Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Jeden Tag eine gute Tat

Immer am Donnerstag nach Weihnachten gehen die Pfadfinder die vielen, vielen Grabkerzen, die hier nicht nur zu Allerheiligen, sondern auch am Heiligabend auf den Friedhof gebracht werden, einsammeln.

Wir gehen immer, wie viele andere, mit der ganzen Familie hin, und in allerhöchstens einer Stunde ist die ganze Sache erledigt. Obwohl jedes Mal zwei riesige Container mit Plastemüll und zwei Mülltonnen voller Blech zusammenkommen.

Hinterher Abstecher zur Bibliothek, heisses Bad, weiter mit Ferien.


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Jähes Ende

Als wir uns am Neujahrsmorgen gegen 0:40 Uhr von den letzten Nachbarn, die noch so lange vor dem Haus ausgeharrt und mit ihren und unseren Kindern auch noch die allerletzten Vorräte an Knallfröschen und Feuerrädern gezündet hatten, verabschiedeten, sagte der eine grinsend zu unseren Kindern: „Gute Nacht! Und morgen geht’s wieder in die Schule!“

Solche Art Scherze sind nicht ihr Humor. Sie diskutierten lange erbost darüber, ob man „morgen“ sagen dürfe, wenn man doch noch zweimal schliefe.

Als heute früh um 6:35 Uhr der Wecker klingelte, war mir jedoch auch das Lachen vergangen.

(Nächstes Jahr wieder Weihnachtsferien bis zum 7. Januar. Gott seis getrommelt und gepfiffen!)


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Urlaubsreif

Solche Wochenenden treten seltsamerweise fast ausschliesslich im November auf.

Und zwar unabhängig vom Alter der Kinder. Von Freitagabend bis Sonntagabend Gebrüll, Geheul und Gezänk schaffen auch Zehn-, Acht- und Sechsjährige noch. (Es hat auch nur mässig geholfen, dass das Fräulein Maus eigentlich den ganzen Sonnabend auf einem Wettkampf war, und dass wir gestern auf Wunsch aller in der Eisbadesauna waren.) Ein Kind musste dann gestern Abend vor der Maus ins Bett. Ein anderes sorgte dafür, dass auch keine Gute-Nacht-Geschichte gelesen wurde.

Aber als wir uns ins Bett schlichen, lagen die beiden Streithammel engumschlungen friedlich schlafend unter einer Decke. ♥

Vielleicht sind wir alle im November – wegen finster und keine Ferien seit August – einfach nur schrecklich müde und fertig. Die Aussicht auf dieses Jahr gerade mal eine Woche und drei Tage Weihnachtsferien hilft auch nicht wirklich dabei, die Zähne einfach noch ein paar Wochen zusammenzubeissen.

Wir schaffen da jetzt einfach selber Abhilfe. Und machen Adventsurlaub. In der Haamit.

Der Rektor hat auch schon gute Reise gewünscht.

Vier Wochen noch.
Augenzuunddurch.


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Ferien, endlich!

Als ich heute früh aufwachte, fühlte ich mich erholt wie seit zwei Monaten nicht mehr.

Nur am ausreichenden Schlaf konnte es nicht gelegen haben. Immerhin hatte ich auch innerhalb der letzten zwei Monate wenigstens immer an einem der beiden Wochenendtage ausschlafen können. Aber all diese Wettkämpfe und Konzerte und Weihnachtsfeier hier und Weihnachtssingen da und Weihnachtsaufführung dort und zwischendurch noch drei Kindergeburtstagseinladungen und das alles zusätzlich zu den ganz normalen Trainingszeiten und Musikstunden und Schule und Kindergarten und Arbeit – noch dazu bei dieser Finsternis…! Von Mitte April bis Ende Mai ist es bei uns ähnlich hektisch wie von Anfang November bis Mitte Dezember – aber da bin ich nicht so fertig. Vor allem nicht so müde. Ich habe schon lange nicht mehr so dringend auf Ferien gewartet wie diesmal.

Den Kindern schien es ähnlich zu gehen. Keines von denen hatte in den letzten Monaten am Wochenende je länger als bis halb acht geschlafen. Heute früh schliefen sie – von jetzt auf gleich – alle drei bis um neun. Die Schule hatte uns netterweise die Zeugnisausgabe am Samstagmorgen erspart und den Schülern die Zeugnisse schon gestern Mittag überreicht. Ferien, endlich!

(Muss man natürlich gleich an den Strand, baden gehen. Und dann – so gegen 15:10 Uhr – in den Sonnenuntergang surfen.)