Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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18. Dezember

Wenn man keinen erzgebirgischen Weihnachtsberg haben kann – der allerallerschönste steht übrigens in Mauersberg – dann tut es auch das Weihnachtsschaufenster von Stockmann.

Zum Glück hat uns der kleine Herr Maus dran erinnert. Ich denke da oft nicht dran, aber vor allem für die Helsinkier Kinder – wir haben hier in Turku ja nur einen kleinen Ableger des grossen Kaufhauses – ist das Weihnachtsfenster eine der Adventstraditionen.

Das Weihnachtsschaufenster gibt es seit 1949, und es ist jedes Jahr anders. Dieses Jahr fahren Schafe Karussel und Riesenrad und kaufen auf dem Weihnachtsmarkt ein.

Ewig kann man davorstehen und immer noch ein Detail entdecken!


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15. Dezember

Keine Weihnachtszeit ohne Museumsbesuch.

Natürlich würde ich mir lieber Weihnachtsberge und Buckelbergwerke und Weihnachtspyramiden und Räuchermännchen und Reifentiere und Moosmänneln angucken, aber immerhin haben hier in der Weihnachtszeit auch Museen geöffnet, die sonst im Herbst, Winter und Frühling geschlossen sind, und die sind dann auch alle ein bisschen weihnachtlich geschmückt – und wenn es nur die üblichen Weihnachtstische voller Festessen sind.

Heute waren wir im Apothekenmuseum. Es befindet sich im ältesten noch erhaltenen Haus Turkus – eines der wenigen, das vom Turkuer Grossbrand verschont geblieben ist. Sehr klein, aber sehr fein.

(Ansonsten war die Stadt leider voller Weihnachtseinkäufer und – obwohl man heute wie an allen Adventssamstagen zum halben Preis Bus fahren konnte – Autos.)


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13. Dezember

Gestern Abend waren wir schon wieder auf der überübernächsten Insel: in der Waldkirche.

Die dortigen Pfadfinder hatten den Weg mit Kerzen beleuchtet und läuteten die „Glocken“ der Kirche – der Altar ein moosbewachsener Felsen, das Kreuz aus zwei unbearbeiteten Fichtenstämmen – die wir schon lange hörten, während wir bergauf durch den dunklen, stillen Wald stapften. Die Pfarrerin erzählte eine kurze Geschichte über drei Engel und den Weihnachtsbaum, wir sangen vier Weihnachtslieder, es war genau kalt genug und der Wald duftete nach nassem Moos und harzigen Fichten. Danach gab’s Pfefferkuchen und Glögi am nahegelegenen Gutshaus.

Wie schön die Adventszeit hier ist! <3

Am schönsten aber war, dass wir alle drei Kinder dabeihatten. Das kommt nämlich neuerdings gerade nicht so oft vor.


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11. Dezember

Am Sonnabend bei der Pfadfinderweihnachtsfeier gab es viel Lob und Dank für den Adventskalender-Verkaufserfolg des grossen Herrn Maus.

286 Stück konnte er verkaufen! Zweihundertsechsundachtzig!!!

Vielen, vielen Dank euch allen – von mir, vom grossen Herrn Maus und seinem ganzen Pfadfinderstamm!

Dieses Jahr habe ich das goldene Wichtelabzeichen (und das normale noch dazu) übrigens sofort angenäht – jetzt sieht das hässliche braune Hemd immerhin schon ein bisschen netter aus.


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10. Dezember

Hab‘ ich schon mal gesagt, wie glücklich mich dieser Weihnachtsbaum macht?!

(Wer’s nachmachen will, aber keinen passenden Baum im Garten hat, kann sich ein paar Anregungen aus unserer näheren und weiteren Nachbarschaft holen: man kann so eine Lichterkette auch über einen Apfelbaum werfen, von seinem Schuppendach baumeln lassen, um seine Haustür winden oder um sein Trampolin (!) drapieren.)