Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Ein Kommentar

kolmesataakymmenen, kolmesataayksitoista

Am Freitag fuhren wir – dafür, dass Ferien sind und wir Urlaub haben – aussergewöhnlich viel durch die Gegend.

Erst waren wir in Naantali am Strand, dann fuhren wir das Fräulein Maus zum Training ins Stadion, dann fuhren wir die Herren Maus nach Hause, dann assen wir schnell ein Eis, dann fuhren der kleine Herr Maus, der Ähämann und ich kurz ins Einkaufszentrum – wo die 310 im Parkhaus vor uns stand – dann fuhren wir das Fräulein Maus vom Stadion abholen, wobei der kleine Herr Maus bei knapp 30 Grad erst noch mehrere Runden ums Stadion raste und wir Eltern beiden Kindern beim Sportmachen zusahen und nebenher der Musik zuhörten, die von der nahegelegenen Bühne des Rockfestivals herüberschallte, dann fuhren wir heim – wobei wir an einer geparkten 311 vorbeikamen – dann packten wir schnell eine Picknicktasche mit unserem Abendbrot und fuhren zum nahegelegenen Berg, den wir immer bei derlei Gelegenheiten aufsuchen, um auf die Mondfinsternis zu warten.

Seit Wochen war der Himmel komplett wolkenlos gewesen, aber Freitagabend hatten sich natürlich im Süden zwei grosse Gewitterwolken aufgetürmt, so dass wir zwar gegen halb elf einen wunderbaren Sonnenuntergang beobachten konnten, aber keinen Mondaufgang. Und statt sich aufzulösen, breiteteten sich die Wolken immer weiter aus. Halb zwölf hatten bis auf zwanzig alle zweitausend Leute, die die gleiche Idee wie wir gehabt hatten, den Berg verlassen. Dreiviertel zwölf lugte der blassrosa Mond – ich hatte ja befürchtet, dass man bei der Helligkeit, die hier auch nach Sonnenuntergang herrscht, nicht nur keinen Blutmond, sondern überhaupt, solange er im Schatten liegt, keinen Mond sieht – für drei Minuten durch die Wolken!

Kurz nach Mitternacht fuhren wir nach Hause, halb eins erhaschten wir noch einen Blick auf einen halb beschatteten, leuchtenden Mond von der Terrasse aus. Der kleine Herr Maus schlief am nächsten Tag bis um zwölf.

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In den Mond gucken

Wolkenloser Himmel, Vollmond, Mondfinsternis und Freitagabend sind eine sehr schöne Kombination.

Der grosse Herr Maus schleppte begeistert sein Teleskop auf den Berg, der uns schon einmal im Finstern den Tag gerettet hatte. Leider konnte man auch damit die nur Halbschattenfinsternis nicht erkennen, aber egal… Vollmond! Sterne! Oranges Abendlicht! So, so schön!!!


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Auf dem Rodelberg

Versprochen ist versprochen.

Am Sonntagabend waren wir auf unserem stadtteileigenen Rodelberg, der aber leider von Jahr zu Jahr buckeliger wird, ziemlich wenig Schnee hat und dieses Jahr nicht mal beleuchtet ist. Nach drei- oder viermal Schlittenfahrenfliegen hatten die Kinder dann auch genug und fragten, ob wir nicht mal wieder auf den schönen Rodelberg gehen könnten. Gleich am Mittwoch, wenn keiner irgendwohin muss?! Bitte!

Immerhin führten die -16°C dazu, dass sie nach anderthalb Stunden freiwillig wieder mit nach Hause kamen.

Nach einem heissen Bad und zwei Litern Griessbrei ging’s uns auch allen wieder gut.