäste, und dann müssen noch zwei Katerkostüme rausgelegt, ein Klavierauftritt geprobt, die letzten Pailletten auf den diesjährigen Wettkampfanzug geklebt sowie ein Rucksack für die erste Wettkampfreise der Saison gepackt werden…

… und deswegen habe ich jetzt zwar keine Zeit für Sentimentalitis, aber vielleicht ist das genau so, wie man als Eltern den zehnten Geburtstag seines Kindes begehen sollte.