Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Kinder glücklich machen (2)

Gestern Nachmittag, während wir darauf warteten, dass der grosse Herr Maus aus der Schule kommt, gingen der kleine Herr Maus und ich mal gucken, was das eigentlich für eine Baustelle ist, von der wir immer die Baufahrzeuge poltern hören.

Der kleine Herr Maus guckte sehr lange.

Er guckte zehn Minuten lang zu, wie der Bagger wie mit einem Pizzaschneider den Asphalt aufschnitt. Er guckte weitere zehn Minuten lang zu, wie der Bagger und der LKW sich in Position rückten und der Bagger den Pizzaschneider gegen die mittlere der drei herumliegenden Baggerschaufel wechselte. Er guckte zehn Minuten lang zu, wie der Bagger die Asphaltstücke in seine Baggerschaufel schob und krachend auf die Ladefläche des LKWs fallen liess.

Er guckte so lange zu, bis er gefragt wurde, ob er denn mal ins Führerhaus des Baggers möchte.

Eine Zigarettenpause lang bestaunte er mit grossen Augen all die Hebel und Knöpfe.

Dann guckte er weitere zwanzig Minuten lang zu, wie der Bagger einen Graben aushob.
(Und dann mussten wir leider heim.)


Kinder glücklich machen (1)


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Grosse, gelbe Geräte

Das Wochenende hätte mal gut und gerne doppelt so lang sein können, so viel hätten wir gern gemacht.

Gestern war nämlich Turku-Tag, und das ist so ein bisschen wie am Tag des offenen Denkmals: dass man sich nämlich sehr viel ansehen könnte, aber leider alles gleichzeitig stattfindet.

Zusätzlich hatte das Fräulein Maus zweieinhalb Stunden Training und hinterher einen Auftritt im grossen Einkaufszentrum.

Da passte es gut, dass genau in der Trainingszeit und nicht weit von der Turnhalle entfernt die Stadt Turku gestern ihre Bagger, Schneepflüge, Eiskratzer und Rasenmäher ausstellte.

Ich dachte ja, unsere Kinder seien vielleicht schon ein bisschen zu alt dafür, aber die Herren Maus fotografierten begeistert gelbe Fahrzeuge, kletterten in jede Fahrerkabine und fachsimpelten mit dem anwesenden Personal.

(Ich fand’s auch toll!)

Mein Lieblingsgerät: der Eishobel…

… mit den Krebsscheren vorne dran.

Zwei Kehrmaschinenfahrer fuhren unermüdlich Kinder Runde um Runde und erklärten dabei Spiegel, Pedale und Knöpfe für Bürsten, Staubsauger und Wassersprüher.

Das Fräulein Maus, das nicht dabeisein konnte, mussten wir nicht allzusehr bedauern. Die hat ihre private Kehrmaschinenrundfahrt ja schon gehabt.