Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Ostermontag

Ich hatte ja die leise Hoffnung, dass, wenn Ostern so spät ist, es dann vielleicht doch ausnahmsweise mal ein bisschen warm ist.

Tja nun. Dass es an jedem der vier Feiertage schneit, hatten wir auch noch nicht.

Schneeschauer sind ja aber gar nicht so schlecht. Immerhin muss man vor denen nicht davonrennen – man wird ja nicht nass. Und es sah schon jedes Mal recht schön aus, wenn der nächste Schneeschauer so herangeweht kam und Millionen Schneeflöckchen vom Himmel tanzten. Und dann der leuchtendblaue Himmel dazu, wenn die Sonne wieder rauskam!

Heute am Meer ganz besonders.

(Nur den Anorak, den würde ich dann jetzt schon ganz gerne endlich mal einmotten.)


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Highlight der Woche

Was aber schön war in dieser stressigen Woche: wir hatten Besuch aus Deutschland.

Der wurde vor allem vom grossen Herrn Maus sehnlichst erwartet, denn es gibt da jemanden, der seine Leidenschaft fürs Feuermachen teilt.

Ziemlich beste Freunde.
(Bei ihrer gemeinsamen Lieblingsbeschäftigung.)

Diesmal fuhren wir dafür extra ans Ende der Hausinsel, wo sich eine Feuerstelle in besonders idyllischer Umgebung befindet. (Nicht erwartet hatten wir allerdings, dass es dort – anders als an allen anderen öffentlichen Feuerstellen in Finnland – kein Feuerholz gibt. Musste ich nochmal die 8 km bis zur nächsten Tankstelle zurückfahren und welches kaufen. Hm.)

An einem Dienstagnachmittag ist man dort nämlich auch – anders als an Wochenenden – wunderbar allein. Und der angekündigte Regen kam auch erst, als wir auf dem Heimweg waren.

Der Besuch reiste eigentlich nach Lahti zur Ski-WM. Da muss man natürlich auch die entsprechende Wurst – „Offizielle WM-Wurst“ – beim Grillen dabeihaben. Schmeckt nicht, ist aber hübsch verpackt.

(So hatte ich mir die freien Nachmittage schon eher vorgestellt.)


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Statt Neujahrsspaziergang

Bis halb elf schlafen, dann schnell meinem Lieblingsneujahrsritual nachgehen und vom Sofa aus das letzte Noch-Nicht-Schulkind für die Schule anmelden, und dann ganz schnell ans ins Meer.

Spiegelglatt und mit Eishaut heute. Sooo schön!

(Man beachte den gigantischen Sonnenstand…!)


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Im Meer

Die Hälfte der Familie setzte heute den letzten Sommerplan in die Tat um und verbrachte den Tag im Kletterpark. Der grosse Herr Maus aber hatte mir in letzter Minute gestanden, er würde sich gar nicht so viel aus Kletterpark machen und lieber mit mir die Eisbadesaison eröffnen.

Und so gingen wir beide heute schon wieder im Meer schwimmen.

Nur jetzt dann eben mit Sauna.


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Verschleissteil

Am Sonntag, als wir auf die Autofähre warteten, fanden wir zufällig eine Art Ersatzteillager:

Stahlseil, verrottet

Stahlseil, fabrikneu

Anders als die Lieblingsautofähre nämlich, die eigentlich ein richtiges Schiff ist, hängen die meisten kleineren Fähren, die auch nur kürzere Strecken überbrücken müssen, nämlich am Seil.

(Es ist aber nur ein Führungsseil, die Fähre fährt aus eigener Motorkraft – anders als z.B.  die Elbfähre in Coswig, die am Seil umweltfreundlich von der Strömung ans andere Ufer getrieben wird – hat aber den Vorteil, dass die Fähre auch von jemandem gefahren werden kann, der keine Kapitänsausbildung besitzt.)


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Sonnengelb

Wenn der Sommer vorbei ist, wenn die Farben blasser werden und der Himmel grau, dann finde ich das Gelb der Autofähren besonders tröstlich.

Heute war das Schönste allerdings – als der kleine Herr Maus und ich ein bisschen voreilig auf die Fähre gelaufen waren, der Kapitän die Autos hinter der Schranke warten liess und für fünf Minuten den Motor ausmachte – wie die kleinen Wellen, die von unten an die Bugklappe schwappten, die ganze Fähre zum Klingen brachten. Blimm. Blimm. Blamm. Blimm.