Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Freitagabend

Die Kinder waren Freitagabend zu einer Geburtstagsfeier in der nur für das Geburtstagskind und ihre Gäste reservierten kleinsten Schwimmhalle Turkus eingeladen. Sie freuten sich sehr, und ich mich mit ihnen: das Fräulein Maus war irgendwann vor einem knappen Jahr zum Schulsport das letzte Mal in der Schwimmhalle gewesen, der kleine Herr Maus vor knapp anderthalb Jahren, der grosse Herr Maus irgendwann vor Corona.

Weil grosse Kinder toll sind und die Herren Maus mit dem Fahrrad und das Fräulein Maus zusammen mit der Freundin aus dem Nachbarhaus mit dem Bus zur Schwimmhalle und zurück fuhren, und weil das Wetter nochmal fast sommerlich war und wir auch was Schönes machen wollten zum Freitagabend, fuhren der Ähämann und ich direkt von Arbeit bzw. vom Bahnhof – der Ähämann war seit anderthalb Jahren zum ersten Mal wieder im Büro arbeiten gewesen – in die Sauna mit den Verbotsschildern. Die ist nämlich, das ist uns irgendwie jetzt erst bewusst geworden, die einzige, die ganzjährig geöffnet hat. (Und die meine vom Arbeitgeber bezahlten Sport- und Kulturgutscheine als Zahlungsmittel akzeptiert. Und zu der man mal eben mit dem Fahrrad fahren kann.) Es war dann in der Abendsonne, die sogar noch ein bisschen wärmte, auch ausgesprochen schön.

Vielleicht habe ich mich dann ausgesöhnt mit dieser Sauna. Die Verbotsschilder kann ich ohne Brille sowieso nur verschwommen sehen.


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Ein Sonntag im September

Das hatte diesmal schon sehr viel von Eisbaden: Luft 14°C, Wasser 14°C. Und die Sauna haben wir auch 20°C heisser geheizt als im Sommer.

Eine Woche noch, dannn ist die Sommersaison in der Sauna am See zuende.

Vier Wochen noch, dann macht unsere Eisbadesauna auf. (Wenn sie aufmachen darf. *seufz*)

***

(Mal sehen, wie lange es diesmal dauert, bis Flickr das Saunafoto zensiert. Mit Badebekleidung am Strand ist offensichtlich in Ordnung, mit Badebekleidung in der Sauna nicht. Ach, Leute…!)


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Ein Samstag im September

Jetzt verkünden wieder alle, wie sehr sie den Herbst lieben. Und wie toll es ist, dass es endlich wieder kälter wird.

Wenn’s nach mir ginge, könnte es gern bis Ende Oktober warm bleiben. Und ab Anfang November Schnee liegen.

Immerhin gibt’s im Wald und im Moor keine Mücken mehr. (Und wenn man Glück hat, auch keine Elchfliegen.)
Und das Abendbrot kann man auch gleich im Vorbeigehen mitnehmen.

Ein Strand mitten im Wald! (Eiszeit lässt grüssen.)

Eine Baby-Kreuzotter.
(Die war wirklich winzig. Von weitem sah sie aus wie eine kleine Blindschleiche.)


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Sommerschlussverkauf am Eiskiosk

Gestern und vorgestern kosteten am Eiskiosk neben meiner Arbeit jedes Softeis und jede Kugel Eis 1 €. (Statt 3,50 €.) Die Portionen waren extragross, und die Streusel, die man sich sonst für weitere 80 cent auf sein Softeis kippen lassen kann, gab es gratis dazu.

Wir waren dann auch in den zwei Tagen in unterschiedlichen Konstellationen insgesamt drei Mal da – normalerweise leisten wir uns bei den Preisen den Luxus eines Kioskeises nicht und halten uns an das phänomenale Sortiment an einzelnen Stiel- und Waffeleisen der Supermärkte – und als der kleine Herr Maus sich gestern nach seinem Musiktheorieunterricht am anderen Ende der Stadt mit mir zum gemeinsamen Heimradeln traf, ergatterte er das vorvorvorletzte Softeis. Dann wurde der Rolladen am Eiskiosk heruntergelassen. Sommer vorbei.

Heute Herbst, mit eisigen 14 Grad und heulendem Sturm.


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Verlängerte Sommerferien

Am 1. August – allerspätestens mit Schulbeginn Mitte August – zieht hierzulande der vielgepriesene Alltag ein. Ausflüge, Reisen, Café- und Restaurantbesuche scheinen ausschliesslich dem Sommer vorbehalten zu sein.

Ich sag mal so: Alltag reicht mir von Montag bis Freitag. Und Reisen geht immer.

Freitag.

Die Freitagabendfähren auf die Inseln, auf denen viele Leute ihre Mökkis haben – oder ein Mökki gemietet haben, so wie wir – sind immer noch voll. Wir kamen erst zehn Minuten vor Abfahrt an und hatten Glück, dass wir gerade noch draufpassten. Die nächste und letzte wäre erst anderthalb Stunden später gefahren.

Der kleine Herr Maus hat gerade entdeckt, dass es für die Besatzung der Autofähre sogar eine Sauna auf der Fähre gibt.

Die Kinder machten sich, sobald sie entdeckt hatten, dass zum Mökki ein Ruderboot gehört, ohne Umschweife auf die Suche nach Schwimmwesten, stiegen ins Boot steigen und ruderten los. (Diversen Klassenfahrten und Pfadfinderlagern sei Dank. Ich kann immer noch nur in Schlangenlinien rudern.) Sie ruderten unermüdlich, bis es dunkel wurde.

Abendbrot essen, saunieren und nach der Sauna in der doch schon wieder ganz schön kalten Ostsee schwimmen geht schliesslich auch noch, wenn die Sonne unter- und der Mond aufgegangen ist.

Samstag.

Den Samstag begannen wir mit einem Morgenbad in der Ostsee und einem Frühstück auf dem Steg. Es war so warm und sonnig, dass wir den ganzen Tag immer wieder ins Wasser sprangen. Wir machten eine kleine Rudertour zwischen den Inseln – die letzte ist doch schon eine Weile her – und die Kinder ruderten von früh bis spät hin und her und um das nahegelegene Inselchen, bis sie Blasen an den Händen hatten.

Was für ein Geschenk, dieser vielleicht allerletzte Sommertag, nach der letzten Woche voller Sturm und Regen!

Sonntag.

Ein Kind schlich sich völlig unausgeschlafen gegen halb neun aus dem Haus, weil das Ruderboot solch eine Anziehungskraft ausübte. Es dauerte auch nicht lange, bis die anderen beiden mit Schwimmwesten bereitstanden und das zweite Boot ins Wasser schoben.

Die Sonntagnachmittagfähre war genauso voll wie die Freitagabendfähre. Zum Glück waren wir – die Herren Maus wollten noch einen Geocache suchen neben dem Fähranleger – rechtzeitig da, denn drei Autos kamen tatsächlich nicht mehr mit.

Auf der anderen Seite der Fähre gingen wir mittagessen, und weil wir einmal da waren, packten wir die Gelegenheit, den hübschen Wanderweg, den wir letztes Jahr entdeckt hatten, mal ohne vorherige anderthalbstündige Anreise zu gehen, beim Schopf.

Danach Heimfahrt, Dusche, Maus mit Büffchen, Bett.

Was für ein wunderbares Wochenende!


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Spätsommer, plötzlicher

Es liegt auf einmal schon so viel Herbst in der Luft.

Die Birken sind gelb. Das Getreide ist reif. Das Sonnenlicht ist so weich, dass ich manchmal schon meine Sonnenbrille einfach zu Hause lasse. Nach neun Wochen Hochsommer regnet es jetzt ab und zu mal. Und 20 Grad fühlen sich sehr kalt an, wenn man sich seit Anfang Juni an zehn Grad höhere Temperaturen gewöhnt hatte.

Ich bin noch nicht bereit für den Herbst. Obwohl ich weiss, dass ich es eigentlich bin: dass wir diesen Sommer so viel Wärme, Sonne, Meer- und Moorwasser auf der Haut getankt haben, dass es reichen müsste für den Winter. (Aber nur, wenn es ein Winter mit Schnee wird. Sonst sehe ich schwarz.)

Gestern fuhren wir in die Sauna am See. Obwohl es regnete. Weil es regnete. Wir hatten Mittagessen dabei und Kaffee und Kuchen. Als wir ankamen, war das Feuer im Saunaofen gerade am Verlöschen. Wir waren ganz allein da! Wir holten schnell eine Schubkarre voll Holz aus dem Schuppen, warfen ein paar Scheite auf, schöpften zwei Eimer Wasser aus dem See und begaben uns ohne Umschweife, obwohl wir im Auto alle noch Hunger gehabt hatten, in die Sauna. Und danach in den See, auf den der Regen Ringe warf, und dessen Wasser genau die richtige Temperatur hatte: noch warm genug, um bis zu den Seerosen zu schwimmen, aber schon wieder kalt genug, um sich nach der Sauna wirklich abzukühlen.

Wir assen erst, als doch noch drei oder vier andere Leute kamen.

Ich mochte auch das freibadähnliche Gewusel dort im Hochsommer. Die Horden freundlicher, zuvorkommender Jugendlicher, die sich gegenseitig ins Wasser schubsten und sich hinterher wie die Hühner auf der Stange auf den Saunabänken drängelten.

Aber wenn es am Ende des Sommers überall wieder stiller wird, das ist auch schön.

(Noch fünf Tage bis Schulbeginn.)


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Schönster Donnerstagabend des Jahres

Ich finde alle Konzerte des Musiklagers wunderschön. Aber das Beste ist die Konzertreihe auf der nächsten Halbinsel am Donnerstagabend, in Sommergrün und Spätabendsonnenschein, wenn das Zirpen der Grillen die Harfen begleitet und die Vögel mit den Blechbläsern um die Wette tirilieren.


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neljäsataakaksi, neljäsataakolme

Am Wochenende waren wir gleich zweimal am Lieblingsstrand.

(Überhaupt waren wir in den vergangenen dreieinhalb Ferienwochen bis auf die drei Tage, die wir in Tallinn waren, jeden Tag wenigstens einmal kurz an irgendeinem Strand. Es ist pünktlich seit Ferienbeginn heiss und trocken – die Natur könnte mal wieder ein bisschen Regen gebrauchen, aber ich tanke dankbar Wärme und Sonne für den Winter.)

Der Ähämann sah schon am Samstag auf dem Heimweg vom Strand die 402 und die 403, aber ich guckte mal wieder in der Gegend rum und verpasste beide. Am Sonntag schaffte es der Ähämann, mich auf dem Weg zum Strand rechtzeitig auf die entgegenkommende 402 aufmerksam zu machen.

Am Montag sahen wir gemeinsam die 403 im Nachbarort. Denn diese Woche ist wieder die schönste Sommerferienwoche, und der Ähämann und ich fahren abwechselnd oder gemeinsam sieben Tage lang eine Harfenistin und einen Klarinettisten hin und her.

(Die gelbe 342 ist übrigens auch wieder im Musiklager.)

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401]