Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Nachtfrost und Schneeschauer

Wir sind ja eigentlich dran gewöhnt.

An unserem ersten Ostern in Finnland machten der Damals-noch-nicht-Ähämann und ich eine Radtour mit Zelt. Als wir nach dem Frühstück unser Geschirr abspülen wollten, mussten wir erstmal ein Loch ins über Nacht wieder zugefrorene Meer klopfen.

Aber gut, dass wir heute verabredet waren. Sonst wären wir bei 1°C Tageshöchsttemperatur vermutlich trotzdem nicht zu einer Wanderung aufgebrochen.

Dabei war es natürlich wie immer: wenn man erstmal draussen ist, ist es richtig schön.

Alles Wasser im Moor war mit einer Eishaut überzogen. Der Schnee, der ab und zu fiel, war nicht der sonst für diese Jahreszeit typische windgepeitschte Schneeregen, sondern segelte wie Frau Holles feinste Daunen vom Himmel. Viel besser als Regenschauer!

Und die Sonne wärmte schon richtig. Ist ja schliesslich schon Mitte April.


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Im City-Moor

Andere Städte haben City-Arkaden, City-Hotels, City-Kinos, City-Tunnel.
Turku hat ein City-Moor!

Ich habe mich ja schon oft beschwert, dass es hier so wenige Rundwanderwege gibt. Vielleicht sind die aber auch alle nur gut versteckt. Neulich zum Beispiel, als wir mit den Fahrrädern zu IKEA fuhren, entdeckten wir einen Wegweiser zu einem Moor, von dem wir bis dahin noch nicht einmal gehört hatten.

Eine Recherche ergab: es handelt sich um ein kleines, feines Naturschutzgebiet am Rande der Stadt, ein – ich zitiere – „echtes City-Moor“. (Immerhin befindet es sich, im Gegensatz zum grossen, bekannten Moor, das zwar innerhalb der Turkuer Gemeindegrenze, aber eben 35 km ausserhalb liegt, gleich zwischen IKEA und Flughafen.)
Und einen zwei Kilometer langen Rundweg auf Planken gibt’s da auch.

Und hat der kleine Herr Maus sich zwischendurch mal tragen lassen? (Um wie erhofft seinen Mittagsschlaf zu machen?) Hat er natürlich nicht.