Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Bis zur letzten Minute

Wir begannen unsere Skiferien am Freitagebend halb acht mit einem Ausflug zu Turkus bestem Schlittenberg. Wenn die Wettervorhersage recht behalten würde, wäre es nämlich die letzte Gelegenheit. Es war gleichzeitig auch die beste Gelegenheit: ausser uns waren vielleicht zehn andere Leute auf dem sonst meist völlig überfüllten Schlittenberg, und der Schnee war perfekt glattgefahren für unseren Familienschlitten (und alle anderen Rutschgeräte, die wir dabeihatten).

Als wir am Samstag aufstanden, war es in Turku schon so warm, dass die Schneehaufen vor dem Haus schon ganz matschig geworden waren. Im höhergelegenen Lieblingsskigebiet aber, da gab es am Samstag die vermutlich allerletzte Gelegenheit zum Skifahren, bevor auch dort die Temperaturen über Null klettern und der Südwind nicht nur warme Luft, sondern vor allem auch Regen mitbringen würde.

Ich glaube, ich habe noch nie so wehmütig eine letzte Skitour gemacht.
Auf der Heimfahrt regnete es schon in Strömen.


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Quarantänefreuden

Vorgestern haben drei von fünf Familienmitgliedern mal wieder einen Ausflug ins Parkhaus und anschliessende Quarantäne gewonnen. Es ging uns eigentlich allen gut, aber bisschen Husten, bisschen Halsweh und bei den beiden beiden Kindern auch bisschen Bauchweh sind eben derzeit nichts, womit man einfach weiter auf Arbeit und in die Schule gehen würde.

Wir haben unsere Quarantäne in vollen Zügen genossen.

Am Mittwoch war der Winter zurückgekommen, und der kleine Herr Maus und ich machten noch vor seiner Skype-Klavierstunde eine kleine Skitour gleich von der Haustür aus in den wieder weissen Wald. Bei Tageslicht!

Und gestern gingen das Fräulein Maus, der kleine Herr Maus und ich gleich vormittags – das haben wir zum letzten Mal 2009 gemacht! – auf den zu dieser Tageszeit völlig leeren Schlittenberg. Später kamen noch – nicht gleichzeitig; wir waren wie immer die, die am längsten blieben – drei andere Kinder mit jeweils einem Elternteil auf den Schlittenberg, und alle hörten wir ein bisschen husten. Wir mussten sehr lachen über unsere Quarantänewinterveranstaltung.

24 Stunden nach Testnahme trafen hintereinander drei SMSe auf meinem Telefon ein: drei negative Testergebnisse.


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Familienschlitten

Heute erst konnten wir das erste Mal mit dem neuen Hörnerschlitten, den wir vor einem reichlichen Jahr aus dem Erzgebirge mitgebracht hatten – denn mein 35 Jahre alter war inzwischen so wackelig geworden, dass er sich gar nicht mehr vernünftig steuern liess – fahren.

Wir haben dann jetzt wieder den schnellsten Schlitten am Berg.
Vor allem, wenn er voll besetzt ist. ♥


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„Bahne frei! Kartoffelbrei!“

Wir hatten am Wochenende sowohl volles Programm als auch bestes Rodelwetter. Ein Glück – denn so ein Abstecher zum Schlittenberg passt immer noch irgendwo dazwischen. Auch gleich zweimal.

Wir hatten natürlich die gesamte Ausrüstung mit: den blauen Plasteschlitten, die grüne Schüssel, für jedes Kind einen Poporutscher. Aber das Beste ist doch mein alter Hörnerschlitten!

„So ein toller alter Schlitten…!“ hören wir bei jedem Rodelbergbesuch mindestens dreimal. Und das ist ja auch wahr! <3


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Winterwunderwochenende

Als der Ähämann die Einladung nach Mittelfinnland zu einer Verteidigung und Doktorfeier erhielt, beschlossen wir sofort und einstimmig, dass wir die Skiferien einen Tag vorfristig anfangen und alle gemeinsam hinfahren würden.

So eine Chance auf drei Tage richtigen Winter soll man sich schliesslich nicht entgehen lassen! (Und auch keine einzige Chance, seine Freunde zu treffen! So oft wie in diesem Jahr habe ich die liebste Freundin das letzte Mal vermutlich gesehen, als wir noch zusammen studierten!)

Es war ganz wunderbar: Aussichtsturmbesteigung und Museumsbesuch. Schlittschuhlaufen auf dem See – als ich das letzte Mal auf diesem See schlittschuhlaufen war, schob ich übrigens das Fräulein Maus im Kinderwagen vor mir her – Rodeln in der Mittagssonne, Skitour durch Märchenwald. Danach Aufwärmen von innen im Pfannkuchenrestaurant. Das Fräulein Maus war drei Tage bei ihrer besten Freundin einquartiert, und die Herren Maus waren ganz fasziniert davon, einmal mitten im Stadtzentrum zu wohnen.

Drei Tage lang Schnee, beissende Kälte und Sonne. Fast schon März!

Heute und morgen kurzes Zwischenspiel in Turku, weil das Fräulein Maus Trainingslager hat. Ab morgen Nachmittag Fortsetzung der Skiferien.


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kaksisataakaksikymmentäkaksi

Jetzt ist dann Woche 8.

Und obwohl die Wettervorhersage uns nicht gerade Hoffnung auf Wintersportwetter gemacht hatte, hatten wir durchaus schon Skiferien mit weniger Schnee. Bisher haben wir uns zwar noch immer das eine oder andere Alternativprogramm ausgedacht, aber wenn man erst vor zwei Wochen eine Reise gemacht hat und einer sowieso arbeiten muss, dann ist es schon toll, wenn man Skiferien mit Schnee hat.

Halb Turku hatte offensichtlich für heute den gleichen Plan, denn auf dem Parkplatz an Turkus bestem Schlittenberg war überhaupt kein Platz mehr frei. Zum Glück sind finnische Parkplätze meist recht grosszügig angelegt, so dass ein paar beherzte Autofahrer noch eine Parkreihe in der Mitte etabliert hatten. Lange hätte es aber vermutlich auch nicht gedauert, bis die erste Lücke frei geworden wäre. Die 222 jedenfalls fuhr schon weg, als wir noch die Schlitten aus dem Kofferraum holten.

Und nachdem wir auf dem Heimweg vom Schlittenberg nun endlich dieses magische Anti-Ice-Zeugs zum unter die Skier schmieren erstanden haben, können wir morgen vielleicht sogar wirklich skifahren gehen. Auch bei den derzeitigen Frühlingstemperaturen.

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Auf dem Rodelberg

Versprochen ist versprochen.

Am Sonntagabend waren wir auf unserem stadtteileigenen Rodelberg, der aber leider von Jahr zu Jahr buckeliger wird, ziemlich wenig Schnee hat und dieses Jahr nicht mal beleuchtet ist. Nach drei- oder viermal Schlittenfahrenfliegen hatten die Kinder dann auch genug und fragten, ob wir nicht mal wieder auf den schönen Rodelberg gehen könnten. Gleich am Mittwoch, wenn keiner irgendwohin muss?! Bitte!

Immerhin führten die -16°C dazu, dass sie nach anderthalb Stunden freiwillig wieder mit nach Hause kamen.

Nach einem heissen Bad und zwei Litern Griessbrei ging’s uns auch allen wieder gut.


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Winterkinder

So als zweites Kind hat man’s gut. Da darf man sogar schon im zarten Alter von 8 Monaten rodeln gehen.

(Gut, dass wir dieses Jahr ob der dürftigen Schneeverhältnisse bei uns im Süden zusätzlich zu unserem Hörnerschlitten noch so eine Plasteschüssel einen Plasteschlitten gekauft haben – auf dem Hörnerschlitten könnte das Mäusebaby ohne Babylehne nicht so toll gezogen werden, und mit Babylehne könnten wir nicht alle gemeinsam rodeln.)

((Der Rodelberg war übrigens wie die daneben beginnende Langlaufloipe perfekt präpariert.))