Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

kaksisataaseitsemänkymmentäyksi

2 Kommentare

Erkenntnis der Woche: tägliches Pendeln mit dem Auto ist genauso furchtbar, wie ich es mir immer vorgestellt habe.

Das Musiklager des Fräulein Maus fand in der Schule statt, in die die Freundin, die nur jede zweite Woche im Nachbarhaus wohnt, geht. In den Wochen, in denen sie hier wohnt, fährt ihre Mutter sie in die Schule und holt sie nachmittags von dort ab. Ich hielt das bisher für eine ganz annehmbare Lösung; weit ist es nicht – vielleicht 10 km – ein Drittel davon leere Autobahn oder wahlweise Landstrasse, über die man mit 60 km/h gemütlich dahinrollen kann. Kein Stau, keine Raser, keine Sonntagsfahrer, nicht übermässig viele Ampeln. Und dennoch – mir hing nach drei Tagen das Gefahre so dermassen zum Hals raus!

Nebenher fuhren wir auch noch täglich zwecks Urlaubsvorbereitungen in verschiedene Supermärkte und Einkaufszentren, ausserdem ein zweites Mal aufs Erdbeerfeld – weil von den sieben Kilo „Rumba“ fünf im Gefrierschrank gelandet waren und die restlichen zwei noch am gleichen Abend aufgefressen wurden – wo wir diesmal eine Eimerchen „Sonata“ pflücken durften, und als ob das alles noch nicht gereicht hätte, fuhren wir auch noch mehrmals Wäsche zum Fremdwaschen bei der alleinerziehenden Freundin, weil uns Hannelore – hier passenden Fluch einsetzen – eine Woche vorm Urlaub und einen Monat nach Ablauf der Garantiefrist mit einem Motorschaden beglückt hat.

Eigentlich komisch, dass es bei dem vielen Gefahre bis gestern Nachmittag gedauert hat, bis ich eine 271 gesehen habe.

Am allerschönsten aber in dieser Woche: am Donnerstag gab es ein kleines Abendkonzert der Musiklagerteilnehmer an verschiedenen Orten auf der nahgelegenen geschichtsträchtigen Halbinsel – die Streicher fingen in der kleinen Kirche an, dann konnte man weiterlaufen zu einem alten Gutshaus, in dem die Harfenistinnen auftraten, und dann spielten noch, ganz und gar wunderbar im Spätabendsonnenschein, in den Ruinen einer alten Burg die Bläser.

„Schade, dass das Musiklager schon wieder vorbei ist!“, seufzte das Fräulein Maus vorhin, als ich sie zur Generalprobe des Abschlusskonzerts kutschierte. Begeistert erzählte sie jeden Tag von ihrer Dreiviertelstunde Einzelunterricht, vom Gruppenunterricht mit den anderen Harfenistinnen, von den Proben mit dem gesamten Orchester und von ihren vielen neuen Freundinnen. Es muss wirklich sehr schön gewesen sein.

Und jetzt ein allerletztes Mal die 10 km in den Nachbarort.

(Gerne nächstes Jahr wieder.)

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270]

2 Kommentare zu “kaksisataaseitsemänkymmentäyksi

  1. Hach es klingt wunderbar. Das Abschlusskonzert meine ich. Das Gependele kenne ich und habe es auch gehasst. Zwar habe ich keine musizierende, aber eine reitende (jetzt erwachsene) Tochter. Und ich möchte bitte nie, nie, nie mehr Nachmittage in muffigen Reithallenaufenthaltsräumen zubringen.
    Aber eine Frage bitte: was sind das denn bitte für entzückende pappmaché-Ballerinas im Bildvordergrund? Als Papierverarbeiterin interessieren die mich doch sehr. Und auch die Machart.
    Liebe Grüsse aus Potsdam
    Bea

    • Wir fahren ja, wenn nicht gerade Ferien sind, fast täglich irgendein Kind zu irgendeinem Hobby (und oft genug mehrere Kinder zu mehreren Hobbys). Mag ich auch nicht, aber dieses tägliche Gependele an den gleichen Ort fand ich nochmal eine Stufe schlimmer.

      Ich will übrigens nie wieder auf kalten Fussballplätzen stehen (und mir brüllende Väter und Trainer anhören müssen). Zum Glück möchte der kleine Herr Maus jetzt schwimmen. :-)

      Zu den Ballerinas kann ich dir nicht allzuviel sagen. Im Gutshaus fand gleichzeitig eine Kunstausstellung statt, da gehörten sie dazu. (Es lässt sich aber online nichts weiter dazu herausfinden.) Es war auch ein bisschen eng, deswegen fand ich gerade so einen Platz hinter den Ballerinas – fand sie dann aber allerliebst, wie sie sich zur Musik drehten. Hier in bewegten Bildern: https://www.instagram.com/p/BV7kYG9h-_B/?tagged=kaarinamusicweek
      Ich glaube, die „Schiffchen“und die Körper waren aus Pappmaché und die Röckchen aus Papierfaden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s