Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


2 Kommentare

2020

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Glaubt mir jetzt vermutlich keiner, aber… 9. Ich habe den ersten Lockdown tatsächlich in vollen Zügen genossen. Und wir hatten den Sommerurlaub unseres Lebens! 2020 war viel Verzicht – und mindestens genauso viele unerwartete Möglichkeiten.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Keine Ahnung. Vielleicht bisschen zugenommen.

3. Haare länger oder kürzer?
Derzeit bisschen kürzer, weil ich im Herbst wie immer einen Rappel gekriegt habe, wenn ich die langen Haare unter Kapuzen, Schals, Mützen und Fahrradhelm friemeln muss, und daraufhin den Ähämann gezwungen habe, mir mindestens 15 cm Haare abzuschneiden.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich viel.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen. Aber besser, weil die beste Chefin aus dem Mutterschutz zurück ist und wir seit dem neuen Schuljahr auch zurück in unseren eigenen Räumen im Stadtzentrum sind statt in Turkus hässlichster Schule am anderen Ende der Stadt.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Coronabedingt viel weniger: wir sind bis auf ein paar Mal, als man im Sommer draussen sitzen konnte, überhaupt nicht essen gegangen, die Schulkinder brauchten über Monate keine Buskarten, wir sind viel weniger verreist als sonst. Ansonsten habe ich dieses Jahr verstärkt darauf geachtet, Dinge möglichst gebraucht zu kaufen, was nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Die Erkenntnis, dass Menschen noch viel weniger selbst denken, als ich bisher angenommen hatte.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Ungefähr gleich viel. Ich habe jetzt wieder einen kürzeren Arbeitsweg, dafür wandere ich jetzt täglich zwei Kilometer durchs Stadtzentrum.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Eine. Die gleiche und zum gleichen Zeitpunkt wie im letzten Jahr.

11. Davon war für dich die Schlimmste?
Die.

12. Der hirnrissigste Plan?
Ein guter Kandidat wäre der Plan, auf der Reise nach Island wegen der komischen dänischen Reisebeschränkungen in Dänemark eine Nacht mit den Kindern im Auto zu schlafen, gewesen. Das war dann aber überraschend ok.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Anfang März noch mit dem Zug (!) in ein überlaufenes Museum nach Helsinki (!) zu fahren.

14. Die teuerste Anschaffung?
Der Inhalt der großen Kiste aus Holland. (Netterweise von Oma und Opa gesponsert.)

15. Das leckerste Essen?
Das Honigbrötchen vor der Küste Schottlands .

16. Das beeindruckendste Buch?
„Die Frauen von Själö“. (Wollte ich was dazu schreiben, wenn wir das nächste Mal nach Seili gefahren wären. Dann… ähm… nächsten Sommer vielleicht.)

17. Der ergreifendste Film?
„Der Club der singenden Metzger“

18. Die beste CD?
Wie immer: ich höre eigentlich nur in der Adventszeit bewusst Musik an.

19. Das schönste Konzert?
Der kleine Herr Maus hat ja nur deswegen vor einem Jahr angefangen, Klarinette zu lernen, weil er unbedingt auch zum Musiklager möchte wie die grosse Schwester. Es waren diesmal also zwei Kinder angemeldet, die Grosseltern hatten ihren Sommerbesuch bei uns so geplant, dass sie auch mit zu den Konzerten kommen könnten – und dann fiel leider alles aus. Zum Glück darf der kleine Herr Maus seit September im Blasorchester der Musikschule mitspielen – aber das Weihnachtskonzert wurde leider auch nur gestreamt, und zwar in so schlechter Qualität, dass das leider auch kein Genuss war.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Nachrichten lesen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Ähämann und den Mäusekindern auf Reisen.

22. Zum ersten Mal getan?
Schule , Instrumentalunterricht , Schwimmtraining, eine Stipendienverleihung und Elternabende per Videochat erlebt.
Ganz viele Ausflugsziele in der Nähe aufgesucht, an denen wir vorher aus unerfindlichen Gründen noch nicht waren.
In Hämeenlinna gewesen.
Mittsommer am Strand gefeiert.
Einen Vulkan bestiegen, in heissen Quellen gebadet,Papageientaucher gesehen und in einer Kontinentalspalte spazierengegangen.
Mit dem Schiff direkt von Turku nach Tallinn gefahren.
Mund-Nasen-Schutz getragen und Maskensüppchen gekocht.
Krankenbesuch bei einem Schiff gemacht.
Auf einer Beerdigung gewesen, die nicht komplett unpersönlich und trostlos war.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Zur Fliederblüte in Rauma gewesen.
Auf der Mumininsel spazierengegangen.
Grenzkontrollen erlebt.
Gletscher gesehen.
Kindergeburtstag im finsteren Wald gefeiert.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Auf den Nichtwinter.
Auf das Loch im Stadtzentrum.
Auf die letzten zehn Schultage vor den Sommerferien.
Die vielen Ausflüge ins Parkhaus.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass wir ganz sicher nicht im Mai da weitermachen werden, wo wir Mitte März aufgehört haben. Und dass Masketragen bei dieser Krankheit ganz eventuell noch ein bisschen wichtiger sein könnte als Händewaschen. (Es hat auch nur sechs Monate gedauert, bis die finnische Gesundheitsbehörde sich dann auch dementsprechend geäussert hat.)

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Ähämann hat in dem kleinen Handarbeitsladen, in dem wir unsere Islandpullover gekauft haben, ein Wollkleid für mich entdeckt, das dort nur auf mich gewartet haben muss. Ich musste es dann wieder vergessen und er hat es mir zum Geburtstag geschenkt. Seitdem wärmt es mich von aussen und von innen.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Also der lustigste Satz war der, als wir zu dem isländischen Party-Zeltplatz fuhren und auf der doch recht abenteuerlichen Strasse dorthin an einer Steigung die Räder des Löwen Balthasar durchdrehten und Siri, die sich in des Ähämanns Hosentasche selbst eingeschaltet hatte, uns wissen liess: „Ich kann Ihnen leider nicht helfen.“

28. Dein Wort des Jahres?
Island.

29. Dein Unwort des Jahres?
Corona.

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe dieses Jahr mehr Nachrichten gelesen als Bücher oder Blogs. Aber die Blogs, die ich mag und regelmässig lese, stehen alle in der Blogroll.

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Weniger Katastrophen aller Art auf der Welt. Und mehr selbst denkende Menschen.

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2019

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Acht. Der Winter war prima, der Sommer zwar nicht heiss, aber wenigstens sonnig. Wir sind so viel verreist wie noch nie, nämlich in allen ausser den Weihnachtsferien, und zwischendrin auch noch. Und seit das Fräulein Maus nicht mehr so ein wahnsinniges Trainingspensum hat, haben wir alle wieder viel mehr Zeit füreinander und für gemeinsame Unternehmungen. Zwei Punkte Abzug für den wirklich anstrengenden Frühling, als ich den Hort quasi alleine schmeissen und nebenher meine Ausbildung samt vierwöchigem halbtägigem Praktikum abschliessen musste und ausserdem das Fräulein Maus von einer Infektion und einer Sportverletzung zur nächsten stolperte.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Keine Ahnung. Aber alle Klamotten passen.

3. Haare länger oder kürzer?
Sie sind dann jetzt eben wieder so lang, wie meine Haare werden – und das ist nicht bis zur Kniekehle – wenn ich sie einfach wachsen lasse.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Optikerkette meines Vertrauens schickte mir neulich einen Gutschein für einen Sehtest, und ich sag‘ mal so: wenn es duster ist und die Schrift sehr klein, kann ich mir trotz Brille vorstellen, dass ich den demnächst doch mal in Angriff nehmen muss. (Lieber würde ich aber noch bis nächsten Herbst damit warten, damit es auch die Gläser der Sonnenbrille noch eine Saison tun.)

5. Mehr Kohle oder weniger?
Es gab eine Gehaltserhöhung von 10 € oder so.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen. Er war allerdings sehr viel anstrengender in diesem Jahr, weil wir Anfang des Jahres für vier Monate nur zu zweit waren und ausserdem die gesamte Verantwortung und aller Bürokram auf meinen Schultern ruhten; aber es hat mich durchaus auch zufrieden gemacht, dass ich das trotz meiner doch erst recht kurzen Erfahrung im neuen Job ganz gut hingekriegt habe.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr für Urlaube. Weniger für Materielles.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Mehr Selbstsicherheit in jeglicher Kommunikation auf Finnisch. (Jahaaa, das wird mein Leben lang steigerunsfähig sein.)

9. Mehr bewegt oder weniger?
Genug jedenfalls: jeden Tag eine halbe Stunde einfache Strecke mit dem Fahrrad auf Arbeit gefahren, skigefahren, durch Moore spaziert und drei Wochen in den Bergen gewandert. Nur schlittschuhlaufen auf irgendwelchen natürlichen Gewässern waren wir das ganze Jahr nicht.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich war genau einmal krank. Also so, dass ich einen Tag zu Hause bleiben musste.

11. Davon war für dich die Schlimmste?
Genau die, weil ich noch den ganzen Erzgebirgsurlaub über deshalb furchtbar müde und schlapp war.

12. Der hirnrissigste Plan?
Mal schnell (haha!) ein Zimmer komplett umzugestalten. (Und bei 30°C zu tapezieren.) Aber es ist dann sehr schön geworden.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Skifahren zu gehen, weil es zum Wandern zu glatt ist.

14. Die teuerste Anschaffung?
Der Löwe Balthasar.

15. Das leckerste Essen?
Wir waren ein, zwei , drei Mal in Estland dieses Jahr. Und drei Wochen lang Halušky essen.

16. Das beeindruckendste Buch?
„Die lange Reise“.

17. Der ergreifendste Film?
Ich war dieses Jahr genau einmal im Kino und habe auch sonst mehr Bücher gelesen als Filme geguckt. Schön war, direkt nach unserem Urlaub nochmal eine Reportage über den Advent im Erzgebirge zu sehen.

18. Die beste CD?
Wie im letzten Jahr: ich höre den ganzen Tag Geschrei, Gesinge, Gelache und höre eher selten Musik, weil es schön ist, wenn es einfach mal ruhig ist. Aber im Dezember hören wir unsere sechs Weihnachts-CDs hoch und runter.

19. Das schönste Konzert?
Die Konzertreihe auf der übernächsten Insel.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Kindern.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Ähämann und den Mäusekindern auf Reisen.

22. Zum ersten Mal getan?
Urlaub in des Ähämanns Arbeitsstadt gemacht.
Mit Skiern rund um den Flughafen gefahren.
Die Kinder zum Klimastreik begleitet.
Auf einem (ganz besonderen!) Baumwipfelpfad gewesen.
Mittsommer auf der Amorella gefeiert.
Einer Tallinn-Fähre von Suomenlinna aus zugewinkt.
Auf Vallisaari gewandert.
Unser Klärwerk besichtigt.
Eine Halloweenparty bei uns zu Hause ausgerichtet.
Einen Fast-Generalstreik erlebt.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Im Mondschein skigefahren.
Einen „Kinder“geburtstag ausgerichtet.
Den Berg bestiegen, der nur über drei sehr lange, sehr steile Aufstiege zu erreichen ist.
Im Roháče gewesen.
Das Dampffestival besucht.
In der Schwimmhalle im Nachbarort gewesen.
Tallinn besucht.
Grosse Pyramiden angeguckt, kleine Weihnachtsmärkte besucht und Bimmelbahn gefahren.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Das Wahlergebnis und überhaupt die ganze Nazischeisse allerorten.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass der Klimawandel nicht davon weggeht, dass man ihn kleinredet.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein zweitägiger Geburtstagsausflug.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Mama, ich war grade am Briefkasten und ich glaube, ich bin angenommen auf der Musikklasse, da steht nämlich hyväksytty!“ (War so wichtig, dass sie mich mitten am Nachmittag auf Arbeit anrief.)

28. Dein Wort des Jahres?
Vastuuohjaaja.

29. Dein Unwort des Jahres?
Vastuuohjaaja. (Nein, das widerspricht sich nicht. Siehe Punkt 6.)

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Östlich von Istanbul. Und natürlich alle anderen auf der Blogroll.

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Ich wiederhole mich, aber: Mal wieder ohne Beklemmung Zeitung lesen zu können.

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3 Kommentare

2018

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
ZEHN! (Da ich in diesem Jahr allerdings kein Kind auf die Welt gebracht habe, erscheint mir das im Vergleich fast ein bisschen frevelhaft, also sagen wir: Neunsiebenachtel.) Eine Arbeit, die mir richtig Spass macht und bei der ich nicht ständig zwischen Familien- und Arbeitszeit jonglieren muss, ganz viel gemeinsame Familienzeit und ausserdem ein richtiger Winter, zweimal Frühling, ein Rekordsommer, in dem wir alle zusammen zehn Wochen frei hatten, ein aussergewöhnlich warmer und bunter Herbst und eine trotz aller Termine recht besinnlichen Adventszeit mit sogar Schnee: was für ein wunderbares Jahr!!!

2. Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch, wahrscheinlich.

3. Haare länger oder kürzer?
Gleichlang lang.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Vermutlich wieder ein Stückchen weitsichtiger. Die Brille vom letzten Jahr tut’s aber noch sehr gut.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Tja. Mein Arbeitslosengeld war höher als mein jetziger Lohn.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen neuen. Und der wird eigentlich immer nur besser.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Für des Fräulein Maus‘ Turnerei im neuen Verein seeehr viel mehr. Ansonsten versuchen wir halt immer, nicht knausrig, aber sparsam zu leben.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Mehr Selbstsicherheit im neuen Job (und in der unmöglichsten Fremdsprache der Welt). Neue Erkenntnisse über den finnischen Lehrplan, Erste Hilfe, Gebärdensprache, Brailleschrift und was sonst noch zu meiner inzwischen fast abgeschlossenen Ausbildung gehört, und überhaupt Erkenntnisse aller Art. Man lernt wirklich nie aus.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr Fahrrad gefahren, weil ich – bis auf ein paar Ausnahmen, als sich der Turkuer Winter von seiner allerbesten fahrradfahrer- und fussgängerunfreundlichsten Seite zeigte – rund ums Jahr mit dem Rad auf Arbeit gefahren bin; ausserdem habe ich seit August einen knapp 8 km langen Arbeitsweg, und mittwochs, wenn ich Schule hatte, kamen sogar insgesamt 20 km zusammen. Ausserdem bin ich noch nie so viel skigefahren wie in diesem Jahr. Und schon lange nicht mehr so viel in den Bergen gewandert.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Weiss gar nicht. Ich erinnere mich eigentlich nur an eine Flunssa kurz nach Sommerausbruch und eine zu Herbstbeginn.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die erste. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich für zwei Tage überhaupt keine Stimme.

12. Der hirnrissigste Plan?
Gab’s dieses Jahr keinen. (Sagte ich schon, dass das Jahr nahezu perfekt war?!)

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Bei Gewitter in den Bergen zu sein. (Mit ein bisschen Voraussicht nicht wirklich gefährlich. Aber sehr beeindruckende und respekteinflössende Blitze haben wir gesehen in gerade noch sicherer Entfernung.)

14. Die teuerste Anschaffung?
Das mit Abstand teuerste war unsere vierwöchige Reise zu all unseren Lieblingsorten in Europa. (Aber jeden Cent wert!)

15. Das leckerste Essen?
Wir sind viel gereist dieses Jahr und haben deshalb sehr viel gutes Essen gegessen, und, naja, wir waren halt zehn Tage im Schlaraffenland.

16. Das beeindruckendste Buch?
Christa Wolfs gesammelter Briefwechsel.

17. Der ergreifendste Film?
Ich bin echt nicht der Kinogänger und Filmegucker. Neulich haben der Ähämann nach ewiger Zeit mal wieder „Schultze gets the Blues“ geguckt, der ist schon sehr schön.

18. Die beste CD?
Ich habe so viel Kindergeschrei, -gelache, – gesinge um mich rum, dass ich es sonst am liebsten still habe. Ich glaube, ich habe noch nie so wenig Musik gehört wie in diesem Jahr. (Mal abgesehen von unserer Weihnachts-CD-Sammlung.)

19. Das schönste Konzert?
Das Abschlusskonzert vom Musiklager im Nachbarort.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Kindern.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Ähämann und den Mäusekindern in den unendlichen Sommerferien.

22. Zum ersten Mal getan?
Einen finnischen Präsidenten gewählt.
Osterspaziergang auf Skiern gemacht.
Mit des Fräulein Maus‘ Mannschaft auf Wettkampfreise geflogen.
Von Kasnäs mit der Autofähre noch weiter nach Süden gefahren.
Mit dem Stadtbus in den Nationalpark gefahren.
Im September noch am Lieblingsstrand baden gewesen.
Den Kindern Schulbrote geschmiert.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Die Turkuer Burg besucht.
Über den zugefrorenen Aurajoki spaziert.
Im Irrgarten gewesen.
Die Schärenringstrasse gefahren.
Neue Strände entdeckt.
Schärenfähre gefahren.
In der Lieblingsstadt und im Lieblingsgebirge gewesen.
Korbinchen fliegen lassen.
Im Theater gewesen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Darauf, dass unsere Herbstferien immer nur zwei vier Tage lang sind.
Die unsägliche Grossbaustelle im Turkuer Stadtzentrum.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Im Frühling Kapellen- und Kirchenrat davon, mich nach Ende meines Praktikums für die Arbeit im Hort anzustellen (erfolgreich!) und im Herbst Kandi05 davon, dass man mir den Weisheitszahn nicht zu ziehen braucht, nur weil er eben da ist und gezogen werden könnte (ebenfalls erfolgreich).

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Eine Geburtstagsreise.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es waren eigentlich zwei: „Das geht klar, dass ich erst im August mit dem neuen Job anfange“ und „Ich möchte, dass du meine Mutterschutzvertretung wirst!“

28. Dein Wort des Jahres?
Sommerferien.

29. Dein Unwort des Jahres?
HENSU.

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe mich neulich in Finnlands bekanntestem Familienblog festgelesen. Mich nervt die stetig zunehmende Kommerzialisierung auch dort unsäglich, aber gerade im Archiv habe ich sehr viele lustige, nachdenkliche und so schön geschriebene und bebilderte Artikel gefunden, dass das Lesen wirklich eine Freude ist. Ich weiss dann jetzt zum Beispiel auch, dass es in Helsinki in den Sommerferien auf den grossen Spielplätzen seit 76 Jahren und bis heute ein kostenloses Mittagessen für Kinder gibt. (Während Turku sein Geld in ein nicht mehr zeitgemässes Grossprojekt steckt… aber ich schweife schon wieder ab.)

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Genausoviel Schnee. Genausoviel Hochsommerhitze. Dass das Fräulein Maus an ihre Wunschschule gehen kann. Und dass ich das gut hinkriege mit der noch grösseren Verantwortung im Job. (Okay, das waren jetzt vier.)

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2017

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Irgendwie war das Jahr insgesamt ziemlich anstrengend. Also, sieben, vielleicht.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch.

3. Haare länger oder kürzer?
Länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich habe dann jetzt eine Brille.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger, aber gut ausreichend. Und ich habe dieses Jahr zum allerersten Mal eine wirklich hohe Steuerrückzahlung bekommen.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Einen völlig anderen. Und bis jetzt finde ich den sehr, sehr toll und habe mich noch keine Minute nach dem alten zurückgesehnt.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Die Kinder können jetzt tatsächlich manchmal ein Paar Winterschuhe oder einen Schneeanzug oder ihre Skier mehr als eine Saison lang benutzen. Dafür trudeln hier inzwischen dauernd hohe Rechnungen für die Hobbys der Kinder ein. Wie bei allem: es wird nicht weniger – es wird nur anders.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Vielleicht steckt ja in einem der vier von den sieben Rubbelloskalender, die wir für den Sportverein des Fräulein Maus verkaufen sollten, die wir aber nicht losgekriegt haben, noch ein Hauptgewinn. Sollten wir mal nachgucken.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Wie letztes Jahr das ganze Jahr Fahrrad gefahren und an den Wochenenden viel gewandert.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Zweimal Flunssa. Die erste davon verbunden mit einem Herpesausbruch des Grauens. Ach so, und ein kranker Zahn.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die erste.

12. Der hirnrissigste Plan?
Zum Zahnarzttermin früh um acht bei fünf Zentimetern nassem Neuschnee mit dem Fahrrad zu fahren. (Ich erwartete halt eigentlich, dass ausser vielleicht in unserem abgelegenen Stadtteil halb acht die Schneepflüge überall längst dagewesen waren.)

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Immer wieder: Radfahren im Turkuer Winter.

14. Die teuerste Anschaffung?
Die finnische Staatsbürgerschaft.

15. Das leckerste Essen?
Als ich mit dem Ähämann ganz allein und in Ruhe aus war. (Und ja, man kann mittlerweile sogar in Turku leckeres Essen bekommen. Wenn man weiss, wo.)

16. Das beeindruckendste Buch?
Ein dicker Wälzer, der an lauter Orten spielt, die ich kenne.

17. Der ergreifendste Film?
Ich habe dieses Jahr genau einen Film im Kino gesehen. Und spät am Heiligabend nach sehr vielen Jahren mal wieder „Das ewige Lied“ anzugucken, war schon auch recht schön.

18. Die beste CD?
Am besten ist ja, dass unser an sich unmögliches Autoradio aus unserer umfangreichen Musiksammlung oft zufällig genau die passende Musik aussucht.

19. Das schönste Konzert?
Ein Konzert mit 33 Harfen. (Und Dumbledore.)

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Dem Koordinieren von Kinderterminen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Einem Fünf-Personen-Zelt.

22. Zum ersten Mal getan?
Eins meiner Kinder vom Fünf-Meter-Brett springen sehen.
Die ganze fünfeinhalb Kilometer lange Schlittschuhbahn auf dem See nebenan gefahren.
Wegen Sommerzeit eine Stunde zu früh (!) irgendwohin gekommen.
Eine Staatsbürgerschaft beantragt.
Allein mit dem Fräulein Maus übers Wochenende verreist und jeweils unser beider beste Freundinnen besucht.
Mit Strom über den Fluss und übers Meer gefahren.
Mit dem Fahrrad zur Urfeuernacht gefahren.
Die Weihnachtsfriedensverkündung mit jeder Menge Sicherheitsvorkehrungen erlebt.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Gewählt. Und gewählt.
Über den zugefrorenen Päijänne spaziert.
Demonstrieren gewesen.
Grosse Segelschiffe bewundert.
Mit dem Zelt durch Norwegen gereist.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Am einzigen richtig schönen Wintertag mit Skifahrwetter krank im Bett zu liegen.
Auf Schnee im Mai.
Auf den viel zu kalten, viel zu kurzen Sommer.
Dieses blöde Strasskleberei zweimal im Jahr.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Nicht nur den eventuell zukünftigen Arbeitgeber, sondern vor allem auch mich selbst: davon, dass ich das kann, mit Kindern zu arbeiten. Sogar auf Finnisch.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Es war nicht wirklich ein Geschenk – aber genau an meinem Geburtstag meinen neuen, so hübschen Pass abholen zu können,w ar schon sehr toll.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Ich möchte dich wirklich gern behalten!“ („Der Kapellenrat müsste allerdings noch zustimmen.“ Ja, tja. Sehen wir mal.)

28. Dein Wort des Jahres?
Suomi100

29. Dein Unwort des Jahres?
Klimawandel. (Warme Winter und kalte Sommer sind echt das allerletzte Klima, in dem ich leben will!)

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Siehe Blogroll. Ganz besonders gern habe ich in diesem Jahr bei Mademoiselle ReadOn gelesen. Und habe ich schon mal erwähnt, dass Melanies #12von12 die schönsten im ganzen Internet sind?!

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Mehr Schnee. Mehr Hochsommerhitze. Mehr Zeit zum Durchatmen. Und dass der neue Job eine Zukunftsaussicht hat.

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2 Kommentare

2016

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Abgesehen von all dem weltpolitischen Mist – für mich ganz persönlich: 9. Mindestens.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Eher zu. Weiss ich aber nicht so genau. Seit der letzten Schwangerschaft habe ich mich schätzungsweise vier Mal gewogen.

3. Haare länger oder kürzer?
Länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
2017 werde ich mir eine Lesebrille zulegen.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich viel.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Vermutlich ungefähr gleich viel.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Tjanun. Der eine der sieben zu verkaufenden Rubbelloskalender, den wir behalten haben, hat uns auch dieses Jahr weder ein neues Auto, einen Traumurlaub in Europa noch einen Marimekko-Topflappen beschert…

9. Mehr bewegt oder weniger?
Spontan hätte ich gesagt: gleich viel. Aber die Strecken, die man mit den Kindern skifahren oder radfahren oder wandern kann, werden ja doch von Jahr zu Jahr länger.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Eine ausgerenkte und gebrochene Schulter. Zwei, drei Mal flunssa ohne Fieber.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Ganz objektiv: die Schulter natürlich. Andererseits: das Timing war perfekt. Die sensationellen vier Wochen Krankschreibung, waren sowohl zeitlich als auch finanziell durchaus günstig. Ich musste nicht einmal aufs Skifahren verzichten, und überhaupt habe ich an die ganze langwierige Geschichte hauptsächlich gute Erinnerungen. Schlimm ist anders.

12. Der hirnrissigste Plan?
“Ich kann ja auch von zu Hause bisschen arbeiten.“

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Wie ich seit dieser Woche weiss, offensichtlich die 37 Male, die ich auch dieses Jahr wieder mit den Kindern auf der Autofähre bis hoch unter die Brücke gestiegen bin während der Überfahrt.

14. Die teuerste Anschaffung?
Eine Harfe.

15. Das leckerste Essen?
Es gibt eine ganz kleine Gaststätte in einem kleinen Ort im Erzgebirge, in der schmeckt sogar Mischgemüse, dem ich sonst überhaupt nichts abgewinnen kann, köstlich.

16. Das beeindruckendste Buch?
”Erziehung eines Helden”.
(Überhaupt habe ich dieses Jahr sehr viele und sehr schöne Bücher gelesen. Ein Hoch auf unsere Bibliothek!)

17. Der ergreifendste Film?
Ich habe dieses Jahr (neu) gesehen: Me Rosvolat (auf DVD), „Oskar, Rico und der Diebstahlstein“ (im Kino), ”Tatu & Patu “ (im Kino), “Onneli und Anneli im Winter” (auf DVD) und “Helden des Polarkreises 2” (auf DVD). “Me Rosvolat” hat mir am besten gefallen, aber einen ergreifenden Film habe ich wohl dieses Jahr nicht gesehen.

(Ausser Joulutarina, dieses Jahr zum ersten Mal mit den Kindern angeguckt. Aber den kannte ich ja schon.)

18. Die beste CD?
Wir haben – insbesondere auf Wunsch der Kinder – sehr viel Coldplay gehört dieses Jahr.

19. Das schönste Konzert?
Der grosse Herr Maus und die anderen Klavierschüler der befreundeten Klavierlehrerin führten Anfang des Jahres gemeinsam The Snowman auf. Das war ein sehr kleines, aber sehr, sehr feines Konzert.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit dem Organisieren und Unter-einen-Hut-Bringen von Dingen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Sommer geniessen. Drei Monate lang.

22. Zum ersten Mal getan?
Einen Tretschlitten gekauft.
Ein Smartphone besessen. (Als schätzungsweise vorletzter Mensch auf der Welt.)
Für eine Zeitschrift einen Artikel auf Finnisch geschrieben. (Zwei!)
Mit den Kindern eine Zeltwanderung gemacht.
Ein Kind ohne uns nach Deutschland fliegen lassen.
Mit einem Kind auch bei Schnee und Eis Fahrrad gefahren.
Einen Versandhandel für Adventskalender betrieben.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Auf dem Meer schlittschuhgelaufen.
Nachtzug gefahren und Urlaub im BlauenRoten Mökki gemacht.
Auch in Turku ausgiebig Ski gefahren.
In der Sächsischen Schweiz gewesen.
Den Wörlitzer Park besucht.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die andauernden Wutausbrüche des grossen Herrn Maus.
Diverse abendliche Besuche in der Notaufnahme.
Diesen einen Montag.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Überzeugen? Ich versuche, wenigstens mit gutem Beispiel voranzugehen. Mit eher mässigem Erfolg, fürchte ich.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Eine Diamantenmuschel.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
“Ich mach‘ dir dann den Arbeitsvertrag fertig – ab 1. September, und das mit den sechs Monaten geht auch klar.“

28. Dein Wort des Jahres?
Sommerferien.

29. Dein Unwort des Jahres?
Dieses Jahr wieder ganz konkret, nicht nur symbolisch: Weihnachtselfen!!!

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Wie immer in der Blogroll.

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Weltfrieden. Echt jetzt.
(Und so für mich: ein neuer oder anderer oder überhaupt irgendwie Job für wenn das Eichhörnchenprojekt dann endgültig zu Ende ist.)

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