Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Februarfrostnächte

Wir haben gerade einen etwas… *hüstel*… erhöhten Kerzenverbrauch.

(Es ist jetzt aber auch schon fast die letzte Gelegenheit. Denn obwohl nachts um die -20°C sind, wärmt die Sonne nachmittags schon so stark, dass das Eis einfach sublimiert. Und überhaupt lohnt sich Kerzen anzünden bald nicht mehr, es ist ja schon jetzt wieder bis halb sieben hell!)


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Winterwunderwochenende

Als der Ähämann die Einladung nach Mittelfinnland zu einer Verteidigung und Doktorfeier erhielt, beschlossen wir sofort und einstimmig, dass wir die Skiferien einen Tag vorfristig anfangen und alle gemeinsam hinfahren würden.

So eine Chance auf drei Tage richtigen Winter soll man sich schliesslich nicht entgehen lassen! (Und auch keine einzige Chance, seine Freunde zu treffen! So oft wie in diesem Jahr habe ich die liebste Freundin das letzte Mal vermutlich gesehen, als wir noch zusammen studierten!)

Es war ganz wunderbar: Aussichtsturmbesteigung und Museumsbesuch. Schlittschuhlaufen auf dem See – als ich das letzte Mal auf diesem See schlittschuhlaufen war, schob ich übrigens das Fräulein Maus im Kinderwagen vor mir her – Rodeln in der Mittagssonne, Skitour durch Märchenwald. Danach Aufwärmen von innen im Pfannkuchenrestaurant. Das Fräulein Maus war drei Tage bei ihrer besten Freundin einquartiert, und die Herren Maus waren ganz fasziniert davon, einmal mitten im Stadtzentrum zu wohnen.

Drei Tage lang Schnee, beissende Kälte und Sonne. Fast schon März!

Heute und morgen kurzes Zwischenspiel in Turku, weil das Fräulein Maus Trainingslager hat. Ab morgen Nachmittag Fortsetzung der Skiferien.


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-15°C, Sonne, Feiertag

Auf der Forschungsstation, auf der ich meinen allerersten finnischen Winter verbrachte, hatte man mir glaubhaft versichert, 3 cm würden reichen, einen Menschen zu tragen. Nie im Leben würde ich auf nur 3 cm dickes Eis gehen… aber der See war heute schon mindestens 10 cm dick gefroren. (Das war sehr schön zu sehen, weil das Eis noch ganz klar und durchsichtig ist.) Und das nach gerade mal zwei richtig kalten Tagen!

So schön, wenn noch kein Schnee gefallen ist – das, was auf dem Eis liegt, ist gefrorene Luftfeuchtigkeit, die jeden Abend wie Sterntaler vom wolkenlosen Himmel segelt – und man fahren kann, wohin man will!

(Denn wenn erst einmal Schnee liegt, muss man warten, bis das Eis einen Traktor trägt, der eine Bahn freischieben kann. Und das dauert dann erfahrungsgemässs doch ein Weilchen.)


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kaksisataaneljäkymmentäyhdeksän, kaksisataaviisikymmentä

Auf dem Schulweg ist schon wieder ein grosses Loch. Irgendwas kaputt an der Fernkälteleitung.

(Was bei -17°C ja auch irgendwie lustig ist. Aus dem Loch dampft es, als wäre eine Fernwärmeleitung kaputt.)

Scheint auch diesmal wieder ein langwierigeres Projekt zu sein. Jedes Mal, wenn wir daran vorbeikommen, stehen da eine Menge Baufahrzeuge. (Die Betonung liegt auf stehen.) Und die Bauarbeiter gucken ratlos ins Loch hinunter.

Immerhin, als der kleine Herr Maus und ich uns heute früh mit unseren Fahrrädern zwischen der Absperrung und diversen Baufahrzeugen hindurchschlängelten, stach mir die 250 auf dem Kennzeichen des einen ins Auge. Und zum Glück erinnerte ich mich auch gleich wieder daran, dass ich ja gestern Abend, als ich das Fräulein Maus in die Turnhalle fuhr, passenderweise die 249 gesehen hatte.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230], 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248]


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Auf dem Rodelberg

Versprochen ist versprochen.

Am Sonntagabend waren wir auf unserem stadtteileigenen Rodelberg, der aber leider von Jahr zu Jahr buckeliger wird, ziemlich wenig Schnee hat und dieses Jahr nicht mal beleuchtet ist. Nach drei- oder viermal Schlittenfahrenfliegen hatten die Kinder dann auch genug und fragten, ob wir nicht mal wieder auf den schönen Rodelberg gehen könnten. Gleich am Mittwoch, wenn keiner irgendwohin muss?! Bitte!

Immerhin führten die -16°C dazu, dass sie nach anderthalb Stunden freiwillig wieder mit nach Hause kamen.

Nach einem heissen Bad und zwei Litern Griessbrei ging’s uns auch allen wieder gut.


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Relativ kalt

Immer, wenn Deutsche mich fragen, wie man denn diese fiesen Wintertemperaturen aushalte… oder noch schlimmer, wieso ich denn eigentlich – egal zu welchem Anlass – frieren würde, ich müsse das doch gewöhnt sein, schliesslich lebe ich doch in Finnland, dann antworte ich: „Eben darum.“

Ich habe nämlich noch nie in meinem Leben so wenig gefroren wie in Finnland.

Mütze und Handschuhe kann man auch schon bei 5 Grad plus anziehen. Für Wollsocken und lange Unterhosen müssen die Temperaturen nicht erst unter 10 Grad minus sinken. Um warme Stiefel zu tragen ist nicht zwingend eine geschlossene Schneedecke erforderlich. Mit SkiÜberziehhose guckt einen auch in der Stadt keiner komisch an. Man kann auch mit Handschuhen ein Auto lenken. Und man kann seine Heizung ruhig so weit aufdrehen, dass man nicht schon fröstelnd die Wohnung verlässt.

Und während der Mitteleuropäer noch zittert – vor Wut natürlich, dass es nicht noch kälter ist – hat sogar BBC jetzt verkündet, dass Mützen und aufgedrehte Heizungen Leben retten können. Ach sag bloss…! (Und die Finnen, die haben’s natürlich mal wieder drauf!)

Heute habe ich übrigens zwei Mützen auf. Übereinander.