Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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„Du musst keine Angst haben!“, sagt die Zweitklässlerin zur Erstklässlerin, die ich heute von der Schule zum Hort begleite, und nimmt sie an der Hand. „Das war nur ein einzelner geisteskranker Mann. Weisst du, was geisteskrank heisst? Der hat irgendeinen Fehler im Gehirn. Aber du musst keine Angst haben, die Polizei hat ihn festgenommen. Er liegt im Krankenhaus, weil die Polizei ihn angeschossen hat. Da kann der nicht raus. Die haben da so Stoffbinden, so ähnlich wie Handschellen, damit ist er am Bett festgebunden. Und da sind auch Polizisten, die ihn bewachen. Der kann niemandem mehr was tun. Wenn er wieder gesund ist, kommt er vom Krankenhaus ins Gefängnis, und vom Gefängnis wird er in sein Heimatland zurückgeschickt. Du musst wirklich keine Angst haben!“ Und dann beschliessen wir drei einstimmig, den üblichen Weg quer über den Markt zu nehmen.

Die Kinder können’s vielleicht noch retten.

Während wir Erwachsenen Morddrohungen per Telefon ins Krankenhaus schicken. Während wir hysterisch herumschreien, dass die Politik viel zu lasch mit Ausländern umgeht, dass die Regierung versagt hat, dass alle Muslime gefährlich sind und die EU sowieso an allem schuld, dass man endlich die Grenzen dichtmachen muss und dass es ja wohl nicht sein kann, dass Verbrecher auch noch menschenwürdig behandelt werden. Während wir drei Tage lang den Markt meiden und dann vergessen werden. Während wir selbstmitleidg verkünden, die Welt würde nie wieder so sein wie vorher, und dennoch einfach so weitermachen wie bisher, unseren Wohlstand mit Zähnen und Klauen verteidigen und weiterhin glauben, es sei unser persönlicher Verdienst, in einer Gegend der Welt geboren zu sein, in der Demokratie, Frieden und Wohlstand herrschen.

Vielleicht können’s die Kinder noch retten.


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kaksisataaseitsemänkymmentäkahdeksan, kaksisataaseitsemänkymmentäyhdeksän

Oder: Wie wir einmal mit Electra auf die Elektra rollten.

(Unser Autoradio kann sowas!)

Auf der Hinfahrt sah ich übrigens gleich nach dem Losfahren eine 279, unterwegs eine 278, und kurz vor Zuhause wieder eine – vermutlich die selbe – 279.

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Drei Schulkinder

Ich hatte mich vorher ja so ein bisschen gegruselt. Vor dem zeitigen Aufstehen – seit ich mich getraut hatte, ins Wilma in die seit kurz nach Juhannus dort stehenden Stundenpläne zu gucken, war klar, dass an vier Tagen der Woche mindestens ein Kind schon um acht Schule hat – und davor, dass dann plötzlich jeden Tag mindestens ein Kind zu irgendeinem Hobby kutschiert werden muss und überhaupt jeden Tag wieder dreitausend Termine unter einen Hut gebracht werden müssen.

Nach einer Woche vier Tagen mit drei Schulkindern kann ich vermelden: alles halb so wild!

Ich habe innerhalb der letzten vier Tage zwar mindestens dreihundertachtundzwanzig Termine in den Kalender eingetragen, aber das mit den Hobbys sieht bisher ganz gut aus: die beiden Herren Maus haben beide Plätze an der Musikschule bekommen, und zwar am gleichen Tag zur fast gleichen Zeit, das Fräulein Maus kann zumindest an manchen Tagen allein mit dem Fahrrad oder dem Bus zum Training fahren, und die Wochenenden haben wir fast wieder für uns, weil Schwimm- und Turntraining erst Sonntagabend sein wird, und zwar zur gleichen Zeit. Sogar der Deutschunterricht wird sich auf zwei statt der befürchteten drei Tage pro Woche beschränken, und zwar so, dass die Herren Maus direkt vom Deutschunterricht zur Musikschule gehen können und das Fräulein Maus an ihrem Deutschunterrichtstag direkt danach zum Training – sie hätten ja auch jeweils genau am anderen Tag Deutsch haben können; nicht auszudenken!

Sogar das mit dem Elternabend haben sie dieses Jahr so hingekriegt, dass ich sowohl die neue Lehrerin des grossen Herrn Maus kennenlernen als auch alle Infos zur schon in drei Wochen anstehenden Klassenfahrt des Fräulein Maus bekommen kann.

Die Besorgungen für die Schule beschränkten sich auf ein paar neue Hausschuhe für den kleinen Herrn Maus und eine kleine Thermosflasche für das Fräulein Maus, in der sie ab sofort ihre eigene Milch in die Schule transportiert. (Seit es landesweit in Kindergärten und Schulen nur noch fettfreie Milch geben darf, trinkt das Fräulein Maus nur noch Wasser. Dabei würde sie die Milch mittags so dringend brauchen, weil sie vom Schulessen auch nur Minimengen isst.)

Jeden Morgen fahren zwei mit dem Rad in die grosse Schule, eins stapft jeden Morgen allein los und kommt nachmittags selbstständig aus dem Hort nach Hause. Jeden Abend bin ich erstaunt, wie schnell ich von Arbeit zu Hause bin, wenn kein einziges Kind mehr unterwegs eingesammelt werden muss!

Der kleine Herr Maus hat – und seine Geschwister waren dabei mindestens so stolz wie er selbst – vor der versammelten Schule seine Schulanfängermütze überreicht bekommen. Und ich sehe auch beim dritten Mal wieder fasziniert zu, wie aus dem Kindergartenkind quasi über Nacht ein selbständiges, verantwortungsbewusstes, stolzes Schulkind geworden ist.

Und wie toll, dass ich seit einer Woche auch auf Arbeit jeden Tag mit kleinen Schulanfängern spielen arbeiten darf!

Das Schuljahr 2017/18 gefällt mir bisher ausnehmend gut.


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Mein Wort zum Freitag

Der Ähämann erfuhr es zuerst aus der New York Times (!!!) und rief mich ganz besorgt an.
(Ich war tatsächlich kurz vorher noch ganz in der Nähe gewesen. Wir waren aber alle schon wohlbehalten zu Hause.)

Aus der New York Times…! Die Süddeutsche und die Tagesschau hatten auch schon berichtet. Ehrlich mal – muss das sein?

Dass auf der ganzen Welt umgehend panisch berichtet wird? Und zwar so, dass alle Welt sofort denkt, es handelt sich um einen Terroranschlag?!

Gerade Messerattacken sind für mich – aber mich fragt ja keiner – ein sehr typisch finnisches Verbrechen. Nur erfuhr davon früher nicht sofort die ganze Welt.

Egal, aus welcher Quelle ihr davon erfahren habt:

– Es war sehr, sehr wahrscheinlich KEIN TERRORANSCHLAG!
– Es war ein einzelner Täter. Die Leute, die man teilweise mit Hockeyschlägern hat herumrennen sehen, wollten den Täter aufhalten.
– Der Täter hat nicht auf Arabisch herumgebrüllt und auch nicht „Allah!“ gerufen. (Was man auf den Videos von Überwachungskameras hören kann, sind undeutliche Warnrufe. Auf Finnisch!)
– Der Täter wurde nicht erschossen. Die Polizei hat ihm ins Bein geschossen, um ihn aufzuhalten, und er befindet sich derzeit im Krankenhaus.
– Turku – man stelle sich vor – hat einen eigenen Flughafen!
– Und: ihr kennt jetzt vermutlich alle den hässlichsten Marktplatz der Welt.

Und vielleicht üben wir uns ab sofort mal alle in ein bisschen weniger Panikmache.


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Traditionen weitergeben

Mein Schulanfang war das wunderbarste Fest meiner Kindheit.

3. September 1983

Und deswegen feiern wir auch die Schulanfänge aller unserer Kinder genau so: mit Verwandten, Freunden und Paten, mit Zuckertüte und Zuckertütenbaum und einem kleinen Schulanfänger, der den ganzen Tag im Mittelpunkt stehen darf.

Auch wenn so ein finnischer Schulanfänger eigentlich ohne viel Aufhebens einfach am ersten Schultag in die Schule marschiert.

Das machen wir dann am Dienstag.


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kaksisataaseitsemänkymmentäseitsemän

Grosse, vernünftige Mädchen dürfen auch um Mitternacht noch mit zum Flughafen kommen, um Oma und Opa abzuholen.

Wir sahen zwei Flugzeuge landen, einen Hubschrauber starten und dem Elektrobus beim Laden zu. (Als ob nichts los wäre an unserem Provinzflughafen! Um Mitternacht!)

Wie immer parkten wir sehr viel länger als eine Viertelstunde vor dem Flughafen. Und als wir mit Oma und Opa aus dem Terminal in die laue, aber schon wieder dunkle Sommernacht hinaustraten, da fuhr gerade eine 277 los, die auch jemanden abgeholt hatte.

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kaksisataaseitsemänkymmentäkuusi

Das Fräulein Maus hat für die letzten drei Ferienwochen gemeinsam mit der deutschen Freundin eine Pflegekatze.

Das Fräulein Maus radelt also fast jeden Tag in den Nachbarort und trifft sich dort mit der deutschen Freundin, um – eigentlich war der Plan, dass sie sich abwechselnd kümmern, aber schliesslich sind sie ja Freundinnen! – gemeinsam der Pflegekatze Gesellschaft zu leisten.

Nur wenn es wie aus Kübeln schüttet, fahre ich sie mit dem Auto hin. Und da kam mir dann auch gleich mal eine 276 entgegen.

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kaksisataaseitsemänkymmentäviisi

Die Kinder haben dieses Frühjahr ihr Spielhäuschen verschenkt. (Sie passten auch nur noch zusammengefaltet rein.)

Und auf das Fundament hat der Ähämann mir – darauf habe ich mich schon seit Jahren gefreut – ein Tomatenhaus Gewächshaus gebaut.

Nach dem Urlaub war leider eine der beiden Gurkenpflanzen vertrocknet. So wie man aber im Januar keine Handschuhe und kein Vogelfutter mehr kaufen kann, so gibt es natürlich im Juli in keinem Gartenmarkt mehr Gurkensetzlinge. Nur auf dem Markt, da gab es noch zwei. Und so fuhren das Fräulein Maus und ich mit einer Gurkenpflanze zwischen uns zufrieden mit dem Bus wieder heim, natürlich wie immer in der ersten Reihe, damit man auch was sehen kann, unter anderem eine 275.

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kaksisataaseitsemänkymmentäneljä

Unser Zeitplan während der letzten vier Urlaubstage war ein bisschen eng.

Nicht nur, dass wir ja zum Tall Ships Race zurücksein wollten, auch der Waschmaschinenmann hatte sich eine Woche vorher telefonisch angekündigt. Wir hätten das natürlich verschieben können, aber im Juli in Finnland nimmt man lieber, was man kriegen kann; weitere zwei Wochen auf die Repararatur der Waschmaschine zu warten war echt nicht drin.

Vor allem aber stellte sich ein gewisser Motivationsschwund bei uns allen ein. Hatten wir am Anfang des Urlaubs noch gedacht, gemütlich durch Finnland zu fahren wäre auch mal wieder ganz nett, fehlte uns nach zweieinhalb Wochen Pass- und Küstenstrassen mit Ausblick auf Fjorde und schneebedeckte Berge völlig der Antrieb, noch lange über Finnlands Landstrassen zu gurken.

Tschüss, Berge!
(Letzter sehnsüchtiger Blick zurück.)

Und so fuhren wir in drei Tagen vom Nordkap nach Hause.

(Wir hätten gern kurzentschlossen den Zug genommen. Leider ist der Herr Picasso mit Dachbox – nicht nur ausgemessen, sondern in Rovaniemi sogar mit echt beladenem Auto am echten Autowaggon unter Aufsicht von drei Autozugbelademitarbeitern getestet – drei Zentimeter zu hoch für die neuen Autowaggons. Knapp daneben ist leider auch vorbei.)

Wir nahmen noch ein Eisbad im Inarisee, zelteten einmal auf einer Wollgraswiese und einmal unter den Brücken der Stadt mit dem lustigen Namen , begegneten ungerührten Rentieren auf der Strasse, äsenden Elchen neben der Strasse und mindestens vier engegenkommenden 274en.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273]