Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Hinterlasse einen Kommentar

kolmesataaseitsemänkymmentäyhdeksän

Gestern Abend, während der Klarinettenstunde des kleinen Herrn Maus, machte das Fräulein Maus ihre letzten Hausaufgaben, und ich tütete die letzten sechs von 286 (!) Adventskalendern ein.

Die letzten vier haben mir gestern zwei meiner Hortkindern verkauft, denn nachdem der grosse Herr Maus am Montag den letzten Schwung fein säuberlich abgezählter Kalender von den Pfadfindern mitgebracht hatte, gingen spätabends noch zwei Bestellungen ein. (Merke: nächstes Jahr den letzten Bestelltermin auf Freitag vorverlegen.) Da fiel mir wieder ein, dass mich gleich Mitte Oktober eins meiner Hortkinder gefragt hatte, ob ich ihm denn einen Kalender abkaufen würde, und ich mir da schon ein bisschen schlecht vorgekommen war, dass der grosse Herr Maus dank euch immer Rekordmengen verkaufen kann, aber andere Kinder ihre obligatorischen zehn kaum loswerden. Deshalb fragte ich ihn am Mittwoch, ob er mir denn noch vier mitbringen könne, und das hörte ein anderes Pfadfinderhortkind und sagte sofort: „Ich verkaufe auch welche. Wir können es ja so machen, dass L. dir zwei mitbringt und ich auch zwei!“ So machten wir es. (Merke: nächstes Jahr jedem Pfadfinderhortkind mindestens einen Kalender zum Weiterschicken abkaufen.)

Nach der Klarinettenstunde fuhren wir das Fräulein Maus zum Ballett, und von da wollten der kleine Herr Maus und ich zum Supermarkt, um die letzten Dinge für seine wegen Halsweh schon zweimal verschobene, aber heute Abend nun hoffentlich endlich stattfindende Geburtstagsnachfeier mit seinem besten ehemaligen Schulfreund einzukaufen, und als wir auf dem Weg an der Hauptpost, die tatsächlich bis 20 Uhr geöffnet hat, vorbeikamen und auch noch ein Parkplatz frei war, schnappte ich mir kurzentschlossen die letzten drei Briefumschläge, die ich ja nun sowieso schon dabeihatte, liess den kleinen Herrn Maus im Auto sitzen und sprang in die Post. Ich war die einzige Kundin. Zwei Schalter waren offen. Ich zog brav mein Nümmerchen und kam bei einer jungen Frau dran, die ich noch nie auf der Post gesehen hatte. „Kannst du die bitte abstempeln?“, brachte ich meine nahezu tägliche Bitte der letzten vier Wochen vor. Sie sah erst mich und dann ihre ältere Kollegin ein bisschen hilflos an. Die Kollegin warf einen Blick auf meine mit Tatu und Patu verzierten Briefe, lächelte und sagte zu ihrer jungen Kollegin: „Kannst du mir geben. Davon habe ich schon viele gestempelt!“ „Sind die letzten für dieses Jahr“, sagte ich, und dann unterhielten wir uns noch ein bisschen, und dann bedankte ich mich nochmal und verabschiedete mich mit „Nächstes Jahr wieder!“.

Und beim Weiterfahren fuhr dann ein sehr schönes Kennzeichen vor uns her: unser Nachname und die 379.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378]


15 Kommentare

Hast du Töne?!

Da klebe ich – weil es mir wirklich Spass macht und weil ich weiss, dass sich die Empfänger über die tollen finnischen Briefmarken freuen – extra viele und schöne Briefmarken auf die Adventskalenderpost, und was passiert dann?! Weil die Briefe hier nur noch seltenst abgestempelt werden, fühlen sich deutsche Briefträger – mal wieder! – berufen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

(Und nein, das ist leider kein Einzelfall.)

Eine Beschwerde bei der Deutschen Post ergab… genau gar nichts. Seit einer Woche warte ich auf eine Antwort.

Ich dagegen bringe jetzt alle Briefe auf die Post und bitte um Abstemplung von Hand. „Oder sind das zu viele?“, fragte ich vorsichtig beim ersten Mal, als ich 20 Briefumschläge über den Tresen schob. „Nee, das kann ich schon machen“, sagte die Postfrau, und „Das ist ja wirklich ärgerlich!“, setzte sie noch hinzu, als ich ihr erklärt hatte, welchen Grund meine Bitte hat.

Als ich mich rumdrehte und zum Ausgang ging, hörte ich sie schon Stempel auf die Briefe hauen.

Nun hat die deutsche Briefträgerseele Ruh.