Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Strandtest

(22) Naantali, Kesäranta

Es gibt tatsächlich immer noch Strände – und gar nicht mal weit weg! – die wir noch nicht kennen!

Der hier ist ähnlich luxuriös wie Turkus bekanntester Badestrand: flacher Sandstrand, Liegewiese, Klettergerüste und Schaukeln, Dixiklos (was ich ja sehr viel unangenehmer finde als so ein Waldklo, wie man es an den meisten Stränden findet), Umkleidekabinen (zwei sind ein bisschen wenig), Grillplatz (selbstverständlich mit Holz), Kaffeekiosk und offensichtlich auch Sauna (die entdeckten wir erst auf dem Rückweg zum Auto). Ganz toll sind aber die beiden Stege zu beiden Seiten des Strands, von denen man springen und zwischen denen man, wenn man will, auch hin und her schwimmen kann.

Ein bisschen surreal fühlte sich das Schwimmen dort gestern allerdings an: die Ostsee, die sonst immer kalt und kälter ist, hatte Spassbadwassertemperatur, und um den Kopf wehte eine heisse Brise wie direkt aus dem Backofen.

Da der Strand direkt hinterm Golfresort liegt, hat man auf der einen Seite leider einen wenig schönen Ausblick auf die Yachten und Häuser der Reichen und Schönen; auf der anderen Seite aber schönste Landschaft, wie sie hier eben so ist.

Ich wünschte, ich hätte von diesem Strand schon gewusst, als die Mäusekinder noch müde gesonnt und gebadet werden mussten klein waren…!

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Strandtest

(21) Parainen, Bläsnäs

Dieses Jahr ist der finnische Sommer endlich mal wieder so, wie er sein soll. Seit zwei Wochen wird es jeden Tag heisser, und wir haben kurzerhand unsere Wander- und Städtereisepläne auf später verschoben und verbringen unsere Ferien derzeit am Wasser. Und es gibt tatsächlich immer noch Badestrände in der näheren Umgebung, an denen wir in 15 Jahren noch nicht waren!

Heute auf Wunsch dreier Kinder: endlich an den „Blaualgenstrand“, an dem es derzeit amtlich bestätigt noch überhaupt keine Blaualgen gibt. (Aber an dem das Wasser so warm ist, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird.)

Hübscher Strand mit Umkleidekabine, Klo, Rettungsring, Spielkarussell, flacher Sandstrand, Steg, und – der Hammer! – Sprungturm mit 1-, 3- und 5-Meter-Brett.

Bisschen voll, weil sich die gesamte Jugend der Umgebung dort zu treffen scheint, aber dafür wiederum ausgesprochen ruhig und friedlich. Der Sprungturm drohte manchmal halb zu sinken, weil er auf sämtlichen Ebenen brechend voll von palavernden jungen Männern bestanden war – die aber höflichst den kleinen Herrn Maus durchliessen und bisweilen auch noch anfeuerten.

Tja, und wie jemand – mit Absicht! – mit Vollkaracho mit dem Fahrrad vom Steg ins Wasser fährt und dann von fünf anderen samt Fahrrad lachend wieder rausgezogen wird, das gibt’s auch nicht an jedem Strand zu sehen.

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Strandtest

(20) Kustavi, Klipunkari

Ganz draussen, so weit man kommt mit dem Auto, ganz draussen, wo es von einem verschlafenen, winzigen Hafen nur noch mit einer Åland-Fähre weitergeht, da gehen wir seit Jahren gern essen. (Also in der Zeit im Jahr, in der das möglich ist. Wir standen da auch schon vor verschlossener Tür.)

Diesmal gingen wir hinterher noch an einen nahegelegenen Strand, den uns die örtliche Webseite empfohlen hatte. Der angepriesene Sandstrand erwies sich zwar als gerade mal zwei mal drei Meter gross, dafür waren wir am späten Sonntagnachmittag ganz allein dort. Wir schwammen lange im glitzernden Wasser und wärmten uns hinterher auf den glattgeschliffenen, sonnenheissen Felsen auf.

Es gibt einen Steg, von dem aus man sogar springen kann – aber das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus trauen sich nur in der Schwimmhalle – Rettungsring, Toiletten, Umkleidehäuschen sowie eine Sauna, die Montag- und Donnerstagabend angeheizt wird.

Wir erwägen deshalb, am Donnerstag gleich nochmal hinzufahren. Der Kaltfront eine lange Nase machen.

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Strandtest

(19) Dragsfjärd, Ölmos

Heute hier: 30 Grad.

Heute dann also wirklich nach Kasnäs, inklusive Einkauf beim „Tomatenmann“, der gar nicht da war, sondern nur seine Ware aufgebaut hatte, und dem wir in bewährter Manier das Geld dafür in die offene Kasse legten.

Und dann endlich – „Wann können wir an den Strand?“, hatten die Kinder schon seit Wochen gefragt, „Vielleicht irgendwann im Juni…“, hatte ich seit Wochen geantwortet – an den nahegelegenen Strand, den uns das Internet empfohlen hatte.

Mit echtem Sandstrand – nur nicht ganz so fein wie am Lieblingsstrand – dafür mit grossem Klettergerüst und Rutschen und Schaukeln, mit Klo und Umkleidehäuschen und Picknickbänken und Nachmittagssonne. Und ganz, ganz flach.

Nur über die Wassertemperatur sage ich jetzt lieber nichts.

Aber hey: wir waren Kneippkur machen baden am Strand! Im Mai!!!

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Strandest

(18) Askainen, Pikisaari

Dieses Jahr haben wir schon mal eine Art Vorabtest gemacht, bevor die echte Strandsaison anfängt (und dieses Jahr hoffentlich mehr als zwei Strandbesuche erlaubt!). Als wir nämlich letzten Sonntag zum Picknick nach Louhisaari fuhren, sahen wir einen Wegweiser zu einem Badestrand, und weil uns die Gegend ausgesprochen gut gefiel, dachten wir, wir gucken schon mal, ob der einen neuerlichen Besuch im Hochsommer wert wäre.

Sagen wir so: in fünf oder acht Jahren vielleicht. Wenn alle schwimmen können. Der Strand besteht nämlich zu 95 Prozent aus einem grossen Felsbrocken (von dem aus man einen recht idyllischen Ausblick aufs Schärenmeer hat – wenn man denn nicht seinen Kopf wie eine Rundumleuchte den absturzgefährdeten Kindern hinterherdrehen muss) mit einem grossen Steg (von dem man sicher sehr schön ins Wasser steigen oder springen kann, wenn er dann im Hochsommer in Position gebracht ist – noch lag er auf dem Trockenen), und leider nur zu 5 Prozent aus kleinkindgerechtem Sandstrand, der noch dazu mit fiesen Steinen vermischt ist.

Was die Mäusekinder nicht davon abgehalten hat, dort – barfuss und mit dem doch noch recht kalten Wasser bis zu den Knien – eine halbe Stunde herumzuwaten.

(Toilette, Sauna zum Anmieten, Sitzbänke, Abfalleimer.)

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Strandtest

(17) Littoinen, Kuoviluoto

Um es gleich vorwegzunehmen: es gibt keinen Anlass zu Neid. Es waren allerhöchsten 20 Grad und sturmartiger Wind. Mich hätten keine zehn Pferde in den See gebracht (in den schon gar nicht, aber dazu später), aber die Mäusekinder, die waren ja dieses Jahr erst zwei Mal am Strand – und müssen daher jede Gelegenheit nutzen – und scheinen auch abgehärtet zu sein von den „kalten Güssen“, die sie sich täglich in der Badewanne gegenseitig verabreichen.

Eigentlich waren wir nur mit Freunden zum Grillen verabredet, auf einer idyllischen Landzunge am Littoistenjärvi, sozusagen gegenüber von diesem Strand. aber weil man dort eben auch ins Wasser gehen kann, hatten wir für die Mäusekinder wenigstens eine Badehose pro Person und ein gemeinsames Handtuch als Notausrüstung dabei.

Auf der idyllischen Landzunge hatte leider gerade ein Massaker an mehreren Möwen stattgefunden, der – für finnische Verhältnisse recht flache – See hatte sich schon wieder in eine braune, schäumende Brühe verwandelt, und übermässig einladend fand ich den Strand an sich auch nicht.

Der Littoistenjärvi und ich, wir werden wohl keine Freunde werden.

Aber das Grillen war schön.

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Strandtest

(16) Naantali, Nunnalahti

Der kürzestes Strandtest überhaupt. Die grossen Mäusekinder hatten gerade die Badesachen angezogen, der kleine Herr Maus mit der Qualitätsprüfung des Sandes begonnen, als ein gewaltiger Regenschauer – Gewitter gibt’s in Finnland fast nie – niederging. (Der Regen am Nachmittag war eigentlich vorhergesagt, und bei 31 Grad schon früh um zehn auch zu erwarten. Er kam nur nicht, so dass wir um drei doch noch zum Strand aufbrachen.)

Waren wir nicht schwimmen, sondern duschen.

(Steg mit Sprungturm, Umkleidehäuschen, Kiosk, Toiletten, sehr schöne Aussicht, Eisbademöglichkeit im Winter.)

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Strandtest

(15) Merimasku, Saaristolaiskylä

Mittlerweile haben wir – im Gegensatz zu letztem Jahr – schon mehrere Strände mehrmals besucht. Neue finden sich nur noch weiter entfernt, und jedes Mal wollen wir nicht eine halbe Stunde oder länger fahren. Aber nachdem wir heute früh alle bis halb zehn geschlafen hatten (Sommerferien sind toll!), war klar, dass aus des Mäuseknäbchens Mittagsschlaf nicht viel werden würde, es sei denn, wir führen doch mal wieder an einen neuen, etwas weiter entfernten Strand, so dass er vielleicht wenigstens im Auto zu zwanzig Minuten Schlaf käme. (Natürlich nicht. Aber einen wunderbaren Strand haben wir entdeckt. Und das Mäuseknäbchen kam prima ganz ohne Mittagsschlaf aus. Auch auf der Heimfahrt ist er nicht eingeschlafen.)

Dieser Strand ist, obwohl er in der Turkuer Online-Karte verzeichnet ist, eher so ein Geheimtipp. Ich hatte wie immer die Karte vorher auswendig gelernt, aber meine Herren…! Dass ich überhaupt den richtigen Abzweig von der Hauptstrasse gefunden habe, lag nur daran, dass mir auf dem winzigen Schild (so einem strassenschildgrossenkleinen mit weisser Schrift auf schwarzem Grund, auf denen normalerweise „Bäckerei“ oder „Forschungsstation“ oder „Badestrand“ steht) der Name einer kleinen Siedlung auffiel, den ich auf der Karte zufällig auch gelesen hatte. Und dass ich mich auf dem Weg, der aussah, als führe er nur zu einem Privatgrundstück und höre dann auf, überhaupt weiterzufahren getraute, das lag wohl nur an meiner jahrelangen Erfahrung im finnische-unbefestigte-Strassen-Fahren, die mir sagte, keine Panik, alles ganz normal. Auch als der Weg sich mehrmals verzweigt hatte und immer kleiner und enger wurde und ich mich schon zu fragen begann, wo ich denn im Falle des Falles eigentlich wenden könnte oder ob ich drei Kilometer im Rückwärtsgang bewältigen müsste. Aber am Ende befand sich tatsächlich ein Parkplatz, und hundert Meter weiter DER Strand.

Mit Sand und Schilf und ganz flachem, ganz warmem Wasser, über das Libellen schwirrten (und leider auch die eine oder andere Bremse). Mit Liegefläche auf wahlweise Sand oder golfrasenmässig gemähter Wiese unter Apfelbäumen. Mit Toiletten, Umkleidehäuschen, überdachtem Grillplatz, Picknicktisch, Steg und Rettungsring. Mit Aussicht auf jede Menge vorbeifahrende und sanfte Wellen verursachende Motor- und Segelboote.

Das Mäusemädchen (das letztes Jahr am Strand nie tiefer als bis zu den Knöcheln ins Wasser gegangen war), schwamm und schwamm, und das Mäuseknäbchen stakste wieder und wieder hinaus, bis ihm das Meer bis zu den Schultern reichte. Raus wollten sie beide nicht wieder. Aber sich hinterher beschweren, es gäbe da an dem Strand keine Schaukel…!

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Strandtest

(14) Parainen, Stormälö

Eigentlich kein öffentlicher Strand, denn er gehört zu einem Feriendorf. Dort waren wir heute zu Besuch, denn die deutsche Freundin, die damals als Austauschstudentin in meinem allerersten Finnischkurs an der Uni neben mir sass, ist dort gerade mit ihrer Familie im Urlaub.

Der Strand ist ein bisschen steinig (aber nur ein bisschen), und während man nach rechts auf ein Bild wie aus einem finnischen Urlaubskatalog blickt – mit Meer und Inseln und Wald und einem alten, roten Bootshaus – rottet links, neben einem Bootshafen, ein verrostetes Schiffswrack vor sich hin. Aber das Wasser war wunderbar warm, das Mäusemädchen und der gleichaltrige Sohn der Finnischkursfreundin warfen jauchzend Steine vom Steg ins Wasser, eine Schaukel und eine Rutsche gab es auch, und einen Grillplatz, an dem wir nebenher unser Abendbrot zubereiteten.

Nach dem Abschied sagte das Mäusemädchen ein wenig weinerlich: „Die sollten auch in Finnland wohnen! Am besten gleich neben unserem Haus. Das war nämlich so schön heute! Der schöne Strand, und der Fisch, und der Löffel für den Sand…“

Donnerstag. Donnerstag kommen wir wieder!


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Strandtest geht weiter

(13) Jäkärlä, Maarian hiekkakuoppa

Wir haben die Sommerferien so anfangen lassen, wie es sich gehört – gleich nach dem letzten Kindergartentag heute sind wir zum ersten Mal dieses Jahr an den Strand gefahren!

Und weil wir letzten Sommer noch lange nicht alle Strände Turkus besucht haben, war auch heute wieder ein uns bisher unbekannter dran. Einer, von dem ich jetzt schon sagen kann, dass er wahrscheinlich einer meiner Lieblingsstrände werden könnte. Kein Meeresstrand, sondern ein Badeplatz an einer alten Sandgrube. Schön windgeschützt und sehr sonnig, und ab und zu kann man ein Flugzeug beim Landen oder Starten von unten begucken. Mit grünem, klarem Wasser, wunderbarem Sand und natürlich Toilette, Umkleidehäuschen und Rettungsring. Weiter draussen gibt’s noch einen schwimmenden Steg zum Hinschwimmen-und-Ausruhen oder Ins-Wasser-Springen. Aber der war uns für heute im wirklich noch kalten Wasser zu weit weg. Zwar hat die, letzte Messung ergeben, dass das Wasser in der Sandgrube mit 16 Grad immerhin zwei, drei Grad wärmer ist als an den Meeresstränden, und inzwischen sind vielleicht auch noch ein oder zwei Grad dazugekommen, aber für mehr als ein paar Schwimmzüge hat es zumindest dem Ähämann und mir nicht gereicht. Aber so schön war’s!

So kann der Sommer jetzt bitte weitergehen!

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