Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Ein Kommentar

Entschleunigung

Oft beginnen hier die Weihnachtsferien ja erst am Tag vor Heiligabend.

Ich finde das sehr anstrengend. Die Kinder sind vor Weihnachten immer so aufgeregt, dass dieses Wir-müssen-uns-zu-Beginn-der-Ferien-erst-wieder-dran-gewöhnen-von-früh-bis-abends-zusammenzusein mit besonders viel Gezänk und Gezeter verbunden ist und erst am zweiten Weihnachtsfeiertag allmählich abklingt. (Soviel zum Thema Weihnachtsfrieden…) Ausserdem ist überhaupt keine Zeit, sich noch ein bisschen in Ruhe auf Weihnachten vorzufreuen.

Dieses Jahr ist es besser. Die Ferien fingen schon fünf Tage vor Heiligabend an! Rekord!

Heute riss uns halb zehn das Klingeln des Paketboten aus dem Ferienschlaf. Nach dem Frühstück spielten wir verkehrte Welt packte der Ähämann seinen Arbeitslaptop und eine Portion eingefrorenes Mittagessen ein und radelte zu meinem Arbeitsplatz, um seit langer Zeit mal wieder in Ruhe arbeiten zu können. Die Kinder und ich widmeten uns den Rest des Tages zeitaufwändigen Weihnachtsvorbereitungen.

Gegen Abend gingen uns der Zuckerkleber und die gelbe und rote Lebensmittelfarbe aus. Der grosse Herr Maus sprang beflissen auf sein Fahrrad und radelte zum nächstgelegenen Supermarkt, wo leider alle dieses Dinge ausverkauft waren. Aber was soll’s. Morgen ist auch noch ein Ferientag. Welch ein Glück!


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Augenrollwoche

Letzten Sonntag wurde das letzte Weihnachtsplätzchen, ein Wochen vorher unter viel Gegiggel gemeinsam ausgerolltes und verziertes Riesenplätzchen, geschwisterlich geteilt und verzehrt.

Na, wer hat Trudes Tier erkannt?!

Am Montagmorgen fingen Gebrüll und Gezänk direkt am Frühstückstisch an. Montag ist der einzige Tag, an dem Morgenmuffel, Pulverfass und Springinsfeldalle drei Kinder gleichzeitig frühstücken, und es war der erste normale Montag seit langem: die letzten drei Montage waren Ferien, am Montag vor den Ferien waren sie direkt von der Fähre aus in die Schule gegangen, am Montag davor waren wir im Erzgebirge, und wenn ich mich recht erinnere, war am Montag davor mindestens ein Kind krank gewesen und im Bett geblieben.

Es folgte eine Woche mit extrem viel geschwisterlichem Gezänk und unzähligen nachmittäglichen Beschwerdeanrufen über den jeweils anderen bei mir auf Arbeit. Das Pulverfass war noch explosiver als sonst und explodierte ausserdem besonders lautstark.

(Apropos Pulverfass. Einst sagte der Motorsägenmann, als er einen der zahlreichen Brüllanfälle des vierjährigen grossen Herrn Maus miterlebte und ich augenrollend zu ihm sagte, dass ich eigentlich gedacht hätte, dass diese Anfälle in dem Alter langsam wieder aufhörten, scherzhaft zu mir: „Bei manchen dauert das Trotzalter eben, bis sie 18 sind.“ Ich lachte damals schon ein bisschen schief darüber, aber offensichtlich hatte er recht, der Motorsägenmann.)

Schnee wäre sicher hilfreich. Aber ach.


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2. Advent

Noch mehr geschneit hat es.

Noch nicht richtig viel, aber genug, um die Schlitten und Kinderschneeschippen aus dem Schuppen zu holen. Die Hausmeisterfirma hat dankenswerterweise sonntags keine Lust zu räumen und zu streuen, und zwölf buntverpackte Kinder rutschten und schlitterten und rannten und juchzten den ganzen Tag den Berg zwischen unseren Häusern hoch und runter.

Unsere Kinder kamen auch nur zum Essen rein. Und zum Plätzchenbacken.