Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Sonn(en)tag

Es war vielleicht nicht die beste Idee, an einem Sonntag, an dem nicht nur die Schneebedingungen perfekt und die Loipen frisch gespurt sind, sondern auch seit langer Zeit mal wieder die Sonne scheint und zusätzlich das Loipencafé geöffnet hat, ausgerechnet diese Skitour zu machen. Denn ungefähr 2000 andere Leute hatten die gleiche Idee.

(Leider waren darunter auch ein paar dieser selbsternannten Profisportler, die es nicht ertragen können, wenn jemand in der Loipe langsamer ist, und tatsächlich sogar Kinder anblaffen. Es kommt selten genug vor; aber offensichtlich doch oft genug, dass es dafür im Finnischen sogar einen eigenen Begriff – Laturaivo = Loipenzorn – gibt. Man fragt sich, wie die sonst so sanftmütigen Finnen mit zwei Brettern an den Füssen zu solchen Wutnickeln mutieren können.)

Aber es ist nun mal eine der schönsten Loipen direkt am Stadtrand, quer durchs Citymoor, durch Wald, über sonnige Felder und eine schneeglitzernde Hochebene, und als Highlight zwischen der Landebefeuerung des Flughafens hindurch. Und obwohl ja gerade #aufgrundderaktuellensituation nichts fliegt von unserem Provinzflughafen ausser einem Frachtflugzeug abends halb elf, kamen wir gerade rechtzeitig, um das Grenzschutzflugzeug über unsere Köpfe hinweg landen zu sehen.

Bleib so, Winter! ♥


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Letzte Gelegenheit

Als wir am Sonnabend zum Eisbaden fuhren, zogen da ein paar Unerschrockene immer noch mit Skiern über die Felder. Na, dachte ich, das ist jetzt aber die letzte Gelegenheit, denn die Sonne knallte wirklich sehr auf die zusammengeschrumpfte Loipe, und die Luft war ganze sechs Grad warm.

Als wir am Sonntag ins Citymoor gingen, war der Parkplatz voller Autos, in die gerade Skier eingeladen oder aus denen gerade Skier ausgeladen wurden. Na, dachte ich, das ist jetzt aber wirklich die allerletzte Gelegenheit, denn an manchen Stellen guckte schon der Waldboden wieder raus, und Rinnsale blinkten neben dem Weg.

Aber die Loipe sah gar nicht so schlecht aus. Und so ergriffen gestern der kleine Herr Maus und ich, nachdem wir erst das Fräulein Maus zum Training gefahren und dann in der brechend vollen Schwimmhalle seine am Sonntag beim Training liegengelassene Badekappe abgeholt hatten, die wirklich allerallerletzte Gelegenheit beim Schopfe und gingen auch nochmal skifahren.

Vom Citymoor zur Skihütte auf der anderen Seite des Flughafens und wieder zurück. Es waren recht anstrengende 14 km, denn der Schnee war auf der Hinfahrt noch sehr vereist und auf der Rückfahrt sehr matschig. Aber egal. In der Skihütte konnten wir am Feuer unser mitgebrachtes Mittagessen essen, ich konnte mein durchgeschwitztes Wollunterhemd wechseln, zum Nachtisch gab’s Munkki und heissen Kaffee, und dann ging’s auch mit dem Rückweg.

Und die Loipe ist ja mal echt cool: der kleine Herr Maus erzählte noch den ganzen Abend davon, wie wir durch die Landebahnbeleuchtung des Flughafens durchgefahren sind und wie toll der startende Airbus so ganz aus der Nähe ausgesehen hatte.

Wenn es wirklich die allerallerletzte Gelegenheit zum Skifahren gewesen sein sollte, dann haben wir sie wenigstens gut genutzt.

(Heute Muskelkater. Und strömender Regen.)


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kaksisataaseitsemänkymmentäseitsemän

Grosse, vernünftige Mädchen dürfen auch um Mitternacht noch mit zum Flughafen kommen, um Oma und Opa abzuholen.

Wir sahen zwei Flugzeuge landen, einen Hubschrauber starten und dem Elektrobus beim Laden zu. (Als ob nichts los wäre an unserem Provinzflughafen! Um Mitternacht!)

Wie immer parkten wir sehr viel länger als eine Viertelstunde vor dem Flughafen. Und als wir mit Oma und Opa aus dem Terminal in die laue, aber schon wieder dunkle Sommernacht hinaustraten, da fuhr gerade eine 277 los, die auch jemanden abgeholt hatte.

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kaksisataaneljäkymmentäkolme

Eigentlich hatte gestern nichts weiter auf dem Herbst“ferien“programm der beiden Herren Maus gestanden als nachmittags die grosse Schwester vom heimischen Provinzflughafen abzuholen.

Eigentlich. Dann aber hatte es einen Riesenstau in München gegeben, am Flughafen hatte sich niemand erweichen lassen, die vier „1, 2 oder 3“-Reisenden mit fünf Minuten Verspätung doch noch einzuchecken, und so hatten sie ihrem Flugzeug hinterhergucken müssen. Um dann erst mit drei Stunden Verspätung anzukommen. In Helsinki, nicht in Turku.

Bis auf die völlig unwesentlich weitere Entfernung war das Abholen dort natürlich viel toller. Flugzeuge gucken, hurra!

Da sind sie! :-)

(Als wir dann gegen 10 das vorletzte Kind zu Hause in Turku abgeliefert hatten, kam uns noch eine 243 entgegen.)

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230], 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242]


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Mittsommertag

Gestern kam dann der Sommer zurück. Wir sassen faul im Garten herum, nahmen ab und zu mit mehreren Stunden Verspätung eine Mahlzeit ein, die Kinder rannten den halben Tag in Badesachen um die Häuser und lieferten sich Wasserschlachten mit den Nachbarskindern, und wir Eltern kamen sogar dazu, in der Hängematte zu lesen.

Und wie schön ruhig das immer ist an so einem Mittsommertag in der Stadt!

Weil alle entweder im Mökki sind oder sich von ihrem Kater erholen (oder beides), weil keine Busse und keine Züge fahren. Flugzeuge fliegen auch nicht. Der perfekte Tag, um – das haben wir schon ewig nicht mehr erlebt – einen angehenden Piloten den ganzen Tag starten und landen üben zu lassen.

Erst halb zwölf flog er in den mitternachtshellblauen Himmel davon.


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Rekordverdächtig

Angesichts der Tatsache, dass wir letzten Sommer nur ein einziges Mal am Strand waren – aussergewöhnlich zeitig schon im Mai; aber dann kam ja der kalte Juni, die Hitzewelle im Juli verbrachten wir bei beinahe täglichem Regenwetter in der Schweiz , und als wir zurückkamen, war der Herbst ausgebrochen – fühlten wir uns heute am Zweitlieblingsstrand fast so, als hätten wir einen Rekord gebrochen.

Es ist schon eine Weile her, seit wir das letzte Mal in der Sandgrube baden waren, und ich hatte schon fast vergessen, wie weich sich das durchsichtige, grüne Wasser dort anfühlt. Und was für feiner Sand dort ist. Und wie toll das ist, dass man dort im Sand liegen und Flugzeuge mit ausgefahrenem Fahrwerk von unten begucken kann, so alle zwei Stunden eins.


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Viel los

Heute mit den Mäusekindern am Flughafen innerhalb einer Viertelstunde Stunde beobachtet, wie ein Flugzeug aus Helsinki landete und wieder startete, ein Sportflugzeug startete, des Ähämanns Flugzeug startete, ein anderes Sportflugzeug landete, so ein Miniflugzeug für acht Personen aus Åland landete und wieder startete sowie ein furchtbar lautes deutsches Armeeflugzeug landete und startete. Da sage noch einer, auf unserem Flughafen sei nichts los…!

(Nebenher kann man prima Hausaufgaben machen.)