Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Ein Kommentar

Reiserückblick: Samstagabend auf einem isländischen Zeltplatz

Dass wir in Island zelten würden, war selbstredend klar.

Nicht, weil wir so versessen aufs Zelten wären – aber es ist eben schon sehr praktisch und auch sehr schön für solche Art Urlaube.

Ausserdem ist es preiswert.

Apropos. Island ist ja angeblich unglaublich teuer. So wie Norwegen, nur noch drei Stufen schlimmer. Aber wir haben mit unserem finnischen Preisgefühl schon vor drei Jahren in Norwegen nur unverständig mit den Schultern gezuckt, und diesmal war es eigentlich so ähnlich. Lebensmittel kosten in Island genau gleich viel wie in Finnland. (Und lustigerweise gibt es in den Läden oft exakt die gleichen Dinge zu kaufen wie hier – die einzige Sorte Apfelmus aus Belgien oder finnische Lachspaste oder den Multivitaminsaft von der Billigmarke.) Benzin auch. Die beiden Edelthermalbäder, die wir besuchten, waren zwar tatsächlich horrend teuer, aber es gab gerade 25% Rabatt, zur Wiederankurbelung des Tourismus. Die kleinen Schwimmbäder waren, vor allem auch, weil die Kinder alle drei oder zumindest die Herren Maus freien Eintritt hatten, viel billiger als in Finnland. Essen gingen wir nur ein Mal ein Reykjavík, das war preislich okay, und Kaffee und Kuchen (es gibt Bäckereien in Island!!!) waren so teuer wie hier.

Natürlich hatten wir uns auch aus Kostengründen fürs Zelten entschieden, und das war in Island unerwartet preiswert. Egal ob man mit Wohnmobil, mit Zelt, mit oder ohne Auto anreist – bezahlt wird pro Person, und zwar üblicherweise pro Person über 15 und nicht mehr als 10 €. Und die Zeltplätze waren alle richtig, richtig toll: schön gelegen und prima ausgestattet – in den letzten Nächten wussten wir vor allem die mit den warmen und trockenen Aufenthaltsräumen zu schätzen – und angenehm leer. (Nur an der Grösse mancher Zeltplatze konnte man erahnen, was in anderen Jahren da los sein muss.)

Es gibt natürlich immer die berühmte Ausnahme. Aber was für eine!

Wir hatten recht schnell und wenig überraschend herausgefunden, dass die besten Zeltplätze nicht direkt an der Ringstrasse liegen, sondern hinter mehr oder weniger langen mehr oder weniger schwierig zu befahrenden Nebenstrassenabschnitten.

Die Rezensionen des Zeltplatzes auf GoogleMaps jedenfalls versprachen… äh… Abenteuer:

„Der Campingplatz ist auf alle Fälle für alle super, die gerne spannende Strecken fahren, idealerweise mit 4×4 und keine schreckhaften Beifahrer.“

Die Strasse führte sehr abenteuerlich acht Kilometer lang durch wunderbare Landschaft. Sie strotzte von uneinsehbaren Stellen, sehr scharfen Kurven, sehr steilen Steigungen, rutschigem Fahrbahnbelag und tiefen Schlaglöchern. Bestimmt wären am Ziel ausser uns noch fünf Personen, dachten wir. Allerdings hätte es uns auch gleich stutzig machen müssen, was für ein Verkehr in dieser Sackgasse abends um neun noch herrschte, vom auch für den Marseinsatz geeigneten Geländewagen bis zum Renault Clio. (Letzteres beruhigte uns ein bisschen.)

Als wir eine kleine Hochebene passiert sowie einen Gletschersander durchfahren hatten und am Ende eines engen Felstales und somit am Zeltplatz angekommen waren, staunten wir nicht schlecht: der Zeltplatz war gerammelt voll, und es herrschte Volksfeststimmung: von überall dröhnte Musik, es wurde gegrillt und Wikingerschach gespielt, im Bach kühlten Bierdosen, Kinder kletterten an allen erdenklichen Stellen die fast senkrechten Berghänge hoch.

Ich musste eine Weile überlegen, was für ein Wochentag war, und noch länger, auf welchem Zeltplatz wir denn am Samstag eine Woche zuvor gewesen waren, und dann begriff ich, dass die Isländer vermutlich samstagnacht gern Party auf dem Zeltplatz machen.

Wir quetschten uns zwischen ein marsgängiges Geländefahrzeug und eine Gruppe junger Frauen, die mit einem Kleinwagen angereist waren und sich, ihrer Ausrüstung nach zu schliessen, auf eine lange Partynacht eingestellt hatten. Die Kinder erstürmten sofort, dem Beispiel der isländischen Kinder folgend, die Berghänge.

(Auf halber Höhe kehrten sie nochmal um und tauschten die Gummistiefel gegen Wanderschuhe. Dann nahmen sie die Sache systematischer in Angriff, stiegen am einen Ende hoch, machten eine kleine Kammtour, während der sie immer wieder als kleine Pünktchten zu uns herunterwinkten, und kamen auf der anderen Seite des Zeltplatzes wieder herunter. Mein Herz blieb nur deshalb nicht stehen, weil ich weiss, dass sie gelernt und auch schon unter Beweis gestellt haben, sich sicher in den Bergen zu bewegen. Als ich neulich den kleinen Herrn Maus befragte, was denn in Island am schönsten gewesen sei, antwortete er: „Auf die Berge da an dem Zeltplatz zu klettern und da oben rumzulaufen.“ ♥)

Ich setzte Wasser für ein Fertignudelgericht auf. Der Ähämann ging bezahlen und kam mit der saftigsten Rechnung zurück, die wir auf der ganzen Reise fürs Übernachten bezahlen mussten: dafür hätten wir anderswo drei Nächte bleiben können. Es war dort nicht nur teurer als anderswo, sondern wir mussten auch für vier Personen zahlen, weil nur Kinder unter 10 frei waren. Vielleicht war’s auch Landschafts- oder Abenteuer- oder einfach Samstagszuschlag, wer weiss.

Apropos Party. Dass es noch im Lauf des Abends empfindlich kalt wurde – es war eine der Nächte, in denen ich mit Mütze schlief – tat der Partystimmung übrigens keinen Abbruch. (Eine der Frauen neben uns zog sich schon gleich zu Beginn des Abends erstmal so einen Eisangeloverall über.) Aber Punkt Mitternacht war Ruhe. Schlagartig und vollkommen.

Wir schliefen wie die Ratze. Samstags auf einem isländischen Zeltplatz unter zweihundert Isländern.

„Leider muss man den selben Weg zurück“, hatte in einer anderen Rezension gestanden. Das zitierten wir am nächsten Vormittag ausgiebig, während wir alle fünfzig Meter hofften, dass uns nicht gerade jetzt jemand entgegenkäme, uns aber gleichzeitig unbändig darüber freuten, genau den selben Weg nochmal zurückfahren zu dürfen.


4 Kommentare

Reiserückblick: Eine kleine, bunte Hauptstadt

Nach über einer Woche unter extrem wenig Menschen war es fast ein Kulturschock, wieder in einer Stadt zu sein.

Zum Glück ist Reykjavík klein. Ganz Island hat nicht viel mehr Einwohner als meine Geburtsstadt (hatte), und Reykjavík nicht viel mehr als Jena.

Und es ist eine Hauptstadt aus lauter kleinen, bunten Häuschen!

Sogar die Raketenkirche Halgrímskirkja, die auf jedem Foto von Reykjavík zu sehen ist, ist viel kleiner als ich erwartet hatte.

Dafür hat man von ihrem Turm einen wunderbaren Blick über die ganze kleine, bunte Hauptstadt.

Wir übernachteten sogar auf einem Zeltplatz mitten in Reykjavík. Er war wunderbar ruhig, nicht anders als alle anderen Zeltplätze vorher.

Und in Reykjavík blühte der Flieder für uns zum zweiten Mal in diesem Jahr! ♥


5 Kommentare

kolmesataakolmekymmentäviisi

Oder: Vappu 2019

Eigentlich hatten wir dieses Jahr für Vappu gar keine Pläne. Zu anstrengend war der letzte Monat, zu ausgeplant die letzten Wochenenden. Und sowieso weiss man ja nie, ob man das Vappu-Picknick in T-Shirt und Sonnenbrille im Park oder mit Wollsocken und Strickjacke auf dem Wohnzimmerteppich abhalten muss.

Vappu-Luftballons hatte ich dieses Jahr auch keine gekauft. Ich hätte echt nicht gewusst, wann, denn traditionell gibt’s bei uns die Ballons am ersten Mai morgens als Überraschung an die Stühle gebunden. Die Kinder sind dem Alter, in dem sie begeistert ihre Ballons spazierentrugen, allerdings sowieso allmählich entwachsen, und ausserdem haben wir vom Wettkampf letzten Sonntag noch ein T und ein L in der Wohnung herumschweben.

Alternativer Vappu-Ballon.

Ich warf also nur ein paar Luftschlangen in der Wohnung aus und der Ähämann besorgte Dienstagabend noch Munkkis und Sima.

Das Fräulein Maus dagegen hatte Pläne: ihre beste Turnfreundin kam zum Übernachten, und sie wollten gemeinsam im Zelt schlafen; auch die für die frühen Morgenstunden vorhergesagten 4°C hielten sie nicht davon ab. Ausser Isomatten, Schlafsäcken, Decken, Kissen, Taschenlampen, Büchern und ihren Handys trugen sie auch eine Packung Luftschlangen in ihr Zelt und drapierten sie allerliebst unterm Gestänge. Schliesslich war Vappu!

Die Turnfreundin wurde dankenswerterweise nicht gleich früh um zehn abgeholt, sondern durfte den Tag mit uns verbringen, und weil der angekündigte Regen erst am späteren Nachmittag kommen sollte und früh noch die Sonne lachte, packten wir dann doch noch spontan den Picknickkorb und fuhren (die 335 kam uns gleich an der ersten Kreuzung entgegen) gemeinsam – und da war ich wieder einmal sehr, sehr dankbar für unseren Bus den Herrn Picasso, mit dem man ausser unserer Familie auch noch Freunde oder Grosseltern transportieren kann, und gleichzeitig so verzweifelt wie immer in letzter Zeit bei derlei Gelegenheiten, weil er schon so in die Jahre gekommen ist und es die eierlegende elektrische Wollmilchsau, die als Nachfolger in Frage käme, leider nicht gibt – an einen unserer schon immer liebsten Picknickplätze.

Als es zu regnen anfing, packten wir unseren Krempel zusammen, traten die Rückfahrt an, hielten unterwegs am grossen Supermarkt und kauften das erste Sommereis des Jahres. Nur essen mussten wir es zu Hause.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334]


Ein Kommentar

Halber Ring

30 Autos hatte der Ähämann gezählt. Wohnmobile doppelt, selbstverständlich. Könnte klappen, aber könnte knapp werden. Ganz schön klein nämlich, die „Antonia“, nur drei Autospuren, und nicht sehr lang. Bisher waren wir nie in der Hochsaison mit ihr gefahren, aber jetzt war die Warteschlange schon lange vor der ersten Abfahrt des Tages ziemlich lang. Abwarten.

12:15 Uhr sollte Abfahrt sein. 12:10 Uhr hatte sich die Warteschlange langsam in Bewegung gesetzt. 12:25 Uhr wurde das kürzeste Auto, das sich noch in der Warteschlange befand, vorgewinkt. 12:26 Uhr wurde, zwei Autos vor uns, der Schlagbaum heruntergelassen. Mist. Passen also 27 Autos auf die „Antonia“, keine 30. Nächste Abfahrt in drei Stunden. Hätten wir mal gleich nach dem Aufstehen den Herrn Picasso in die Warteschlange gestellt und das Zelt dann hinterhergetragen!

Eine Dreiviertelstunde später war die „Antonia“ immer noch nicht abgefahren. 13:05 Uhr wurden die ersten Autos rückwärts wieder runterrangiert. Motorschaden. Heute keine Abfahrten mehr. Morgen vielleicht. Nein, keine Ersatzfähre – ist die „Antonia“ ja sowieso die Fähre, die nur für die Touristen fährt und in den zwei Sommermonaten die Lücke in der Schärenringstrasse schliesst. Alle Ortschaften kann man auch ohne sie – jeweils von Norden oder Süden – erreichen.

Keine Rundfahrt diesmal also. Schade.

Sowieso hatten wir uns erst Samstagmittag entschieden, mal wieder die gesamte Schärenringstrasse mit allen acht Autofähren abzufahren. Innerhalb von anderthalb Stunden hatten wir Zelt und Klamotten ins Auto gepackt und waren losgefahren. Waren zwei Minuten lang Autofähre gefahren oder eine halbe Stunde, hatten unterwegs gebadet und gegessen und uns einen Sturm, so warm wie direkt aus der Wüste, um die Köpfe wehen lassen und uns über die von ihm aufgetürmten Wellen gefreut, und als wir am sechsten Fährhafen ankamen, schlief die „Antonia“ schon, und wir bauten auch unser Zelt auf und die Kinder bandelten mit anderen Kindern an und der Ähämann und ich tranken ein Bier und hörten der Kapelle zu, die für ein paar Tangotänzer aufspielte und erst als es ziemlich finster und wir ziemlich von Mücken zerstochen waren, krochen wir ins Zelt, und morgen würden wir die Reise fortsetzen und die nördliche Hälfte der Schärenringstrasse fahren.

Oder eben nicht. Uns traf es nicht so hart wie andere Leute – immerhin hatten wir keine Unterkunft auf der anderen Seite gebucht, und wir waren die gesamte Ringstrasse ja auch schon das eine oder andere Mal komplett gefahren. Sowieso finde ich den südlichen Teil der Ringstrasse schöner, und ausserdem fanden wir auf der Rückfahrt noch eine Badestelle mit für diesen Sommer unvorstellbar kaltem und klarem Wassesr – kein Wunder, sie liegt nämlich direkt unterhalb des Zentimeter-hoch-Bergs, und unterm Wasser geht der Berghang genauso steil weiter – für deren Entdeckung allein schon sich die ganze Fahrt gelohnt hat.

Die „Antonia“ fährt übrigens bis heute noch nicht wieder.


5 Kommentare

kolmesataaviisi

Das Beste an diesen Sommerferien ist, dass wir nicht nur Zeit hatten für eine vierwöchige Reise, sondern dass auch am Montag danach niemand auf Arbeit musste. Und auch noch lange nicht muss: Wir alle fünf haben dieses Jahr, bis auf die allerletzten anderthalb Wochen unserer elfzwölfwöchigen Sommerferien, gemeinsam frei!

Ich habe ja neuerdings sowieso immer – Augen auf bei der Jobwahl! – während der Ferien frei, was zwar finanziell eher Mist, aber sonst grandios ist. Und nach mir wird nun auch der Ähämann der ewigen Antragschreiberei und den immer kürzeren Zeitverträgen der Uni den Rücken kehren und zu einer Firma nach Tampere – er muss zum Glück nicht jeden Tag dort sein und wird mit dem Zug pendeln – wechseln, was uns mit seinem Resturlaub und einem Monat Arbeitslosigkeit dieses Jahr eben diese wunderbaren elf gemeinsamen Ferienwochen in der besten Zeit des Jahres beschert.

Letzte Woche hatten sie da in der Firma ein wichtiges Meeting und gefragt, ob er hinkommen wolle und könne, und klar, Ausflüge machen wir ja immer gern, ich bin sowieso sehr gern in Tampere, und die Kinder hatten auch schon ihren jährlichen Vergnügungsparkbesuch angefordert, also fuhren wir alle gemeinsam hin.

Der Plan war: wir nehmen das Zelt und bleiben zwei Nächte da, dann lohnen sich die 145 km Fahrt auch mehr als nur für die paar Stunden Vergnügungspark.

Natürlich ging direkt vor unserer Ankunft in Tampere noch ein kräftiger Regenschauer nieder, aber wir bauten trotzdem unverdrossen das Zelt auf – neben einem Wohnwagen mit der 305 – und sprangen in den Bus in die Innenstadt; der Ähämann eilte zu seiner neuen Arbeit, und die Kinder und ich verbrachten den Nachmittag in der Stadt.

Tampere liegt zwischen zwei Seen, zwischen denen es eine Verbindung gibt – mit 18 m Höhenunterschied, der schon lange zur Gewinnung von Wasserkraft genutzt wird. Mitten in der Innenstadt gibt es also sehr viel Wasser und sehr grosse, alte Fabriken, was ich beides sehr beeindruckend finde.

Der grosse Herr Maus war vor zwei Jahren mit den Pfadfindern in Tampere und wollte uns seitdem das dort befindliche Spionagemuseum zeigen. Nun. Wahrscheinlich sind wir einfach verwöhnt von den tollen finnischen Museen… das Spionagemuseum war jedenfalls eine Enttäuschung. Sauteuer, ziemlich klein, viel zu viel Text überall, und am schlimmsten fand ich die Schilder überall, dass Kinder nicht rennen, schreien und sich nicht an die Vitrinen lehnen dürfen sowie dass das Windelwechseln auf dem – im Übrigen nicht gerade sauberen – Museumsklo zu unterlassen ist, sondern dafür die – kostenpflichtige, wohlgemerkt – Toilette im nahegelegenen Einkaufszentrum zu benutzen ist. Hallo?! In Finnland?! Geht’s noch?!

Das Beste am Spionagemuseum war eigentlich, dass dort ein Prospekt mit allen Museen in Tampere auslag, und, weil sowieso gerade wieder ein kräftiger Regenguss niederging, wir direkt danach ins kostenlose (!), nur ein paar Meter weiter befindliche Finnische Arbeitermuseum weiterzogen.

Es befindet sich in einer ehemaligen Textilfabrik, und wir besuchten zuerst mal auf meinen Wunsch hin Helene und Marie, zwei Schweizer Dampfmaschinen, die seinerzeit ein gigantisches Transmissionsrad und damit sämtliche Maschinen der Fabrik angetrieben hatten.

Danach guckten wir uns noch diverse Exponate zur Stadtgeschichte an, und in der „100 Jahre unabhängiges Finnland“-Ausstellung lief uns dann die Zeit davon, weil auch im finnischen Sommer Museen um 18 Uhr schliessen. Aber vielleicht sind wir ja jetzt öfter da.

In der Nacht gingen natürlich wieder diverse Regenschauer nieder, aber schon beim Frühstück wurde es langsam besser, und so stand dem geplanten Vergnügungsparkbesuch nichts im Wege.

Die Vorstellungen von „Vergnügen“ unterscheiden sich dabei in unserer Familie signifikant, und ich bin jetzt noch froh, dass ich diesmal ein Buch eingepackt habe und nicht den ganzen Tag damit zubringen musste, dem Rest der Familie beim Fahren von Folterinstrumenten und vor allem beim Anstehen an denselben zuzugucken.

Am nächsten Morgen packten wir ein tropfnasses Zelt ins Auto – es hatte die ganze Nacht nicht geregnet, aber natürlich kurz vorm Aufstehen nochmal – und bogen auf der Heimfahrt nochmal an einem Glasmacherdorf ab, zu dem ich schon lange mal wollte, wozu aber bisher immer die Zeit nicht gereicht hatte. Leider war das Glasmacherdorf eine ähnliche Enttäuschung wie das Spionagemuseum das Eisengiesserdorf Fiskars. Das einzige, was diese „Design- und Künstlerdörfer“ beim mir auslösen, ist schlechte Laune!

Das Zelt bauten wir im Abendsonnenschein kurz nochmal auf der Wiese vorm Haus zum Trocknen auf, den Rest liessen wir mehr oder weniger unausgepackt, denn der Plan ist, in diesen Sommerferien noch mehr solche Ausflüge zu machen!

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304]


3 Kommentare

Maigeburtstag, wie er sein soll

Anders als letztes Jahr bekam der grosse Herrn Maus dieses Jahr wieder Buschwindröschen zum Geburtstag. Und wir alle – bis auf das Geburtstagskind selbst, das nämlich acht Stunden lang versunken an seinem Geburtstagsgeschenk baute – verbrachten den ganzen Tag im Garten.

Was für ein Glück, an einem sommerlichen Maisamstag zehn zu werden!

Gute Nacht! <3


10 Kommentare

kaksisataaseitsemänkymmentäneljä

Unser Zeitplan während der letzten vier Urlaubstage war ein bisschen eng.

Nicht nur, dass wir ja zum Tall Ships Race zurücksein wollten, auch der Waschmaschinenmann hatte sich eine Woche vorher telefonisch angekündigt. Wir hätten das natürlich verschieben können, aber im Juli in Finnland nimmt man lieber, was man kriegen kann; weitere zwei Wochen auf die Repararatur der Waschmaschine zu warten war echt nicht drin.

Vor allem aber stellte sich ein gewisser Motivationsschwund bei uns allen ein. Hatten wir am Anfang des Urlaubs noch gedacht, gemütlich durch Finnland zu fahren wäre auch mal wieder ganz nett, fehlte uns nach zweieinhalb Wochen Pass- und Küstenstrassen mit Ausblick auf Fjorde und schneebedeckte Berge völlig der Antrieb, noch lange über Finnlands Landstrassen zu gurken.

Tschüss, Berge!
(Letzter sehnsüchtiger Blick zurück.)

Und so fuhren wir in drei Tagen vom Nordkap nach Hause.

(Wir hätten gern kurzentschlossen den Zug genommen. Leider ist der Herr Picasso mit Dachbox – nicht nur ausgemessen, sondern in Rovaniemi sogar mit echt beladenem Auto am echten Autowaggon unter Aufsicht von drei Autozugbelademitarbeitern getestet – drei Zentimeter zu hoch für die neuen Autowaggons. Knapp daneben ist leider auch vorbei.)

Wir nahmen noch ein Eisbad im Inarisee, zelteten einmal auf einer Wollgraswiese und einmal unter den Brücken der Stadt mit dem lustigen Namen , begegneten ungerührten Rentieren auf der Strasse, äsenden Elchen neben der Strasse und mindestens vier engegenkommenden 274en.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273]


3 Kommentare

Urlaubsrückblick (6): Nomadenleben

Ich bin nicht so der übermässig begeisterte Camper. Ich käme nie auf die Idee, Urlaub auf dem Zeltplatz zu machen – aber für diese Art Urlaub, wie wir ihn gerade gemacht haben, gibt es nichts besseres, als einfach ein Zelt dabeizuhaben und in der Wahl der Übernachtungsorte völlig frei zu sein.

Ich hatte vorher zweierlei Bedenken: ob mir das tägliche Ein- und Auspacken nicht schon am zweiten Tag fürchterlich zum Halse heraushängen würde, und ob die Kinder, die ja zu Hause mit Verdunkelungsrollo schlafen, in den hellen Nächten überhaupt ein Auge zutun würden.

Beide Bedenken erwiesen sich als völlig unbegründet. Nach zwei Tagen hatten wir raus, wer am besten welchen Handgriff übernimmt, und wo jede Kiste und jeder Beutel seinen besten Platz im Auto hat. Und die Kinder schliefen wie die Ratze. Weil wir selten vor elf ins Bett in den Schlafsack kamen, waren sie jeden Abend ruckzuck eingeschlafen, und ich war jeden Morgen die erste, die gegen neun oder halb zehn aufwachte.

Manche Nächte waren wir froh um die dicken Schlafsäcke und die langärmelige Wollunterwäsche, in anderen Nächten schliefen wir kurzärmlig und aufgedeckt. Jeden Morgen lagen die Kinder kreuz und quer im Zelt. Wir assen alle Mahlzeiten draussen und kochten nur selten. Wir trockneten unsere Wäsche in der Mitternachtssonne. Wann immer es ging, nahmen die Kinder Morgen- und Abendbäder in Seen und Fjorden. (Manchmal musste danach ein Feuer zum Wärmen angezündet werden.) Sie freundeten sich mit sämtlichen deutschen Kindern an, die wir unterwegs trafen, und sie machten Luftsprünge, wenn wir wieder einen Zeltplatz mit Trampolin fanden.

Wir trafen unheimlich nette Leute. Das deutsche Ehepaar, das uns nach der ersten Regennacht Kaffee aus ihrem Wohnmobil reichte. Den Polen, der sich nach zwanzig Jahren endlich einen Wunsch erfüllt hat und allein, weil seine Frau lieber Strandurlaub macht, mit dem Motorrad zum Nordkap unterwegs war. Die russische Familie, mit der wir uns auf Finnisch unterhielten. All die Radfahrer, die auch nach drei Tagen Regenwetter noch guten Mutes waren.

Manchmal schielten wir ein bisschen neidisch auf die Leute mit den Wohnmobilen: Nicht jeden Morgen komplett alles wieder zusammenpacken zu müssen! Unabhängiger vom Wetter zu sein! Aber dann dachte ich mir: Die müssen ihr Wohnmobil ja putzen! Die müssen ja aufräumen! Die müssen ja das Klo ausleeren! Noch nie habe ich mich, seit wir Kinder haben, so frei von allen alltäglichen Pflichten gefühlt wie in diesem Zelturlaub!

Zelten war wunderbar!


8 Kommentare

Urlaubsrückblick (4): Tag der Entscheidung

Wir hatten uns ja vorher nicht festlegen wollen – zu viel hing vom Wetter ab – und wollten spontan entscheiden, ob wir am „Arm“ (=Kilpisjärvi) oder am „Kopf“ (=Utsjoki) oder irgendwo dazwischen, mit oder ohne Umweg übers Nordkap, zurück nach Finnland fahren wollten.

Während der drei Regentage hatte ja alles nach Kilpisjärvi ausgesehen – aber als wir dann bei strahlendem Sonnenschein vor dem entscheidenden Wegweiser standen, da war die Entscheidung auf einmal gar nicht mehr so leicht.

Noch in der Nacht vorher hatten sich die letzten Wolkenschwaden verzogen.
(Das Foto entstand übrigens um 23:03 Uhr. Dunkler wurde es nicht.) Zum Frühstück sassen wir im schönsten Sonnenschein, zwischen Bergen, von denen man auf einmal wieder mehr als die untersten 50 Meter sehen konnte. Glück und Herzhüpfen!

Wir vertagten die Entscheidung, sammelten ein weiteres Kilo Steine, bewunderten seltsam geformte Wolken, rechneten hin und her, befragten die Karte und riefen ein ums andere Mal „Ah!“ und „Oh!“, wenn sich hinter der nächsten Kurve wieder der Blick auf neue sonnenbeschienene Berggruppen hinterm Fjord auftat.

Jetzt nach Finnland zurückfahren?!

Am Ende des Tages waren die Würfel gefallen.
Alta statt Kilpisjärvi!

Nächstes Ziel: Nordkap!


3 Kommentare

Urlaubsrückblick (3): Wasser von links, rechts, unten und oben

Nachdem wir ausgiebig zwischen hohen und noch höheren Bergen herumgefahren waren, machten wir uns langsam auf den Weg nach Norden. Immer möglichst nahe an der Küste entlang. Man kann da ja Wasser links, rechts und unter sich haben. Leider kam dann aber auch sehr viel Wasser von oben.

Dabei hatte der Teil der Reise ziemlich gut angefangen.

Kurz vor Trondheim nämlich, da zelteten wir am Fjord, und es war das einzige Mal, dass wir alle schon gegen acht aufwachten, weil die Sonne aufs Zelt knallte. Die Kinder freuten sich, dass sie dann gleich noch baden gehen könnten – aber noch während wir frühstückten, schrie das erste: „Der Strand ist viel kleiner als vorhin!“ Drei erlebten zum ersten Mal in ihrem Leben Ebbe und Flut!

Sie sammelten eimerweise Muscheln, Schneckenhäuser und Seeigelschalen und retteten gemeinsam eine gestrandete Qualle. (Die Nordsee hat schon so ein klitzekleines bisschen mehr zu bieten als die Ostsee…!)

Danach fuhren wir zähneknirschend ein Stück E6, um dann für die nächsten Tage auf die Küstenstrasse ganz im Westen abzubiegen. Die mit den vielen Autofähren.

Ich kann allen erdenklichen Arten von Kreuz- und sonstigen Schifffahrten nichts abgewinnen, aber Autofähre fahren ist prima! (Ich würde auch jederzeit den Bananenfrachter einem Kreuzfahrtschiff vorziehen.) Dank der Tatsache, dass man die norwegischen Autofähren – anders als unsere finnischen – bezahlen muss, waren wir auch fast die einzigen nicht-norwegischen Touristen auf dieser Route. Die Leute mit den Wohnmobilen und -anhängern und die Deutschen, denen ja generell immer alles zu teuer ist, rasten lieber auf der E6 nach Norden. (Und zahlten dafür dann jede Menge Strassenmaut. Wir sind auch schon gespannt auf unsere Post aus Norwegen.) Verglichen mit dem, was man für eine Seilbahnfahrt in der Schweiz bezahlt, ist Autofähre fahren in Norwegen allerdings ein regelrecht preiswertes Vergnügen. Und man bekommt für sein Geld auch richtig was geboten: hohe Wellen zum Beispiel. Theoretisch auch sehr viel Landschaft. Leider war von der schon ab der ersten Fährüberfahrt fast nichts mehr zu sehen.

Anfangs regnete es wenigstens nicht ununterbrochen. Wir schafften es, das Zelt zu trocknen, bevor wir es einpackten. Oder wenn wir es nass einpacken mussten, dann trocknete es abends nach dem Aufbauen. (Bevor nachts der nächste Starkregen niederging.)

Wir machten eine Wanderung, die wie gemacht war für typisch norwegisches Wetter: wenn es nämlich regnet, ist so eine Wanderung durch den Berg ja durchaus praktisch. Der kleine Herr Maus hätte so gerne noch auf den Berg gewollt – aber nicht bei dem Wetter! Als wir einmal durch den Berg hindurch und einmal halb um ihn herum zurückgelaufen waren, hatten wir einen Kofferraum voller triefnasser Regenklamotten – zusätzlich zu einem triefnassen Zelt – und der Wetterbericht versprach Besserung in ungefähr einer Woche. Vielleicht.

Berg mit Loch.

Die nächsten Tage verbrachten wir vorwiegend im Auto und auf Autofähren. Wir wählten für zwei Nächte die Weicheivariante mit festem Dach überm Kopf. Und da hatten wir es noch gut: all die netten Motorrad- und Fahrradfahrer, die wir unterwegs getroffen hatten – was sollten die denn erst sagen?!

Wir fuhren durch unglaublich schöne Landschaft – und sahen genau nichts. Wir schipperten mit der Autofähre über den Polarkreis – und sahen genau nichts. Wir fuhren über bombastische Brücken und ewig an Fjorden entlang – und sahen genau nichts.

Als nach drei Tagen unsere Laune dann doch an einem Tiefpunkt angekommen war, auch deswegen, weil plötzlich alle Hütten auf den nächstgelegenen Zeltplätzen schon ausgebucht waren, und wir aus einer gewissen Trotzhaltung heraus beschlossen hatten, dann eben – pfeif doch auf das Wetter! – wie gehabt im Zelt zu schlafen und dafür dann noch eine Stunde bis zum übernächsten Zeltplatz zu fahren, da wurde es abends halb zehn plötzlich ein bisschen heller in der Nebelsuppe, und auf einmal brach die Sonne durch ein hellblaues Loch in den Wolken und beschien grüne Wiesen und schneebedeckte Berge.

„Das ist ja wie im Märchen!“, hauchte der kleine Herr Maus von der Rückbank.
Aber echt!