Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


4 Kommentare

Skiferien, perfekte

„Kommt doch zu uns ins Mökki, da liegt immer Schnee!“, sagte die deutsche Bekannte, als wir vor ein paar Wochen über unsere Skiferienpläne sprachen, und vier Kinder machten jubelnd Luftsprünge und besiegelten die Sache.

Es gab nicht nur Schnee. Es gab einen Hund und eine wunderbare uralte Sauna. Zur Freude der Stadtkinder Wasser aus dem Brunnen und Sauna, Kamin und Küchenherd, die mit Holz geheizt werden mussten. Selbstangelegte Loipen durch dick verschneiten Märchenwald und über glitzernde Felder. Bitterkalte Nächte, strahlendblauen Himmel und Sonnenschein von früh bis abends. Das Fräulein Maus kam nach drei Tagen mit Sommersprossen zurück nach Turku.


4 Kommentare

kaksisataakuusikymmentä

An einem sonnigen Märztag vor 17 Jahren nahm mich meine finnische Gastmutter zum ersten Mal mit in ihr Sommerhaus. Wir hielten uns nicht lange da auf, sondern gingen an der Sauna vorbei direkt auf den See. Auf dem See hockten Eisangler, zogen Skifahrer ihre Spuren, Kinder wurden im Schlitten gezogen, ab und zu knatterte ein Schneemobil vorbei. Wir liefen und liefen, und immer neue Ausblicke auf sich bis zum Horizont aus der weissen Schneefläche erhebende Inseln und Inselchen taten sich auf. Die Sonne knallte von einem tiefblauen Himmel auf den weissen See, und es war einer dieser Tage, an dem ich begriff, warum die finnische Fahne blau-weiss ist.

Es war eines der schönsten Dinge, die ich je erlebt habe.

Wie gut, dass die liebste Freundin neuerdings fast genauso nahe am gleichen See wohnt!

(Und als wir über den See bis zu besagtem Sommerhaus gelaufen waren, kletterten wir wieder an Land, und da stand ein Pakettiauto mit der 260 im Kennzeichen.)

Finnischer März, hach!
(Und Mittelfinnland, hach! Hach!)

Glück und Herzhüpfen.
Ganz, ganz viel Glück und Herzhüpfen!

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259]


6 Kommentare

Skiferien (Jetzt wirklich!)

Nach dem vorgestrigen Schneesturm haben wir jetzt nicht nur überhaupt endlich mal wieder Schnee, sondern er reicht jetzt sogar zum Querfeldeinfahren. So müssen wir nicht mal mehr die Skier erst durch den halben Stadtteil zur Loipe schleppen, sondern können – fast, denn die Hausmeisterfirma meint es leider sehr gut mit dem Streuen – von der Haustür losfahren. Juhuu!

Verschnaufpause

(Es ist natürlich immer nur halb so idyllisch, wie es aussieht – nämlich immer nur so lange, bis der Erste anfängt zu motzen, weil der Vordermann zu langsam fährt, dann die Zweite anfängt zu jammern, dass die anvisierte Runde viiieeel zu lang ist, worauf dann der Dritte von jetzt auf gleich auch keinen Schritt mehr machen kann. Selbstredend wollten sie vorher alle unbedingt skifahren. Und morgen natürlich auch wieder.)


6 Kommentare

Klein-Lappland

… ist nur eine Autostunde von Turku entfernt.

„Bittebitte, die sechs Kilometer!“ flehte der kleine Herr Maus, als wir am Frühstückstisch zwecks Tourenplanung noch einmal die Loipenkarte anguckten und ich Bedenken äusserte, dass die sechs Kilometer lange Runde vielleicht ein bisschen zu lang sei. „Wenn da Loipen gespurt sind wie in Ruissalo, dann schaff‘ ich das!“

Helsinki – New York.

Am Ende fuhren wir acht. Weil es sich so dahinglitt durch Wald und Sonne.

(Ich erwähnte schon, wie glücklich mich diese Jahreszeit macht?!)


4 Kommentare

Die besten Skiferien aller Zeiten

„Wir haben ja jetzt jeden Ferientag was Tolles gemacht!“ strahlte der grosse Herr Maus vorhin. Das stimmt. Heute waren wir im Museumsdorf nebenan, das jedes Jahr in den Skiferien für ein paar Tage geöffnet hat.

Wir haben antike Schlitten und moderne Schneeschuhe ausprobiert, unsere Würstchen von gestern als Mittagessen am Lagerfeuer gebraten und sogar ein bisschen Kunst gemacht.

Und ich hatte schon befürchtet, wir müssten in den Ferien lauter Drinnen-Museen besuchen…


Hinterlasse einen Kommentar

Sonne, Schnee und Stoppelfelder

Auf der Loipe auf der Hausinsel, die nicht durch Nadelwälder, sondern über sonnige Felder und vorbei an Eichenwäldern führt, hat der kleine Herr Maus als Zweijähriger seine erste Skitour gemacht. Also seine ersten 800 m oder so auf Skiern, bevor er die Tour auf meinem Rücken fortsetzen durfte.

Seitdem hat der Schnee in Turku nicht mehr für diese Querfeldeinloipe gereicht. Bis gestern. Da wurde sie zum ersten Mal wieder gespurt. Und so war klar, wo wir heute skifahren würden.

Drei Jahre später kann ich die Skitour jetzt auch gut mit den drei Kindern allein machen. Keiner muss mehr zwischendurch getragen oder gezogen werden, und der kleine Herr Maus müht sich redlich, an seinen hurtig davongleitenden grossen Geschwistern dranzubleiben.

Der Schnee reichte gerade so, Sonne und Landschaft reichten über alle Massen, und dem bei zwei Grad plus (!) doch recht pappigen Schnee konnte ich dank Anti-Ice unter meinen empfindlichen Skiern zum ersten Mal seit 25 Jahren eine lange Nase drehen. Glück und Herzhüpfen!

Nur unsere Würstchen mussten wir wieder mit heimnehmen, weil wir das total durchweichte Holz an der Feuerstelle nicht zum Brennen brachten.

Aber was macht das schon, wenn man völlig unverhofft doch noch zu richtigen Skiferien gekommen ist!