Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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kolmesataaneljä

Die 304 stand in Stockholm am Hafen vor uns. Nützte mir leider nichts, denn es war ein schwedisches Kennzeichen.

Als ich aber heute Vormittag des Fräulein Maus‘ Harfe ins Musiklager im Nachbarort fuhr – sie selbst war in aller Frühe erst noch zum Training geeilt und fing die Musiklagerwoche erst nachmittags an, das vielbeschäftigte Kind – begegnete mir gleich hinter der Autobahnabfahrt eine 304.

Zu irgendwas muss dieses tägliche Hin-und-Her-Gefahre während der Musiklagerwoche ja gut sein…!

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Ein Kommentar

kolmesataakaksi, kolmesataakolme

Also mit den 300er Nummern ist es mal echt nicht leicht.

Obwohl… alles relativ. Nachdem ich mich nämlich vor der gesamten Familie beschwert hatte, dass es fast genauso wenig 300er Nummern gibt wie ein- und zweistellige, sah ich vorletzten Sonntag, als ich den kleinen Herrn Maus in die Schwimmhalle fuhr, die 303, die 304, die 305, die 306 und die 307. Nur nicht in der richtigen Reihenfolge. Zum Glück, denn sonst hätte ich mich schwarzgeärgert, denn die 302 hatte ich ja immer noch nicht gesehen.

Bis letzten Freitag.

Da fuhr ich das erste Mal seit 15. März wieder mal mit dem Auto auf Arbeit, und als ich schon beschlossen hatte, in den sauren Apfel zu beissen und eben einen Parkschein für einen der vielen noch freien Parkplätze direkt vor der Haustür zu lösen, dafür aber erst noch eine grössere Runde zum Wenden durchs Zentrum fahren musste, weil Linksabbiegen da überall verboten ist, fand ich dann doch noch den letzten freien, kostenlosen Parkplatz in der Stadt.

Als ich nach der Arbeit da hinlief, stand am Strassenrand eine 302. Dann fuhr ich schnell ins Konservatorium, wo das Fräulein Maus mit Bravour eine Musikprüfung auf der Harfe ablegte und hinterher noch auf einem Festkonzert spielte, dann sprangen wir schnell ins Auto und rasten zum Bahnhof, wo unser beider liebste Freundinnen schon auf uns warteten, dann fuhren wir schnell weiter zum anderen Bahnhof der Stadt, wo zehn Minuten später der Ähämann nach insgesamt siebzehnstündiger Reise wieder bei uns eintraf, und sahen auf dem Weg dahin eine 303.

Das Wochenende verbrachten wir nichtstuend im blühenden Garten; das doppelte Lottchen zog gleich ganz in den Garten um und richtete sich Onneli-und-Anneli-mässig häuslich im Zelt ein.

(Nur viel zu kurz so ein Wochenende!)

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Immer muss ich alles sollen

Im Morgengrauen rufen die verstopfte Nase und der Kratzehals um die Wette: „Mach uns ein Dampfbad, wenn du noch ein Stündchen schlafen willst!“ und setzen höhnisch hinzu: „Du warst ja den ganzen Winter nicht krank!“

Dann ruft – und er versteckt es hinterhältig unter einem lieblichen Hornkonzert – der Wecker: „Mach mich schnell aus, bevor das Kind, das eine Stunde später Schule hat, aufwacht!“

Der Toaster und die Mikrowelle rufen: „Bing! Brötchen und Honigmilch auf den Tisch stellen, aber flott!“ (Die Kaffeemaschine ruft netterweise nicht, sondern überreicht mir meinen Kaffee mit einem „Bitteschön!“ in rotleuchtenden Buchstaben. Mehr höfliche Haushaltsgeräte, bitte!)

Drei Kinder rufen um die Wette: „Ich brauche / muss / will…! Der kleine Herr Maus ärgert mich! Ihr seid alle doof!“

Das Telefon ruft: „Drei neue Wilma-Nachrichten aus der Schule! Hol den Kalender, hopphopp!“

Hannelore ruft im Dreiklang: „Ich-bin-fer-tig! Ich-bin-fer-tig! Ich-bin-fer-tig! Ich-bin-fer-tig!“

Zahnbürste und Sonnencremetube rufen: „Karies! Hautkrebs!“

Dann ruft die Arbeit. (Sie ruft zu langen Nachmittagen im Park, und diesem Ruf folge ich ausnehmend gerne.)

Der grosse Herr Maus ruft: „Wann kommst du denn endlich nach Hause?!“

Die Radieschen, die Tomaten, die Blumen und das neugesäte Gras rufen: „Was bildest du dir eigentlich ein, uns bei 30 Grad den ganzen Tag dursten zu lassen?! Wasser her, aber schnell!“

Das Fräulein Maus ruft: „Wir müssen los! Kommst du endlich?!“

Der Herr Picasso ruft aus vollem Hals: „MACH DIE TÜR ZU!“ (Dabei sind alle Türen schon längst zu und der Herr Picasso hat nur ein ausgeprägtes Gespür für gutes Timing für spinnende Sensoren – nämlich immer genau dann, wenn der Ähämann auf Dienstreise ist und wir anderen alle krank sind und uns der Mai mit seinen zweihundert Feierlichkeiten sowieso keine Zeit für Werkstattbesuche lässt; andererseits aber auch zwei Wochen bevor wir den Fehler komfortabel in der 1600 km entfernten Werkstatt unseres Vertrauens beheben lassen können.)

Der Ähämann ruft: „Ich hab‘ Sehnsucht nach euch! Lass uns telefonieren!“

Der kleine Herr Maus ruft: „Die Zahnpasta ist alle!“

Das Fräulein Maus ruft: „Dürfen wir noch Logo angucken?!“ (Da ist es schon halb zehn.)

Der grosse Herr Maus ruft: „Aber leg‘ dich wenigstens noch kurz zu uns ins Bett!“

Dann rufen unausgepackte Einkaufsbeutel, unbeantwortete Mails, ungelegte Wäsche und ein unausgeräumter Geschirrspüler: „Du kannst uns nicht einfach so ignorieren! Tu was!“

Und dann… dann ruft ganz laut mein Bett.

***

(Noch drei Tage bis Ähämann-Rückkehr. Noch drei Wochen bis Sommerferien zwei Wochen bis Urlaubsbeginn.)


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kaksisataakahdeksankymmentäneljä, kaksisataakahdeksankymmentäviisi

Wir haben ja dieses Schuljahr ausgesprochenes Glück mit den Hobbyterminen unserer Kinder. Auch als die weltbeste Harfenlehrerin, die das bisher selbst nebenher mit unterrichtet hat, verkündete, das Fräulein Maus müsse nun aber wirklich endlich Theorieunterricht nehmen, riss unsere Glückssträhne nicht ab: das Fräulein Maus hat jetzt Harfenstunde und Theorieunterricht am gleichen Tag direkt hintereinander.

Nun lohnt es sich auch für anderthalb Stunden kaum, vom anderen Ende der Stadt zwischendurch nochmal heimzufahren, weswegen ich mir lieber etwas zu tun mitnehme und dort warte.

Aber am Dienstag vor unseren Herbstferien fuhr ich doch lieber schnell nochmal heim, weil der Ähämann Montagnachmittag nach Kuopio geflogen war – ja, derlei Dienstreisen macht man in Finnland mit dem Flugzeug – und erst Dienstagabend zurückkam, ich die Herren Maus nicht so lange sich selbst überlassen wollte und ja ausserdem noch Koffer Taschen gepackt werden mussten. Irgendwann während der Hin-und-her-Fahrerei kam mir eine 284 entgegen.

Am Dienstag nach den Herbstferien nutzte ich die Zeit, um ein paar Dinge zu erledigen – erst fuhr ich zu IKEA, um umweltfreundliche Handtücher für den Hort zu kaufen, und dann noch ins Einkaufszentrum, um dem Fräulein Maus für ihre in Tallinn neuerstandene Strickmütze eine Unterziehmütze zu besorgen, und dort parkte ich direkt neben einer 285.

Gestern aber, da blieb ich die anderthalb Stunden in der Musikschule und tütete Adventskalender ein.

Und deshalb habe ich auch noch keine 286 gesehen.

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kaksisataakuusikymmentäkahdeksan, kaksisataakuusikymmentäyhdeksän

Dass ich in den drei Stunden Hin-und-her-Fahrerei heute Nachmittag nur die 268 und die 269 gesehen und nicht mindestens bis zur 275 gekommen bin, wundert mich eigentlich.

(Ferien…!)

((Noch zwei Tage.))

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267]


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kaksisataakuusikymmentäviisi

Ich bin ja immer wieder gleichermassen fasziniert – die Geschwindigkeit! – wie befremdet – dieser Irrsinn! – wenn ich so detailliert nachverfolgen kann, wie Dinge in 24 Stunden durch halb Europa transportiert werden.

Ich bin dann jetzt übrigens noch mehr zufrieden mit meinem neuen ein Jahr alten Handy als bisher schon – sowieso und überhaupt wegen des ethischen Konzepts und wegen so toller Sachen wie austauschbarem Akku und Platz für eine zweite SIM-Karte und auch weil ich es in meiner Lieblingsfarbe bestellen konnte, aber – und das ist ja wichtig bei Dingen, die man nicht einfach im Laden kaufen kann – auch wegen des, wie ich jetzt weiss, grossartigen Kundendienstes. Ich hatte die Anfrage noch nicht richtig abgeschickt, da bekam ich schon Antwort, und zwei Stunden später war Ersatz für meine heissgeliebte, aber leider schadhafte blaudurchsichtige Handyrückseite als Garantiefall auf dem Weg zu mir.

Und während ich gestern also von der Turnhalle zum Fussballplatz fuhr und hoffte, dass die SMS mit dem Code für den Paketautomaten rechtzeitig ankäme, damit ich auf dem Weg vom Fussballplatz zurück zur Turnhalle gleich dort vorbeifahren könne – vorher hatte ich übrigens an der Ampel hinter einer 541 gestanden, vor der eine 540 stand; so weit war ich aber leider noch nicht – kam mir eine 265 entgegen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264]


2 Kommentare

Zeitumstellungsverwirrung

Na? Heute jemand irgendwohin eine Stunde zu spät gekommen?!

Ich nicht. Ich war heute wegen der Zeitumstellung – und das muss man ja überhaupt erstmal fertigbringen! – eine Stunde zu früh mit dem kleinen Herrn Maus vor der Fussballhalle.

(Fragt nicht…)

Gestern Abend hatte ich ein bisschen gestöhnt, weil der kleine Herr Maus schon wieder sonntagfrüh ein Fussballspiel hat. Dann aber rechneten wir aus, dass wir immerhin bis um acht schlafen könnten – das ist anderthalb Stunden länger als in der Woche und besser als gar nichts.

Bis mir die Zeitumstellung einfiel und mir aufging, dass um acht ja dann quasi um sieben wäre und wir doch sehr zeitig aufstehen müssten. Und irgendwie blieb in meinem Kopf nur das „um sieben“ hängen, und ich stellte den Wecker folgerichtig auf… um sieben.

Erst als wir vor der stockfinsteren Fussballhalle standen, wurde mir mein Fehler bewusst.

Aber noch während der kleine Herr Maus und ich berieten, was wir denn nun machen sollten – nochmal nach Hause fahren lohnte eigentlich nicht, allerdings kann man sonntagsfrüh um acht hierzulande ja noch nichtmal in irgendein Café gehen – ging die Tür auf, der Hallenwart kam raus und fragte, ob wir zum Turnier kämen. „Eigentlich ja…“, begann ich ihm meinen Irrtum zu erklären. „Kommt ruhig rein!“, winkte uns der Hallenwart hinter sich her, schloss uns einen Umkleideraum auf und schaltete – „Damit du schon mal ein bisschen kicken kannst!“, sagte er zum kleinen Herrn Maus – die Flutlichter in der finsteren, riesigen Halle, in der sonst immer mindestens 100 Menschen gleichzeitig durcheinanderwuseln, an.

Das war dann schon sehr cool. Und alles gar nicht mehr so schlimm.


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kaksisataaviisikymmentäyhdeksän

Weil gestern mein letzter Arbeitstag im Eichhörnchenprojekt war, ist der kleine Herr Maus seit dieser Woche Mittagskind. Ganz prima hatte ich mir das vorgestellt, die freien Nachmittage: endlich müssten wir nicht mehr so hetzen zwischen Arbeit, Schule, Kindergarten, Hort und den diversen Hobbys der Kinder!

Ha! Die vergangene Woche war eine der stressigsten, die ich je erlebt habe!

Vormittags bin ich weiterhin arbeiten gegangen (und werde das mindestens auch die nächste Woche und ganz sicher auch danach ab und an tun, weil man eben als Wissenschaftler nicht einfach so die Pipette fallen lässt mitten im Projekt aufhört, nur weil einen keiner mehr für die Arbeit bezahlt) – drei Stunden, haha, als ob man in denen irgendwas Nennenswertes schaffen würde! – und die Nachmittage waren ausgerechnet diese Woche, in der auch noch der Ähämann nach Helsinki pendelte und jeweils frühmorgens das Haus verliess und spätabends wiederkam, voll mit ausserplanmässigen Veranstaltungen, zu denen ich ja nun den kleinen Herrn Maus ab sofort immer mitschleppen muss. Der war am Ende der Woche so müde, dass er am Donnerstag freiwillig ins Bett kroch, um Mittagsschlaf zu machen!

Ich habe diese Woche sehr oft an die deutsche Freundin gedacht, die genau dieses Modell seit Jahren lebt und mir einst gestand, wie anstrengend das ist, früh sehr zeitig das Haus zu verlassen, dann in vier Stunden hochkonzentriert möglichst die Arbeit eines ganzen Tages zu erledigen, dann die Kinder aus Kindergarten und Schule einzusammeln, für sie zu kochen (das immerhin bleibt mir erspart!) und den Nachmittag mit Kinderbetreuung und Hausarbeit zu verbringen, weil man ja nun mal diejenige ist, die nur halbtags arbeitet.

(Ich habe ausserdem sehr viel daran gedacht, was die in Schweden lebende Mitbloggerin einmal so treffend schrieb: Das skandinavische Arbeitsleben – und ich möchte da noch hinzufügen: die Kinderbetreuung – verdirbt einen völlig für den deutschen Arbeitsmarkt. So wahr!)

Es hat vier Tage gedauert, bis ich von diesem Mama-arbeitet-halbtags-Modell völlig erschöpft war.

Als die Zahnärztin, die dem Fräulein Maus am Mittwochvormittag die feste Zahnspange entfernte, mich fragte, ob wir am nächsten Nachmittag für die Abholung einer nur noch über Nacht zu tragenden Zahnspange kurz vorbeikommen könnten, da habe ich nur noch matt genickt. (Und dabei ist das so toll da – die neue Zahnspange 28 Stunden nach Abdrucknehmen im Mund! Wir haben dann auch gleich mal mit dem kleinen Herrn Maus durchs Fenster im Erdgeschoss in das Zahntechniklabor gelunst – das übrigens sehr viel sauberer und moderner aussieht als die… äh… Werkstatt, die neulich bei der Maus gezeigt wurde.) Und als mir die Postfrau am Donnerstag auf der Post am anderen Ende der Stadt statt des erwarteten Pakets mit bestellten Geburtstagsgeschenken für das Fräulein Maus einen Maxibrief mit einem Werbekalender in die Hand drückte, da wäre ich gern einfach zusammengebrochen. (Immerhin stand in der Tiefgarage dort eine 259. Und dass an allen drei Parkplätzen mit Ladestation Autos eingestöpselt waren, hat meine Laune auch gehoben.)

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9 Kommentare

kaksisataaviisikymmentäviisi

So einen Sonntagvormittag, an dem ein Kind in aller Herrgottsfrühe ein Fussballturnier hat, ein Kind an einer Pfadfinderrallye teilnimmt und ein Kind ganz planmässig Turntraining hat, kriegt man mit kooperativen Kindern, von denen eins bereitwillig alleine beim Fussballturnier bleibt, eins sich ohne zu knurren eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn schon in der Turnhalle abliefern lässt und eins zuverlässig anruft, wenn es im Ziel eingetroffen ist, schon irgendwie hin.

Man muss eben nur fünfzehnmal hin und her fahren, wenn man dazu nur ein Auto zur Verfügung hat. Beim elften Mal fuhr schlich* ich einen Kilomter lang einer 255 hinterher.


*Die neueste Marotte auf finnischen Strassen: da, wo man 50 km/h fahren darf, nicht schneller als 45 km/h zu fahren. Allerhöchstens. Besser vielleicht doch nur 40 km/h.

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