Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Neun

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Das war ein doofer Monat für den kleinen Herrn Maus.

Erst Windpocken, dann Ohrenentzündung mit ganz schlimmem Husten, Augenentzündung, dann wieder Ohrenentzündung (oder immer noch die gleiche, wer weiss). Er musste ein Antibiotikum schlucken, das ihm überhaupt nicht geschmeckt hat, weil die Hersteller den Geschmack geändert haben, und er musste sich widerwillig Nasentropfen und Augentropfen verabreichen lassen. Geschlafen hat er den ganzen Monat ziemlich schlecht, und ich bin so müde, zum ersten Mal seit seiner Geburt so richtig, richtig müde.

Dafür hat der kleine Herr Maus im letzten Monat gelernt hat, sich robbend vorwärts zu bewegen. Man kann ihm ansehen, wie glücklich ihn das macht, wenn er einfach selbst dahin gelangen kann, wohin er gern möchte. Wenn er den grossen Blumentopf auf dem Fussboden oder die Tasten des DVD-Players ansteuert und ich ihm „Nein, nein!“ hinterherrufe, dann dreht der kleine Herr Maus sich um, schüttelt mit dem Kopf und guckt mich verschmitzt an. Zum Auffressen!

Schön für ihn ist bestimmt auch, dass er jetzt schon fünf Zähne hat. Zähnekriegen macht ihm wie allen Mäusekindern nicht viel aus, und jetzt kann er endlich vom Brot und anderen Sachen ordentlich abbeissen. Er möchte am liebsten immer das essen, was wir anderen auch essen, und ich schätze, wir haben bald das letzte Breigläschen und die letzte Puuropackung gekauft. Soll mir recht sein.

Oft, finde ich, sieht er schon richtig gross und gar nicht mehr wie ein Baby aus. Auf seinem Kopf spriesst ein allerliebster blonder Flaum. Und seit ich den kleinen Herrn Maus dabei erwischt habe, wie er sich in der Wanne des Kinderwagens hochgezogen hat, haben wir nun doch den Mäusevolvo umgebaut. Es gefällt dem kleinen Herrn Maus, der plötzlich gar nicht mehr oft getragen werden muss, und seine ein bis drei Tagesschläfchen macht er auch weiterhin im Mäusevolvo – angegurtet allerdings.

Leicht hat er’s nicht gehabt, der kleine Herr Maus. Bestimmt hatte er oft Schmerzen, bestimmt fand er oft alles doof. Und trotzdem hat er ganz viel gelacht. Und fast nie schlechte Laune gehabt. Der kleine Sonnenschein.

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