Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Jeden Tag eine gute Tat

Immer am Donnerstag nach Weihnachten gehen die Pfadfinder die vielen, vielen Grabkerzen, die hier nicht nur zu Allerheiligen, sondern auch am Heiligabend auf den Friedhof gebracht werden, einsammeln.

Wir gehen immer, wie viele andere, mit der ganzen Familie hin, und in allerhöchstens einer Stunde ist die ganze Sache erledigt. Obwohl jedes Mal zwei riesige Container mit Plastemüll und zwei Mülltonnen voller Blech zusammenkommen.

Hinterher Abstecher zur Bibliothek, heisses Bad, weiter mit Ferien.


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Endlich Ferien! Endlich wieder im Meer baden gehen!

Wir waren schon vermisst worden von den Saunastammgästen. „Ihr seid ja alle gross geworden!“, wurden die Kinder begrüsst. Und seit heute haben tatsächlich alle drei begriffen, dass es sich besser anfühlt, wenn man nicht nur die Zehen eintunkt, sondern wirklich bis zum Hals ins Wasser geht. Sie wollten dann gar nicht mehr aufhören. Deswegen blinkerten schon grün und rot die Seezeichen übers schwarze Wasser, als wir das letzte Mal dampfend von der Sauna auf den Steg liefen.

Und als wir heimfuhren, fuhr eine 292 vor uns her.

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Jähes Ende

Als wir uns am Neujahrsmorgen gegen 0:40 Uhr von den letzten Nachbarn, die noch so lange vor dem Haus ausgeharrt und mit ihren und unseren Kindern auch noch die allerletzten Vorräte an Knallfröschen und Feuerrädern gezündet hatten, verabschiedeten, sagte der eine grinsend zu unseren Kindern: „Gute Nacht! Und morgen geht’s wieder in die Schule!“

Solche Art Scherze sind nicht ihr Humor. Sie diskutierten lange erbost darüber, ob man „morgen“ sagen dürfe, wenn man doch noch zweimal schliefe.

Als heute früh um 6:35 Uhr der Wecker klingelte, war mir jedoch auch das Lachen vergangen.

(Nächstes Jahr wieder Weihnachtsferien bis zum 7. Januar. Gott seis getrommelt und gepfiffen!)


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Wie die Vertreibung aus dem Paradies

… fühlt sich das Ende von zwei Wochen Lotterleben diesmal an.

Heute früh mittag haben wir nochmal alle Weihnachtskerzen angezündet und nochmal alle Weihnachtslieder angehört. Später waren wir dann – passend zur Tagesstimmung – im beginnenden Schneefall und schon wieder hereinbrechender Dämmerung noch beim Teufel im Wald.

Als ich nämlich im Herbst den grossen Herrn Maus vom Pfadfinderlager abholte und dabei so eine sich durch den Wald und Felder und an kleinen Ansammlungen von Häusern vorbei schlängelnde Lieblingsstrasse fuhr, kamen wir an einem Wegweiser zu einem Hiidenkirnu, einem „Teufelstopf“, vorbei. Und seitdem wollte ich da hin.

Es fing schon sehr abenteuerlich an, weil der ausgeschilderte Weg immer schmaler wurde und der kleine Herr Maus besorgt von der Rückbank fragte: „Aber wie kommen wir denn hier wieder zurück?“ und ich dann irgendwann beschloss, den Herrn Picasso jetzt und genau hier abzustellen, egal wie weit es noch bis zum Teufelstopf sei. Aber es waren dann von da noch genau zwei Wegpfeile und vielleicht dreissig Meter, und die letzten fünf Meter führten als Trampelpfad auf einen kleinen Felsen, wie sie hier überall im Wald rumliegen, und als ich oben stand und mich umguckte, wo der Pfad denn nun weitergeht oder ob man das Ding vielleicht schon sehen könnte, da musste ich plötzlich sehr lachen.

Ich stand direkt danenben.

Es gibt ja durchaus Teufelstöpfe in Finnland, die mehrere Meter breit und tief sind. Der hier eher nicht. Aber wenn man bedenkt, dass das alles nur durch schmelzendes Gletscherwasser entstanden ist und da kein Mensch nachgeholfen hat, dann ist das eigentlich beeindruckend genug.

Der Teufel war auch auf Urlaub oder im Winterschlaf oder so, denn sein Süppchen war steinhart gefroren. Wir polkten es erstmal mit vereinten Kräften aus dem Topf heraus.


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Nichts ist erholsamer als Weihnachtsferien.

Wir gehen abends spät ins Bett und schlafen früh lang. Der grosse Herr Maus lässt sich sofort nach dem Aufstehen mit dem inzwischen zweiten Teil von „Harry Potter“ in den Sessel sinken. Bald hat er ihn durch. Das Fräulein Maus näht von früh bis abends. Wir gucken jeden Tag einen Märchenfilm an. Weil die Kinder noch bis übermorgen auf das Neujahrskonzert warten müssen, haben sie sich die alten DVDs erbeten und gucken sich sämtliche Ballettteile an. Und diesen tollen Pausenfilm von vor ein paar Jahren, in denen die Menschen durch Wien schweben. Gern auch mehrmals am Tag.

Gestern hatten wir den einzigen Termin der zwei Wochen. Der grosse Herr Maus ging mit seiner Pfadfindergruppe auf den Friedhof, abgebrannte Grabkerzen einsammeln. In Finnland bringt man nämlich nicht nur zu Allerseelenheiligen Kerzen auf die Gräber, sondern auch zu Heiligabend. Zwei Container Plastemüll und eine ganze Mülltonne Blechmüll kamen zusammen.

Ich ging währenddessen mit dem Fräulein Maus und dem kleinen Herrn Maus in die Bibliothek, neuen Lesestoff besorgen. Das Weihnachtsgeschenk hielt nicht lange vor, und weitere Bücher in Grossbuchstaben besitzen wir nicht. (Und an welche mit kleinen traut er sich noch nicht so richtig ran, der kleine Herr Maus.)

Abends gingen wir zum ersten Mal überhaupt im Finstern in die Eisbadesauna. Am Anfang tauchten wir noch in oranges Wasser unter einem orangen Himmel. Wie in so einer Sommernacht. Dann wurden das Wasser schwarz und der Himmel gesprenkelt von Sternen. Und draussen blinkerten die Seezeichen.

Heute waren wir zum Kaffee eingeladen. (Und auf dem Weg dahin kam uns die 220 entgegen.) Und dann kauften wir noch ein bisschen Skiausrüstung für in die Länge geschossene Kinder nach, weil es die gerade sehr preiswert gibt. Der grosse Supermarkt nimmt die Skier demnächst aus dem Programm. Lohnt sich nicht mehr, hier im Süden. Aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf. Wenn es diese Ferien nichts mehr wird, dann eben in den nächsten…!

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Ferien, endlich!

Als ich heute früh aufwachte, fühlte ich mich erholt wie seit zwei Monaten nicht mehr.

Nur am ausreichenden Schlaf konnte es nicht gelegen haben. Immerhin hatte ich auch innerhalb der letzten zwei Monate wenigstens immer an einem der beiden Wochenendtage ausschlafen können. Aber all diese Wettkämpfe und Konzerte und Weihnachtsfeier hier und Weihnachtssingen da und Weihnachtsaufführung dort und zwischendurch noch drei Kindergeburtstagseinladungen und das alles zusätzlich zu den ganz normalen Trainingszeiten und Musikstunden und Schule und Kindergarten und Arbeit – noch dazu bei dieser Finsternis…! Von Mitte April bis Ende Mai ist es bei uns ähnlich hektisch wie von Anfang November bis Mitte Dezember – aber da bin ich nicht so fertig. Vor allem nicht so müde. Ich habe schon lange nicht mehr so dringend auf Ferien gewartet wie diesmal.

Den Kindern schien es ähnlich zu gehen. Keines von denen hatte in den letzten Monaten am Wochenende je länger als bis halb acht geschlafen. Heute früh schliefen sie – von jetzt auf gleich – alle drei bis um neun. Die Schule hatte uns netterweise die Zeugnisausgabe am Samstagmorgen erspart und den Schülern die Zeugnisse schon gestern Mittag überreicht. Ferien, endlich!

(Muss man natürlich gleich an den Strand, baden gehen. Und dann – so gegen 15:10 Uhr – in den Sonnenuntergang surfen.)