Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Oder: Coronaklausur, Tag 1

Eigentlich haben wir uns vorgenommen, nicht öfter als unbedingt nötig unter Leute zu gehen. Aber nötig ist es eben doch manchmal.

Erstmal fing der Tag mit Schule an. Gegen neun. Der grosse Herr Maus hatte um sieben schon Aufgaben bekommen, mit denen er sich zwischen neun und zehn befassen sollte. Von neun bis elf hatte er Videounterricht. Der brauchte mich nicht. Der kleine Herr Maus hatte ebenfalls Aufgaben zugeschickt bekommen, und dem musste ich hauptsächlich helfen, benötigte Bücher oder Hefte in seinem selbstverursachten Chaos zu finden. Mit dem Fräulein Maus löste ich Gleichungen mit einer Unbekannten und Brüchen, das machte mir überraschend viel Spass nach so langer Zeit.

Kurz nach elf war der kleine Herr Maus fertig mit seinem Tagespensum und ich sah auf der Wettervorhersage, dass es bald anfangen würde zu regnen, also schwang ich mich schnell aufs Rad und raste ins Stadtzentrum. Zuerst auf die Post, ein Päckchen wegbringen. „Schicken wir noch nach Deutschland?“, fragte die eine Postfrau die andere, und die sagte, sie denke schon, aber sie werde das gleich nochmal prüfen, und nahm mir dann das Päckchen mit den Worten „Kann aber bisschen länger dauern als sonst“ ab. Dann auf den Markt zum Blumenmann, einen Strauss Geburtstagstulpen kaufen, und dann in den benachbarten Supermarkt für eine Geburtstagstorte und Kerzen. Dorthin wollte ich am wenigsten, aber es war ganz leer. Dafür waren die Regale voll; sogar Griess, der bei uns gerade alle geworden ist und der am Wochenende kurz nirgends mehr zu bekommen gewesen war, gab es wieder.

Dann hatte es schon angefangen zu tröpfeln, und ich machte mich schleunigst auf den Heimweg. Und da kam mir die 364 entgegen.

Den Nachmittag verbrachten die Kinder damit, dem Fräulein Maus bei ihrer Schulaufgabe für Hauswirtschaft zu helfen: sie sollte etwas backen. Und ich habe tatsächlich kein bisschen geholfen. (Ausser diverse Unstimmigkeit unter den lieben Geschwistern zu moderieren.)

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In der Weihnachtsbäckerei

Im Gefrierfach fanden sich noch zwei Klumpen Plätzchenteig – ein vor zwei Jahren selbstgemachter und ein käuflich erworbener vom letzten Jahr. Deren Verarbeitung sollte auch in unserem derzeit etwas chaotischen Haushalt machbar sein, dachte ich mir.

Bei uns hat es auch noch nie zehn verschiedene Sorten Plätzchen gegeben. Dafür solche, deren Herstellung schon mir als Kind richtig Spass gemacht hat. Und jetzt den Mäusekindern.

Beim Ausstechen und Backen am Sonntag musste ich noch helfen. Das Verzieren haben das Mäusemädchen und das Mäuseknäbchen gestern ganz allein übernommen und fast zwei Stunden lang hochkonzentriert Engel, Elche und Eichhörnchen bemalt und bestreuselt, während ich den müden und unzufriedenen Minimäuserich herumgeschleppt habe.

(Finnische Plätzchen werden nicht verziert. Was für eine Arbeitsersparnis! Wieviel weniger Spass!)