Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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kaksisataaseitsemänkymmentäkuusi

Das Fräulein Maus hat für die letzten drei Ferienwochen gemeinsam mit der deutschen Freundin eine Pflegekatze.

Das Fräulein Maus radelt also fast jeden Tag in den Nachbarort und trifft sich dort mit der deutschen Freundin, um – eigentlich war der Plan, dass sie sich abwechselnd kümmern, aber schliesslich sind sie ja Freundinnen! – gemeinsam der Pflegekatze Gesellschaft zu leisten.

Nur wenn es wie aus Kübeln schüttet, fahre ich sie mit dem Auto hin. Und da kam mir dann auch gleich mal eine 276 entgegen.

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kaksisataaseitsemänkymmentä

„Heute wollen wir aber mal nirgends hingehen!“, verkündete das Fräulein Maus am am Frühstückstisch. „Heute wollen wir mal hier bleiben und mit unseren Freunden spielen!“

Eine halbe Stunde später rief sie von der Terrassentür: „Mama? Wenn wir heute Nachmittag an den Strand fahren, kann dann die Freundin, die nur jede zweite Woche im Nachbarhaus wohnt, mitkommen?“

Heute Nachmittag fuhr ich also mit vier Kindern an den Strand. ♥

(Gut, dass wir den Strand ganz für uns alleine hatten. Alles unser säuberlich verteiltes Gelumpe auf dem Foto…)

Hinzu über die Landstrasse, denn es musste zwecks Proviantbeschaffung noch ein Zwischenstopp am Backstand vom LIDL gemacht werden, rückzu den kürzesten Weg über die zwei Kilometer Autobahn, wo uns gleich nach dem Auffahren ein Pakettiauto mit der 270 überholte.

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Doppeltes Lottchen

„Kann ich auch mal allein mit dir verreisen?“, hatte mich das Fräulein Maus vor ein paar Monaten sehnsüchtig gefragt. „Mit dem Zug?! Vielleicht zu Pauline?!“

Es ist schon sehr schön, wenn nicht nur die Mütter, sondern auch die Töchter beste Freundinnen sind. <3

„Was willst du morgen machen?“, fragte Pauline, nachdem sich das Fräulein Maus und sie am Freitagabend am Bahnhof in die Arme gerannt waren, und setzte gleich hinzu: „Ich will Handstand machen.“ Damit war das Programm fürs Wochenende abgemacht.

Handstand Nr. 128. Auf Finnlands zweitgrösstem See.


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Urlaub auf der Insel

Mit der liebsten Freundin jeden November drei Tage Kurzurlaub in Helsinki zu machen, ist eine ganz wunderbare Tradition.

Vor allem deshalb, weil wir ausser „stundenlang in Cafés herumsitzen und ungestört reden“ und „stundenlang planlos durch die Stadt laufen und ungestört reden“ nie irgendwelche Pläne haben. Soooo schön! Soooo erholsam!

Und weil wir immer total idyllisch und überhaupt nicht wie in der Hauptstadt auf Suomenlinna wohnen, einer ehemaligen Festungsinsel, die heutzutage ein Stadtteil von Helsinki ist – mit Mietwohnungen in historischem Gemäuer, einem Kindergarten, einer Grundschule und einer Kirche mit… äh… Leuchtturm.

Auf die Insel gelangt man nur mit der Fähre, und das ist vielleicht das Allerbeste: mehrmals täglich am Südhafen ankommen zu können, und mehrmals täglich auf den blinkenden Leuchtturm von Suomenlinna zufahren zu können.

Auf der Insel fahren keine Autos, und im November gibt es auch fast keine Touristen. Diesmal waren die Fähre und die ganze Insel allerdings aussergewöhnlich voll: es gibt dort wohl viele und seltene Pokemons zu fangen.

Wir amüsierten uns ein bisschen über die vielen Pokemonjäger, die mit gezücktem Handy von der Fähre marschierten und dann die Köpfe nicht mehr hoben, und liessen uns lieber die Novembersonne auf die Nase scheinen und hüpften vor Freude über den ersten Schnee und über die vielen Plätze und Wege auf der doch recht kleinen Inselgruppe, die wir in den letzten Jahren trotz ausgedehnter Spaziergänge noch nicht entdeckt hatten.

Wir können da noch viele weitere Jahre hinfahren, ohne dass uns langweilig werden wird. Auch ohne Pokemons.


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Kurzes langes Wochenende

So ein viertägiges Wochenende mit der liebsten Freundin und Pauline ist doppelt so schnell um wie ein normales zweitägiges. (Und das ist schon immer nur halb so lang wie ein Arbeitstag…!)

Und auch wenn das hier sehr harmonisch aussieht – vier Kinder sind kein bisschen friedlicher miteinander als drei! (Aber ein bisschen besser als letztes Jahr war es doch.)


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Nur noch die Füsse unter den Tisch stellen

Als ich gestern von der zweistündigen Mittagessenverabredung mit der deutschen Freundin aufstand, hatte ich sieben verpasste Anrufe. (Die Tasche mit dem Telefon lag direkt neben mir auf dem Tisch. Aber es war sehr voll da. Und sehr laut.) Vom Fräulein Maus. Kurz rutschte mir das Herz in die Hose, aber dann erfuhr ich, sie hatte nur fragen wollen, ob ihre Freundin mit reinkommen dürfe. Die Freundin, mit der sie sich nicht nur deshalb so selten treffen kann, weil sie selbst so einen vollen Terminkalender hat, sondern auch, weil die Freundin nur jede zweite Woche im Nachbarhaus wohnt. Sie durfte natürlich.

Als ich dann zwei Stunden später mit dem kleinen Herrn Maus nach Hause kam – der grosse Herr Maus hatte mich gleich beim ersten Versuch am Telefon erreicht und die Erlaubnis erhalten, vom Hort aus direkt mit zum Baumhausfreund nach Hause zu gehen – kamen uns zwei kichernde Mädchen an die Tür entgegengesprungen und riefen: „Überraschung!“

Sie hatten den Tisch fein gedeckt, eine Speisekarte gemalt und gemeinsam Obst geschnitten – die Mandarinen mussten aus dem Haushalt der Freundin geholt werden – Schlagsahne geschlagen und jedem ein Schüsselchen mit Obstsalat gefüllt und fein verziert.

Ich finde dieses Hauswirtschaft als Wahlfach ja zunehmend praktisch!


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Wochenende I

Schneller als geplant sass ich wieder in einem Bus Richtung Helsinki.

Denn als das Fräulein Maus letzte Woche seufzend am Frühstückstisch gesessen und gefragt hatte: „Nach Espoo? Kann dann das Mädchen mit den lustigen Zöpfen und den blitzenden Augen hinkommen und zugucken?“, da musste ich schnell ein bisschen telefonieren. Und gestern mit auf Wettkampfreise gehen.

Es ist immer schön zu sehen, wie die Mädchen nach absolviertem Wettkampfauftritt strahlen. Vier Augen leuchteten diesmal besonders hell: zwei blaue und zwei braune.

Der Ähämann und die Herren Maus sassen übrigens zu Hause bequem vorm Fernseher – während ich acht Stunden auf Holzbänken hockte! – und sahen uns alle im Livestream. Sehr cool.