Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Kürzester Weg

Als ich neulich mit der zentralen Zahnarztterminvergabestelle der Stadt Turku telefonierte, um einen Kontrolltermin für den kleinen Herrn Maus zu vereinbaren, sagte die Frau am Telefon: „In eurem Nachbarstadtteil wäre ein Termin frei. Kommt ihr da hin?“

Meine freudige Antwort „Ich weiss zwar nicht genau, wo das da ist, denn da waren wir noch nie, aber hinkommen tun wir prima, das sind zehn Minuten von uns mit dem Rad durch den Wald!“ verwirrte sie offensichtlich ein wenig, denn sie erklärte nicht nur, dass sich der Zahnarzt in der dortigen Schule befände, sondern auch, dass man da hin auch recht gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln käme.

In der Zeit, die wir von zu Hause bis zum Zahnarzt mit dem Rad brauchten, wären wir noch nicht mal bis zur Haltestelle der ersten von zwei benötigten Buslinien gelaufen gewesen.


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Novemberradtour

Man muss nehmen hierzulande im November, was man kriegen kann an tiefstehender Sonne. Da passte es gut, dass sich der kleine Herr Maus schon vor zwei Wochen gewünscht hatte, mit dem Rad in die Eisbadesauna auf der nächsten Insel zu fahren. Und dass einer von zwei Sonnentagen der Woche auf einen Samstag fiel.

Da wir am genau entgegengesetzten Ende der Stadt wohnen, ist das kein schneller „Wir fahren mit dem Rad in die Sauna“-Ausflug, sondern eher eine „Radtour mit Saunabesuch“, 19 km einfache Strecke. Bis auf die zwei, drei Kilometer, die man braucht, um das Hafengelände zu umfahren – weil ausserhalb des Sommers der Wasserbus nicht fährt – ist der Weg allerdings ausgesprochen schön: erst bis zur Burg immer am Fluss entlang, und dann auf einem extrem glatten, extrem schön angelegten Radweg über Wiesen und durch Eichenwälder – schwer vorstellbar, dass die gerade noch grün und voller Maiglöckchen waren – das Meer immer in Sichtweite, bis zur äussersten Spitze der Insel. Und was die 82-jährige Ritva, die unsere Kinder sozusagen in der Eisbadesauna hat aufwachsen sehen und die neuerdings nicht mehr mit dem Auto, sondern mit ihrem E-Bike in die Sauna kommt, kann, das werden wir ja wohl auch hinkriegen!

Unterwegs kamen wir an mehreren Tankstellen vorbei, und spätestens angesichts der aktuellen Benzinpreise fragt man sich ja, warum nicht mehr Leute ihr Auto einfach mal stehen lassen. (Oder wieviel der Liter Benzin noch kosten muss, damit die Leute endlich aufhören, innerhalb der Stadt täglich mit dem Auto auf Arbeit oder ihre Kinder in die Schule zu fahren.)

Als wir wieder heimkamen, hatten die beiden Grossen, die nicht hatten mitkommen wollen, gemeinsam die ganze Wohnung blitzblank geputzt. Sagte ich schon, dass grosse Kinder toll sind?!


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neljäsataayhdeksäntoista

Die 419 habe ich gar nicht gesucht. Die kam einfach gefahren, als ich wieder hochguckte, nachdem ich letzte Woche auf dem Heimweg an einem Fussgänger-und Fahrradüberweg eine rechtsabbiegende Fahrschule ausgebremst hatte. Vielleicht wenigstens ein zukünftiger Autofahrer, der später mal niemanden anfährt beim Rechtsabbiegen.

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neljäsataaviisitoista

Weil es am Freitag so schön war, und das Wetter am Sonntag – grau und feucht – laut „Sauna!“ rief, fuhren der Ähämann, die Herren Maus und ich gleich nochmal in die Sauna mit den Verbotsschildern.

Mit dem Rad sind es bis dahin von uns aus knapp 9 km, die eigentlich recht angenehm zu fahren wären, wenn der Radweg nicht 7 km davon an einer stark befahrenen Strasse entlangführen würde. Aber alles hat zwei Seiten, und die Chancen, eine 415 zu sehen, waren dadurch recht gut. Wir sahen dann auch gleich zwei: eine auf einem Parkplatz in einem Wohngebiet, in dem wir mal eine Wohnung angeboten bekommen hatten, die wir aber gar nicht erst besichtigen gingen, weil ich schon nicht gern entlang dieser Strasse radfahren, aber erst recht nicht wohnen möchte, und die andere kam uns einen Kilometer später entegegen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414]


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Radtour mit Wasserbus

Weil es neulich so schön war, machten wir das Ganze gestern nochmal als Tagesausflug.

Fahrräder auf den Wasserbus und eine halbe Stunde lang flussabwärts und am Hafen vorbei auf die nächste Insel schippern, den Luxusradweg mit dem Edelasphalt und dem aufgemalten Mittelstreifen bis zur hintersten Spitze der Insel entlangfliegen und auch ein Stückchen Wanderweg fahren, Schafen, Rehen, Hasen und Gänseküken begegnen, in einer Holzvilla mittagessen und in einer anderen kaffeetrinken, Homeoffice am Strand, Schwimmen mit Schiffen, ein paar Geocaches suchen und kurz vor Abfahrt des letzten Wasserbusses Richtung Stadt noch vom schönsten Platz aus der ersten Schwedenfähre zuwinken.

Bester Moment des Tages: die Fähre vorbeiziehen zu sehen und festzustellen, dass das monatelange Gefühl der Bedrückung und des Eingesperrtseins bei ihrem Anblick dem von Erleichterung und Freiheit gewichen ist, weil wir ab sofort wieder mitfahren dürfen – weil auch eine Impfdosis oder jünger als 16 zu sein nun doch reicht, um zumindest ohne Test an Bord gehen und ohne Test zurück nach Finnland einreisen zu dürfen. (Im Ausland besondere Vorsicht walten lassen, freiwillige Quarantäne nach Rückkehr, kostenloser Test mindestens 72 Stunden nach Wiedereinreise, blabla… hab‘ ich kein Problem mit. Hauptsache, wir müssen keine „Quarantänefreie Kreuzfahrt“ machen, sondern dürfen die Fähre als Mittel zum Zweck benutzen!)


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neljäsataayksi

Traditionen pflegen.

Mindestens einmal in den Sommerferien müssen der Verkehrspark mit dem kostenlosen Tretautoverleih und der tolle Spielplatz im Nachbarort aufgesucht werden. Immer noch. Das einzige, was sich nach zehn Jahren geändert hat, ist, dass die 10 km lange Anreise nicht mehr mit dem Auto oder dem Bus, sondern mit dem Fahrrad absolviert wurde.

In einer halben Stunde waren wir da, und vielleicht muss ich in diesem Jahr in der Musiklagerwoche nicht ganz so viel mit dem Auto hin und her fahren.

Für den Rückweg suchten wir uns eine andere Strecke, denn es musste noch ein Paket aus dem Automaten im grossen Supermarkt geholt werden sowie im Baumarkt eine Rolle Bindfaden in der richtigen Dicke und Zusammensetzung zum Befestigen der Tomatenstützen erworben werden. (Den passenden Faden gab es nur auf einer 500-Meter-Rolle. Wir werden nie wieder Bindfaden kaufen müssen.)

Nachdem ich in den letzten zwei Wochen alle glatten Hunderter, die es auf finnischen Kennzeichen geben kann, sowie lückenlos alle Ziffern von 402 bis 410 gesehen hatte und mich schon anfing zu fragen, ob es die 401 vielleicht einfach nicht gibt, kam sie uns dann doch noch an der Ampel gleich hinterm Baumarkt entgegengefahren.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400]


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Abendspaziergang, Sommerversion

Gestern – es war passenderweise Weltfahrradtag – machten wir eine spontane Radtour auf die nächste Insel.

Der Ähämann und die Herren Maus kamen mich von Arbeit abholen, und weil mein letztes Hortkind schon zehn vor fünf gegangen war, schafften wir sogar den Wasserbus, der drei Brücken weiter abfährt.

(Wir wären auch die ganze Strecke geradelt, aber mit der Linie 180 – die einzige in Turku, die Fahrräder kostenlos transportiert – spart man sich zum Nahverkehrstarif den auch landschaftlich nicht sehr verlockenden Umweg um den ganzen Hafen herum.)

Eine halbe Stunde später bekamen wir unsere Fahrräder vom Wasserbus heruntergereicht, schwangen uns drauf und fuhren im Abendsonnenschein durch die maiglöckchenduftenden Eichenwälder, für die die Insel in ganz Finnland berühmt ist, zu einem Sommercafé in einer der vielen hübschen Holzvillen, für die die Insel ebenfalls berühmt ist.

Wir blieben so lange, dass wir noch der ersten der Schwedenfähren zuwinken konnten. Dann radelten wir durch maiglöckchenduftende Wälder zurück, schafften noch einen kurzen Abstecher auf den Spielplatz und fuhren mit dem letzten Wasserbus zurück.

Glück und Herzhüpfen.
Noch zwei Tage bis Sommerferien!


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kolmesataayhdeksänkymmentäviisi

Gestern besuchte der kleine Herr Maus seinen besten ehemaligen Schulfreund.

Mit dem Fahrrad über die Hängebrücke, durch den Wald und am Pferdehof vorbei sind es von uns bis zu ihm nur 7 km.

Der Plan war, dass der Ähämann, der grosse Herr Maus und ich den kleinen Herrn Maus hinbegleiten, wieder heimfahren, und der Ähämann und ich ihn später wieder abholen. Vielleicht mit einer Eispause am Supermarkt.

Den Rückweg nahmen wir über die nächste Stromschnelle flussaufwärts. Der Ähämann beschloss, dass er keine Lust zum Kochen hätte, und wir beschlossen gemeinsam, dass wir mal wieder zum Australier im Stadtzentrum, der jetzt wieder auf haben darf und wo man auch draussen sitzen kann, gehen könnten. Wir riefen das Fräulein Maus an, ob sie mitkommen wolle, und verabredeten uns mit ihr dort, wo sich unsere Wege kreuzen würden. Dann fuhren wir auf der einen Seite immer am Fluss entlang ins Stadtzentrum und später auf der anderen Seite immer am Fluss entlang wieder zurück. Das Fräulein Maus fuhr wieder nach Hause, der Ähämann und ich guckten auf die Uhr und stellten fest, dass wir mit einem Umweg über den Supermarkt genau zur verabredeten Zeit wieder beim kleinen Herrn Maus wären. Der grosse Herr Maus wollte auf jeden Fall noch bis zum Supermarkt zum Eisessen mitkommen und eventuell von da allein zurück nach Hause fahren, beschloss dann aber, doch die ganze Tour mit uns zu machen. Am Ende zeigte der Kilometerzähler 44 km. (Auf den letzten 12 fuhren wir auch noch Brot, Eier und Milch spazieren.)

Die Radwege am Fluss entlang Richtung Stadtzentrum und über die beiden kleinen Brücken flussaufwärts sind landschaftlich wirklich schön. Das Spannendste ist aber zur Zeit das Stück an der grossen Baustelle, wo ein neues Schnellstrassenkreuz gebaut wird und wo der Radweg umgeleitet wird: durch eine stille Parallelstrasse, quer durch eine Tankstelle, hinter statt vor dem Supermarkt entlang, auf einem mit feinstem Asphalt ausgelegten Behelfsradweg mitten durch die Baustelle. Alles perfekt mit Umleitungsschildern und -wegweisern ausgeschildert, mit extra aufgestellten Behelfsampeln und durchgängigen Bauzäunen zum Schutz vor Autos versehen. Nur einmal verfuhren wir uns ein bisschen, als wir über den grossen Supermarktparkplatz radelten statt hinter dem Supermarkt entlang.

Immerhin kamen wir so an einer parkenden 395 vorbei.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394]


Ein Kommentar

Wochenende auf Rädern

Ich denke ja manchmal ein bisschen wehmütig an die Zeiten zurück, als sie alle noch klein waren. Aber grosse Kinder sind echt toll!

Samstag.

Mit drei grossen Kindern kann man mit dem Fahrrad nicht nur die wichtigsten Einkäufe im nächstgelegenen Einkaufszentrum erledigen – einer brauchte eine Regenjacke, eine eine Regenhose, einer einen neuen Fahrradhelm, eine neue Rollschuhe, einer kaufte sich von seinem Taschengeld ein Skateboard – sondern sogar hinterher noch den Wocheneinkauf im Supermarkt machen.

(Weil.)

Dass es im Einkaufszentrum jetzt ein Fahrradparkhaus gibt, war recht praktisch, denn es, nun ja, schneeregnete.

Sonntag.

Als ich nach dem Frühstück zu klein gewordene Rollschuhe aussortieren und die am Vortag neu erstandenen Rollschuhe in die Rollschuhkiste einräumen wollte, beschlossen der Ähämann und ich spontan, dass unsere 25 Jahre alten und in den letzten Jahren hauptsächlich von Nagetieren als Unterkunft genutzten Rollschuhe jetzt dann doch mal ausgedient haben.

Der Ähämann ergatterte das vorletzte und ich das letzte Paar in der passenden Grösse. (So ging es uns letzte Saison schon mit zwei Paar neu anzuschaffenden Skiern.)

Bei der anschliessenden Probefahrt stellten wir fest, dass wir einen weiteren Meilenstein erreicht haben: sechs Jahre, nachdem der Osterhase ihnen ihre ersten Inlineskates gebracht hat, kann man mit den Kindern richtige Touren fahren. Direkt von zu Hause aus eine Stunde am See entlangrullern, zack, 8 km!

(Es kam direkt die Frage auf, ob wir jetzt immer rullern statt wandern gehen können.)

Presseschau.

Schon bisschen älter, aber passend zum Thema: Finnlands berühmtester Inlineskater ist übrigens Sauli höchstpersönlich.