Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Samstagsschultag

Ich musste 6 ¼ Jahre lang samstags zur Schule gehen.

(Jeden Samstag. Nicht nur einen im Jahr!)

Und bekam dafür kein langes Himmelfahrtswochenende frei, der Unterricht fand nie im Freien statt, und die Eltern durften auch nicht mitkommen.

Ja, es war nicht so angenehm, heute früh um halb sieben aufstehen zu müssen. Aber: Was haben es unsere Kinder gut…!

Heute Unterricht draussen. 30 verschiedene Aufgaben lösen. Und den Rest der Zeit spielen.

Die Vermessung des Schulhofs.

In Finnland gibt es jeden Tag ein kostenloses Mittagessen in der Schule. Und wenn samstags Schule ist, auch dann. (Allerdings nur in der Ausflugsversion.)

Erweiterter Schulhof. <3 


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Schlittschuhtour mit Rekonvaleszent

Wir haben immer noch bestes Märzwetter. Und hatten das Wochenende sehnlichst erwartet: Lüften und Vitamin D tanken!

Leider war der grosse Herr Maus Donnerstag und Freitag krank und gestern immer noch recht schwach. Aber was hilft besser beim Gesundwerden als Sonne und frische Luft?! Und der Tretschlitten war wirklich eine prima Anschaffung: eignet sich auch als Krankentransport für Kinder, die dem Kinderwagenalter längst entwachsen sind. Mit singenden Kufen sauste er, völlig mühelos für den Schiebenden, über das zugefrorene Meer.

Augen auf beim Schlittschuhlaufen: das Ergebnis der -20 Grad kalten Nächte der letzten Woche!

Wir waren übrigens nicht die einzigen, die, auf Schlittschuhen stehend, irgendwas – Kinderwagen, Schlitten, Hunde… – vor sich herschoben oder hinter sich herzogen. Und alle Eisläufer hatten das gleiche glückselige Lächeln im Gesicht wie wir: es war wärmer als letzte Woche, das Eis glatter und die Sonne noch heller. Ein Traum!


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Krönender Ferienabschluss

Ich musste mich in diesen Skiferien immerzu kneifen.

Weil sie – und damit hat ja in Zeiten des Klimawandels schon gar niemand mehr wirklich gerechnet! – vom ersten bis zum letzten Tag so unglaublich schön waren. Skiferien, die ihren Namen wirklich verdient haben. Mit dem schönsten Winterwetter, das es gibt: eiskalte Nächte, Schnee, Eis und Sonne, die jeden Tag zehn Minuten länger scheint und mittags schon richtig wärmt.

Sogar auf dem Meer schlittschuhlaufen kann man seit dieser Woche! Und zwar nicht nur so ein bisschen hin und her, sondern auf einem kilometerlangen Netz von Schlittschuhbahnen, die auf dem Meer vor Naantali angelegt wurden. Gestern und heute glitten wir insgesamt 16 km übers Meer und rund um Inseln! (Und zwar verschiedene Strecken!)

Bei Sauli vorm Sommerhaus. ;-)

Und das Allerbeste ist, dass immer noch kein Tauwetter in Sicht ist!


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kaksisataayhdeksänkymmentäyhdeksän

Hach!
Skifahren bei Tageslicht!
Und mehr als drei Kilometer!

Im Lieblingsskigebiet, wo es so viele Loipen gibt, dass man seine Touren je nach Lust und Laune planen und sogar unterwegs noch umplanen kann.

Kaffeepause!

Ein Tag ohne Gymnastik ist ein verlorener Tag.

Und nachdem wir auf halber Strecke im Loipencafé eingekehrt waren und nach heisser Suppe, heissem Tee und süssem Munkki endlich auch das geschwisterliche Gezänk aufhörte und wir beim Aufbruch zunächst eine sehr wenig befahrene Strasse überqueren mussten, um zurück auf die Loipe zu gelangen, kam genau da eine 299 gefahren.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298]


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Wie so Touristen

Seit dem Beschluss, dass wir uns endlich mal mit den Kindern die Turkuer Burg von innen angucken wollen, hat es dann doch noch ein ganzes Jahr gedauert: immer war das Wetter zu schön, die Zeit zu wenig, einer von uns krank, die Eisbadesauna doch verlockender…

Freitagabend aber beschlossen wir einstimmig: Morgen gehen wir in die Burg!

Leider ist von der ursprünglichen Inneneinrichtung nicht mehr viel erhalten. Der letzte Rest wurde zerstört, als 1941 bei der Bombardierung des Turkuer Hafens auch die Burg von einer Brandbombe getroffen wurde. Trotzdem war ich wieder genauso beeindruckt wie beim ersten Mal: sie ist innen wirklich riesig, und die Rundgangswegweiser leiten den Besucher in fast jeden Winkel!

Dreieinhalb Stunden (!) lang liefen wir treppauf, treppab, durch schmale Gänge und weite Säle.

Und wenn uns nicht allen am Ende ganz fürchterlich der Magen geknurrt hätte, dann wären wir wohl noch länger geblieben.


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Der erholsamste Kurzurlaub des Jahres

Der alljährliche Helsinki-Kurzurlaub mit der liebsten Freundin fand dieses Jahr erst im Januar statt, bestand aber wie immer aus „stundenlang in Cafés herumsitzen und ungestört reden“ und „stundenlang planlos durch die Stadt laufen und ungestört reden“ sowie natürlich – das ist dann jetzt seit letztem Jahr neuer fester Programmpunkt – einem ausgiebigen Bad im Hafenbecken.

Glückstage.

Nirgends übrigens kann man sich den Tortenhunger schöner erspazieren als auf Suomenlinna.


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Im Mittelalter

Als man 1995 eine ehemalige Fabrikantenvilla in Turku zu einem Museum für moderne Kunst umbauen wollte, stiess man bei den Bauaurbeiten auf guterhaltene Mauerreste aus dem Mittelalter.

Deswegen ist das Museum heute ein doppeltes: im ersten Stock eins für wechselnde Kunstausstellungen, und im Keller eins für Archäologie.

Bei unserem Stadtspaziergang letzte Woche kam beim kleinen Herrn Maus der ganz dringende Wunsch nach einem Besuch im „Steinmuseum“ auf. Und so ging ich gestern mit den Herren Maus – während das Fräulein Maus und der Ähämann auf Wettkampfreise in Tampere waren – da hin.

Wir stiefelten durch altes Gemäuer, probierten mittelalterliches Spielzeug aus und hörten uns aus Knochen geschnitzte Flöten an. Seit neuestem gibt es da eine Sonderausstellung mit Tierknochen und -skeletten, die man bei den Ausgrabungsarbeiten gefunden hat, das freute den grossen Herrn Maus ganz besonders, der mir am Morgen erst wieder erklärt hatte, dass er Tiermuseen viel interessanter fände als Kunstmuseen. Am spannendsten aber fanden die Herren Maus – wie seit Jahren! – die Puppenhäuser, in denen man das mittelalterliche Leben nachspielen kann.

Die Dusche ist nicht aus dem Mittelalter. ;-)
(Sie gehört zu einer Badeanstalt, die sich Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls an dieser Stelle befand.)