Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Skiferien (Jetzt wirklich!)

Nach dem vorgestrigen Schneesturm haben wir jetzt nicht nur überhaupt endlich mal wieder Schnee, sondern er reicht jetzt sogar zum Querfeldeinfahren. So müssen wir nicht mal mehr die Skier erst durch den halben Stadtteil zur Loipe schleppen, sondern können – fast, denn die Hausmeisterfirma meint es leider sehr gut mit dem Streuen – von der Haustür losfahren. Juhuu!

Verschnaufpause

(Es ist natürlich immer nur halb so idyllisch, wie es aussieht – nämlich immer nur so lange, bis der Erste anfängt zu motzen, weil der Vordermann zu langsam fährt, dann die Zweite anfängt zu jammern, dass die anvisierte Runde viiieeel zu lang ist, worauf dann der Dritte von jetzt auf gleich auch keinen Schritt mehr machen kann. Selbstredend wollten sie vorher alle unbedingt skifahren. Und morgen natürlich auch wieder.)


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kaksisataaviisikymmentäkahdeksan

Typisch Turku. Mit 258.

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kaksisataaviisikymmentäseitsemän

Vorgestern machten wir, weil der Herr Picasso in der Werkstatt war, die montägliche Deutschunterricht-Turnhalle-Pfadfinder-Runde mit dem Bus. Ich bin dabei sehr viel durch vollgeparkte Strassen und zwischen Feierabendverkehr herumgelaufen, und so kam ich auch an einer geparkten 257 vorbei.

Überhaupt sollte man das viel öfter mal ausprobieren, Wege, die man sonst grundsätzlich mit dem Auto erledigt, mal mit dem Bus zu fahren. In den meisten Fällen ist das nämlich gar nicht so zeitaufwändig bis unmöglich, wie man vorher gedacht hat…

Der Herr Picasso bekam übrigens ein paar Kratzer ausgebessert, die ihm neulich einer beim Ausparken auf dem Supermarktparkplatz zugefügt hatte. Wir hatten das ja schon mal und wussten deshalb so ungefähr, wie sowas in Finnland gehandhabt wird – ausser, dass wir diesmal nicht erst die Polizei riefen. Wir machten ein paar Beweisfotos, der Unfallverursacher hielt uns noch seinen Führerschein zum Abfotografieren in die Kamera – dabei hätte ein Foto seines Kennzeichens völlig ausgereicht – nannte uns zur Sicherheit noch seine Versicherung und versprach uns, sich mit selbiger in Verbindung zu setzen.

Ich unterstelle ihm jetzt mal keine böse Absicht, sondern vermutlich ging ihm genauso wie uns erst hinterher auf, dass wir zwar seine Kontaktdaten hatten, er aber keine von uns. (Falls er nicht unser Kennzeichen auswendig gelernt hatte.) Jedenfalls hörten wir zehn Tage lang nichts von irgendeiner Versicherung, dann rief der Ähämann dort an, schilderte den Vorgang und bekam gesagt, er könne schon mal in die Werkstatt fahren zur Begutachtung der Schäden. Das tat er, bekam für Montag einen Termin zur Beseitigung der Schäden und holte gestern den fast-wie-neuen Herrn Picasso wieder ab. Sache erledigt für uns. Die Rechnung schickt die Werkstatt direkt zur Versicherung.

Manchmal ist es noch besser, in Finnland zu leben, als sonst schon.

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Letzte Gelegenheit

Obwohl die Papaoma natürlich keine Schlittschuhe hat und das Fräulein Maus gleich verkündete, nach zweieinhalb Stunden Training würde sie aber nicht noch grössere Touren auf Schlittschuhen machen, beschlossen wir, am Sonntagnachmittag nochmal auf den zugefrorenen See zu gehen. So ein bisschen in Ufernähre spazierengehen und herumrutschen jedenfalls. Bevor der ganze See wieder auftaut.

Natürlich hätte ich mir gleich denken können, dass zumindest die Herren Maus und ich der hübsch angelegten, fünfeinhalb Kilometer langen Eisbahn nicht lange widerstehen können würden.

Das Eis war durchaus schon mal besser. Es war ziemlich stumpf und voller hinterhältiger Spalten und Risse wegen der anhaltenden Temperaturschwankungen. Aber hey, wir waren nochmal auf dem See!!!

(Heute 6 Grad. Plus!)


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Dumbledore und 33 Harfen

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich vor etlichen Jahren mit den Kindern am Markt an der Haltestelle stand, die Kinder kichernd auf das grosse Werbeplakat mit dem gewaltigen bärtigen Mann zeigten, und ein Passant lachend zu ihnen sagte: „Das ist aber nicht Dumbledore!“ (Er sagte – wie Finnen das so tun – „Dumm-ple-do-rrre“, und es dauerte eine Weile, bis ich kapiert hatte, was er meinte.) „Nein“, sagte ich zu den Kindern, „das ist der Chefdirigent des Turkuer Philharmonieorchesters!“

Gestern spielte das Fräulein Maus im Lieblingsdom auf einem Harfenkonzert, gemeinsam mit 32 anderen Harfenisten und Harfenistinnen vom Anfänger bis zum Berufsmusiker. Und Dumbledore dirigierte. So grossartig!

Es war ein sehr langer Tag für das Fräulein Maus und mich – mit Harfe-hin-und-her-fahren und Generalprobe und allem Drum und Dran; der Ähämann, die Herren Maus und die Papaoma direkt vom Flughafen kamen erst abends zum eigentlichen Konzert – aber das mitgebrachte Buch blieb in der Tasche. So viel zu gucken! So viel zu hören! Und überhaupt, so toll!!!


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Das Eislicht im Klimawandel

In den vergangenen Wochen habe ich mich ziemlich oft gewundert: als es nämlich in Deutschland mal ausnahmsweise richtig kalt war und auf einmal allüberall so komplizierte Bauanleitungen für Eislaternen zu lesen waren. Also wirklich kompliziert mit Zwei-von-der-Grösse-her-passende-Gefässe-finden und Das-innere-Gefäss-möglichst-mittig-austarieren und Dabei-hilft-dieses und Ein-Trick-ist-auch-jenes und Am-Ende-muss-man-die-Gefässe-vorsichtig-auseinanderpulen.

Als mein finnischer Diplomvater mir beibrachte, wie man ein Eislicht macht, waren seine Anweisungen dagegen ganz einfach gewesen: „Du nimmst einen Eimer, füllst ihn bis obenhin mit Wasser, stellst ihn eine Nacht lang raus, drehst ihn am nächsten Tag um und schüttest das restliche Wasser weg. Fertig.“

Ja, ich habe ihn damals auch ein bisschen ungläubig angeguckt… denn irgendwo muss doch der Hohlraum bleiben?! Irgendwo muss doch das Loch herkommen, in das ich dann die Kerze stellen kann?!

Aber das passiert ja von ganz allein! Obendrauf gefriert das Wasser logischweise am schnellsten und somit am dicksten. Das wird später der Boden der Eislaterne. Dann gefriert das Wasser im Eimer von aussen nach innen. Und erst dann am Boden. Idealerweise passt man also den Zeitpunkt ab, an dem sich am Eimerrand schon eine ausreichend dicke Eisschicht gebildet hat, aber der Eimerboden noch nicht oder zumindest noch nicht vollständig gefroren ist. (12 Stunden bei -10 Grad sind eine ganz gute Faustregel für einen 10-Liter-Eimer. Bei stärkerer Kälte entsprechend kürzer. Bei weniger als -10 Grad braucht man meiner Erfahrung nach gar nicht erst anzufangen.) Dann kann man den Eimer kurz ins Warme stellen bis die Seiten angetaut sind, dann draussen das Eis vorsichtig aus dem umgedrehten Eimer herausrutschen lassen, das restliche Wasser ausschütten, eine Kerze reinstellen, fertig.

Sollte der Boden doch schon ein bisschen gefroren sein, kann man ihn vorsichtig aufklopfen. Trotzdem habe ich in letzter Zeit erstaunlich viele Eislichter genau dabei zerdeppert. Das ist mir damals auf der mittelfinnischen Forschungsstation nie passiert! Es hat eine Weile gedauert, bis mir aufgegangen ist, was anders ist: damals stellte ich den Eimer mit Wasser abends auf mindestens 30 cm Schnee, heute steht er fast immer auf dem blanken Asphalt. Und weil Schnee so gut isoliert, gefriert das Wasser auf dem Schnee natürlich viel langsamer als auf Asphalt! Wenn man das aber erstmal herausgefunden hat, kann man da leicht was dagegen tun: ich stelle die Eimer jetzt immer auf unsere zahlreich vorhandenen Wander-Sitzunterlagen.

Wogegen man leider nichts tun kann: dass es kaum noch längere Zeit am Stück wirklich kalt ist. Es braucht nämlich mindestens -10 Grad, damit die Kerze nicht das Eislicht von innen schmilzt. (Und nein, so eine unsägliche LED-Kerze kommt mir nicht ins Haus Eislicht!)

Auch das Eislichtherstellen funktioniert also am besten, wenn die Winter so sind, wie sie sein sollten: kalt und schneereich. Aber ach…!

(Hier noch ein sehr schöner Artikel – leider nur auf finnisch, aber die Fotos sprechen für sich – über ein kleines Dorf in Ostfinnland, in dem die Einwohner jedes Jahr für die Weihnachtsnacht über 1000 Eislichter herstellen und damit ihre Dorfstrasse schmücken.)