Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Partnerlook in Pandemiezeiten

Erstklässlerin: „Wir haben heute deine Tochter gesehen!“

Ich: „???“
(Das Fräulein Maus war vor Corona manchmal im Hort, um Zeit zwischen Schule und Hobbyterminen rumzubringen und Hausaufgaben zu machen, aber noch nie, seit die diesjährigen Erstklässler*innen bei uns sind.)

Erstklässlerin: „Weisst du, woran wir sie erkannt haben? Sie hatte die gleiche Maske auf wie du!“


Ein Kommentar

kolmesataayhdeksänkymmentäneljä

Der kleine Herr Maus hat jetzt wieder Orchester. Noch halbiert und deshalb nur alle zwei Wochen, aber immerhin.

Für Kinder und Jugendliche geht wieder fast alles: Muttersprachunterricht, Musiktheorieunterricht, jegliche Art von Hobbys drinnen und draussen ausser Kontaktsportarten. Ich sehe das nicht ganz so optimistisch – obwohl die Zahlen in Finnland wirklich gut aussehen; die 14-Tage-Inzidenz (man kann das also nach deutschen Massstäben nochmal grob halbieren) für ganz Finnland liegt derzeit bei 55, für unsere Region bei 81, und beides sinkt seit Wochen – und unsere Kinder nehmen auch noch nicht wieder an allem, was erlaubt wäre, teil, aber über die Orchestermöglichkeit haben wir uns alle sehr gefreut. Distanzorchester war doch ein bisschen frustrierend.

Diesen Winter, als Schnee lag und halbiertes Orchester noch erlaubt war, sind der Ähämann und ich während der Orchesterprobe und der anschliessenden Klavierstunde des kleinen Herrn Maus immer skifahren gegangen. Haben wir letzte Woche fortgesetzt, diese Tradition, und sind einfach von Skiern auf Inlineskates umgestiegen. Das Radwegenetz in Turku ist sehr schön, aber die Runde, die man neben der Musikschule fahren kann, ist leider genauso von vielbefahrenen Strassen umgeben wie die Skiloipe neben der Musikschule. Das ist mir zu laut und zu stinkend, um das nochmal zu wiederholen.

Zwischendurch wollten wir uns – schliesslich ist jetzt Sommer, egal was das Thermometer sagt! – ein Eis kaufen, was aber daran scheiterte, dass wir den Laden auf Socken (hätte ich gemacht) und ohne Masken (hätte ich nicht gemacht) hätten betreten müssen. Also rullerten wir ohne Pause zurück zum Musikschulparkplatz, schnallten die Rollschuhe ab, holten zwei Masken aus dem Auto und spazierten zum nahegelegenen kleinen Laden, wobei uns eine 394 entgegenkam.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393]


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Nördlich der dritten Welle

Gestern klingelte bei uns seit langem der Wecker zum ersten Mal wieder um 6:10 Uhr. (Grässlich!) Das Fräulein Maus ging nach fünf Wochen Distanzunterricht – geplant waren anfangs drei, dann wurde nochmal um die zwei kurzen Wochen vor und nach Ostern verlängert – zum ersten Mal wieder in die Schule. Für die nächsten drei Wochen wird sie nach jeweils zwei Präsenzschultagen einen Distanzunterrichtsschultag haben. Die Klassen werden dabei nicht geteilt, aber es ist jeweils eine ganze Klassenstufe weniger in der Schule.

Finnland gibt sich übrigens gerade optimistisch, dass bis Juli alle Erwachsenen, die das wollen, geimpft sein können, und vielleicht sogar bis zum Beginn des nächsten Schuljahres schon alle Teenager. Das wäre prima! Nachdem wir ein Jahr lang wie hypnotisierte Kaninchen die steigenden Fallzahlen oder Inzidenzwerte angestarrt haben, finde ich es gerade sehr angenehm, täglich die aktuellen finnischen Impfzahlen anzugucken. (Und die Hochrechnung, an welchem Tag bei der derzeitigen Impfrate eine 70%-ige Durchimpfung der Bevölkerung erreicht sein wird. Das ist zur Zeit immer irgendein Tag im August.)

Dieser Impfneid allerorten – „Warum ist der vor mir dran?“, „Wieso darf die sich denn schon impfen lassen?“ – nervt mich übrigens unsäglich. Abgesehen davon, dass wir natürlich alle am liebsten möglichst bald selbst geimpft sein wollen, senkt doch jeder Einzelne, der schon geimpft ist, indirekt auch mein eigenes Infektionsrisiko. Ist es wirklich zu viel verlangt, statt seines eigenen Bauchnabels mal das grosse Ganze angucken?! Die finnische Regierung hat sich übrigens strikt gegen einen Impfpass, der schon Geimpften den Besuch von Veranstaltungen, Restaurants oder Museen erlauben würde, ausgesprochen, weil das gegen das Prinzip der Gleichbehandlung aller verstossen würde. (Grosse Finnlandliebe dafür, schon immer.)

Was eigentlich aus den geplanten Ausgangsbeschränkungen geworden ist? Die hat aus dem gleichen Grund der Grundgesetzausschuss des Parlaments gekippt. Wenn man private Feiern – die zuletzt der Hauptgrund für das Ansteigen der Fallzahlen waren – verhindern will, kann man nicht pauschal allen Bürgern ein Grundrecht entziehen, sondern muss gezielt dagegen angehen. Was ich sage.

Die Zahlen in Finnland sinken übrigens tatsächlich wieder. Es freut mich sehr, aber andererseits bin ich ein bisschen entsetzt, dass es reicht, Restaurants und Fitnessstudios zu schliessen. Ich wäre sehr froh über eine Beschränkung unserer vielen unfreiwilligen Sozialkontakte gewesen, denn freiwillige Kontakte haben wir alle doch sowieso schon zur Genüge reduziert. Dachte ich. Aber gut. Immerhin sind die Finnen Meister im Sich-an-Coronaregeln-Halten.


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Statt Kreuzfahrt

Auch 2021 wird wohl ein Jahr der beim Schopfe gepackten Gelegenheiten werden.

Sonntagabend überlegten der Ähämann und ich, ob wir nicht doch über Ostern irgendwohin fahren sollten. Nur wohin? In Finnland bleibt einem über Ostern eigentlich nur, nach Lappland zu fahren und dort die Skisaison zu beenden, oder im Süden zu bleiben, wo es mit viel Glück wenigstens ein bisschen frühlingshaft ist.

(Tartu steht seit vielen Jahren auf dem Plan. Erst konnten wir jahrelang über Ostern nicht verreisen, weil das immer mitten in des Fräulein Maus‘ Wettkampfsaison lag. Jetzt wäre schon das zweite Ostern, an dem wir könnten. Und wieder nicht können.)

Sonntagnacht schickten wir eine Anfrage nach Utö, ohne uns allzugrosse Hoffnungen zu machen. Montagfrüh bekam ich einen Anruf, jemand hätte wegen Corona seine Mökkibuchung abgesagt, ob wir interessiert wären. Montagmittag hatte ich mehrere Telefonate geführt und ein Mökki auf Utö gebucht.

Es gab nur noch ein Problem. Wir mussten auch hinkommen.

Nach Utö kommt man, wenn man kein eigenes Boot hat, mit einer Schärenfähre. Die fährt etwa alle zweieinhalb Tage. Über Ostern war der Fahrplan so geändert worden, dass sie statt Freitagabend schon Gründonnerstagabend vom Festland nach Utö fahren würde, und statt Sonntag- erst Montagmittag zurück. Das Problem war diesmal, überhaupt mitgenommen zu werden, denn wegen Corona dürfen die Fähren zur Zeit nur die Hälfte der Passagiere mitnehmen. Ich verliess am Donnerstag zum frühestmöglichen Zeitpunkt hastig meine Arbeit. Den kleinen Herrn Maus liessen wir für die letzte Schulstunde freistellen. Das Fräulein Maus absolvierte ihre letzte Schulstunde – Distanzunterricht macht’s möglich! – im Auto.

So richtig auf Utö vorfreuen konnten wir uns aber erst, als wir, anderthalb Stunden vor Abfahrt, im Hafen fünf „Eintrittskarten“ – Tickets gibt es nicht, weil die Schärenfähren – wir zahlen gern Steuern! – kostenlos sind; im Voraus Plätze reservieren durfte man auch nicht – für „Baldur“, die isländische Fähre, die nun schon seit vielen Jahren ihren Dienst statt in der Gröndlandsee in unserem Schärenmeer tut, in die Hand gedrückt bekommen hatten.

Schärenfähre fahren ist das Schönste, was man hier draussen machen kann. Die Fahrt vom Festland nach Utö dauert sechs Stunden, und unterwegs legt die Fähre an vier anderen ganzjährig bewohnten Inseln an. Die Bewohner warten auf Post und Zeitung, die kleinen Inselläden bekommen ihre Waren mit der Fähre geliefert, auf Aspö wurde abends halb zehn eine grössere Menge Baumaterial abgeladen.

Es ist keine Kreuzfahrt. Aber es ist so viel schöner als jede Kreuzfahrt.

Suchbild: Wo ist die „Grace“?

Kurz vor Mitternacht kamen wir auf Utö an. Die Strassenlaternen waren schon ausgeschaltet. Aber der Leuchtturm leuchtete uns den Weg.

***
Zehn Stunden Schärenrundfahrt (April 2005)
Übers vereiste Meer nach Utö (März 2010)


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Halleluja!

Meine Eltern haben einen Impftermin!

Vorausgegangen waren zwei Wochen, in denen der Ähämann und ich zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit das Handy zur Hand genommen und wahlweise entweder gar nicht erst auf den Terminvergabeserver gekommen waren:

oder dann eben eine freundliche Absage lesen mussten:

(Und macht ausser mir eigentlich noch jemanden dieser Rechtschreibfehler völlig fertig?!)

Ich bin sehr froh, dass wir das in die Hand genommen haben, denn meine Eltern hätten es brav alle paar Tage einmal probiert und würden vermutlich am St. Nimmerleinstag geimpft. Was für ein bescheuertes System!

In Turku bekommen schon seit drei Wochen alle alten Leute in absteigender Altersreihenfolge automatisch einen Impftermin per SMS. Gerade sind die 70- und 71-Jährigen dran. Und es wird im Messezentrum geimpft. (Und nicht in irgendwelchen vergleichsweise winzigen ehemaligen Aldi- oder Nettomärkten. Und überhaupt gibt es in jedem grösseren Ort ein eigenes Impfzentrum, während es für den gesamten Freistaat Sachsen gerade mal 15 Impfzentren gibt.) Es geht auch hier langsam, aber immerhin stetig mit den Impfungen voran: in Turku sind jetzt schon reichlich 18% der Bevölkerung geimpft, und jeden Tag steigt der Anteil um ein oder zwei Prozentpunkte.

Bis der Ähämann oder ich dran sein werden, wird trotzdem mindestens Sommer sein. Aber egal. Hauptsache, meine Eltern haben endlich einen Impftermin. Genaugenommen haben sie sogar schon zwei, und sogar der zweite wird gerade noch rechtzeitig vor ihrer schon für letzten Sommer geplanten Reise zu uns stattfinden. (Falls es keine weiteren Impfstopps und ähnliche Katastrophen geben wird.) Und das ist mehr, als wir uns überhaupt zu wünschen getraut hatten.


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Alle irre

Auch Finnland befindet sich nicht mehr nördlich vom Weltuntergang.
Auch in Finnland ist die dritte Coronawelle am Anrollen.

Deshalb wird es vermutlich demnächst in den schlimmsten Corona-Hotspots – der Hauptstadtregion und Turku – Ausgangssperren geben.

Ausgangssperren wurden hier immer als allerletzte Massnahme, wenn sonst nichts mehr hilft, gehandelt.

Tjanun. Derzeit sind jedenfalls die Kindergärten auf. Erst- bis Sechstklässler gehen ganz normal in voller Klassenstärke und zum Teil auch mit zwischen den Klassen wechselnden Lehrer*innen zur Schule. (Immerhin haben wir in Turku seit dieser Woche eine Maskenempfehlung ab der 1. Klasse, halleluja!) Läden aller Art und ganze Einkaufszentren sind geöffnet. Fitnessstudios, Bibliotheken und Museen sind geöffnet, wenn sie dafür sorgen, dass sich nicht mehr als 10 Leute gleichzeitig in einem Raum aufhalten. Und Homeoffice machen offensichtlich gar nicht mal so viele Leute; zumindest legt die Menge an Leuten, die zur Mittagszeit mit Essenspaketen und Kaffeebechern in der Hand durchs Stadtzentrum ziehen, sowie an Autos, die sich zur Feierabendzeit die grossen Ausfallstrassen entlangwälzen, diesen Schluss nahe.

Mir würden da jedenfalls noch eine Menge Massnahmen einfallen, bevor man Ausgangssperren verhängen muss.

Aber gut, dann eben Ausgangssperren, sind alle diese Probleme auf einen Schlag gelöst. Bleiben wir alle drei Wochen komplett zu Hause, dann ist der Grossteil der Infektionsketten unterbrochen und die dritte Welle im Sand verlaufen, ohne Schaden anzurichten.

Ach so, nein, leider, da war noch was.

Von den Ausgangssperren ausgenommen sind Kindergarten- und Schulbesuch sowie Erwerbstätigkeit.

ABER HAUPTSACHE WIR DÜRFEN NICHT MEHR IN DEN WALD!!!


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Russisches Roulette

Dass die britische Virusmutante sich nördlich vom Weltuntergang genauso schnell ausbreiten würde wie anderswo auch, damit konnte ja wirklich keiner rechnen. Und wenn man dann merkt, oh, Mist, wir haben da ja jetzt ganz unerwartet doch ein sehr grosses Problem, dann ist es natürlich ungemein hilfreich, erstmal wochenlang zu beraten, ob man Bars und Restaurants ganz zumachen oder doch lieber erstmal nur Tanzen und Singen Karaoke verbieten sollte, ob man Fitnessstudios ganz schliessen oder doch lieber erstmal nur auf zehn Kunden gleichzeitig beschränken sollte.

Während Schulen ganz normal auf sind und unter Zwölfjährige auch ganz normal ihren Hobbys nachgehen können, wohlgemerkt.

Wenn ich anfange, darüber nachzudenken, wieviele ungewollte Sozialkontakte unsere Familie hat und was für ein Rattenschwanz weiterer Sozialkontakte da dran hängt, wird mir ganz schlecht: ich treffe täglich mehr als 30 nicht masketragende Hortkinder, die beste Chefin und den Zivi. Die Hortkinder haben Eltern, Geschwister, eine Lehrerin, gehen zum Schwimmtraining, zum Kunstkurs, werden von den Grosseltern abgeholt. Die beste Chefin hat zwei Kinder, die in den Kindergarten gehen, wo sie wiederum auf Kinder mit Eltern und Geschwistern in Kindergarten oder Schule treffen. (Der Zivi lebt allein und verlässt aus Angst vor Ansteckung das Haus nur zum Einkaufen und Arbeiten.) Jedes unserer drei Kinder trifft täglich 18 bis 25 Klassenkameraden, die wiederum Eltern, Geschwister und Hobbys haben. Zwei unserer Kinder treffen wöchentlich ihre insgesamt drei Instrumentenlehrer*innen, die ihrerseits jeweils zig Schüler*innen haben, eins spielt einmal in der Woche im immerhin halbierten Blas(!)orchester. Eins trifft wöchentlich seine zwölf Pfadfinderkollegen (immerhin seit Schuljahresanfang konsequent draussen) und dürfte theoretisch zum Judo(!)training gehen, weil es noch nicht 13 ist, wo es dann jeweils wieder auf Kinder mit noch anderen Hobbys sowie Eltern, Geschwistern und Klassenkameraden, die wiederum Eltern, Geschwister und Hobbys haben, trifft.

Das ist keine Ansteckungsvermeidung. Das ist russisches Roulette.

Ich übertreibe?

Der grosse Herr Maus ist mit seiner Klasse seit gestern in Quarantäne. Weil seine Banknachbarin am Donnerstag positiv auf Covid-19 getestet wurde. (Und das ist nun schon der zweite derartige Fall in unserer Familie innerhalb von drei Monaten.)

Bleibt nur noch zu hoffen, dass es auch diesmal nur eine Platzpatrone war.


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Quarantänefreuden

Vorgestern haben drei von fünf Familienmitgliedern mal wieder einen Ausflug ins Parkhaus und anschliessende Quarantäne gewonnen. Es ging uns eigentlich allen gut, aber bisschen Husten, bisschen Halsweh und bei den beiden beiden Kindern auch bisschen Bauchweh sind eben derzeit nichts, womit man einfach weiter auf Arbeit und in die Schule gehen würde.

Wir haben unsere Quarantäne in vollen Zügen genossen.

Am Mittwoch war der Winter zurückgekommen, und der kleine Herr Maus und ich machten noch vor seiner Skype-Klavierstunde eine kleine Skitour gleich von der Haustür aus in den wieder weissen Wald. Bei Tageslicht!

Und gestern gingen das Fräulein Maus, der kleine Herr Maus und ich gleich vormittags – das haben wir zum letzten Mal 2009 gemacht! – auf den zu dieser Tageszeit völlig leeren Schlittenberg. Später kamen noch – nicht gleichzeitig; wir waren wie immer die, die am längsten blieben – drei andere Kinder mit jeweils einem Elternteil auf den Schlittenberg, und alle hörten wir ein bisschen husten. Wir mussten sehr lachen über unsere Quarantänewinterveranstaltung.

24 Stunden nach Testnahme trafen hintereinander drei SMSe auf meinem Telefon ein: drei negative Testergebnisse.