Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Ich hinke hinterher mit der Kennzeichen-Protokollierung.

Jedenfalls. Als ich vorletzte Woche fünf nach fünf die Horttür hinter mir zuzog und zu meinem Fahrrad ging, traf ich vor der Schule eine Mit-Turnmutter aus des Fräulein Maus‘ ehemaliger Mannschaft, und wir verquatschten uns so lange, dass die Kinder, während ich noch nach Hause strampelte, mir schon hinterhertelefonierten und -threematen, wo ich denn bliebe. Aber wenn ich gleich losgefahren wäre, hätte ich auch die 353 verpasst.

Letzten Samstag hatte der grosse Herr Maus einen Pfadfinderwettbewerb auf der übernächsten Insel, ganz in der Nähe vom Lieblingsstrand, und nicht nur, weil wir mit unserem BusAuto die halbe Gruppe transportieren können, rufe ich immer laut „Hier!“, wenn die Pfadfinder irgendwohin gefahren werden müssen. So auch diesmal. Die gelben Bäume leuchteten mit dem blauen Himmel um die Wette, das Meer war spiegelblank, und neben der Strasse frassen sich Rehe, Hirsche und Elche in aller Gemütsruhe durch noch nicht abgeeerntete Felder. Dann musste ich allerdings schnell wieder zurück nach Turku, weil der kleine Herr Maus am gleichen Tag einen Schwimmwettkampf hatte, und als wir nach dem wieder nach Hause fuhren, als der grosse Herr Maus gerade angerufen hatte, wir bräuchten ihn nicht wieder abzuholen, sie hätten alle eine Mitfahrgelegenheit gefunden, kam uns da eine 354 entgegen.

Am Montag dann stand fast an der gleichen Stelle, an der mir in der Woche zuvor die 353 entgegengekommen war, die 355 vor ihrer Garage.

Ich fahre dann jetzt übrigens auch an den Tagen, an denen ich für den Hort einkaufen muss, üblicherweise mit dem Fahrrad. Ein Paket Einmalhandschuhe und eine Flasche Handdesinfektionsmittel für die Vesperzubereitung oder vier Päckchen Kartoffelstärke für das dienstägliche Experiment oder fünf Bögen schwarzen Karton zum Fledermäusebasteln kann ich auch auf dem Fahrrad transportieren. Ich muss zwar zwei Kilometer Umweg fahren, aber dafür ist dann auch auf dem Weg vom Supermarkt zu meiner Arbeit für Radfahrer der rote Teppich ausgerollt.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352]


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Gelb

Diesen Herbst ist es nicht so extrem bunt wie nach dem heissen Sommer im letzten Jahr: viele Bäume sind noch grün – oder schon ganz kahl, weil es schon mehrere Frostnächte gab.

Trotzdem leuchtet der finnische Herbst auch dieses Jahr wieder in allen Gelbtönen. Damit wir nochmal Farben tanken können vor dem Winter.

Und in Rauma leuchtet er bekanntlich besonders schön.

(Pro-Tipp: nicht an einem Sonntag nach Rauma fahren. Da haben ausserhalb der Saison 99% der in der kleinen Stadt ansonsten wirklich reichlich vorhandenen Restaurants und Cafés geschlossen. Die Kinder waren erst wieder so friedlich, wie es auf den Fotos aussieht, nachdem sie nach mehreren Runden durch die Altstadt endlich was zu essen bekamen.)


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Ruissalo-Erlebnisausflug

Oder: ein herbstlicher Rundwanderweg, ein abenteuerlicher Vogelturm, ein entzückendes Café und ein Hochhaus, das durch den Wald fährt

Sonntags hat der kleine Herr Maus über Mittag Schwimmtraining und das Fräulein Maus abends Gymnastiktraining. Man kann dazwischen noch einen kleinen Ausflug quetschen, wenn man sich beeilt und sich ein Ausflugsziel in der Nähe sucht.

Ruissalo – die Insel mit diesen Eichen gleich vor den Toren der Stadt – die bietet sich dafür an. Allerdings sind wir ein bisschen demotiviert, seit das schönste Café der Insel, in dem wir früher nach der Eisbadesauna immer Erbsensuppe und Kuchen essen gingen, den Besitzer gewechselt hat und wir das jetzt leider boykottieren müssen, und wir ausserdem seit Jahren das Gefühl haben, schon jeden Flecken der Insel zu kennen.

Stimmt aber gar nicht. Als wir gestern schnell recherchierten, ob es nicht doch noch irgendwo auf Ruissalo ein Café gäbe, das auch Ende September noch aufhat, und zwar länger als bis 16 Uhr, da fanden wir eins, das auf der Halbinsel liegt, über die ich zwar schon mal mit dem Bus gefahren bin, weil im Sommer jeder vierte Ruissalo-Bus den Schlenker über die Halbinsel fährt, aber auf der ich sonst noch nie war.

Dabei gibt es da einen wunderbaren Rundwanderweg, dessen Länge vermutlich erklärt, warum wir den nie gegangen sind, als die Kinder noch kleiner waren. Er führt erst am Golfplatz vorbei, dann aber durch zotteligen Urwald, zu einem abenteuerlichen Vogelturm, durch Schafweiden und zu eben jenem Café, das sich in einer der Holzvillen, für die Ruissalo berühmt ist, befindet und in dessen Veranda mit den bunten Fenstern und dem Meerblick ich mich ein bisschen verliebt habe.

Das Fräulein Maus kam dann übrigens doch nicht mit uns mit, sondern blieb noch eine Stunde allein zu Hause und fuhr mit dem Bus zum Training, weil wir sonst nur mit Hin-und-her-fahren beschäftigt gewesen wären. Deshalb beschlossen wir, so viel Zeit auf Ruissalo rumzubringen, dass wir sie auf dem Heimweg gleich wieder einsammeln könnten.

Und so fuhren wir zum Schluss noch zum Badehäuschen, wo wir ewig schon nicht mehr zum Schwedenfährengucken gewesen waren, warteten ein bisschen und sahen dann die hochhaushohe „Grace“ zum Greifen nah an uns vorbeiziehen.

Das ist tatsächlich eine ganz wunderbare Insel, die wir da gleich vor der Haustür haben! ♥


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Montagabendspaziergang

Wie gut, dass der kleine Herr Maus mich immer noch und zu jeder Jahreszeit dazu zwingt, mit ihm in den Wald zu gehen!

Montagabend – das hatten wir schon lange ausgemacht – wollte er mir einen Weg zeigen, den er neulich mit einem Schulfreund auf der Suche nach Pokemons entdeckt hatte und der vielleicht eine Alternative wäre, wenn wir zum Silvesterfeuerwerk im Nachbarstadtteil nicht mit den Fahrrädern fahren können.

Der grosse Herr Maus war bei den Pfadfindern, das Fräulein Maus machte Hausaufgaben, aber der Ähämann, der kleine Herr Maus und ich zogen uns warm an, stopften ein Picknick die Teilchen, die der Ähämann extra aus Tampere herangefahren hatte, in einen Rucksack und verschwanden nach 300 Metern im Wald zwischen unserem und dem Nachbarstadtteil.

Tatsächlich war mir der Weg völlig unbekannt, obwohl wir ganz sicher nicht zum ersten Mal dort waren. Wir fanden sogar ein Stückchen Weg, das aussah wie ein Wanderweg im Erzgebirge, und eins, das aussah wie einer in der Sächsischen Schweiz. Und immer noch bin ich jedes Mal völlig hin und weg, wie schnell man sich hier wie im tiefsten Wald fühlt, selbst wenn nach einem Kilometer die nächsten Häuser auftauchen.


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Lüften und Sonnen

Am späten Sonntagnachmittag, nach Besuch-zum-Bahnhof-bringen, Schwimmtraining des kleinen Herrn Maus und Anorak-und-Schneehose-kaufen für das Fräulein Maus – denn das tut man hierzulande tunlichst rechtzeitig! – lachte die Sonne so hübsch vom blassblauen Herbsthimmel, dass leider der Geschirrspüler uneingeräumt und die gewaschene Wäsche ungefaltet bleiben mussten.

Vitamin-D-Tanken kann man nicht ernst genug nehmen in dieser Zeit des Jahres.


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„Warum London…

… wir haben ja Föli!“

Das traf sich gut.

Das Thüringer Besuchskind, das dank neuem Feiertag ein langes Wochenende bei uns verbrachte, wäre ja lieber wieder Linie 180 mit uns gefahren. Die hat aber leider schon Winterpause.

Stattdessen fährt zur Zeit auf den zwei längsten Linien der Stadt zu Testzwecken ein Doppelstockbus. Anders als damals, als in meiner Geburtsstadt die erste Variobahn und das erste Megashuttle fuhren und man eben Glück hatte oder nicht, finden sich auf der Website des Turkuer Nahverkehrsunternehmens netterweise die genauen Abfahrtszeiten dieses einzigen Doppelstockbusses.

Und so machten wir am Sonnabend einen Ausflug nach Naantali, wohin man ja sowieso tunlichst ausserhalb der Saison fährt.

Wir statteten dem Spielplatz, auf dem wir früher viele, viele Wochenendstunden verbracht haben, mal wieder einen Besuch ab, weil gerade ein Segelwettbewerb stattfand, hatte sogar noch ein Restaurant geöffnet, und ein paar schon halbreife Kastanien fanden wir auch im Park.

Auf der Rückfahrt klappte es sogar mit Sitzen in der ersten Reihe.

Und weil, wie das so ist in Finnland, abends dann auch endlich die Sonne rauskam, stiegen wir nicht erst noch in unsere Buslinie um, sondern nahmen den den allerschönsten Weg nach Hause.

Kinder sind so leicht glücklich zu machen.
(Manche Erwachsene auch.)


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Klärhöhle

Heute mal den Kindern gezeigt, wo unser Abwasser hinfliesst.

Ich fand das ja sehr lustig, dass die liebste Freundin gerade letzte Woche davon schrieb, dass sie gern mal ins Klärwerk gehen würde, und wir das hier in Turku heute anlässlich des Turku-Tages, an dem man sich immer das eine oder andere, das sonst nicht zugänglich ist, ansehen kann, tun konnten.

Unser Klärwerk feierte nämlich 10-jähriges Jubiläum. Also natürlich gab es in Turku auch vorher schon eine Kläranlage, aber seit zehn Jahren befindet sie sich in genau so einer Höhle, wie es sie hierzulande allüberall und für die unterschiedlichsten Zwecke gibt.

Man wurde zunächst mit der „Gemüsekiste“, wie unsere Kinder diesen Traktorzug nennen, der sonst am Fluss entlang Touristen transportiert und in seinem ersten Jahr irgendwelche Werbung mit Obst und Gemüse trug, einmal durch die ganze unterirdische Anlage gefahren, denn sie ist wirklich gross. Dann durfte man aber glücklicherweise aussteigen und selbst das letzte Stück zurück laufen und noch ein bisschen in Ruhe gucken und die Klärwerksmitarbeiter befragen.

Sehr spannend.

Und das allerspannendste war: es stinkt da unten kein bisschen!

Da fliesst es davon, das wieder saubere Wasser.

Dann spazierten wir noch über den Hügel über der Kläranlage, auf dem sich früher das Gefängnis befunden hatte, aus dem jetzt überteuerte Wohnanlagen entstehen, fuhren mit dem Schrägaufzug wieder runter, mit der Föri über den Fluss und gingen noch auf Wunsch des kleinen Herrn Maus‘ ins Biologische Museum, wo zur Feier des Tages der Eintritt frei, aber leider auch sehr viel Betrieb war.

[Den Kindern gezeigt:
1) Wo die Tomaten wachsen
2) Wo die Schnee-LKWs hinfahren
3) Wo unser Trinkwasser herkommt


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Urwald in der Hauptstadt

Immer, wenn wir nach Helsinki fahren, verbringen wir dort überraschend viel Zeit mitten in der Natur.

Nach Vallisaari, einer ehemaligen und seit zwanzig Jahren unbewohnten Festungsinsel, wollte ich auch schon, seit die finnische Forstbehörde sie 2016 unter Naturschutz gestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Leider gibt es nur im Sommer eine Fährverbindung auf die Insel, aber dankenswerterweise ist in Finnland in den letzten Jahren manchmal der Sommer offiziell nicht schon Mitte August, sondern erst Ende September vorbei.

Genau wie Suomenlinna war Vallisaari – und das sieht man auch schon an den Namen: während das linna in Suomenlinna Burg bedeutet, heisst Vallisaari soviel wie Wallinsel wegen der vielen Schutzwälle, die da aufgeschüttet wurden und die Insel in eine Hobbitlandschaft verwandelten – eine Festungsinsel.

Vallisaari war viel weniger städtisch als Suomenlinna, dort wurde zum Beispiel Vieh gehalten und das für beide Inseln benötigte Brennholz geschlagen, und das sieht man bis heute. Obwohl in den 1950ern bis zu 300 Menschen auf der Insel wohnten und es damals dort sogar einen eigenen Laden und eine eigene Schule gab, gibt es keine gepflasterten Strassen wie auf Suomenlinna und kaum Gebäude. Der grösste Teil der Insel besteht tatsächlich aus Wald. Und ausser Wald gibt es grasbewachsene Hobbithäuser Bunker, Munitionslager und Schutzwälle.

Seit über 20 Jahren wohnt niemand mehr dort, vor sieben Jahren verliess auch die Armee die Insel, und man kann auch auf Vallisaari sehr schön sehen, wie schnell die finnische Natur damit ist, sich wiederzuholen, was ihr zusteht.

Weil es 1937 einen grösseren Unfall gab, bei dem ein Munitionslager explodierte, liegt möglicherweise immer noch Munition in der Landschaft, weswegen man eine Hälfte der Insel gar nicht betreten und auf der anderen Hälfte der Insel den Wanderweg nicht verlassen und auch nirgends – und das ist in finnischen Wandergebieten, wo es an jedem Wanderweg mindestens eine Feuerstelle zum Würstchenbraten gibt, ja sonst grundsätzlich anders – Feuer machen darf.

So ein bisschen gruselig ist es also schon auch. Aber vor allem grün. So schön grün…!


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Autofreier Geburtstagsausflug II

Zwei Stunden mit dem Zug durch eine erst verregnete, dann sonnenbeschienene Herbstlandschaft rauschen: durch Felder mit Mähdreschern, Wälder mit dem ersten gelben Unterholz und vom Regen glänzende Felsen.

Dann erstmal den drei Familienmitgliedern, die da noch nicht waren, Oodi zeigen. (Ausserdem brauchten wir alle dringend ein Klo.)

Ein bisschen vor der Oodi in der Sonne auf dem Spielplatz rumsitzen, denn für manche Spielplätze sind unsere Kinder noch lange nicht zu alt.

Sehr, sehr lecker essen gehen. Sehr leckeren Kaffee trinken.

Drei Stunden in Finnlands schönstem Freibad planschen.

Im dunkelblauen Abendlicht die Domstufen besteigen und Herrn Engels Architektur anhimmeln.

Fünf 24h-Nahverkehrstickets aufs Handy kaufen, eine Fähre besteigen und nach Suomenlinna ins Hostel fahren, nebem dem schon der Leuchtturm seine Strahlen in den dunklen Himmel schickt. Kurz noch im Laden einkehren und ein kleines Abendbrot einkaufen, die nassen Badesachen über die Heizung werfen und alle gemeinsam ins Bett fallen.

Am nächsten Morgen wieder kurz im Laden einkehren, um ein kleines Frühstück einzukaufen. Ans andere Ende der Insel zu laufen, um endlich mal eine der Tallinn-Fähren durch die enge Königspforte zwischen Suomenlinna und Vallisaari fahren zu sehen. Dabei – obwohl ich seit vielen Jahren stundenlang mit der liebsten Freundin auf Suomenlinna spazierengehe – immer noch neue Ecken entdecken.

Die Rucksäcke aus dem Hostel holen, eine Fähre besteigen, zurück zum Südhafen fahren und sehr leckere japanische Suppe essen.

Dann mit dem grossen Herrn Maus wieder eine Fähre besteigen und nach Vallisaari fahren, während der Rest der Familie in den Vergnügungspark geht.

Vier Stunden später genau gleichzeitig wieder am Dom eintreffen, Kaffee trinken, noch einmal Strassenbahn und noch einmal Metro – nicht, weil es nötig wäre, sondern weil es so viel Spass macht – fahren. Unverzichtbare Dinge für die Zugfahrt besorgen und dann zwei Stunden zwei Stunden und zwanzig Minuten durch den dunkelblauen Herbstabend rauschen zuckeln, weil Regionalzug vor uns, weil Gegenzug durchlassen, weil Halt auf freier Strecke aus unerfindlichen Gründen, weil Aufenthalt in Salo, weil rotes Signal in Piikkiö, weil weiss der Geier und trotzdem nur ganz wenig Verspätung haben.

Den Löwen Balthasar begrüssen, der das Wochenende mit Zügegucken am Turkuer Bahnhof verbracht hat, heimfahren, die immer noch nassen Badeklamotten zum Trocknen aus den Rucksäcken holen, duschen, zähneputzen, alle gemeinsam ins Bett fallen.

Das war sehr schön.