Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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kaksisataaseitsemäntoista

Seit Tagen regnet es schwarze Tinte.

Wenn die beiden Schulkinder früh losziehen, sehen wir sie nur, wenn zufällig zur gleichen Zeit ein Auto losfährt und die Reflektoren an ihren Rucksäcken und Jacken zum Leuchten bringt. Sonst winken wir einfach in die Dunkelheit.

Wenn ich abends meinen Pflichten als Taximutter nachgehe, bin ich derzeit eher angespannt. Ich frage mich, ob manchem von Kopf bis Fuss schwarz gekleideten Fussgänger überhaupt klar ist, dass man ihn nicht nur schlecht, sondern praktisch überhaupt nicht sehen kann.

Strassenlaternen, Autoscheinwerfer… als ob sie gar nicht an wären. Jedes Jahr wieder frage ich mich, wie es möglich ist, dass diese Finsternis jegliches Licht einfach aufsaugt.

Nach Kennzeichen Ausschau halten? Unmöglich. Aber als ich gestern auf den Turnhallenparkplatz einbog und den Herrn Picasso neben einen schön weiss leuchtenden Audi lenkte, sah ich doch, dass die Scheinwerfer noch funktionieren: sie erleuchteten eine 217 auf dem Nummernschild des Audis.

(Und heute haben wir für eine Stunde die Sonne gesehen!)

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Ein Kommentar

Finster war’s

Das Gemeine am finnischen Herbst ist ja, dass man den einen Tag noch denkt: „Mensch, ist ja schon fast November, und trotzdem ist es noch so hell, muss ich mir schnell noch ein bisschen die Sonne auf die Nase scheinen lassen, und guck mal, die geht ja noch nicht mal sooo zeitig unter!“, und am nächsten Tag ist es bewölkt, und zack, ist es den ganzen Tag finster.