Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Saisonabschluss

Obwohl wir diesen Winter gar nicht sooo oft eisbaden waren – irgendjemand war immer krank oder hatte etwas anderes vor – haben wir es diese Saison immerhin geschafft, sowohl am allerersten als auch am allerletzten Tag da zu sein.

Heute Baden bei Schneesturm.
Zwischen Schwänen, Strandläufern und Seeschwalben.

(So ist das im April. )

Dann zogen die Aprilwetterwolken davon und machten Platz für blauen Maihimmel.


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Highlight der Woche

Was aber schön war in dieser stressigen Woche: wir hatten Besuch aus Deutschland.

Der wurde vor allem vom grossen Herrn Maus sehnlichst erwartet, denn es gibt da jemanden, der seine Leidenschaft fürs Feuermachen teilt.

Ziemlich beste Freunde.
(Bei ihrer gemeinsamen Lieblingsbeschäftigung.)

Diesmal fuhren wir dafür extra ans Ende der Hausinsel, wo sich eine Feuerstelle in besonders idyllischer Umgebung befindet. (Nicht erwartet hatten wir allerdings, dass es dort – anders als an allen anderen öffentlichen Feuerstellen in Finnland – kein Feuerholz gibt. Musste ich nochmal die 8 km bis zur nächsten Tankstelle zurückfahren und welches kaufen. Hm.)

An einem Dienstagnachmittag ist man dort nämlich auch – anders als an Wochenenden – wunderbar allein. Und der angekündigte Regen kam auch erst, als wir auf dem Heimweg waren.

Der Besuch reiste eigentlich nach Lahti zur Ski-WM. Da muss man natürlich auch die entsprechende Wurst – „Offizielle WM-Wurst“ – beim Grillen dabeihaben. Schmeckt nicht, ist aber hübsch verpackt.

(So hatte ich mir die freien Nachmittage schon eher vorgestellt.)


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Angekommen

Richtig wieder zu Hause angekommen fühle ich mich immer erst, wenn ich im Meer war.

Auch im Winter.
Besonders im Winter.

„Na, was hat euch denn der Weihnachtsmann gebracht?“, wurden die Kinder von den Saunastammgästen begrüsst. Auch sonst drehten sich die Gespräche um Weihnachten. Es wurde durchgezählt, wer zu Heiligabend vormittags noch Eisbaden war, sich erinnert, wie früher, in der alten Sauna, dann immer die Verkündung des Weihnachtsfriedens im Fernseher lief, sowie eine Diskussion über die perfekte Zubereitung des traditionellen finnischen Weihnachtssalats geführt, die mit den Worten „Also ich kaufe den immer fertig im Supermarkt“ beschlossen wurde. Dann wurden die Kinder mit „Bis zum Bauchnabel?!“ „Bis zum Hals!“ das nächste Mal ins Meer geschickt.


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Sonne, Schnee und Stoppelfelder

Auf der Loipe auf der Hausinsel, die nicht durch Nadelwälder, sondern über sonnige Felder und vorbei an Eichenwäldern führt, hat der kleine Herr Maus als Zweijähriger seine erste Skitour gemacht. Also seine ersten 800 m oder so auf Skiern, bevor er die Tour auf meinem Rücken fortsetzen durfte.

Seitdem hat der Schnee in Turku nicht mehr für diese Querfeldeinloipe gereicht. Bis gestern. Da wurde sie zum ersten Mal wieder gespurt. Und so war klar, wo wir heute skifahren würden.

Drei Jahre später kann ich die Skitour jetzt auch gut mit den drei Kindern allein machen. Keiner muss mehr zwischendurch getragen oder gezogen werden, und der kleine Herr Maus müht sich redlich, an seinen hurtig davongleitenden grossen Geschwistern dranzubleiben.

Der Schnee reichte gerade so, Sonne und Landschaft reichten über alle Massen, und dem bei zwei Grad plus (!) doch recht pappigen Schnee konnte ich dank Anti-Ice unter meinen empfindlichen Skiern zum ersten Mal seit 25 Jahren eine lange Nase drehen. Glück und Herzhüpfen!

Nur unsere Würstchen mussten wir wieder mit heimnehmen, weil wir das total durchweichte Holz an der Feuerstelle nicht zum Brennen brachten.

Aber was macht das schon, wenn man völlig unverhofft doch noch zu richtigen Skiferien gekommen ist!


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So ein Wochenende

Gibt so Wochenenden, da werden die Betten nicht gemacht, der Frühstückstisch nicht abgeräumt, da wird der Stapel mit den abzuheftenden Papieren kein bisschen kleiner, da haben wir nur deshalb noch was anzuziehen, weil ich die Waschmaschine abends programmiert habe und die Wäsche huschhusch auf die Leine hänge, während der Ähämann das Frühstück vorbereitet, da schläft der kleine Herr Maus seinen Mittagsschlaf irgendwann irgendwo unterwegs, da tanzen die Wollmäuse auf dem unterm Tisch, da wird das Klo immer noch nicht geputzt und da muss der Kakao rationiert werden, weil uns erst auf dem Heimweg einfällt, dass die Läden längst zu haben.

Weil… Weil halt.

(Das mit dem März in Finnland erwähnte ich schon?! Ja? Wirklich?!)


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Strandtest

(7) Ruissalo, Saaronniemi

DER Strand Turkus schlechthin und mein liebster Platz zum Eisbaden. Am äussersten Ende von Ruissalo. Mit Felsen (und neuerdings aufgeschotterten Wegen, die um die Felsen herumführen, damit man mit dem Kinderwagen nicht mehr klettern muss) und Sand und Steg und Rettungsschwimmer und Dusche direkt am Strand und Umkleidehäuschen und Toilette.

Eigentlich war gestern gar kein richtiges Strandwetter – nur 23 Grad und ziemlich viel Wind – aber wie die Dinge hier liegen, kann jetzt jeder Tag der letzte Sommertag gewesen sein. Wir waren trotzdem einmal kurz im Wasser, und am Strand buddelt es sich ja auch viel schöner als im Sandkasten vor dem Haus!


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Strandtest

(2) Ruissalo, Kansanpuisto

Kein offizieller Badestrand der Stadt Turku mehr. Macht aber nichts. Toll für Kinder, weil sehr flaches Wasser, viele Steinchen zum Ins-Wasser-Schmeissen, viele Boote und Schiffe zu gucken – von kleinen Motorbooten über Segelschiffe bis hin zu Schwedenfähren und Armeeschiffen.

(Am Donnerstag konnten wir ausserdem zusätzlich die Ankunft von ca. 500 Dixi-Klos für das nächstes Wochenende stattfindende Ruisrock-Festival beobachten.)

Mit Schaukel und Schaukelpferdpanda, das Klettergerüst wurde irgendwann im vorigen Sommer abmontiert und ist bislang nicht wieder aufgetaucht.

Nicht sooo sauber, mit hier und da herumliegender Gänsekacke, weil das Umsiedeln der Wildgänse vom Strand ein paar hundert Meter weiter auf das Natura-2000-Schutzgebiet, das schon 2003 grosses Thema in der örtlichen Presse war, nicht so recht funktioniert hat.

Dafür gibt es ein Café mit sehr schöner Terrasse gleich nebenan.

Eher so ein Strand für den Winter. ;-)

Zu erreichen mit Auto, Stadtbuslinie 8 oder im Sommer mit der Ruissalo-Fähre.