Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Pack(draht)esel

Wenn 5 kg Bücher aus der Bibliothek und ein sehnlichst erwartetes Paket aus der Packstation im Stadtzentrum nach Hause gefahren werden müssen und man aufs Auto verzichten möchte, dann sieht das – zusätzlich zu den beiden Packtaschen an meinem Rad – eben so aus:

(Eigentlich wollten wir noch einen Ausflug zum gläsernen Sarg neuen Schrägaufzug machen, aber leider fand am Flussufer mal wieder einer dieser unsäglichen Grossmärkte statt, den wir grossräumig umfahren hätten müssen. Haben wir uns lieber in der Bibliothek mehr Zeit gelassen.)


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kolmesataakolmekymmentäkahdeksan

Eigentlich hätte ich heute früh den Herrn Picasso in die Werkstatt fahren müssen – wir gewöhnen uns langsam daran, dass er jeden Mai ein, zwei Wochen, bevor wir auf grosse Reise gehen, irgendein kleineres oder grösseres Gebrechen hat – aber ich konnte nicht, denn ich musste mit dem grossen Herrn Maus zum Zahnarzt, und da ich den Herrn Picasso nicht mit ins Sprechzimmer nehmen darf, fahren der grosse Herr Maus und ich wahlweise mit dem Bus oder dem Fahrrad in die Lieblingszahnklinik. Heute Fahrrad. Was gut war, denn wenn wir mit dem Bus fahren, benutzen wir den Vordereingang der Lieblingszahnklinik, wenn wir mit dem Rad fahren, aber den Hintereingang; vom Parkplatz aus, der nicht etwa für die Patienten gedacht ist, sondern den Uni- oder Krankenhausmitarbeiter mieten – also nicht etwa einen bestimmten Parkplatz, sondern nur das Recht, sein Auto überhaupt da abstellen zu dürfen, falls noch ein Platz frei ist – können. Jedenfalls stand auf dem, als wir die Lieblingszahnklinik verliessen und der grosse Herr Maus zur Schule und ich zur Arbeit davonradelten, eine 338.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337]


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kolmesataakolmekymmentäneljä

Mein Arbeitsweg, vor allem das Stück am Fluss entlang, ist sehr schön.

Sobald allerdings das Wetter ein bisschen besser ist, sind dort auch Heerscharen von Fussgängern unterwegs, die unberechenbar von rechts nach links und wieder zurück driften oder in Gruppen von acht Leuten nebeneinander hergehen oder in ihr Handy starren, während ihr Hund mit seiner selbstabrollenden Leine den Weg sperrt. Auf dem schlimmsten Stück müssen sich Fussgänger, Radfahrer und Autos eine Strasse teilen; die Autos grundsätzlich in Schrittgeschwindigkeit unterwegs auf der Suche nach einem Parkplatz oder ohne zu gucken rückwärts aus der Parklücke schiessend.

Die reine Freude ist das Radfahren dort jedenfalls nicht.

Dafür gibt’s Kennzeichen in Hülle und Fülle. Letzte Woche die 334. (Die 335 stand da auch. Aber leider zwei Tage vorher.)

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kolmesataakolmekymmentäyksi, kolmesataakolmekymmentäkaksi

Heute war der Tag der 331.

Der griesgrämige alte Mann in dem fast genauso alten Mercedes hätte offensichtlich lieber nicht am Fussgängerüberweg für mich angehalten. (Zu seiner Ehrenrettung muss man aber sagen, dass er es immerhin getan hat.)

Danach musste ich meinen Arbeitsweg auf der linken statt auf der rechten Flussseite fortsetzen, denn auf der rechten findet gerade mal wieder einer dieser unsäglichen Grossmärkte statt. Auf der linken Flussseite aber reiht sich Baustelle an Baustelle, und die Föri liess auch aussergewöhnlich lange auf sich warten, während mir der Magen schon in den Kniekehlen hing und ich nur noch so schnell wie möglich auf Arbeit ankommen und endlich meinen Mittagessen-Thermosbehälter auspacken wollte. Dafür kam mir dann auf den letzten 200 m vorm Ziel gleich noch eine 331 entgegen.

Und auf dem Heimweg überholte mich die dritte 331 des Tages.

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In einem Monat ist Sommer!

Heute früh habe ich nämlich die erste Lerche gehört. Es waren -5°C, und die grosse Wiese, über der sie tirilierte, glitzerte in der Morgensonne. Aber hey, ein Monat nur noch!

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Der grosse Herr Maus ging heute nicht in die Schule, sondern fuhr mit seiner Deutschlehrerin nach Helsinki zum Finale eines vom Goethe-Institut organisierten Vorlesewettbewerbs für zweisprachige Kinder. Obwohl er Halsschmerzen hatte und sich auch sonst nicht so gut fühlte, las er sich auf den ersten Platz.

(Habe ich schon erwähnt, mit wie ungläubiger Bewunderung ich das mit ansehe, wie er sich vor Publikum hinstellt und Sachen vorträgt? Und was für eine wunderbare, engagierte Deutschlehrerin unsere Kinder haben?)

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Als ich heute Abend erst den kleinen Herrn Maus zum Training fuhr, dann das Fräulein Maus vom Training abholte, dann mit dem Fräulein Maus den kleinen Herrn Maus wieder vom Training abholte und zuletzt noch mit dem Fräulein Maus und dem kleinen Herrn Maus den grossen Herrn Maus vom Bahnhof abholte und zwischendrin kurz in den Lidl sprang, um Milch zu kaufen – wobei im Regal mit der Milch von glücklichen Kühen leider gähnende Leere herrschte – stand dort auf dem Parkplatz auch gleich noch eine 332.

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Und jetzt: Wochenende!!!

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kolmesataakaksikymmentäkahdeksan

Ich dachte schon, die 328 gibt’s gar nicht.

Aber dann kam sie mir doch letzten Donnerstag, als ich gerade den letzten Berg zu unserem Stadtteil hochstrampelte – mein Arbeitsweg, das habe ich mir nicht sehr gut ausgesucht, geht hinzu fast nur bergab und rückzu demzufolge fast nur bergauf – entgegengebraust, und fast gleichzeitig überholte mich der Bus, aus dem mir der Ähämann und der kleine Herr Maus, die sich auf dem Heimweg vom Bahnhof bzw. vom Deutschunterricht zufällig getroffen hatten, wild zuwinkten. <3

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327]


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kolmesataakaksikymmentäkuusi

Heute Abend habe ich am Fussgängerüberweg eine 326 ausgebremst.

Es ist durchaus besser geworden in den letzten Jahren. An diesem einen Überweg halten jetzt eigentlich immer alle Busse für mich an; einmal auch ein vollbeladener Betonmischer, den ich, wohl um seinen Bremsweg wissend, ohne Groll durchgelassen hätte, und der noch lange schwankte, während ich vor ihm über die Strasse fuhr und der Fahrer und ich uns freundlich zuwinkten. Wenn ich gegen elf auf dem Weg zur Arbeit bin, dann haben sogar die Autofahrer Zeit. Halb acht aber braucht man gar nicht erst damit zu rechnen, dass irgendein PKW anhält.

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kolmesataakaksikymmentäkolme

Diesen Herbst hat der erste Schnee recht lange auf sich warten lassen. Bis letzten Freitag noch fuhren wir alle Fahrrad. Die Strassen waren selbst bei Frost trocken und nicht glatt, und weil es noch nicht geschneit hatte, lagen auch noch keine Streusplittschichten auf den Radwegen. Perfekt.

Gestern dann war es wie immer: früh lag nur eine zarte Schneeschicht – vielleicht einen halben Zentimeter dick, aber genug, um die Kinder mit dem Bus in die Schule zu schicken und selbst zum ersten Mal diese Saison das Winterfahrrad in Benutzung zu nehmen – tagsüber schneite es weiter, und nachmittags rief mich der kleine Herr Maus an, er sei vom Hort direkt zu seinem Schulfreund zum Schlittenfahren gegangen, wie lange er denn bleiben dürfe. Ausserdem: weisse Strassen und das erste Eis auf dem Fluss.

Auch mein Fahrrad war ganz dick beschneit, als ich Feierabend hatte. Während ich es mit den Handschuhen abfegte und die Satteltasche anklipste, ärgerte ich mich über das Auto, das mit laufendem Motor direkt vor mir neben der Schule stand. Aber immerhin war es eine 323, von der ich schon fast dachte, es gibt sie gar nicht: ich habe nämlich letzte Woche mehrmals die 324 und sogar innerhalb eines Tages alle Nummern von 324 bis 326 gesehen, aber tja.

Un dann schnurrte mein doch schon recht in die Jahre gekommenes Winterfahrrad mit den Spikes leichtfüssig über festgefahrenen Schnee – ausser da natürlich, wo seit letztem Jahr blöderweise gesalzt wird – nach Hause, wo der grosse Herr Maus schon Schnee geschippt hatte und der kleine Herr Maus gerade mit roten Backen vom Schlittenfahren heimkam.

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Alle irre

Als ich vor einer Woche von der Schule nach Hause radelte, war mein Heimweg besonders schön.

Die Sonne war gerade untergegangen, aber die Bäume glühten noch eine Weile weiter, fast, als hätten sie das Sonnenlicht gespeichert und würden es erst nach und nach abgeben. Ich fuhr durch gelbleuchtende Laubtunnel, und als ich am Fluss ankam, der glatt wie ein Spiegel war und schon ein klitzekleines bisschen in der kalten Abendluft dampfte, war es schon fast ganz finster, nur im Westen leuchtete der Himmel noch orange.

Ich finde es immer sehr gewöhnungsbedürftig, wenn es nach dem langen, hellen Sommer auf einmal wieder dunkel ist: als ob man das Sehen und Laufen und Radfahren und Autofahren bei Nacht erst wieder lernen müsse.

Aber es hätte schöner nicht sein können.

Zwischen all dem Gelb, Orange und Schwarz allerdings, das zart und weich über der Landschaft lag, blendeten leider grellweiss die ersten Weihnachtsbeleuchtungen über Bäume und Sträucher geworfenen Lichterketten.

(Als ich die erste Lichterkette sah, dachte ich noch: da hat’s jemand aber sehr eilig. Dann sah ich im Nachbargarten auch eine, und eine Strasse weiter noch eine, und dann noch eine, und als ich zu Hause ankam, hatte ein Nachbar tatsächlich schon einen beleuchteten Stern ins Fenster gehängt.)

Es macht mich von Jahr zu Jahr wütender.

Nicht, weil keiner mehr zu verstehen scheint, wie kostbar Vorfreude ist; das kann meinetwegen jeder halten, wie er will. Aber weil es mir fast körperliches Unbehagen bereitet, dieses grelle Geleuchte und Geblinke.

Zumal jetzt, wo die Natur selbst noch in allen Farben leuchtet.

(Es gibt ja ausser grellen LED-Lämpchen auch durchaus noch andere Möglichkeiten, Wärme und Licht in dunkle Herbstabende zu bringen.)


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Spätsommerradtour

Neulich haben wir unser Erdbeerbeet erneuert, und was dann jetzt noch fehlte, waren nur ein paar Pferdeäpfel. Die sollten nicht schwer zu besorgen sein, dachten wir – gibt es doch hier ganz in der Nähe eine Pferderennbahn, umgeben von jeder Menge Gestüte – und planten für dieses Wochenende eine Radtour.

Keine Radtour natürlich in die Nähe des Flughafens, ohne zum Flughafen hinzufahren und nach Flugzeugen Ausschau zu halten. Danach kamen wir an einem Feuerwehrgrosseinsatz – in der Nacht hatte ein riesiger Holzlagerplatz in haushohen Flammen gestanden, zu deren Bekämpfung bis zu 40 Feuerwehren und bis zu 100 Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz gewesen waren, las ich später – vorbei. Und an Finnlands modernstem Gefängnis – was bei den Kindern die Frage nach der Ausstattung des Gefängnisses auslöste, die ich ihnen dann jetzt auch beantworten kann.

Nun sage noch einer, so eine Radtour durch die allernächste Umgebung sei langweilig…!

Es ist dann jetzt übrigens schon sehr deutlich Spätsommer. Das Getreide steht dunkelgelb – nur ein bisschen spärlicher und kürzer, aber ansonsten tapfer der diesjährigen Trockenheit trotzdend – auf den Feldern, und der erste Mähdrescher zog seine Runden. Es zog ein kalter Sturm übers Land, und ich musste am Flughafen, wo der Wind immer besonders scharf die Schaulustigen und Abholenden und Hinterherwinkenden anweht, tatsächlich was Langärmeliges überziehen: 23 Grad können sich sehr kalt und herbstlich anfühlen! Brrr!


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kaksisataayhdeksänkymmentäkuusi

Am Dienstagabend, als ich entnervt mein Telefon in die Tasche zurückpackte, weil man von Finnlands grösster Tageszeitung inzwischen nur noch gefühlt drei Artikel pro Monat kostenlos online lesen kann, das örtliche Wurstblatt die lokale Tageszeitung aber keine Alternative ist, fiel mein Blick da, wo man vorm Inder sein Elektroauto laden kann und wo inzwischen ziemlich oft Autos mit Kabel im Tankdeckel stehen, auf einen geparkten, ziemlich neuen, blauen Volvo. So ein schönes Blau, wie man es seit Jahren nicht mehr auf den Strassen sieht. Und es war eine 296!

Zum Busfahren und Zeitunglesen kam ich übrigens nur, weil es in Turku mit dem Winterdienst neuerdings überhaupt nicht mehr klappt. Ich brauche weder Salz noch Streugut auf den Radwegen – aber bei tiefem Schnee, möglicherweise noch nassem, hören meine Radfahrfähigkeiten auf.

Nun haben wir ja seit diesem Winter in Turku offiziell ein Stück Winterradweg. Der soll nicht gestreut werden, dafür soll der Schnee nicht nur geschoben, sondern gefegt werden. Klingt soweit gut. Allerdings soll er „bei Bedarf“ auch gesalzt werden, und da haben wir den Salat: es wird da jetzt nämlich einfach immer Salz draufgekippt, in der Hoffnung, dass es seine Wirkung schon tun wird. Tut es auch – allerdings nicht nur auf dem Winterradweg, sondern auch auch an der Fahrradkette und an der Schaltung. So viele Probleme mit der Gangschaltung wie in diesem Winter hatte ich noch nie!

Ausserdem ist es jetzt so, dass zwar das Stückchen Winterradwegteststrecke fast immer komplett schneefrei ist, dafür aber die anderen Radwege überhaupt nicht geräumt werden. Besonders schön ist das dann an den Stellen, wo das Salz von den Radfahrern noch mindestens 100 m auf so einen ungeräumten Radweg gefahren wurde. Statt dass sich dort der Schnee allmählich zu einer harten Schicht, auf der man wunderbar fahren kann, festfährt, bildet sich braune Matschepampe, die jeden noch so guten Spikereifen zum Schlingern bringt.

Es werden übrigens nicht nur die Radwege nicht mehr geräumt.

Als wir noch in der vorherigen Wohnung wohnten, kam, wenn es abends angefangen hatte zu schneien, der Schneepflug früh um vier (!) und räumte schon mal das Gröbste von den Fusswegen. Und wenn man gegen acht zur Arbeit ging, waren auch alle Strassen geräumt. Gut, es war manchmal nicht ganz perfekt: wenn der Strassenschneepflug schon dagewesen war, waren die Haltestellen verschüttet und man musste über einen Schneewall in den Bus klettern. War die Haltestelle freigeräumt, waren die Ausfahrten verschüttet. Wurden die Ausfahrten geräumt, bildeten sich Schneewälle quer über die Fusswege. Wenn es sehr viel schneite, dauerte es schon mal ein paar Stunden, bis man wieder ungehindert überall hin konnte. Aber immerhin wurde dran gearbeitet.

Heutzutage werden in Turku die wichtigsten Durchgangsstrassen freigeschoben und grosszügig mit Salz versehen; kleine Nebenstrassen und Rad- und Fusswege müssen auch mal zwei bis drei Tage nach Neuschnee warten, bis da was passiert. Unsere Hausmeisterfirma kommt auch nur noch jeden zweiten Tag mit dem Schneepflug – was immerhin die rodelnde Nachbarskinderschar freut, aber ich finde ja, die könnten lieber mal sofort den Schnee wegmachen statt im Sommer jede Woche den gar nicht vorhandenen, weil sofort niedergemetzelten, Rasen zu mähen.

Ich fahre also neuerdings Bus, wenn es schneit oder am Vortag geschneit hat.

Wie schön, dass es heute und morgen 30 cm Neuschnee geben soll. Und die Busfahrer morgen streiken werden.

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