Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Glück ist…

… finnische Sommerabende.

Abendlicht, das von Minute zu Minute weicher und schöner wird. Stille bis auf das Tuckern eines Motorbootes irgendwo weit weg und das Kreischen der Möwen, die über unsere Köpfe hinwegsegeln. Eine Sauna, die zweimal die Woche von 17 bis 21 Uhr angeheizt ist und einfach so von jedermann benutzt werden darf. Grünes Wasser voller Diamanten, das noch so kalt ist, dass es einem kurz den Atem nimmt, wenn man losschwimmt.


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kaksisataakuusikymmentä

An einem sonnigen Märztag vor 17 Jahren nahm mich meine finnische Gastmutter zum ersten Mal mit in ihr Sommerhaus. Wir hielten uns nicht lange da auf, sondern gingen an der Sauna vorbei direkt auf den See. Auf dem See hockten Eisangler, zogen Skifahrer ihre Spuren, Kinder wurden im Schlitten gezogen, ab und zu knatterte ein Schneemobil vorbei. Wir liefen und liefen, und immer neue Ausblicke auf sich bis zum Horizont aus der weissen Schneefläche erhebende Inseln und Inselchen taten sich auf. Die Sonne knallte von einem tiefblauen Himmel auf den weissen See, und es war einer dieser Tage, an dem ich begriff, warum die finnische Fahne blau-weiss ist.

Es war eines der schönsten Dinge, die ich je erlebt habe.

Wie gut, dass die liebste Freundin neuerdings fast genauso nahe am gleichen See wohnt!

(Und als wir über den See bis zu besagtem Sommerhaus gelaufen waren, kletterten wir wieder an Land, und da stand ein Pakettiauto mit der 260 im Kennzeichen.)

Finnischer März, hach!
(Und Mittelfinnland, hach! Hach!)

Glück und Herzhüpfen.
Ganz, ganz viel Glück und Herzhüpfen!

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kaksisataakolmekymmentäkaksi

Seit wir in Turku wohnen, brechen wir nie mehr in aller Herrgottsfrühe in den Urlaub auf. Wir fahren abends, und zum Hafen brauchen wir zwanzig Minuten.

Diesmal gingen wir am Abreisetag sogar alle noch auf Arbeit, in die Schule und in den Kindergarten, und dann war trotzdem noch genug Zeit, die letzten Sachen einzupacken, das Auto zu beladen, den Geschirrspüler nochmal anzustellen und den Müll wegzubringen. Apropos Müll: gut, dass wir den Plastemüll wegfahren müssen. So nahmen wir einen anderen Weg zum Hafen, und es kam uns noch die 232 entgegen.

Und immer, wenn wir im Sommer wegfahren und so im Abendsonnenschein an Deck stehen, bin ich ein bisschen wehmütig. Weil diese Sommerabende so unglaublich schön sind, dass ich sie eigentlich nicht einmal für drei Wochen verpassen will.

Was für ein Glück, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen!

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Frühling! Frühling!!!

Wir machen unsere Osterspaziergänge eben zu Vappu.

Es fiel uns heute ein bisschen schwer, uns für ein Ausflugsziel zu entscheiden. Wir wollten nämlich gern ein bisschen wandern – Sonne! Wärme! Erste grüne Blättchen! – uns andererseits aber auch die letzte Chance, in Teijo deutschen Kuchen bei einer deutschen Bekannten im Café zu essen, nicht entgehen lassen. Zum Glück gibt es rund um Teijo nicht nur lange Rundwege, sondern auch einen ganz kurzen, so dass sich beides verbinden liess – und die Kinder ausserdem ihre Vappu-Luftballons ausführen konnten.

Der Weg führt durch den ehemaligen Park eines Gutshofes, weswegen man mitten im finnischen Wald hier eine Thuja, dort eine Douglasie und da einen Rhododendron findet. Mehr ist vom Park nicht übrig. Die finnische Natur ist sehr schnell damit, sich zu nehmen, was ihr zusteht. Aber wer braucht schon einen Park, wenn im Wald weisse und blaue Teppiche ausgelegt sind…!

Hinterher gingen wir dann Kuchen essen, ein bisschen durch den Ort spazieren, den wir sonst immer nur im Vorbeifahren bestaunt hatten, und die Kinder gruben jeder ein Kilo blaue Wundersteine – Überbleibsel der historischen Eisengewinnung – aus.

Ich hatte den ganzen Tag Herzhüpfen vor lauter Frühling.

(Meinetwegen könnten jetzt direkt die Sommerferien anfangen…)