Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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*kleb* *kleb* *kleb*

Manchmal bin ich sehr, sehr froh, dass das Fräulein Maus so klein und zierlich ist.

(Eigentlich wollte ich noch ein paar Urlaubsbilder zeigen und über die 284 und 285 schreiben, aber das geht erst, wenn ich dieses Ding fertig habe – übermorgen früh wird es gebraucht! – und mit dem grossen Herrn Maus fürs Pfadfinderlager gepackt, mit dem kleinen Herrn Maus Geburtstagseinladungen geschrieben und die nächste Ladung Adventskalender zur Post getragen habe.)


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Flohzirkus auf Reisen

Man könnte sein Kind auch einfach früh am Bus abliefern und abends wieder abholen. Aber das Fräulein Maus freut sich immer, wenn einer zugucken kommt. Und der Ähämann und ich gucken dem Flohzirkus echt gerne zu.

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Nicht nur den zweieinhalb Minuten Auftritt.

Auch, wie sie sich früh (6:15 Uhr!) alle fröhlich am Bus begrüssen, ihre Kissen und Decken zurechtrücken und brav die Augen zukneifen, sie aber augenblicklich aufreissen, sobald die erste Stunde Fahrt vorbei ist und gegessen, geredet oder das Handy herausgeholt werden darf und die ersten frisiert werden, wie sie mit ihrem Artistengepäck in den viel zu kleinen Umkleidekabinen verschwinden, sich dann brav auf der Tribüne zum Frisieren und Schminken anstellen, eine nebenher immer ein Rad schlägt, eine verträumt in die Gegend guckt und eine das Maskottchen in die Luft wirft, wie sie sich aufwärmen gehen und wieder und wieder den Auftritt proben – wenn kein Platz ist, dann auch gern mal nur mit laufender Musik und geschlossenen Augen auf einer Bank sitzend – wie sie dann plötzlich glitzernd in ihren Auftrittsanzügen auftauchen und erwartungsvoll herumzappeln, wie sie, wenn sie fast dran sind, schon mal durch den Vorhang linsen, wie sie hinterher erleichtert lächeln, fürs Medaillenfoto posieren, eine ein Rad schlägt, eine auf dem Kopf steht, eine am Tribünengeländer abwesend Ballettfiguren ausführt und eine ein Babygläschen auslöffelt, und wie sie sich hinterher im Bus aus Decken und Jacken Höhlen bauen, in denen gemalt, gegessen, ins Handy geguckt, Musik gehört, sehr selten geschlafen und immer gegiggelt wird.

(Für die des Finnischen mächtigen Leser: ein sehr schöner Zeitungsartikel, der die Stimmung auf so einem Turnwettkampf ganz wunderbar einfängt.)


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Das Fräulein Maus, an einem Sonntag geboren, hatte heute zum ersten Mal in ihrem Leben an einem Sonntag Geburtstag.

Genützt hat es ihr nicht viel. Der Wecker klingelte kurz vor sechs, weil der erste Wettkampf der Saison in der benachbarten 50 km entfernten Kleinstadt anstand. Immerhin: fast volle Punktzahl, unter den ersten Dreien, Ehrenurkunde für einen nahezu perfekten Auftritt – alle sprangen vor Freude im Dreieck.

Und Geschenke gab es dann eben am Nachmittag.


Ein Kommentar

Wochenende I

Schneller als geplant sass ich wieder in einem Bus Richtung Helsinki.

Denn als das Fräulein Maus letzte Woche seufzend am Frühstückstisch gesessen und gefragt hatte: „Nach Espoo? Kann dann das Mädchen mit den lustigen Zöpfen und den blitzenden Augen hinkommen und zugucken?“, da musste ich schnell ein bisschen telefonieren. Und gestern mit auf Wettkampfreise gehen.

Es ist immer schön zu sehen, wie die Mädchen nach absolviertem Wettkampfauftritt strahlen. Vier Augen leuchteten diesmal besonders hell: zwei blaue und zwei braune.

Der Ähämann und die Herren Maus sassen übrigens zu Hause bequem vorm Fernseher – während ich acht Stunden auf Holzbänken hockte! – und sahen uns alle im Livestream. Sehr cool.