Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Saisonabschluss

Obwohl wir diesen Winter gar nicht sooo oft eisbaden waren – irgendjemand war immer krank oder hatte etwas anderes vor – haben wir es diese Saison immerhin geschafft, sowohl am allerersten als auch am allerletzten Tag da zu sein.

Heute Baden bei Schneesturm.
Zwischen Schwänen, Strandläufern und Seeschwalben.

(So ist das im April. )

Dann zogen die Aprilwetterwolken davon und machten Platz für blauen Maihimmel.


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Statt Neujahrsspaziergang

Bis halb elf schlafen, dann schnell meinem Lieblingsneujahrsritual nachgehen und vom Sofa aus das letzte Noch-Nicht-Schulkind für die Schule anmelden, und dann ganz schnell ans ins Meer.

Spiegelglatt und mit Eishaut heute. Sooo schön!

(Man beachte den gigantischen Sonnenstand…!)


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Angekommen

Richtig wieder zu Hause angekommen fühle ich mich immer erst, wenn ich im Meer war.

Auch im Winter.
Besonders im Winter.

„Na, was hat euch denn der Weihnachtsmann gebracht?“, wurden die Kinder von den Saunastammgästen begrüsst. Auch sonst drehten sich die Gespräche um Weihnachten. Es wurde durchgezählt, wer zu Heiligabend vormittags noch Eisbaden war, sich erinnert, wie früher, in der alten Sauna, dann immer die Verkündung des Weihnachtsfriedens im Fernseher lief, sowie eine Diskussion über die perfekte Zubereitung des traditionellen finnischen Weihnachtssalats geführt, die mit den Worten „Also ich kaufe den immer fertig im Supermarkt“ beschlossen wurde. Dann wurden die Kinder mit „Bis zum Bauchnabel?!“ „Bis zum Hals!“ das nächste Mal ins Meer geschickt.


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Im Meer

Die Hälfte der Familie setzte heute den letzten Sommerplan in die Tat um und verbrachte den Tag im Kletterpark. Der grosse Herr Maus aber hatte mir in letzter Minute gestanden, er würde sich gar nicht so viel aus Kletterpark machen und lieber mit mir die Eisbadesaison eröffnen.

Und so gingen wir beide heute schon wieder im Meer schwimmen.

Nur jetzt dann eben mit Sauna.


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kaksisataakaksikymmentä

Nichts ist erholsamer als Weihnachtsferien.

Wir gehen abends spät ins Bett und schlafen früh lang. Der grosse Herr Maus lässt sich sofort nach dem Aufstehen mit dem inzwischen zweiten Teil von „Harry Potter“ in den Sessel sinken. Bald hat er ihn durch. Das Fräulein Maus näht von früh bis abends. Wir gucken jeden Tag einen Märchenfilm an. Weil die Kinder noch bis übermorgen auf das Neujahrskonzert warten müssen, haben sie sich die alten DVDs erbeten und gucken sich sämtliche Ballettteile an. Und diesen tollen Pausenfilm von vor ein paar Jahren, in denen die Menschen durch Wien schweben. Gern auch mehrmals am Tag.

Gestern hatten wir den einzigen Termin der zwei Wochen. Der grosse Herr Maus ging mit seiner Pfadfindergruppe auf den Friedhof, abgebrannte Grabkerzen einsammeln. In Finnland bringt man nämlich nicht nur zu Allerseelenheiligen Kerzen auf die Gräber, sondern auch zu Heiligabend. Zwei Container Plastemüll und eine ganze Mülltonne Blechmüll kamen zusammen.

Ich ging währenddessen mit dem Fräulein Maus und dem kleinen Herrn Maus in die Bibliothek, neuen Lesestoff besorgen. Das Weihnachtsgeschenk hielt nicht lange vor, und weitere Bücher in Grossbuchstaben besitzen wir nicht. (Und an welche mit kleinen traut er sich noch nicht so richtig ran, der kleine Herr Maus.)

Abends gingen wir zum ersten Mal überhaupt im Finstern in die Eisbadesauna. Am Anfang tauchten wir noch in oranges Wasser unter einem orangen Himmel. Wie in so einer Sommernacht. Dann wurden das Wasser schwarz und der Himmel gesprenkelt von Sternen. Und draussen blinkerten die Seezeichen.

Heute waren wir zum Kaffee eingeladen. (Und auf dem Weg dahin kam uns die 220 entgegen.) Und dann kauften wir noch ein bisschen Skiausrüstung für in die Länge geschossene Kinder nach, weil es die gerade sehr preiswert gibt. Der grosse Supermarkt nimmt die Skier demnächst aus dem Programm. Lohnt sich nicht mehr, hier im Süden. Aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf. Wenn es diese Ferien nichts mehr wird, dann eben in den nächsten…!

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Ferien, endlich!

Als ich heute früh aufwachte, fühlte ich mich erholt wie seit zwei Monaten nicht mehr.

Nur am ausreichenden Schlaf konnte es nicht gelegen haben. Immerhin hatte ich auch innerhalb der letzten zwei Monate wenigstens immer an einem der beiden Wochenendtage ausschlafen können. Aber all diese Wettkämpfe und Konzerte und Weihnachtsfeier hier und Weihnachtssingen da und Weihnachtsaufführung dort und zwischendurch noch drei Kindergeburtstagseinladungen und das alles zusätzlich zu den ganz normalen Trainingszeiten und Musikstunden und Schule und Kindergarten und Arbeit – noch dazu bei dieser Finsternis…! Von Mitte April bis Ende Mai ist es bei uns ähnlich hektisch wie von Anfang November bis Mitte Dezember – aber da bin ich nicht so fertig. Vor allem nicht so müde. Ich habe schon lange nicht mehr so dringend auf Ferien gewartet wie diesmal.

Den Kindern schien es ähnlich zu gehen. Keines von denen hatte in den letzten Monaten am Wochenende je länger als bis halb acht geschlafen. Heute früh schliefen sie – von jetzt auf gleich – alle drei bis um neun. Die Schule hatte uns netterweise die Zeugnisausgabe am Samstagmorgen erspart und den Schülern die Zeugnisse schon gestern Mittag überreicht. Ferien, endlich!

(Muss man natürlich gleich an den Strand, baden gehen. Und dann – so gegen 15:10 Uhr – in den Sonnenuntergang surfen.)


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kaksisataa

Heute war Ausflugswetter.

Wer nicht am Freitagabend in die Skiferien aufgebrochen ist, zu überteuerten Reisezielen im Norden (Schnee!) oder Süden (Wärme!), der war heute auf der Hausinsel unterwegs.

Schnee ist nicht mehr viel übrig. Gerade noch so viel, um die Landschaft weiss glitzern zu lassen. Sehnsüchtig schauten wir auf die Felder, auf denen die Bahnen für sonnige Loipen schon seit Herbst abgesteckt sind. Das wird wohl nichts mehr werden diesen Winter. Unter den Eichen, die ihre knorrigen Arme in den blauen Himmel streckten, konnte man fast schon die Leberblümchen ahnen. Das Meer hat sich letzte Nacht in den ruhigsten Buchten nochmal mit einer Eishaut überzogen, sonst wogte es glitzernd hin und her.

Der Parkplatz ganz am Ende der Insel war schon ziemlich voll. Die Eisbadesauna zum Glück nicht: dort waren nur die üblichen Stammgäste, die die Kinder freudig begrüssten und mit ihnen Wetten abschlossen: „Beim nächsten Mal gehst du bis zum Bauchnabel ins Wasser?!“

(Sie gingen bis zu den Schultern! Alle drei! Nächsten Sommer wundere ich mich nicht wieder, wenn die Kinder bei zehn Grad Wassertemperatur ewig im Wasser bleiben…!)

Als wir die Rückfahrt antraten, kamen uns Stossstange an Stossstange neue Ausflügler entgegen. Nachdem wir im Lieblings-nach-der-Sauna-Café, wo wir üblicherweise verspätetes Mittagessen mit Erbensuppe und Ofenpfannkuchen machen, fünf Minuten auf einen freien Tisch gewartet hatten, wurde uns erklärt, dass Erbensuppe und Pfannkuchen leider schon – zwei Stunden vor Schliessung – ganz und gar alle wären. Mit knurrendem Magen fuhren wir heim. Es kamen uns aber immer noch neue Ausflügler entgegen. Und ein Bus. Und noch mehr Ausflügler. Und die 200.

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