Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Kindercamp

Weil wir ja in nächster Zeit noch nicht… ähem… genug Zug fahren werden, sind wir direkt vorher noch 700 km mit der finnischen Bahn durch die Gegend gegondelt, um den Kindern das „Ferienlager“ mit den finnischen „Cousins“ zu ermöglichen, auf das sie schon seit einem Jahr hingefiebert hatten.

Generalprobe unter vereinfachten Bedingungen, sozusagen. Und obwohl die Wettervorhersage so ausgesehen hatte, mussten wir gar nicht drei Tage lang am Kamin und in der Sauna sitzen.


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Profirullern

Das mit den Rollschuhen haben wir dann gestern nachgeholt. Schliesslich gibt es in Turku ja eine gekühlte Schlittschuhbahn, die im Sommer offiziell Rollschuhbahn ist. 500 m lang und ein bisschen kurvig und mit feinstem, glattem Asphalt. Kostenlos obendrein, denn wir zahlen ja gern Steuern.

Ich hatte ein bisschen Bedenken, dass es da voller Sportverrückter wäre und die Kinder da vielleicht stören würden. Aber in den anderthalb Stunden, die wir dort waren, zogen ausser uns nur höchstens drei weitere Leute – allesamt Erwachsene – ihre Bahnen. Und die Kinder fahren ja inzwischen wie die Profis. Einmal sagte ich zum kleinen Herrn Maus: „Ich fahre jetzt mal eine schnelle Runde. Fahr einfach weiter, ich hole dich ja dann gleich wieder ein!“ Aber denkste – fast zweieinhalb Runden musste ich fahren, bis ich ihn endlich wieder eingeholt hatte!

Und als keiner mehr konnte, kam der Ähämann von Arbeit herüber und ging mit uns mittagessen.

(Sommerferien sind schon was Tolles…!)


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kaksisataakymmenen

Man muss das Wetter ja nehmen wie es kommt. „Ich will zum Leiterweg!”, hatte der kleine Herr Maus gekräht, als wir am Frühstückstisch besprachen, was wir denn nun mit dem Nicht-Sommersonntag anfangen sollten. Gut, dann eben eine kleine Wanderung. Und vorher oder hinterher in Nauvo mittagessen.

Auf der Schärenringstrasse war richtig viel los. Jede Menge Wohnmobile, auch jede Menge deutsche Autos. Die Autofähre fuhr mit drei (!) Fähren nonstop. Trotzdem mussten wir kurz warten, bis Falco herangerauscht war.

War aber nicht so schlimm, denn seit einem Jahr oder so laufen die Kinder und ich immer – wenn nicht die Fähre gerade wartend bereitsteht und wir direkt drauffahren können – auf die Fähre. An der Autoschlange vorbeilaufen, zugucken wie die Fähre – an dieser Stelle halten sich die Kinder immer die Ohren zu – *klonk-klonk* anlegt, schön vorsichtig am Rand stehenbleiben bis das letzte Auto von der Fähre gefahren ist, dann schnell vor dem ersten Auto, das auf die Fähre drauffahren darf, auf die Fähre laufen und gleich hochklettern auf die Balustrade unter der Brücke, und dann dem Ähämann wild winken, wenn er unter uns auf die Fähre fährt. (Einmal winkten wir ihm auch ans Ufer zu, während die Fähre mit uns davonfuhr. Da hatte der Herr Picasso nicht mehr draufgepasst.)

Und während wir gestern so an der Autoschlange vorbeiliefen, wartete da auch eine 210.

Und am Leiterweg – den der kleine Herr Maus so nennt, weil man mehrere Male einen Viehzaun übersteigen muss – gab es zwar diesmal keine Buschwindröschen (nicht mal Sonne!), aber jede Menge andere bunte Blumen. Und Walderdbeeren und Heidelbeeren in solchen Mengen, dass wir sehr, sehr lange für die wirklich kleine Runde brauchten.

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Fluchtplan

Der Entschluss war letzten Endes leicht gefasst.

Innerhalb von zwölf Stunden hatten wir zwei Fährüberfahrten, jede Menge Zugverbindungen, eine Grossbaustelle der dänischen Bahn und eine Zwischenübernachtung in Kopenhagen erfolgreich koordiniert.

Denn angesichts der Tatsache, dass derzeit in Mittelfinnland die Temperaturen nicht über zehn Grad steigen und es in Lappland Nachtfrost (!) gibt, setzen wir unseren diesjährigen Herbstferienplan einfach schon mal in den Sommerferien um.

Vielleicht wird es nächsten Sommer was mit dem Zelturlaub in Lappland. *seufz*


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Strandtest

(20) Kustavi, Klipunkari

Ganz draussen, so weit man kommt mit dem Auto, ganz draussen, wo es von einem verschlafenen, winzigen Hafen nur noch mit einer Åland-Fähre weitergeht, da gehen wir seit Jahren gern essen. (Also in der Zeit im Jahr, in der das möglich ist. Wir standen da auch schon vor verschlossener Tür.)

Diesmal gingen wir hinterher noch an einen nahegelegenen Strand, den uns die örtliche Webseite empfohlen hatte. Der angepriesene Sandstrand erwies sich zwar als gerade mal zwei mal drei Meter gross, dafür waren wir am späten Sonntagnachmittag ganz allein dort. Wir schwammen lange im glitzernden Wasser und wärmten uns hinterher auf den glattgeschliffenen, sonnenheissen Felsen auf.

Es gibt einen Steg, von dem aus man sogar springen kann – aber das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus trauen sich nur in der Schwimmhalle – Rettungsring, Toiletten, Umkleidehäuschen sowie eine Sauna, die Montag- und Donnerstagabend angeheizt wird.

Wir erwägen deshalb, am Donnerstag gleich nochmal hinzufahren. Der Kaltfront eine lange Nase machen.

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