Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Yours to open, yours to keep

Gestern, als mir ein Newsletter vom Smartphonehersteller meines Vertrauens* ins Mailfach flatterte, musste ich sehr lachen.

Ein Punkt darin war nämlich „Pflege und Wartung deines Telefons“ und ein Unterpunkt „Manchmal kann ein Problem ganz einfach mit Auseinander- und wieder Zusammenbauen deines Telefons gelöst werden“.

Genau so.
Und mit einer Lage Klebeband unterm Mikrofonmodul zum Beispiel.

Überhaupt liebe ich es ja, in Dinge reinzugucken.
(Die Karte vom Kongo…! ♥)

***
Unbeauftragte, unbezahlte Werbung. Is‘ klar, oder?


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kolmesataakolmekymmentäyhdeksän

Als wir am Dienstagabend mit den letzten paar noch nicht abgeholten Kindern vom Spielplatz zum Hort zurückliefen und mir dabei die 339 entgegenkam, freute ich mich sehr.

Nicht nur über die 339. Auch darüber, dass ich bis zu den Sommerferien nur noch einen Arbeitstag hätte. Und auf den Mittwoch. Auf den hatte ich mich schon seit Wochen gefreut; schon seit ich wusste, dass ich dank der Kollegin, die nur als Stundenkraft angestellt ist, aber auch schon im April während meines letzten Praktikums mehr Stunden für mich übernommen hatte und jederzeit flexibel ist, dank unserer zuverlässigen Dienstag-und-Mittwoch-Ehrenamtsdeutschen und dank des Zivis, den wir seit Ende April haben und der aus vielerlei Gründen für alle im Hort gut ist, an der Abschlussfeier in meiner Schule teilnehmen kann.

Der Mittwoch fing dann aber damit an, dass ich um vier mit rasenden Kopfschmerzen aufwachte und erstmal ins Bad wankte, um eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Ich habe das seit der Sache mit der Schulter öfter, und normalerweise gibt sich das wieder, wenn ich erstmal aufgestanden bin, einen Kaffee getrunken habe und mich bewege. Leider war mir diesmal wegen der Schmerzen und wegen der Tablette auf nüchternen Magen so schlecht, dass ich bis zum Weckerklingeln um halb sieben nur noch minutenweise schlief. Mich nochmal eine Stunde aufs Ohr zu hauen, wenn die Kinder in die Schule gegangen wären, war auch keine Option, denn der Herr Picasso hatte einen ArztWerkstatttermin, der sowieso schon nur zu schaffen war, indem ich ihn früh hinfahren und der Ähämann einen Zug eher heimfahren und ihn wieder abholen würde. Der erste Schluck Kaffee kam auch direkt wieder raus. Danach ging’s aber tatsächlich aufwärts. Ich schickte also das Fräulein Maus in die Schule, fragte den grossen Herrn Maus, der sowieso krank war und zu Hause bleiben würde, nach seinen Frühstückswünschen, packte schon mal meinen Krempel zusammen und ging den kleinen Herrn Maus wecken. Der allerdings lag im Bett und wimmerte, hutschte ins Bad, rollte sich direkt wieder auf dem Badteppich zusammen und erklärte mir, er hätte links in der Brust ganz schlimme Schmerzen, und er könne auch gar nicht tief einatmen. Ich sah meine Abschlussfeier für mich schon im Krankenhaus stattfinden, aber immerhin ging in der Notaufnahme sofort jemand ans Telefon, wurde ich sofort weiterverbunden und entschied die Krankenschwester am anderen Ende nach eingehender Abfrage aller Symptome, dass es vermutlich ein Muskelkrampf wäre und wir ihm zuerst mal ein Schmerzmittel geben sollten, und der kleine Herr Maus, der am Abend zuvor Schmetterlingsschwimmen geübt hatte, sagte auch gleich, ja, genau, an der Stelle hat es schon beim Training gezogen. In die Schule konnte er so allerdings trotzdem nicht gehen, also musste ich noch schnell wilmaen und ausserdem warten, bis das Schmerzmittel wirkte, und noch eine Weile ein Auge auf den kleinen Herrn Maus haben, ob es wirklich nichts Schlimmeres ist. Der Ähämann bot sich an, in Tampere direkt wieder in den Zug nach Turku einzusteigen, aber zwei Zugstunden Entfernung sind eben zwei Zugstunden Entfernung, und der Ähämann ging dann doch wenigstens für ein paar Stunden auf Arbeit, die Herren Maus blieben gemeinsam zu Hause, und ich verliess mit dem Herrn Picasso doch noch halbwegs pünktlich das Haus.

Weil so schönes Wetter war und ich anderthalb Stunden Zeit hatte, beschloss ich, den ganzen Weg von der Werkstatt zu laufen, denn ich hätte sowieso nur drei Haltestellen Bus fahren können. (Als ich aber an der Haltestelle noch schnell meinen Rucksack ein bisschen umpackte, kam da die Elektro-1 lautlos an die Haltestelle gerollt und wollte mich mitnehmen, obwohl ich gar nicht gewinkt hatte, und meistens ist das ja genau umgekehrt.) Und dann lief ich durch maiglöckchenduftenden Wald und an der Waschmittelfabrik vorbei und dann musste ich mal ganz dringend und machte einen kurzen Umweg über die Schule, an der ich mal einen ganz schrecklichen Finnischkurs hatte, und die Sonne schien und der Sprosser sang und die Kopfschmerzen waren ganz weg, nur die Müdigkeit nicht und das Gefühl von Watte im Kopf, das ich von Ibuprofen immer kriege, auch nicht.

Aber egal. Abschlussfeier!

Das haben die Finnen nämlich echt drauf. Ich hatte hier in Finnland ja immerhin eine wirklich feierliche Doktorfeier, aber des Ähämanns Doktorarbeit fand in Deutschland mit einer halbstündigen Befragung durch ein eher genervtes Prüfungskomitee und – und auch das nur, weil er liebe Kollegen hatte – einer Grillparty auf dem Institutshof seinen Abschluss. Unsere Diplomzeugnisse durften wir uns seinerzeit ohne weiteres Aufhebens von einer mürrischen Dekanatssekretärin in – immerhin! – Goethes Inspektorhäuschen abholen. Und mein Abitur war trotz Abiball auch nicht sonderlich feierlich.

Ausgedehnte Abschlussfeierlichkeiten waren das jedenfalls gestern. Mit Gottesdienst und Segnung der Absolventen für den Beruf – ähnlich der Schulanfängersegnung – in der nahegelegenen Kirche, mit gemeinsamem Mittagessen, anschliessendem Festakt mit Zeugnis- und Rosenübergabe und abschliessendem Kaffeetrinken und Torteessen.

Und zum ersten – und vermutlich einzigen – Mal in meinem Leben wurde für mich das Suvivirsi gesungen. ♥

Ich bin so froh, dass ich dabei sein konnte.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337], 338]


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Urlaubsvorbereitungen

Oder: Wie ich einmal in die Bibliothek ging, um ein Vorlesebuch für den Urlaub auszuleihen und mir dann einfiel, dass ich den Kindern ja auch noch ein Buch für die lange Autofahrt mitbringen könnte.

Musste ich dann 2 kg Bücher auf dem Rücken, mit dem Fahrrad, nach Hause buckeln. Und muss heute nochmal hingehen. Ich brauch‘ ja auch noch was zu lesen.

((Noch drei Schultage bis Sommerferien!!!))


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kolmesataakolmekymmentäkahdeksan

Eigentlich hätte ich heute früh den Herrn Picasso in die Werkstatt fahren müssen – wir gewöhnen uns langsam daran, dass er jeden Mai ein, zwei Wochen, bevor wir auf grosse Reise gehen, irgendein kleineres oder grösseres Gebrechen hat – aber ich konnte nicht, denn ich musste mit dem grossen Herrn Maus zum Zahnarzt, und da ich den Herrn Picasso nicht mit ins Sprechzimmer nehmen darf, fahren der grosse Herr Maus und ich wahlweise mit dem Bus oder dem Fahrrad in die Lieblingszahnklinik. Heute Fahrrad. Was gut war, denn wenn wir mit dem Bus fahren, benutzen wir den Vordereingang der Lieblingszahnklinik, wenn wir mit dem Rad fahren, aber den Hintereingang; vom Parkplatz aus, der nicht etwa für die Patienten gedacht ist, sondern den Uni- oder Krankenhausmitarbeiter mieten – also nicht etwa einen bestimmten Parkplatz, sondern nur das Recht, sein Auto überhaupt da abstellen zu dürfen, falls noch ein Platz frei ist – können. Jedenfalls stand auf dem, als wir die Lieblingszahnklinik verliessen und der grosse Herr Maus zur Schule und ich zur Arbeit davonradelten, eine 338.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337]


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Eröffnung der Strandsaison

Es war noch nicht einmal richtig grün: die Espen sind noch ganz kahl, die Birken noch hellgrün, die erst ein paar Tage alten Eschenblätter glänzen noch. Das Schilf in den Buchten ist noch wintergelb.

Die Luft aber, die hatte 26 Grad im Schatten. Und das Wasser in der Bucht am Lieblingsstrand war immerhin schon zwölfeinhalb Grad warm. (Wozu gehen wir schliesslich den ganzen Winter eisbaden?!)

Auf den Wiesen leuchteten die Löwenzahnsonnen, die Apfelbäume hatten sich ganz in weisse Spitze gehüllt, über die Felder staksten Kraniche und Kiebitze, über die Strasse sprangen Rehe, ungerührt trippelte neben unserer Decke eine Bachstelze knicksend durch den Sand, und die Gruppe Schwäne wendete nicht einmal die Köpfe nach uns.

Wir waren auch heute wieder ganz allein am Strand.


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Viel hilft viel

Das mit den e-Rezepten ist eine super Sache. Vor allem, wenn man nur ein Rezept verlängern lassen will.

Neulich stellte ich fest, dass mein Vorrat an Allergietabletten zur Neige geht. Einen Anruf in der Poliklinik und zwei Tage später spazierte ich in die Apotheke. „Möchtest du 100 oder 200 Stück?“, fragte die Apothekerin. „100“, sagte ich, denn damit komme ich üblicherweise über den ganzen Sommer.

So ein e-Rezept ist zwei Jahre gültig. Das einzig doofe daran ist, dass man sich irgendwie merken muss, wieviele Medikamente man noch abholen kann aus der Apotheke, ohne sich ein neues Rezept ausstellen lassen zu müssen. „Also 100 Tabletten sind dann noch auf dem Rezept?“, fragte ich nochmal nach, um es mir bestenfalls irgendwo zu notieren.

„Nein, 1500“, antwortete die Apothekerin. „15 Packungen zu 100 Stück.“

Ja. So hab‘ ich auch geguckt.

Jetzt kann ich nicht nur meine ganze Familie mitversorgen, sondern auch einen Medikamentenhandel aufmachen. Schliesslich habe ich zu Hause auch noch die zwei Schraubverschlusspackungen mit insgesamt 400 Tabletten Ibuprofen und Paracetamol, die mir mal wegen starker Halsschmerzen verschrieben wurden, und die 25 Tabletten irgendeines Morphinderivats, von denen ich nach der Wurzelbehandlung letztes Jahr eine nehmen sollte, damit ich in der folgenden Nacht trotz der Schmerzen gut schlafen kann.


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kolmesataakolmekymmentäkuusi, kolmesataakolmekymmentäseitsemän

Würde ich öfter Auto fahren, zum Beispiel wie alle anderen jeden Tag mit dem Auto auf Arbeit, dann wäre ich vermutlich schon bei der 500.

Nun fahre ich aber höchst selten und mit schlechtem Gewissen mit dem Auto auf Arbeit, und nur, wenn ich dabei noch so viel wie möglich anderes erledigen kann.

Am Freitag zum Beispiel, da fuhr ich zuerst in den Baumarkt, um etwas gegen den drohenden Erfrierungstod sämtlicher schon blühender Gartenpflanzen zu tun, von da auf den nahegelegenen Einkaufszentrumsparkplatz mit Altkleidercontainer, um zwei Tüten aussortierte Klamotten einzuwerfen, von da zum nahegelegenen IKEA, denn wir haben da so ein Grossprojekt für die nächsten Wochen, von da zum nahegelegenen Pfadfinderausstatter, um dem grossen Herrn Maus noch pünktlich zur Pfadfinderparade einen benötigten Aufnäher für die Uniform zu besorgen, von da zum am Weg gelegenen Lidl, um die Milch- und Kaffeesahnevorräte aufzustocken und von da dann schliesslich auf Arbeit. Auf dieser Tour sah ich – ungelogen! – alle Kennzeichen von 330 bis 334 in der richtigen Reihenfolge, aber die Hoffnung, dass das einfach bis zur 336 so weitergehen würde, erfüllte sich leider nicht. Allerdings musste ich ja abends auch wieder nach Hause fahren, und da sah ich sie dann doch noch.

Am Montag wollte ich eigentlich wie immer mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren, aber dann hatte sich da plötzlich übers Wochenende so viel Zeug angesammelt – frisch gewaschene Horthandtücher von zwei Wochen und jede Menge bei uns zu Hause wegen des Grossprojekts aussortiertes Zeug, das wir im Hort noch gut gebrauchen könnten – so dass ich dass dann doch lieber mit dem Auto transportieren wollte. Passenderweise erreichte mich im Laufe des Tages eine SMS, dass die bestellte Tapete fürs Grossprojekt von der Post abgeholt werden könne, und damit hatte sich das mit dem Auto ja dann endgültig gelohnt, und eine 337 sah ich auf dem Umwegheimweg auch.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335]


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kolmesataakolmekymmentäviisi

Oder: Vappu 2019

Eigentlich hatten wir dieses Jahr für Vappu gar keine Pläne. Zu anstrengend war der letzte Monat, zu ausgeplant die letzten Wochenenden. Und sowieso weiss man ja nie, ob man das Vappu-Picknick in T-Shirt und Sonnenbrille im Park oder mit Wollsocken und Strickjacke auf dem Wohnzimmerteppich abhalten muss.

Vappu-Luftballons hatte ich dieses Jahr auch keine gekauft. Ich hätte echt nicht gewusst, wann, denn traditionell gibt’s bei uns die Ballons am ersten Mai morgens als Überraschung an die Stühle gebunden. Die Kinder sind dem Alter, in dem sie begeistert ihre Ballons spazierentrugen, allerdings sowieso allmählich entwachsen, und ausserdem haben wir vom Wettkampf letzten Sonntag noch ein T und ein L in der Wohnung herumschweben.

Alternativer Vappu-Ballon.

Ich warf also nur ein paar Luftschlangen in der Wohnung aus und der Ähämann besorgte Dienstagabend noch Munkkis und Sima.

Das Fräulein Maus dagegen hatte Pläne: ihre beste Turnfreundin kam zum Übernachten, und sie wollten gemeinsam im Zelt schlafen; auch die für die frühen Morgenstunden vorhergesagten 4°C hielten sie nicht davon ab. Ausser Isomatten, Schlafsäcken, Decken, Kissen, Taschenlampen, Büchern und ihren Handys trugen sie auch eine Packung Luftschlangen in ihr Zelt und drapierten sie allerliebst unterm Gestänge. Schliesslich war Vappu!

Die Turnfreundin wurde dankenswerterweise nicht gleich früh um zehn abgeholt, sondern durfte den Tag mit uns verbringen, und weil der angekündigte Regen erst am späteren Nachmittag kommen sollte und früh noch die Sonne lachte, packten wir dann doch noch spontan den Picknickkorb und fuhren (die 335 kam uns gleich an der ersten Kreuzung entgegen) gemeinsam – und da war ich wieder einmal sehr, sehr dankbar für unseren Bus den Herrn Picasso, mit dem man ausser unserer Familie auch noch Freunde oder Grosseltern transportieren kann, und gleichzeitig so verzweifelt wie immer in letzter Zeit bei derlei Gelegenheiten, weil er schon so in die Jahre gekommen ist und es die eierlegende elektrische Wollmilchsau, die als Nachfolger in Frage käme, leider nicht gibt – an einen unserer schon immer liebsten Picknickplätze.

Als es zu regnen anfing, packten wir unseren Krempel zusammen, traten die Rückfahrt an, hielten unterwegs am grossen Supermarkt und kauften das erste Sommereis des Jahres. Nur essen mussten wir es zu Hause.

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