Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Heute fuhren wir nicht weit, dafür mit 2000 anderen Leuten – zwei Autos vor uns war die 383 – auf die Insel gleich vor der Stadt.

Dort gibt es die schönste Loipe Turkus, die nicht für die Fitnessjünger immer bergauf und bergab geht, sondern gemächlich über sonnige Felder. Also falls die Sonne scheint. Und falls genug Schnee liegt, dass sie überhaupt gespurt werden kann. Heute gab es beides.

Die Sonne wärmte schon ein kleines bisschen, in den Bäumen hingen Diamanten, und wenn die Sonne nicht nur gerade so über die Baumwipfel kriechen würde am frühen Nachmittag, dann hätte man denken können, es sei schon März.

Das Allerschönste aber war der RegenSchneebogen, der sich sich stundenlang über uns spannte.

Als wir heimkamen und ein sehr spätes Mittagessen zu uns genommen hatten, zogen das Fräulein Maus und der kleine Herr Maus nochmal für zwei Stunden mit den Nachbarskindern los, auf den beleuchteten Rodelberg in unserem Stadtteil.

Man muss jede Minute von diesem wunderbaren Winterwetter nutzen. Denn in Turku weiss man ja leider nie.

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Schnee und Januarsonne

In ganz Südfinnland gibt es gerade so viel Schnee, dass wir zum Skifahren nicht erst ins höhergelegene Lieblingsskigebiet fahren müssen, sondern direkt von der Haustür losfahren können.

Da wir aber gern neue Wege ausprobieren, fuhren wir gestern erstmal 50 km wunderbar winterliche – „Achtung, stellenweise glatt!“ – Lieblingsautobahn Richtung Osten.

Neben der nächsten Kleinstadt gibt es nämlich – das hatte ich beim letzten Blick auf die finnische Loipenzustandskarte zufällig entdeckt – mehrere Ringloipen unterschiedlicher Länge, die man einzeln oder kombiniert fahren kann. Es war nicht so voll wie rund um Turku; das war schön, auch wenn wir (mal wieder) die Einzigen waren, die nur zum Vergnügen statt zum Trainieren auf der Loipe waren. Wir hatten schwere Rucksäcke mit unserem Mittagessen – vom Ähämann gekochte heisse Suppe in Thermosbehältern – und heissen Saft und Schokolade dabei. Wir erhaschten sogar ein bisschen tiefstehende Mittagssonne, die zwischen den Baumstämmen hervorblitzte, und freuten uns über unsere bereiften Haare und Mützen und Augenbrauen. Es waren -15 Grad!

Mittagssonne.

Auswärts essen, Pandemieversion.

Früher turnte sie mit ihren Skiern. Jetzt macht sie Ballett auf Skiern.

Das gesamte 9 km lange Loipennetz ist beleuchtet, weswegen wir uns kein bisschen gehetzt fühlten, obwohl erst Januar ist. Aber abends ist es ja schon wieder eine Stunde länger hell als gerade eben noch! Wer braucht da Lampen?! Wir konnten sogar noch im Hellen in diesem wunderbaren Abendlicht wieder heimfahren.

Glück und Herzhüpfen von morgens bis abends!


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kolmesataakahdeksankymmentäkaksi

Am Freitag sah ich beim Hortkinder-aus-der-Schule-Abholen eine 382. (Ja, genau.)

Abends, als ich nach Feierabend mein Fahrrad losschloss, war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher, ob ich nicht eigentlich doch erst auf der Suche nach der 381 war, aber genau in diesem Moment bog eine 381 in den Hof ein. Ein Kennzeichen weiter wäre ich also so oder so.

Zu Hause stellte sich dann raus – zum Glück protokolliere ich das hier immer – dass ich jetzt doch schon nach der 383 Ausschau halten kann.

***

Als ich gestern nach Feierabend mein Fahrrad losschloss, war es nicht nur sowieso viel heller als letzte Woche, weil jetzt endlich Schnee liegt, sondern sogar der Himmel war noch dunkelblau.

Fünf Minuten, nachdem ich zu Hause angekommen war, stand der kleine Herr Maus, der den ganzen Nachmittag mit einem Schulfreund rodeln gewesen war, vor der Tür und rief: „Mama! Skifahren!

Was tut man nicht alles für seine Kinder…! ;-)

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Undank… usw.

„Mama?“, fragt der kleine Herr Maus. „Falls nächsten Winter mal wieder genug Schnee zum Skifahren liegt, darf ich dann auch mal alleine auf unsere Loipe und zwei oder drei Runden fahren?“
„Klar!“ sage ich. „Aber ich würde auch jederzeit mitkommen nach der Arbeit.“
„Nee, Mama, du bist so langsam!“

Das ist nun der Dank dafür, dass man jahrelang keine Skitour gemacht hat, die länger als 800 m war, und dabei alle paar Meter das Kind vom Boden aufgeklaubt, es bei jedem Minigefälle zwischen die Beine genommen hat und insgesamt mehr gestanden als gefahren ist…!


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Auf glasierten Loipen

Samstagfrühmittag sassen wir bei strahlendem Sonnenschein und vier Grad plus am Frühstückstisch und überlegten, was wir mit dem Tag anfangen sollten.

Irgendwo eine kleine Runde wandern? Nun ist es zwar bis auf ein paar wenige kalte Tage seit drei Wochen warm, also über Null, aber so ein halber Meter Schnee braucht eben doch so seine Zeit, bis er weggetaut ist. Auf allen Wegen liegen noch dicke, zu Eis zusammengetrampelte Schneeschichten. Erst recht im Wald, wo keine Sonne hinkommt. Also Wandern vielleicht eher noch nicht.

Ob man dann aber vielleicht noch skifahren kann? In Klein-Lappland geht das doch immer noch bis zuletzt! Und tatsächlich, auf der Webcam sahen die Loipen nahezu perfekt aus.

Was man jedoch auf den Bildern der Webcam nicht sehen konnte: dass es dort, anders als in Turku, die ganze Nacht geregnet hatte, und dass der Regen den an den beiden vorherigen Tagen tiefgefrorenen Schnee mit einer dicken Eisschicht überzogen hatte, die auch am frühen Nachmittag im strahlenden Sonnenschein noch nicht getaut war.

Meine Fresse…! Geradeaus ging eigentlich nur mit Mit-den-Stöcken-Anschieben, bergauf nur unter Einsatz von sehr viel Armkraft, und bergab war kriminell, denn bremsen war schlicht unmöglich.

(Schnapsidee des Jahres steht hiermit wohl schon mal fest.)

Während die Kinder unerschrocken auf Skiern die Eiskanäle hinuntersausten, schnallte ich an jedem steileren oder längeren Berg die Skier ab. (Laufen war allerdings auch eher schwierig ohne Spikes.)

Am vergnüglichsten war der Heimweg am späten Nachmittag, denn auf dem gibt es eine Strecke, da geht es wie auf einer Achterbahn immer auf und ab. Bergab war’s dankenswerterweise dann in der Sonne endlich angetaut, so dass man nicht zu schnell wurde, und bergauf war’s weiterhin gefroren, so dass man bis oben einfach weitersausen konnte.

Bilanz: ein blaues Knie und drei Tage Muskelkater. (Bei mir. Der Rest der Familie ist wohlauf.)

Und jetzt im Nachhinein find‘ ich’s auch wieder lustig. Und bin froh, dass wir nochmal da waren.


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Letzte Gelegenheit

Als wir am Sonnabend zum Eisbaden fuhren, zogen da ein paar Unerschrockene immer noch mit Skiern über die Felder. Na, dachte ich, das ist jetzt aber die letzte Gelegenheit, denn die Sonne knallte wirklich sehr auf die zusammengeschrumpfte Loipe, und die Luft war ganze sechs Grad warm.

Als wir am Sonntag ins Citymoor gingen, war der Parkplatz voller Autos, in die gerade Skier eingeladen oder aus denen gerade Skier ausgeladen wurden. Na, dachte ich, das ist jetzt aber wirklich die allerletzte Gelegenheit, denn an manchen Stellen guckte schon der Waldboden wieder raus, und Rinnsale blinkten neben dem Weg.

Aber die Loipe sah gar nicht so schlecht aus. Und so ergriffen gestern der kleine Herr Maus und ich, nachdem wir erst das Fräulein Maus zum Training gefahren und dann in der brechend vollen Schwimmhalle seine am Sonntag beim Training liegengelassene Badekappe abgeholt hatten, die wirklich allerallerletzte Gelegenheit beim Schopfe und gingen auch nochmal skifahren.

Vom Citymoor zur Skihütte auf der anderen Seite des Flughafens und wieder zurück. Es waren recht anstrengende 14 km, denn der Schnee war auf der Hinfahrt noch sehr vereist und auf der Rückfahrt sehr matschig. Aber egal. In der Skihütte konnten wir am Feuer unser mitgebrachtes Mittagessen essen, ich konnte mein durchgeschwitztes Wollunterhemd wechseln, zum Nachtisch gab’s Munkki und heissen Kaffee, und dann ging’s auch mit dem Rückweg.

Und die Loipe ist ja mal echt cool: der kleine Herr Maus erzählte noch den ganzen Abend davon, wie wir durch die Landebahnbeleuchtung des Flughafens durchgefahren sind und wie toll der startende Airbus so ganz aus der Nähe ausgesehen hatte.

Wenn es wirklich die allerallerletzte Gelegenheit zum Skifahren gewesen sein sollte, dann haben wir sie wenigstens gut genutzt.

(Heute Muskelkater. Und strömender Regen.)


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Donnerstagabendskitour

Der kleine Herr Maus möchte unsere winterlichen Abendspaziergänge auch in diesem Jahr fortsetzen.

Fast haben wir beide uns – nachdem wir uns auf dem Heimweg von Deutschunterricht und Arbeit im Bus nach Hause getroffen hatten – ein bisschen geärgert, dass wir unsere Skier nicht gleich dabeihatten, denn der Bus, in dem wir sassen, war einer von denen, die in den Nachbarort weiterfahren und gleich neben der Loipe eine Haltestelle haben.

So gingen wir erstmal nach Hause. Und während ich einen halben Kaffee schlürfte und mich mit dem Ähämann in zehn Minuten über die wichtigsten Dinge des Tages austauschte, bevor der wieder losmusste, um das Fräulein Maus vom Training abzuholen, wurde ich immer antriebsloser, während der kleine Herr Maus ungeduldig mit den Hufen scharrte schon mal die Skischuhe anzog. Okay, okay…!

Dankenswerterweise kommt die Stadt Turku seit zwei, drei Jahren nicht mehr nach mit Schneeräumen und verzichtet deshalb sogar manchmal aufs Streuen, und so konnten wir direkt vor der Haustür losfahren. Am Kindergarten und den Hochhäusern vorbei in unseren beleuchteten Wintermärchenwald.

Als wir zurückkamen, stöhnte der kleine Herr Maus, dass er viel zu warm angezogen gewesen und völlig verschwitzt sei. Badewanne, schlug ich ihm vor. Im Schnee wälzen, schlug er vor. Er riss sich also den Schneeanzug, die Fleecejacke und die Wollunterwäsche vom Leib, sprang im Garten in die inzwischen 30 cm dicke Schneedecke und danach in die heisse Badewanne. Fast hab‘ ich’s zischen hören.


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Sonntagsskitour

Glück ist… an einem sonst völlig vollgepackten Sonntag noch Zeit für eine Skitour im Sonnenuntergang zu haben.

Ich hatte mich – angesichts der Tatsache, dass wir vor um drei nicht loskommen würden – schon darauf eingestellt, auf irgendeine beleuchtete Loipe zu gehen. Aber dann hatten wir am Tag vorher gesehen, dass die Loipe auf der Hausinsel schon gespurt ist, und die ist erstens unser aller Lieblingsloipe, und zweitens kann man über Felder auch in der Dämmerung noch fahren. Wir liessen also zu Hause nach dem Essen alles stehen und liegen und fuhren los.

Wir erwischten sogar noch die letzten Sonnenstrahlen. Dann färbte sich der Himmel langsam von orange zu babyfarben. Dann ging der Vollmond auf, und über den weiten Schneeflächen bildeten sich Nebelschlieren. Dann begannen erst mein aus der Mütze heraushängender Zopf und dann des Ähämanns Objektiv zu bereifen. Als wir wieder am Auto waren, zeigte das Thermometer -9°C.


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Samstagsskitour

Nach dem Frühstück ging der kleine Herr Maus erstmal die aktuelle Schneehöhe messen. Die ist für unsere südwestfinnische Ecke und für den noch jungen Winter durchaus beachtlich.

Deswegen mussten wir diesmal auch nicht erst eine Stunde irgendwohin fahren, wo bessere Schneebedingungen herrschen, sondern versuchten es einfach nochmal unter besseren Bedingungen im Nachbarort.

Dort sind mehrere der kurzen „Fitness“loipen, auf denen im Sommer die Jogger und im Winter die Skifahrer Runde um Runde drehen, miteinander sowie mit einer Querfeldeinloipe verbunden, so dass man da tatsächlich eine richtige Skitour machen kann.

Über weite Felder und durch dick beschneiten Märchenwald, und nur, wenn sich am Waldrand plötzlich wieder die Kräne der Werft ins Blickfeld schieben oder man die Gleise überqueren muss, auf denen schon lange kein Personenzug mehr fährt, aber über die immer noch die Autofabrik in Uusikaupunki beliefert wird, wird man daran erinnert, dass man sich nicht in den weiten finnischen Wäldern, sondern mitten in der Zivilisation befindet.

Am Scheitelpunkt der Rundtour gibt es eine kleine Skihütte, die allerdings nur von 10-14 Uhr geöffnet hat. Als wir ankamen, räumte der Betreiber gerade das Werbeschild rein, schnallte seine Skier an und wollte davonfahren. Ich konnte mir nicht verkneifen, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass am Wochenende eine Öffnungszeit von 12-16 Uhr vielleicht sinnvoller wäre, woraufhin er etwas von „Heute morgen standen um 10 die ersten Skifahrer vor der Tür“ und von bis mittags schlafenden Teenagern murmelte, und ich sag‘ mal so: dorthin werden wir auch weiterhin unseren eigenen Proviant mitbringen. Zumal es auch dort – wie an so vielen Stellen in Finnland – eine Feuerstelle samt Holzvorrat gibt.

Bitte bleib so, Winter!


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Es ist gespurt!

Letzte Woche kursierte hier eine Karikatur, auf der zu sehen war, wie nach dem Schneesturm grummelnd die Autobesitzer ihre Autos ausgraben, die Hausbesitzer bergeweise Schnee wegschippen, die Hundebesitzer durch hüfttiefen Schnee waten und die Waldbesitzer die Schäden betrachten – während die Skifahrer vorfreudig hibbelnd nur eine Frage beschäftigt: Gibt’s schon Loipen?!

In Klein-Lappland gibt’s schon welche. (Und heisse Suppe und Tee und Kuchen auch, und dem Fräulein Maus wurde gleich zur Begrüssung ein Teebeutel ihrer bevorzugten Sorte Roibuschtee gereicht. Wir waren wohl doch recht oft da im letzten Winter…)

Zum Glück ist mindestens die Hälfte der Loipen beleuchtet, denn halb vier war es schon wieder finster. Nicht, dass es überhaupt irgendwie richtig hell geworden wäre… aber mittags konnte man wenigstens sehen, wo man hinfuhr.

Wie anders als im März…!
(Oder April…!!!)