Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Spätsommerradtour

Neulich haben wir unser Erdbeerbeet erneuert, und was dann jetzt noch fehlte, waren nur ein paar Pferdeäpfel. Die sollten nicht schwer zu besorgen sein, dachten wir – gibt es doch hier ganz in der Nähe eine Pferderennbahn, umgeben von jeder Menge Gestüte – und planten für dieses Wochenende eine Radtour.

Keine Radtour natürlich in die Nähe des Flughafens, ohne zum Flughafen hinzufahren und nach Flugzeugen Ausschau zu halten. Danach kamen wir an einem Feuerwehrgrosseinsatz – in der Nacht hatte ein riesiger Holzlagerplatz in haushohen Flammen gestanden, zu deren Bekämpfung bis zu 40 Feuerwehren und bis zu 100 Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz gewesen waren, las ich später – vorbei. Und an Finnlands modernstem Gefängnis – was bei den Kindern die Frage nach der Ausstattung des Gefängnisses auslöste, die ich ihnen dann jetzt auch beantworten kann.

Nun sage noch einer, so eine Radtour durch die allernächste Umgebung sei langweilig…!

Es ist dann jetzt übrigens schon sehr deutlich Spätsommer. Das Getreide steht dunkelgelb – nur ein bisschen spärlicher und kürzer, aber ansonsten tapfer der diesjährigen Trockenheit trotzdend – auf den Feldern, und der erste Mähdrescher zog seine Runden. Es zog ein kalter Sturm übers Land, und ich musste am Flughafen, wo der Wind immer besonders scharf die Schaulustigen und Abholenden und Hinterherwinkenden anweht, tatsächlich was Langärmeliges überziehen: 23 Grad können sich sehr kalt und herbstlich anfühlen! Brrr!


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kolmesataakahdeksan

Am Dienstag hat der kleine Herr Maus seinen besten Schulfreund besucht. Leider ist der gerade umgezogen – und wird auch die Schule wechseln – so dass er nicht mehr in drei Minuten hinrennen kann. So weit, wie ich gedacht hatte, ist der neue Weg zu ihm aber doch nicht – halbe Strecke zur Sandgrube ungefähr – und noch im Auto beschlossen der kleine Herr Maus und ich, dass wir das nächste Mal mit dem Fahrrad hinfahren würden.

Mit dem Fahrrad allerdings hätte ich die 308 diesmal vermutlich verpasst.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307]


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Urfeuernacht 2017

Jeden letzten Samstag im August werden hier entlang der Küste grosse Feuer entzündet – zur Erinnerung daran, dass solche Feuer früher als Seezeichen und Warnsignale dienten – um den Sommer zu verabschieden.

Das schönste Feuer der Schärenregion fand dieses Jahr leider nicht statt. Und so wählten wir das nächstgelegene und fuhren im Abendsonnenschein mit den Fahrrädern hin.

Das Feuer war zwar ein Spiritusfeuer im Fass, aber trotzdem ganz hübsch anzusehen, auf dem Fluss zogen beleuchtete Boote vorbei, es gab Musik und Feuerakrobatikvorführungen.

Und als wir halb elf wieder heimradelten, war es stockdunkel.

Von jetzt an wieder: Die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Regelmässig Vitamin D einnehmen. Mützen, Handschuhe und Reflektoren herauskramen.

Tschüss, Sommer!


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Pfadfinder müsste man sein…!

Ich fahre ja gern an Sommerabenden über kleine Strassen.

Deshalb habe ich auch gleich „Hier!“ gerufen, als nach Eltern gesucht wurde, die bereit waren, ihren eigenen und ein paar andere kleine Pfadfinder zum – so ist das hier – 70 km entfernten Ausgangspunkt ihrer Radtour zu kutschieren.

(Ursprünglich sollte ja ein Bus gemietet werden. Als sich dann aber von knapp 60 Wölflingen, die hätten mitfahren können, gerade mal 12 anmeldeten, wurde auf die Variante Elterntaxi plus Pakettiauto für die Fahrräder umgeschwenkt. Und ich versteh’s echt nicht. Also das geringe Interesse. So eine tolle Tour von Insel zu Insel! Mit Burgruinenbesichtigung und Badestrandbesuch und Seefahrtsmuseumangucken! Mit Gepäcktransport und allem Drum und Dran! Das lässt man sich als echter Pfadfinder doch nicht entgehen?!)

Als ich Freitagabend am nordwestlichsten Zipfel, den man über Brücken und eine gelbe* Autofähre erreichen kann, dem grossen Herrn Maus und den anderen Pfadfindern hinterherwinkte, als ihre Fähre im Abendsonnenschein über das türkisgrüne Meer davonschaukelte, da wäre ich schon lieber mitgefahren als mit dem Auto zurück nach Turku. Und habe mich so für den grossen Herrn Maus gefreut!

Gestern Abend – drei Tage, vier Fährüberfahrten und 70 Fahrradkilometer später – kam dann auch ein sehr fröhliches und braungebranntes Grüppchen am Turkuer Hafen aus dem Bauch der grossen Schwedenfähre geradelt.

Pfadfinder müsste man sein! Echt jetzt!


* Gelb sind die Autofähren, die ein Stück Strasse ersetzen und deshalb kostenlos sind.


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Palmsonntagsvorbereitungen

Nein, die stehen hier nicht unter Naturschutz. (Denn bis die Weidenkätzchen blühen, blüht sowieso alles auf einmal. Und es gibt sehr, sehr viele davon.)

Aber sie spielen eine sehr wichtige Rolle am Palmsonntag. Und dass sie dafür schön bunt geschmückt werden, ist nur gut so.

Denn an Farbe, da fehlt es hier noch. Sehr.


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Radtour mit Schwimmpause

Wann ich endlich wieder mit ihnen in die Sandgrube gehen würde, hatten die Kinder seit Ferienbeginn gebettelt.

Jederzeit. Aber unter einer Bedingung: wir würden mit dem Fahrrad hinfahren.

Es ist nämlich so, dass wir ja nun seit unserem Deutschlandurlaub drei neue Fahrräder besitzen – aber während der Ähämann seit Urlaubsende mit seinem täglich auf Arbeit fährt und der grosse Herr Maus mit seinem fast täglich durch die Nachbarschaft kurvt, bin ich mit meinem noch nicht weiter gekommen als zweimal aufs Fussballfeld in dem einen Nachbarstadtteil und einmal zur Wohnung der Klavierlehrerin im anderen.

Und zur Sandgrube führt ein besonders malerischer Radweg, zumindest wenn man die brüllende Autobahn und die Gewächshäuser erstmal hinter sich gelassen hat.

Ein paar Bedenken hatte ich, dass der Weg, vor allem für den kleinen Herrn Maus, doch ein bisschen zu weit sein könnte, denn als ich auf dem Onlinestadtplan mal so grob nachmass, musste ich feststellen, dass der Weg doppelt so lang ist wie ich geschätzt hatte. Aber auch das ist neuerdings kein Problem mehr, denn wir besitzen ja – eigens für den Transport der neuen Räder angeschafft – drei Fahrradträger fürs Auto. Der Plan war also, dass der Ähämann nach Feierabend mit dem Auto nachkommen würde und schwächelnde Kinder und deren Räder verladen würde.

War aber gar nicht nötig. Ich konnte die Kinder mit der Aussicht auf ein Eis aus dem Supermarkt kurz vor zu Hause bestechen, auch den Rückweg per Fahrrad zu absolvieren.

Und der kleine Herr Maus – der jetzt stolz das einst für das Fräulein Maus mit dem Flugzeug nach Finnland transportierte Fahrrad fährt – musste nur ganz, ganz am Ende ein bisschen von mir bergauf geschoben werden.


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Mutter-Sohn-Ausflug

“Kann ich auch mal allein mit dir eine Runde gehen, Mama?”, fragte der kleine Herr Maus am Sonntagabend. “Oder können wir vielleicht auch Fahrrad fahren? Und ich fahre vorneweg und darf bestimmen, wo wir langfahren?”

Und dann hat er sich den ganzen Montag gevorfreut.

Kinder glücklich machen ist so einfach.

Mich auch.


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Silvester 2015

Statt uns über den fehlenden Schnee zu ärgern, haben wir das Beste draus gemacht und sind dieses Jahr mit den Fahrrädern durch den Wald zum schönsten Feuerwerk Turkus in den Nachbarstadtteil gefahren. Das findet immer schon um 20 Uhr statt, da ist noch keiner zu müde. (Und es ist schöner als das Kinderfeuerwerk um 18 Uhr.)

Hinterher hielten trotzdem alle bis Mitternacht durch.

Heute früh mittag wachten wir alle gerade rechtzeitig fürs Neujahrskonzert auf.