Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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kaksisataakuusikymmentäneljä

Als ich am Dienstag mit dem kleinen Herrn Maus vom Fussballtraining heimradelte, kam uns genau da, wo wir an einer geparkten 264 vorbeifuhren, eine andere 264 entgegen.

Der kleine Herr Maus freute sich nicht sehr. Er war genervt, dass auf dem Radweg – und dann auch noch bergauf! – immer noch dicke Splittschichten lagen.

Nach welchem System hier die Wege und Strassen vom winterlichen Spitt befreit werden, ist uns allen schleierhaft. Unser Stadtteil jedenfalls scheint auf der Prioritätenliste nicht sehr weit oben zu stehen. Der kleine Herr Maus vermutete schon, man hätte uns vergessen, und ich versprach ihm, wenn die Kehrmaschine in zwei Wochen immer noch nicht dagewesen sein sollte, mal bei der Stadt nachzufragen.

Am nächsten Tag fiel prompt eine Frühjahrsputzarmada in unseren Stadtteil ein: ein riesiger Bagger, der den Eishobel gegen eine riesige Bürste getauscht hat, ein normaler Bagger mit Bürste und Splittsauger, das Strassenwaschauto, ein Traktor mit Hänger für die eingesaugten Splittberge, eine kleine Kehrmaschine für die Feinarbeiten.

Zwei Tage lang fuhren sie Strasse um Strasse und Fussweg um Fussweg ab. Danach war immerhin der Radweg zum Kindergarten splittfrei.

Die Frühjahrsputzarmada ist in den nächsten Stadtteil weitergezogen. Der Radweg neben der 264 ist immer noch unter 5 cm Splitt begraben.

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kaksisataakuusikymmentäkolme

Das Auto vor mir scherte aus der Linksabbiegerspur gleich wieder aus. Ich hatte eigentlich den gleichen Impuls, als ich den völlig überfüllten Supermarktplatz sah, aber versprochen ist versprochen: die Kinder hatten sich Mämmi gewünscht, und ich hatte es beim letzten Einkauf vergessen, und was man nicht im Kopf hat… tja nun.

Bevor ich in den Supermarktparkplatz einbog, musste ich aber erst noch eine 263 vorbeilassen. Und dann fand ich einen sehr günstig gelegenen Parkplatz, und es war nicht nur das Mämmi in grossen Mengen gleich ganz vorn in den Tiefkühltruhen aufgestapelt, sondern auch die dazugehörige Vanillesosse gleich obendrauf gestellt, so dass ich mich nicht mal erst in die Milchabteilung durchkämpfen musste, und dank Selbstbedienungskasse war ich nach insgesamt zwei Minuten fertig mit meinem Ostereinkauf.

Grund für das „Es gibt nie wieder etwas zu essen“-Hamstergehabe gibt es übrigens nicht. Seit letztem Jahr gibt es hier gar keine gesetztlich vorgeschriebenen Ladenschlusszeiten mehr, und seitdem haben die Läden dauernd auf: nicht nur abends bis um neun oder zehn, sondern auch an sämtlichen Feiertagen, ausser an Juhannus und am ersten Weihnachtsfeiertag.

Was sich nicht geändert hat, sind die Alkoholverkaufszeiten. Der ALKO hat sonn- und feiertags, wie immer schon, geschlossen. Und worauf ich vor dreizehn Jahren das erste Mal reingefallen bin, das passiert uns immer noch: Neulich lieferte der Ähämann das Fräulein Maus in aller Herrgottsfrühe zum Wettkampf in der Turnhalle ab und erledigte auf dem Rückweg gleich einen grösseren Einkauf. Nur die zwei Dosen Weizenbier, die musste er an der Kasse zurücklassen. Es war noch vor um neun.

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kaksisataakuusikymmentäkaksi

Letzte und vorletzte Woche hatten wir für jeweils zwei Tage fünf Kinder.

(Die befreundete alleinerziehende Klavierlehrerin flog nach Deutschland zu Vorstellungsgesprächen. Wir gruben uns sozusagen unser eigenes Grab… *seufz*)

„Drücken sich eure Besuchskinder auch immer mit gesenktem Kopf an der Wand entlang ins Kinderzimmer?“, fragte mich neulich bei unserem Besuch die liebste Freundin. Ich musste sehr lachen. Weil… ja. Genau so.

Ausser natürlich, es kommen die deutschen Freunde zu Besuch. Und deshalb fühlte es sich tatsächlich ein bisschen wie fünf eigene Kinder an – nur dass es vermutlich sehr viel weniger Gezänk gab als wenn sie alle wirklich Geschwister wären – und auch wenn fünf verschiedene Unterrichtsanfangszeiten an drei verschiedenen Schulen zu koordinieren waren und das Ganze mit noch mehr Hin-und-her-Fahrerei nachmittags verbunden war und zwei der fünf Kinder zwei Tage gemeinsam krank auf dem Sofa verbringen mussten, habe ich die vier Tage sehr genossen.

Am Sonntag lud uns die Freundin zum Dank zum Essen ein. Wir wollten eigentlich mit dem Fahrrad hinfahren, aber dann war der grosse Herr Maus die ganze letzte Woche krank und am Sonntag immer noch schlapp und das Wetter war auch viel mistiger als ursprünglich vorhergesagt, und als wir unterwegs feststellten, dass wir sowohl den in die Videothek zurückzubringenden Film als auch die Gartenschere zum beabsichtigten Osterzweigeschneiden als auch meinen Laptop, von dem wir der Freundin Fotos überspielen wollten, zu Hause liegen lassen hatten, da waren wir doch ganz froh, dass wir das Auto genommen hatten. Und ich, als uns auf dem Heimweg eine 262 entgegenkam, sowieso.

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kaksisataakuusikymmentäyksi

Als ich vorhin im Schneetreiben (ja, richtig gelesen) mit dem kleinen Herrn Maus schnell ins Einkaufszentrum fuhr, um noch drei Geschenke für einen Kindergeburtstag am Freitag zu besorgen, waren wir beide recht froh, dass es dort eine Tiefgarage gibt und wir uns nicht dicke, nasse Schneeflocken in den Nacken wehen lassen mussten. (Aus der Tiefgarage kam uns, genau in dem Augenblick, als wir hineinfuhren, eine 261 entgegen.)

Jetzt allerdings steht der kleine Herr Maus schon seit einer Stunde im Schneeregen im Hof und guckt den echten Akselis dabei zu, wie sie den Splitt wegmachen.

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kaksisataakuusikymmentä

An einem sonnigen Märztag vor 17 Jahren nahm mich meine finnische Gastmutter zum ersten Mal mit in ihr Sommerhaus. Wir hielten uns nicht lange da auf, sondern gingen an der Sauna vorbei direkt auf den See. Auf dem See hockten Eisangler, zogen Skifahrer ihre Spuren, Kinder wurden im Schlitten gezogen, ab und zu knatterte ein Schneemobil vorbei. Wir liefen und liefen, und immer neue Ausblicke auf sich bis zum Horizont aus der weissen Schneefläche erhebende Inseln und Inselchen taten sich auf. Die Sonne knallte von einem tiefblauen Himmel auf den weissen See, und es war einer dieser Tage, an dem ich begriff, warum die finnische Fahne blau-weiss ist.

Es war eines der schönsten Dinge, die ich je erlebt habe.

Wie gut, dass die liebste Freundin neuerdings fast genauso nahe am gleichen See wohnt!

(Und als wir über den See bis zu besagtem Sommerhaus gelaufen waren, kletterten wir wieder an Land, und da stand ein Pakettiauto mit der 260 im Kennzeichen.)

Finnischer März, hach!
(Und Mittelfinnland, hach! Hach!)

Glück und Herzhüpfen.
Ganz, ganz viel Glück und Herzhüpfen!

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kaksisataaviisikymmentäyhdeksän

Weil gestern mein letzter Arbeitstag im Eichhörnchenprojekt war, ist der kleine Herr Maus seit dieser Woche Mittagskind. Ganz prima hatte ich mir das vorgestellt, die freien Nachmittage: endlich müssten wir nicht mehr so hetzen zwischen Arbeit, Schule, Kindergarten, Hort und den diversen Hobbys der Kinder!

Ha! Die vergangene Woche war eine der stressigsten, die ich je erlebt habe!

Vormittags bin ich weiterhin arbeiten gegangen (und werde das mindestens auch die nächste Woche und ganz sicher auch danach ab und an tun, weil man eben als Wissenschaftler nicht einfach so die Pipette fallen lässt mitten im Projekt aufhört, nur weil einen keiner mehr für die Arbeit bezahlt) – drei Stunden, haha, als ob man in denen irgendwas Nennenswertes schaffen würde! – und die Nachmittage waren ausgerechnet diese Woche, in der auch noch der Ähämann nach Helsinki pendelte und jeweils frühmorgens das Haus verliess und spätabends wiederkam, voll mit ausserplanmässigen Veranstaltungen, zu denen ich ja nun den kleinen Herrn Maus ab sofort immer mitschleppen muss. Der war am Ende der Woche so müde, dass er am Donnerstag freiwillig ins Bett kroch, um Mittagsschlaf zu machen!

Ich habe diese Woche sehr oft an die deutsche Freundin gedacht, die genau dieses Modell seit Jahren lebt und mir einst gestand, wie anstrengend das ist, früh sehr zeitig das Haus zu verlassen, dann in vier Stunden hochkonzentriert möglichst die Arbeit eines ganzen Tages zu erledigen, dann die Kinder aus Kindergarten und Schule einzusammeln, für sie zu kochen (das immerhin bleibt mir erspart!) und den Nachmittag mit Kinderbetreuung und Hausarbeit zu verbringen, weil man ja nun mal diejenige ist, die nur halbtags arbeitet.

(Ich habe ausserdem sehr viel daran gedacht, was die in Schweden lebende Mitbloggerin einmal so treffend schrieb: Das skandinavische Arbeitsleben – und ich möchte da noch hinzufügen: die Kinderbetreuung – verdirbt einen völlig für den deutschen Arbeitsmarkt. So wahr!)

Es hat vier Tage gedauert, bis ich von diesem Mama-arbeitet-halbtags-Modell völlig erschöpft war.

Als die Zahnärztin, die dem Fräulein Maus am Mittwochvormittag die feste Zahnspange entfernte, mich fragte, ob wir am nächsten Nachmittag für die Abholung einer nur noch über Nacht zu tragenden Zahnspange kurz vorbeikommen könnten, da habe ich nur noch matt genickt. (Und dabei ist das so toll da – die neue Zahnspange 28 Stunden nach Abdrucknehmen im Mund! Wir haben dann auch gleich mal mit dem kleinen Herrn Maus durchs Fenster im Erdgeschoss in das Zahntechniklabor gelunst – das übrigens sehr viel sauberer und moderner aussieht als die… äh… Werkstatt, die neulich bei der Maus gezeigt wurde.) Und als mir die Postfrau am Donnerstag auf der Post am anderen Ende der Stadt statt des erwarteten Pakets mit bestellten Geburtstagsgeschenken für das Fräulein Maus einen Maxibrief mit einem Werbekalender in die Hand drückte, da wäre ich gern einfach zusammengebrochen. (Immerhin stand in der Tiefgarage dort eine 259. Und dass an allen drei Parkplätzen mit Ladestation Autos eingestöpselt waren, hat meine Laune auch gehoben.)

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kaksisataaviisikymmentäkahdeksan

Typisch Turku. Mit 258.

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kaksisataaviisikymmentäseitsemän

Vorgestern machten wir, weil der Herr Picasso in der Werkstatt war, die montägliche Deutschunterricht-Turnhalle-Pfadfinder-Runde mit dem Bus. Ich bin dabei sehr viel durch vollgeparkte Strassen und zwischen Feierabendverkehr herumgelaufen, und so kam ich auch an einer geparkten 257 vorbei.

Überhaupt sollte man das viel öfter mal ausprobieren, Wege, die man sonst grundsätzlich mit dem Auto erledigt, mal mit dem Bus zu fahren. In den meisten Fällen ist das nämlich gar nicht so zeitaufwändig bis unmöglich, wie man vorher gedacht hat…

Der Herr Picasso bekam übrigens ein paar Kratzer ausgebessert, die ihm neulich einer beim Ausparken auf dem Supermarktparkplatz zugefügt hatte. Wir hatten das ja schon mal und wussten deshalb so ungefähr, wie sowas in Finnland gehandhabt wird – ausser, dass wir diesmal nicht erst die Polizei riefen. Wir machten ein paar Beweisfotos, der Unfallverursacher hielt uns noch seinen Führerschein zum Abfotografieren in die Kamera – dabei hätte ein Foto seines Kennzeichens völlig ausgereicht – nannte uns zur Sicherheit noch seine Versicherung und versprach uns, sich mit selbiger in Verbindung zu setzen.

Ich unterstelle ihm jetzt mal keine böse Absicht, sondern vermutlich ging ihm genauso wie uns erst hinterher auf, dass wir zwar seine Kontaktdaten hatten, er aber keine von uns. (Falls er nicht unser Kennzeichen auswendig gelernt hatte.) Jedenfalls hörten wir zehn Tage lang nichts von irgendeiner Versicherung, dann rief der Ähämann dort an, schilderte den Vorgang und bekam gesagt, er könne schon mal in die Werkstatt fahren zur Begutachtung der Schäden. Das tat er, bekam für Montag einen Termin zur Beseitigung der Schäden und holte gestern den fast-wie-neuen Herrn Picasso wieder ab. Sache erledigt für uns. Die Rechnung schickt die Werkstatt direkt zur Versicherung.

Manchmal ist es noch besser, in Finnland zu leben, als sonst schon.

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kaksisataaviisikymmentäkuusi

Nachdem das Fräulein Maus und ich jetzt zwei Tage lang gemeinsam das Bett gehütet hatten – sie mit Kotzeritis, ich mit irgendeinem abstrusen Infekt, der leider mit einem Herpesausbruch des Grauens verbunden war – gingen wir beide heute das erste Mal wieder vor die Tür. Das Fräulein Maus wieder in die Schule, ich allerdings in die Poliklinik, wo mir eine Ärztin meine Vermutung einer bakteriellen Sekundärinfektion bestätigte, mir zwei Rezepte ausstellte und mir ein hoffentlich schmerzfreies Wochenende wünschte. (Ja, bitte!)

Hinterher, auf dem Weg zur Apotheke, sah ich vom Bus aus einer 256 beim peniblen Einparken in eine ringsherum völlig freie Parklücke zu. Wie der schwarze BMW da so zentimeterweise vor- und zurücksetzte und in winzigen Schwüngen der optimalen Parkposition näherkam, das erinnerte mich irgendwie sehr daran, wie der kleine Herr Maus sein ferngesteuertes Auto einparkt.

Ansonsten sass im Bus eine Frau, die strickte. Und eine, die erst in aller Seelenruhe mit der Wimpernzange an ihren Wimpern herumbog und sich danach ausführlich die Augen schminkte. (Im fahrenden Bus, jawohl!) Auf dem Rückweg sass mir gegenüber so ein schwarzgekleidetes und schwarzweissgeschminktes Pärchen. Ihr Handtäschchen hatte die Form eines kleinen schwarzen Sargs, und daran baumelte vorschriftsmässig ein Reflektor. Er ging mit ihr so liebevoll, aufmerksam und höflich um, wie ich es schon lange nicht mehr von einem finnischen Mann gesehen habe. (Unvergessen in unserer Familie der Nachbar, der seiner hochschwangeren Frau über das abschüssige Glatteis zwischen Parkplatz und Wohnung zwei Meter voranlief, ihr über die Schulter zumurmelte: „Vorsicht! Is‘ glatt!“ und unbeirrt seinen Weg fortsetzte.)

Die Mutter im Turnverein hatte schon recht gehabt: „Was da für Typen mitfahren…!“ Allerdings keine, wegen denen man aufs Busfahren verzichten müsste. Im Gegenteil.

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kaksisataaviisikymmentäviisi

So einen Sonntagvormittag, an dem ein Kind in aller Herrgottsfrühe ein Fussballturnier hat, ein Kind an einer Pfadfinderrallye teilnimmt und ein Kind ganz planmässig Turntraining hat, kriegt man mit kooperativen Kindern, von denen eins bereitwillig alleine beim Fussballturnier bleibt, eins sich ohne zu knurren eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn schon in der Turnhalle abliefern lässt und eins zuverlässig anruft, wenn es im Ziel eingetroffen ist, schon irgendwie hin.

Man muss eben nur fünfzehnmal hin und her fahren, wenn man dazu nur ein Auto zur Verfügung hat. Beim elften Mal fuhr schlich* ich einen Kilomter lang einer 255 hinterher.


*Die neueste Marotte auf finnischen Strassen: da, wo man 50 km/h fahren darf, nicht schneller als 45 km/h zu fahren. Allerhöchstens. Besser vielleicht doch nur 40 km/h.

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