Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Das Beste draus machen

Das Beste, was man im November machen kann, ist nicht, möglichst viel künstliche Beleuchtung anzumachen. Sondern sich mit der Dunkelheit zu arrangieren und sie dankbar anzunehmen: für Halloweenfeiern, Taschenlampengeburtstage und protestantisches Allerseelen.

Das Turkuer Museumsamt hat das auch erkannt und letztes Wochenende einen Burgrundgang bei Kerzenschein angeboten.

Für die Aufgaben, die man während des Rundgangs lösen sollte – unter Anderem Gewürze am Geruch erkennen, der Burgherrin bei der Auswahl wichtiger Gegenstände für eine Reise helfen und sich für die Fabelwesen auf der ältesten (halbwegs korrekten) Karte Finnlands Namen ausdenken – waren unsere Kinder vielleicht schon ein bisschen zu alt, aber hinterher sagten trotzdem alle drei: „Das war so schön! Gut, dass wir hingegangen sind!“

Fand ich auch.

Normalerweise gucken wir von der „Grace“ auf die Burg. Diesmal andersrum.


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neljäsataakuusikymmentäseitsemän

Am Montag ging das letzte Hortkind schon 20 Minuten vor Feierabend nach Hause, so dass ich es schaffte, den Ähämann vom Bahnhof abzuholen.

Er hatte es mir schon samt Beweisfoto aus Tampere angekündigt, und mein Herz hüpfte ein bisschen, als der Zug in den Bahnhof einfuhrschlich – ich bin so finnisiert, dass mir an deutschen Bahnsteigen immer Angst und Bange wird – denn für diesen Zug hatte die finnische Bahn nochmal eine ordentliche Lok ausgegraben.

(Grosses Hallo auch beim übergebenden und übernehmenden Lokführer.)

Hinterher nahmen wir einen anderen Weg nach Hause – vor zwei Wochen war ich den mit einer Mitmutter nach dem Elternabend heimgeradelt und hatte festgestellt, wie schön es ist, mal einen anderen Weg zu fahren – der uns kurz vor zu Hause an einer 467 vorbeiführte.

Ausserdem kommt man vom Bahnhof aus an der Posankka vorbei, in deren Nachbarschaft wir die ersten zwei Jahre in Turku gewohnt haben und die sowas wie ein Turkuer Wappentier ist.

Vor zwei Wochen hatte ich im Buchladen einen Teil eines Gutscheins eingelöst, den mir ein Hortkind vor den Sommerferien geschenkt hatte – es wurde ein Reisetagebuch für die bevorstehende Herbstferienreise – und an der Kasse allerliebste Posankka-Aufnäher gesehen. Leider hatte ich keine Verwendung dafür. Eine Woche später fand ich im Second-Hand-Laden ein Kleid, das mir sehr gut gefiel, aber leider nur einfarbig und somit auch ein bisschen langweilig war. Das traf sich wunderbar, und ich kaufte sowohl Kleid als auch Aufnäher.

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Sonntagsausflug

Herbst und Holzhäuser.

Wenn die Herbstblätter am schönsten leuchten, machen wir gern einen Ausflug nach Rauma. Am Samstag aber hing eine dicke Regenwolke über Rauma, und am Sonntag reichte die Zeit nicht, um in die immerhin doch 90 km entfernte Stadt und zurück zu fahren.

Aber Naantali hat ja auch eine kleine Altstadt. (Und ist dann jetzt auch wieder touristenfrei.)

***

Strand mit Aussicht.

Auf dem Rückweg hielten wir am Bootshafen gegenüber der Werft nochmal an, denn bei Meyers stehen schon wieder zwei riesige, fast fertige Kreuzfahrtschiffe herum.

Seit diesem Jahr gibt es dort nicht nur einen Rundweg mit Werftblick, sondern auch einen Strand mit Werftblick. Leider hat er keine Sauna, so dass die Saison für dieses Jahr vorbei ist, aber nächsten Sommer will ich da unbedingt hin!

Bei den Preisen würde ich auch lieber vom Motorboot aufs Fahrrad umsteigen…

***

Gleis 17.

Zuletzt holten wir noch das Fräulein Maus vom Bahnhof ab. Sie hatte das Wochenende bei der mittelfinnischen Freundin verbracht und kam auf Gleis 17 an.

Gleis 17 zeichnet sich dadurch aus, dass es sich einen halben Kilometer vom Bahnhofsgebäude entfernt auf der anderen Seite der Gleisanlagen befindet, zugänglich nur über eine überteuerte, fehlgeplante Brücke – was besonders schön ist, wenn man zum Beispiel wie der Ähämann früh von Gleis 7 abfährt und abends auf Gleis 17 ankommt und dann erstmal fünf Minuten zu seinem Fahrrad latschen muss. Die autofahrende Bevölkerung hat es allerdings auch nicht leichter: jeder Quadratmeter Strasse Privatgelände in der Nähe von Gleis 17 ist 24/7 kostenpflichtig, es gibt keinen einzigen kostenlosen Kurzzeitparkplatz, und die Ladestation für Elektroautos ist auch keine Lösung, denn zu den völlig absurden Ladepreisen dort soll man zusätzlich (!) auch noch Parkgebühren bezahlen. (Wir haben dankend verzichtet und abwechselnd das Auto nicht verlassen.)

Gibt es in Anlehnung an Kuoppatori und Jumikulaari eigentlich schon eine treffende Umschreibung für diese neueste Turkuer Errungenschaft?!


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neljäsataakuusikymmentäkolme, neljäsataakuusikymmentäneljä

Manchmal versuche ich – diese Stadt macht es einem ja auch nicht immer leicht, sie zu lieben – Turku so zu sehen, wie als wir gerade angekommen waren.

An manchen Tagen geht das von allein.

So wie heute, als ich noch vor der Arbeit ans andere Ende der Stadt fuhr, um für den kleinen Herrn Maus im Konservatorium ein Musiktheorielehrbuch abzuholen, und dann den schönsten Weg auf Arbeit nahm, nämlich den mit der Föri über den Fluss.

(Es war so schön, und ich hatte noch so viel Zeit, dass ich mich fünf- oder sechsmal hin und her fahren liess. )

Es war genauso kalt und klar und sonnig und herbstfarben wie an dem Tag, als wir hier ankamen. Und die Verwunderung, plötzlich in einer Stadt am Meer zu leben, hat tatsächlich bis heute angehalten.

Als ich eine halbe Stunde später mein Rad in den Fahrradständer neben meiner Arbeit schob, fuhr mich fast eine 464 über den Haufen. (Die 463 hatte ich schon in der ersten Schulwoche gesehen, die stand neben meinem ganz normalen Arbeitsweg.)

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neljäsataaviisikymmentäviisi, neljäsataaviisikymmentäkuusi

Die 455 stand dann am Montagvormittag, als ich auf Arbeit fuhr, wieder auf ihrem Platz, und am Mittwoch, als wir mit den Hortkindern auf dem Weg von der Schule zum Hort an der Ampel an der Bibliothek standen, fuhr eine 456 vorbei.

***

Auch in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien ist es in diesem Jahr noch kein bisschen sommerlich. Am Mittwoch brauchte ich Handschuhe zum Radfahren! Das Schlimmste aber ist der Wind. Seit drei Monaten stürmt es in dieser Stadt. Selbst wenn die Sonne scheint und die Lufttemperatur ok ist, ist es deshalb kalt. Und mindestens einmal am Tag muss man auf dem Fahrrad gegen den Wind ankämpfen. Ich will keinen Wind mehr! Und keinen Klimawandel!

***

Apropos Dinge, die in Turku undenkbar wären: alle Strassenbahnen in Tampere fahren seit März oder April mit einer Friedenstaube in ukrainischen Farben. Mal ganz davon abgesehen, dass Turku eine Tiefgarage bauen liess, während Tampere in eine Strassenbahn investierte, hat sich Turku in den ersten Kriegswochen vor allem im Umgang mit friedlichen Protesten vor dem russischen Konsulat nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Schön: Der finnische Verlag Tammi hat die ersten drei Bände von Timo Parvelas „Ella“-Büchern kostenlos als Sammelband auf Ukrainisch drucken lassen und verschenkt ihn an alle ukrainischen Flüchtlingskinder im Schulalter.

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Ein Kommentar

neljäsataaneljäkymmentäyksi

Am Mittwoch fuhr der Ähämann gemeinsam mit mir los zur Arbeit. Am Krankenhaus – der Ähämann arbeitet jetzt zusätzlich zu seiner Arbeit in Tampere wieder dreieinhalb Stunden pro Woche in Turku, weil seine Ex-Chefin, nachdem sie ihn vor drei Jahren rausgeekelt hat, jetzt festgestellt hat, dass sie ihn doch braucht um Doktorand*innen zu betreuen – trennten sich unsere Wege. Wir standen aber noch zwei Minuten an der Kreuzung rum, um uns zu verabschieden, und das war gut so, denn sonst wäre mir die 441 auf dem Krankenhausparkplatz nicht aufgefallen.

Apropos Krankenhaus. Das neue Krankenhaus ist jetzt endlich fertig und echt schön geworden. Auch die Kinderpoliklinik, die Kindernotaufnahme und die Geburtsabteilung sind letzten Monat in das neue Krankenhaus umgezogen, und jetzt wird es vermutlich bald Ernst mit dem Abriss des hässlichen Klotzes, an den ich so viele sentimentale Erinnerungen habe. Ich fühle mich alt.

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Zeichen und Wunder

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: der Strassenhobel war da und hat mindestens 15 cm Eis von der Strasse gekratzt und damit die schlimmsten Spurrillen und tiefsten Schlaglöcher beseitigt.

Für die nächsten drei Tage oder so.

(Richtiger Winter mit Schnee und Frost von Dezember bis März statt des Turkuer Hin und Hers wäre super. Dass die Stadt Turku nicht in den letzten Jahren einen Grossteil ihrer grossen gelben Geräte abgeschafft hätte, auch.)


Ein Kommentar

Licht ins Dunkel

Es war nicht wirklich weihnachtlich. Es hätte sicher besser in den Beginn der dunklen Jahreszeit, in den Oktober oder November, gepasst. Und Mehlbeerbäume mit um die Äste geschlungenen Lichterketten sind meiner Meinung nach keine Kunst, sondern eine Zumutung.

Aber ein Teil der Lichtkunstwerke, die dieses lange Wochenende im Turkuer Stadtzentrum zu sehen waren, waren ausnehmend schön. Und es hat ja auch seine Vorteile, für den Feiertag einen Ausflug geplant zu haben, für den man in dieser Jahreszeit nicht gleich nach dem Frühstück alles stehen und liegen lassen muss, um ihn bei Tageslicht absolvieren zu können, sondern für den es ausdrücklich dunkel sein muss.

Leider war ganz Turku mit dem Auto da, was unsäglich genervt hat, weil überall Stau, grelles Scheinwerferlicht und Abgasgestank waren. Wir fuhren mit dem Bus, was nicht nur den Vorteil hatte, dass wir nicht zum Ausganspunkt zurückmussten, sondern wir stiegen ausserdem drei Haltestellen eher aus und nahmen den schönsten Heimweg durchs Museumsdorf und den Wald. Aber das ist eine andere Geschichte.


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Jahr vier

… auf der unsäglichen Baustelle ist angebrochen.

Man kann auch nicht sagen, dass irgendein Ende absehbar wäre. Zwar wurde die unsägliche Tiefgarage – wer bitte wollte die nochmal?! – schon vor einem Dreivierteljahr fristgerecht eröffnet, aber drumherum ist es noch kein bisschen besser. Im Gegenteil. Der Markt ist immer noch eine einzige, riesige Grube.

Mittlerweile hat jetzt auch noch die von Herrn Engel entworfene orthodoxe Kirche an der Nordseite der Grube Risse bekommen. (Die Baufirma schliesst einen Zusammenhang mit den Bauarbeiten aus. Natürlich.)

Mittendrin statt nur dabei, ist das neue Motto für Fussgänger, die den Markt nicht weiträumig umgehen wollen. Man wird durch komplizierte und sich mindestens täglich ändernde Labyrinthe aus Bauzäunen geleitet, direkt am immer noch nicht komplett stabilisierten Abgrund entlang, in einem Meter Abstand vorbei an bedrohlich schwankenden Betonmischern. Manchmal wird das Labyrinth zur Sackgasse, und man muss warten, bis ein Baufahrzeug die LKW-Schleuse passiert hat und das Labyrinth wieder eröffnet wird.

Ausserdem hat sich die Baustelle ausgeweitet bis auf die umliegenden Strassen. Hier wird gerade die Fussweg-Fussbodenheizung für den Winter verlegt:

Anfangs sah es so aus, als bekämen diese Strassen jetzt extrabreite Fusswege. Aber nein, die Hälfte des Fussweges ist als Parkplatz vorgesehen; nur die Bordsteinkante fällt dann jetzt weg damit die Autos bequem über den Fussweg einparken können. Kann mir einer erklären, warum man neben einer Tiefgarage, die schon keiner braucht, noch Parkplätze anlegen muss?!

Fun fact: dieser Bagger – also wirklich genau dieser! – stand Anfang des Sommers zwei Wochen auf unserem Hof. Damit sollten – wir bekamen diesen Sommer neue Zäune – die alten Zäune abgerissen werden! (Und sämtliche selbst angepflanzten Bäume und Büsche und selbstgebauten Terrassen gleich mit, offensichtlich.) Zum Glück ist die Trulla Hausverwalterin, die das mit ihrem Dolores-Umbridge-Lächeln angeordnet hat, endlich gefeuert worden seit Neuestem nicht mehr bei unserer Vermieterfirma angestellt. Ich muss jedenfalls jeden Tag, wenn ich an diesem Bagger vorbeikomme, in mich hineingrinsen. Eine Tiefbaufirma mit einer Zaunrenovierung zu beauftragen…!

Jedenfalls. Das Schlimmste ist, dass wir jeden Tag mit 25 Hortkindern über diese Baustelle müssen.

Man kann keine Erstklässler*innen allein über diese Baustelle schicken, und auch keine Zweitklässler*innen. Die Route ändert sich täglich. Manchmal öfter. Neulich gingen wir um zwölf Hortkinder abholen, und um eins ging ich nochmal Hortkinder abholen, und da hatte sich das Labyrinth an der Stelle, wo wir vor einer Stunde noch gegangen waren, geschlossen und sich dafür an einer anderen geöffnet. Vorgestern lief ich aus Versehen in die LKW-Schleuse, die am Vortag noch Fussweg gewesen war, und zwölf Zweitklässler*innen hinter mir her, und man musste uns alle zusammen zurückpfeifen.

Ein Jahr noch. (Sagen sie.)