Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Hinterlasse einen Kommentar

neljäsataaseitsemäntoista

Nachdem gestern Nachmittag das Fräulein Maus eine Orchesterprobe hinter sich gebracht hatte, der grosse Herr Maus von einer zweitägigen Wanderung zurückgekehrt war und der kleine Herr Maus sich von einem ausgedehnten Tobsuchtsanfall erholt hatte, beschlossen wir, doch schnell noch in unsere kürzlich wiederentdeckte September-Eisbadesauna zu fahren, und zwar angesichts der Umstände mit dem Auto statt mit dem Rad. Was gut war, denn bis wir uns mit den fünf Fahrrädern in Bewegung gesetzt hätten, wäre die 417 längst über alle Berge gewesen. Andererseits mussten wir feststellen, dass wir mit dem Auto gar nicht so viel schneller sind als mit dem Fahrrad; und das ist ja durchaus mit den klimafreundlichen Alternativen generell so, dass die überraschend wenig mehr Aufwand / Zeit / Geld kosten als man vermuten würde. (Aber ach…!)

Die Sauna war überraschend voll. Es war bestes Badewetter. Luft 10°C, Wasser 11°C.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416]


Hinterlasse einen Kommentar

neljäsataaviisitoista

Weil es am Freitag so schön war, und das Wetter am Sonntag – grau und feucht – laut „Sauna!“ rief, fuhren der Ähämann, die Herren Maus und ich gleich nochmal in die Sauna mit den Verbotsschildern.

Mit dem Rad sind es bis dahin von uns aus knapp 9 km, die eigentlich recht angenehm zu fahren wären, wenn der Radweg nicht 7 km davon an einer stark befahrenen Strasse entlangführen würde. Aber alles hat zwei Seiten, und die Chancen, eine 415 zu sehen, waren dadurch recht gut. Wir sahen dann auch gleich zwei: eine auf einem Parkplatz in einem Wohngebiet, in dem wir mal eine Wohnung angeboten bekommen hatten, die wir aber gar nicht erst besichtigen gingen, weil ich schon nicht gern entlang dieser Strasse radfahren, aber erst recht nicht wohnen möchte, und die andere kam uns einen Kilometer später entegegen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414]


Hinterlasse einen Kommentar

Kinder in Bäumen

Der Samstag bot die wunderbare Gelegenheit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Suchbild: Wo ist das Fräulein Maus?

Da die Kinder schon den zweiten Sommer auf Vergnügungspark hatten verzichten müssen, sollten sie wenigstens in den Kletterpark gehen dürfen. Und passenderweise befindet der sich direkt neben dem Einkaufszentrum, dessen Besuch zwar schon seit Wochen dringend – eine neue Regenhose für mich, eine längere Wanderhose für den grossen Herrn Maus, grössere Islandanoraks mitteldicke Jacken zum Wandern, Skifahren und Eislaufen für den grossen Herrn Maus und das Fräulein Maus sowie langärmelige Shirts für den grossen Herrn Maus, deren Bündchen nicht kurz unter den Ellenbogen hängen – aber dann doch immer nochmal aufschiebbar gewesen war. Und so ging ich die dringend benötigten Dinge besorgen, während der Rest der Familie zwischen Bäumen herumkletterte (und zwischendurch mal schnell zum Anprobieren ins Einkaufszentrum gesprungen kam).

Und das Ganze auch noch in Fahrradentfernung. Besser geht’s nicht.


9 Kommentare

Freitagabend

Die Kinder waren Freitagabend zu einer Geburtstagsfeier in der nur für das Geburtstagskind und ihre Gäste reservierten kleinsten Schwimmhalle Turkus eingeladen. Sie freuten sich sehr, und ich mich mit ihnen: das Fräulein Maus war irgendwann vor einem knappen Jahr zum Schulsport das letzte Mal in der Schwimmhalle gewesen, der kleine Herr Maus vor knapp anderthalb Jahren, der grosse Herr Maus irgendwann vor Corona.

Weil grosse Kinder toll sind und die Herren Maus mit dem Fahrrad und das Fräulein Maus zusammen mit der Freundin aus dem Nachbarhaus mit dem Bus zur Schwimmhalle und zurück fuhren, und weil das Wetter nochmal fast sommerlich war und wir auch was Schönes machen wollten zum Freitagabend, fuhren der Ähämann und ich direkt von Arbeit bzw. vom Bahnhof – der Ähämann war seit anderthalb Jahren zum ersten Mal wieder im Büro arbeiten gewesen – in die Sauna mit den Verbotsschildern. Die ist nämlich, das ist uns irgendwie jetzt erst bewusst geworden, die einzige, die ganzjährig geöffnet hat. (Und die meine vom Arbeitgeber bezahlten Sport- und Kulturgutscheine als Zahlungsmittel akzeptiert. Und zu der man mal eben mit dem Fahrrad fahren kann.) Es war dann in der Abendsonne, die sogar noch ein bisschen wärmte, auch ausgesprochen schön.

Vielleicht habe ich mich dann ausgesöhnt mit dieser Sauna. Die Verbotsschilder kann ich ohne Brille sowieso nur verschwommen sehen.


11 Kommentare

Ein Sonntag im September

Das hatte diesmal schon sehr viel von Eisbaden: Luft 14°C, Wasser 14°C. Und die Sauna haben wir auch 20°C heisser geheizt als im Sommer.

Eine Woche noch, dannn ist die Sommersaison in der Sauna am See zuende.

Vier Wochen noch, dann macht unsere Eisbadesauna auf. (Wenn sie aufmachen darf. *seufz*)

***

(Mal sehen, wie lange es diesmal dauert, bis Flickr das Saunafoto zensiert. Mit Badebekleidung am Strand ist offensichtlich in Ordnung, mit Badebekleidung in der Sauna nicht. Ach, Leute…!)


Hinterlasse einen Kommentar

Ein Samstag im September

Jetzt verkünden wieder alle, wie sehr sie den Herbst lieben. Und wie toll es ist, dass es endlich wieder kälter wird.

Wenn’s nach mir ginge, könnte es gern bis Ende Oktober warm bleiben. Und ab Anfang November Schnee liegen.

Immerhin gibt’s im Wald und im Moor keine Mücken mehr. (Und wenn man Glück hat, auch keine Elchfliegen.)
Und das Abendbrot kann man auch gleich im Vorbeigehen mitnehmen.

Ein Strand mitten im Wald! (Eiszeit lässt grüssen.)

Eine Baby-Kreuzotter.
(Die war wirklich winzig. Von weitem sah sie aus wie eine kleine Blindschleiche.)


Ein Kommentar

neljäsataakolmetoista

Dankenswerterweise ist hier seit Schulbeginn bisher nur von Montag bis Freitag Herbst, an den Wochenenden aber noch Sommer.

Am Samstag gingen wir in unsere Statt-Mökki-Sauna, die noch bis Mitte September aufhat. Nach jedem Saunagang, wenn wir hinterher auf dem Steg oder den Saunastufen in der Sonne sassen, flogen Libellen träge um uns herum und landeten mal auf der Hand, mal auf der Schulter, mal auf den Haaren. Nur nicht rühren: Bleib noch sitzen, Libelle! Bleib noch, Sommer!

Als wir heimfuhren, überholten wir an einer Haltestelle einen der 65 neuen Elektrobusse, mit denen unter Anderem die beiden längsten Stadtbuslinien der Turkuer Nahverkehrsgesellschaft seit diesem Sommer betrieben werden, und schwupps, hatten wir einen Plan für Sonntag: mit dem Elektrobus nach Naantali fahren, ein bisschen am Meer entlangspazieren, was essen gehen, vielleicht auch – „Mama! Dafür sind wir doch nicht zu alt!“ – kurz auf den Spielplatz, auf dem wir früher, als die Kinder klein waren, viele, viele Wochenendstunden zugebracht haben. Wie so Finnen hatten wir Ende August keine Badesachen mehr dabei, aber die Herren Maus gingen kurzentschlossen mit Unterhose in die nur noch 17 Grad warme Ostsee, denn jeder Tag kann jetzt der letzte Sommertag gewesen sein, und man muss die Feste feiern wie sie fallen.

Oh, die Rutsche ist geschrumpft…!

Andere Buslinie, anderer Heimweg: der zu jeder Jahreszeit bei weitem schönste.

Kennzeichenmässig war der Ausflug auch erfolgreich, denn gleich an der Haltestelle, zu der wir von zu Hause aus liefen, um dann ohne Umsteigen bis Naantali durchfahren zu können, kam eine 413 vorbeigefahren.

Busfahren fühlt sich übrigens auch mit grossen Kindern noch viel entspannter an als Autofahren. Und obwohl der Doppelstockbus ja schon cool war, bin ich nicht traurig, dass nun stattdessen die Wahl doch auf mittelgrosse Elektrobusse gefallen ist. Im Gegenteil. Man darf allerdings gespannt sein, wie sich die chinesischen Busse bewähren. Die chinesischen (Diesel-)busse, die ein paar Jahre lang auf unserer Linie fuhren und dann von einem Tag auf den anderen aus dem Verkehr gezogen wurden, mussten jedenfalls von der ersten Woche an mit Klebeband, Holzbrettchen und Schrauben an allen möglichen Stellen am Auseinanderfallen gehindert werden, und sie waren rumpelig und im Winter saukalt. Andererseits habe ich auch schon eine halbe Stunde, auf die ich mich besonders gefreut und für die ich extra ein Buch mitgenommen hatte, in einem eiskalten und finsteren Elektrobus aus finnischer Produktion gesessen, weil dessen Akku fast alle war. Es ist viel Luft nach oben.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412]


4 Kommentare

Verlängerte Sommerferien

Am 1. August – allerspätestens mit Schulbeginn Mitte August – zieht hierzulande der vielgepriesene Alltag ein. Ausflüge, Reisen, Café- und Restaurantbesuche scheinen ausschliesslich dem Sommer vorbehalten zu sein.

Ich sag mal so: Alltag reicht mir von Montag bis Freitag. Und Reisen geht immer.

Freitag.

Die Freitagabendfähren auf die Inseln, auf denen viele Leute ihre Mökkis haben – oder ein Mökki gemietet haben, so wie wir – sind immer noch voll. Wir kamen erst zehn Minuten vor Abfahrt an und hatten Glück, dass wir gerade noch draufpassten. Die nächste und letzte wäre erst anderthalb Stunden später gefahren.

Der kleine Herr Maus hat gerade entdeckt, dass es für die Besatzung der Autofähre sogar eine Sauna auf der Fähre gibt.

Die Kinder machten sich, sobald sie entdeckt hatten, dass zum Mökki ein Ruderboot gehört, ohne Umschweife auf die Suche nach Schwimmwesten, stiegen ins Boot steigen und ruderten los. (Diversen Klassenfahrten und Pfadfinderlagern sei Dank. Ich kann immer noch nur in Schlangenlinien rudern.) Sie ruderten unermüdlich, bis es dunkel wurde.

Abendbrot essen, saunieren und nach der Sauna in der doch schon wieder ganz schön kalten Ostsee schwimmen geht schliesslich auch noch, wenn die Sonne unter- und der Mond aufgegangen ist.

Samstag.

Den Samstag begannen wir mit einem Morgenbad in der Ostsee und einem Frühstück auf dem Steg. Es war so warm und sonnig, dass wir den ganzen Tag immer wieder ins Wasser sprangen. Wir machten eine kleine Rudertour zwischen den Inseln – die letzte ist doch schon eine Weile her – und die Kinder ruderten von früh bis spät hin und her und um das nahegelegene Inselchen, bis sie Blasen an den Händen hatten.

Was für ein Geschenk, dieser vielleicht allerletzte Sommertag, nach der letzten Woche voller Sturm und Regen!

Sonntag.

Ein Kind schlich sich völlig unausgeschlafen gegen halb neun aus dem Haus, weil das Ruderboot solch eine Anziehungskraft ausübte. Es dauerte auch nicht lange, bis die anderen beiden mit Schwimmwesten bereitstanden und das zweite Boot ins Wasser schoben.

Die Sonntagnachmittagfähre war genauso voll wie die Freitagabendfähre. Zum Glück waren wir – die Herren Maus wollten noch einen Geocache suchen neben dem Fähranleger – rechtzeitig da, denn drei Autos kamen tatsächlich nicht mehr mit.

Auf der anderen Seite der Fähre gingen wir mittagessen, und weil wir einmal da waren, packten wir die Gelegenheit, den hübschen Wanderweg, den wir letztes Jahr entdeckt hatten, mal ohne vorherige anderthalbstündige Anreise zu gehen, beim Schopf.

Danach Heimfahrt, Dusche, Maus mit Büffchen, Bett.

Was für ein wunderbares Wochenende!


2 Kommentare

Spätsommer, plötzlicher

Es liegt auf einmal schon so viel Herbst in der Luft.

Die Birken sind gelb. Das Getreide ist reif. Das Sonnenlicht ist so weich, dass ich manchmal schon meine Sonnenbrille einfach zu Hause lasse. Nach neun Wochen Hochsommer regnet es jetzt ab und zu mal. Und 20 Grad fühlen sich sehr kalt an, wenn man sich seit Anfang Juni an zehn Grad höhere Temperaturen gewöhnt hatte.

Ich bin noch nicht bereit für den Herbst. Obwohl ich weiss, dass ich es eigentlich bin: dass wir diesen Sommer so viel Wärme, Sonne, Meer- und Moorwasser auf der Haut getankt haben, dass es reichen müsste für den Winter. (Aber nur, wenn es ein Winter mit Schnee wird. Sonst sehe ich schwarz.)

Gestern fuhren wir in die Sauna am See. Obwohl es regnete. Weil es regnete. Wir hatten Mittagessen dabei und Kaffee und Kuchen. Als wir ankamen, war das Feuer im Saunaofen gerade am Verlöschen. Wir waren ganz allein da! Wir holten schnell eine Schubkarre voll Holz aus dem Schuppen, warfen ein paar Scheite auf, schöpften zwei Eimer Wasser aus dem See und begaben uns ohne Umschweife, obwohl wir im Auto alle noch Hunger gehabt hatten, in die Sauna. Und danach in den See, auf den der Regen Ringe warf, und dessen Wasser genau die richtige Temperatur hatte: noch warm genug, um bis zu den Seerosen zu schwimmen, aber schon wieder kalt genug, um sich nach der Sauna wirklich abzukühlen.

Wir assen erst, als doch noch drei oder vier andere Leute kamen.

Ich mochte auch das freibadähnliche Gewusel dort im Hochsommer. Die Horden freundlicher, zuvorkommender Jugendlicher, die sich gegenseitig ins Wasser schubsten und sich hinterher wie die Hühner auf der Stange auf den Saunabänken drängelten.

Aber wenn es am Ende des Sommers überall wieder stiller wird, das ist auch schön.

(Noch fünf Tage bis Schulbeginn.)