Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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kaksisataayhdeksänkymmentäseitsemän, kaksisataayhdeksänkymmentäkahdeksan

Am Donnerstagabend fuhren wir genaugenommen gar nicht direkt von der Turnhalle zur Loipe, sondern machten erst noch einen Abstecher zum Einkaufszentrum, auf dem uns erst eine 297 entgegenkam und dann eine 298 und dann auch noch eine 298 auf dem Parkplatz stand.

Es ist nämlich so, dass ich allen drei Kindern Anfang Dezember ihre Skischuhe – mit Socken und Wollsocken! – und Skistöcke anprobiert habe, wohl wissend, dass es spätestens ab Mitte Januar schwierig werden würde, nochmal neue Sachen zu kaufen, und dass man besser gerüstet ist, bevor es das erste Mal schneit.

Alle drei passten prima in ihre Skischuhe, keiner klagte darüber, dass sie irgendwie – trotz Socken und Wollsocken! – zu eng wären. Auch mal fein, dachte ich.

Bis letzte Woche. Da kamen die beiden Herren Maus nämlich mit Wollsocken gar nicht erst in ihre Skischuhe rein. (Und ich dachte bisher immer, unsere Kinder wachsen nur im Sommer.) Der kleine Herr Maus bekam kurzerhand die Skischuhe des grossen Herrn Maus, der grosse Herr Maus die des Fräulein Maus – aber das ging natürlich nur so lange, wie nicht alle drei Kinder gleichzeitig skifahren wollten.

Nun hätte man einfach dem grossen Herrn Maus neue, grössere Schuhe kaufen können (also nein, „einfach“ nicht, denn es ist ja schon Anfang Februar, aber irgendwie vielleicht), aber da der grosse Herr Maus sowieso spätestens nächstes Jahr längere Skier und der kleine Herr Maus die Skier, die der grosse Herr Maus jetzt fährt, braucht, und der Ähämann und ich schon immer und das Fräulein Maus, seit sie das letzte Mal grössere Skier bekommen hat, aber einen anderen Typ Bindung haben und wir bei den nächsten Skiern für den grossen Herrn Maus auch darauf umsteigen wollten, war klar: der grosse Herr Maus braucht jetzt neue Skier.

Als die grossen Supermärkte noch Skier verkauften, konnte man ja selbst im Januar oder Februar noch relativ unkompliziert und preiswert neue Skier mit fertig montierter Bindung kaufen. In Turku und Umgebung haben aber sämtliche Supermärkte die Skier vor zwei Jahren aus dem Programm genommen. Lohnt sich nicht mehr. Und ich ärgere mich eigentlich seit zwei Jahren, dass wir damals, als die Supermärkte alle Skier zum halben Preis verkauften, nur dem Fräulein Maus die nächstgrösseren Skier gekauft haben und nicht einfach auf Vorrat Skier im 20-cm-Längenabstand bis zur Erwachsenengrösse. Und so suchten wir also am Donnerstag den grössten Sportladen Turkus – in den kleineren sieht es nämlich exakt genauso aus wie in den Supermärkten- auf und hoffen, dass es da noch was gäbe.

Der grosse Herr Maus hat dann jetzt übrigens die kleinste Erwachsenenskigrösse, weswegen der Skikauf trotz Winterschlussverkauf auch gar nicht sooo preiswert war, und muss noch bis nächsten Donnerstag warten, bis die es da geschafft haben werden, ihm auch eine Bindung draufzumontieren. (Merke: es hat geschneit. Die Leute gehen Skier kaufen.) Dafür hat er jetzt Skier, die in Finnland hergestellt – und nicht nur designt – wurden.

Neue Skischuhe brauchen wir ihm übrigens nicht zu kaufen. Er nimmt einfach die, in die ich nach den drei Schwangerschaften nicht mehr reinpasste.

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10 Kommentare

kaksisataaviisikymmentäkolme

Es ist Mitte Januar. Und man kann allerhöchstens noch kümmerliche Überreste bekommen, wenn man Handschuhe / Schlitten / Skistöcke / Vogelfutter… kaufen möchte.

Hallo?! Es gehen auch mal Dinge kaputt. Kinder wachsen. Ich möchte nicht im November einen Zentner Vogelfutter einlagern, damit ich die Vögel, die ans Füttern gewöhnt sind, Ende Januar, wenn der Winter am kältesten ist, nicht dem sicheren Hungertod ausliefern muss. Und Frühling beginnt auch nicht übernächste Woche, sondern frühestens im April!

Und so hetze ich Mitte Januar von Laden zu Laden und hoffe, dass sich in einem doch noch das benötigte Produkt in der richtigen Ausführung auftreiben lässt. Und koche innerlich.

Und dann, zwischen Einkaufszentrum, Baumarkt und Supermarkt, fällt mein Blick auf das Kennzeichen des vor mir fahrenden Autos.

Bingo!

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Verkaufsgespräche auf Finnisch, Folge 528

Letztes Jahr: auf der Suche nach einem Paar des Kinderhandschuhmodells, das sich nach fünf Wintern als das einzig wirklich geeignete Modell für den finnischen Winter herausgestellt hat. In Rot. Laut Hersteller in Rot und neun weiteren Farben erhältlich, im Handel jedoch in genau vier: rosa, lila, neongrün, dunkelblau. „Ja, weisst du“, versucht eine Verkäuferin auf Nachfrage zerknirscht zu erklären, „die sind auch gar nicht immer alle erhältlich. Manche Modelle, die werden direkt ins Ausland verkauft. Die kriegen wir gar nicht erst.“

Ins Ausland?! Aha.
(Handschuhe im Onlineshop des Herstellers gekauft. In Rot.)

Neues Jahr, neues Glück. Dieses Jahr: auf der Suche nach einem Paar des Kinderhandschuhmodells, das auch nach sechs Wintern noch das einzig wirklich geeignete Modell für den finnischen Winter ist. In Grösse 1. Laut Hersteller in zehn verschiedenen Farben und fünf verschiedenen Grössen erhältlich, im Handel Ende November jedoch in: pink, lila, dunkelbraun, dunkelblau, jeweils in Grösse 0, Grösse 0, Grösse 0 und Grösse 0. „Die grossen sind alle ausverkauft“ sagt die Verkäuferin schnippisch, und: „Ich kaufe die für meine eigenen Kinder auch immer gleich im Herbst!“ belehrt sie mich noch.

Ausverkauft?! Aha.
(Handschuhe im Onlineshop des Herstellers gekauft. In Grösse 1. Und in Türkis.)

((Zum Glück können Handschuhe länger als ein Jahr getragen und an mindestens ein weiteres Geschwisterkind vererbt werden. Wir sind also bis hoffentlich mindestens übernächstes Jahr erstmal durch mit dem Thema.))