Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Zwei Monate, oder: Mit grossen Augen

Zwei Monate schon..!

Ich warte immer noch auf das grosse Chaos, stundenlanges Mäuserichgebrüll und Schlafmangel bei mir.

Aber der Minimäuserich ist ein ausgesprochen friedliches Baby.

Wenn er wach ist, guckt er aufmerksam herum. Selbstverständlich kann er seinen Kopf schon wunderbar halten und über meine Schulter spähen. Er könnte ja sonst was verpassen!

Und er lächelt. Und er erzählt. „Höööih! Aak. Haink!“ Letztens beobachtete ich ihn bei einem langen Gespräch mit dem Krtek.

Abends wird er seit zwei Wochen in der grossen Badewanne gebadet, direkt vor den grossen Geschwistern, oder gemeinsam mit ihnen. (Unnötig zu erwähnen, dass Letzteres allen am meisten Spass macht.)

Sagte ich übrigens letzten Monat was von Schnuller?! Ja nun, ich hätte es mir ja denken können. Das war eine sehr vorübergehende Sache. Den neuen Schnuller, den ihm der Nikolaus brachte, nahm er schon nicht mehr. (Meinen kleinen Finger übrigens auch nicht.)

Am liebsten schläft er draussen im Kinderwagen. Nicht einmal bewegen muss man den, schon ist er eingeschlafen, der Minimäuserich. Wenn es zu kalt ist, wird er im Kinderwagen ins Schlafzimmer geschoben, bei offenem Fenster. Das funktioniert genauso.

Der Minimäuserich scheint sich einfach so unserem Tagesrhythmus anzupassen. Aufstehen will er früh so zwischen sieben und acht, wie die grossen Geschwister auch. Er schläft vormittags drei Stunden, nachmittags drei Stunden, und abends manchmal noch ein ein bisschen im Tragetuch. Er tut sich nicht besonders schwer mit dem Einschlafen und schreit nur, wenn er sehr, sehr müde ist.
Abends geht er zur gleichen Zeit wie die grossen Geschwister schlafen. Seit wir auf die Idee gekommen sind, ihn nachts zu verpuppen in seinen Pucksack zu wickeln, schläft er sensationell gut. Er braucht nur noch halb so lange zum Einschlafen, und bis zum ersten Aufwachen dauert es so um die fünf Stunden. Meistens schlafen wir beide nachts beim Stillen ein. Manchmal ist der Minimäuserich noch halbwach, dreht den Mund weg, wenn er satt ist, und kuschelt sich zum Einschlafen mit der Wange an meine Brust. Dann hab‘ ich ihn extralieb.

Der Minimäuserich ist überhaupt kein Minimäuserich mehr. Er wächst und wächst und wächst. Demnächst werde ich mir einen neuen Namen für ihn einfallen lassen müssen.


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Ein Monat

Und schon ist der Minimäuserich kein Neugeborenes mehr… Dabei habe ich das kleine Bündel doch gestern erst zum ersten Mal im Arm gehabt!

Der Ähämann war zwei Wochen mit uns zu Hause, und die restlichen zwei Wochen haben wir Alltag geübt. Und ja, es stimmt, dass das dritte Kind einfach so mitläuft. Es bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig…

Dafür wird er vierfach geliebt. Kein Abend, ohne dass die grossen Mäusekinder noch einmal zu ihm gehen und „Gute Nacht, Minimäuserich!“ sagen. (Neulich gar musste das Mäuseknäbchen nochmal aus seinem Gitterbettchen herausgehoben werden, weil ihm einfiel, dass er vergessen hatte, dem kleinen Bruder Gute Nacht zu sagen.) Kein Morgen, ohne dass der Minimäuserich bekuschelt und gestreichelt wird.

Ich geniesse diesmal zum ersten Mal die Babyzeit so richtig. Der Minimäuserich ist aber auch ausgesprochen friedlich. Man kann ihn auch schon mal eine ganze Weile ablegen, und er guckt einfach so ein bisschen vor sich hin. Ohne zu weinen. Das kenne ich ja so gar nicht. Er liebt den Kinderwagen und fällt sofort in tiefen Schlaf, sobald er da hineingelegt wird. Wohnungsbesichtigungen, Einkäufe, eine Weihnachtsfeier im Kindergarten und einen Familiengottesdienst hat er erfolgreich einfach verschlafen.
Und er ist das erste unserer Kinder, das auch mal einen Schnuller nimmt. Er wird wohl kein begeistertes Schnullerkind werden (gut so!), aber wenn er einfach nur nuckeln und nuckeln und nuckeln will, dann ist er mit dem Schnuller durchaus zufrieden.
Nur mit dem Einschlafen tagsüber, fürchte ich, wird er sich demnächst genauso schwer tun wie die grossen Geschwister seinerzeit. Jedenfalls haben wir schon etliche mehrstündige Kostproben von Augenzufallen-Augenaufreissen-Augenwiederzufallen-Augenwiederaufreissen erleben dürfen…

Ich jedoch war am Ende der Schwangerschaft deutlich müder als jetzt. Der Minimäuserich hat schon ungefähr den gleichen Rhythmus wie die grossen Mäusekinder – er geht mit ihnen ins Bett und steht erst mit ihnen auf. Nachts wird er alle zwei, drei Stunden wach und will trinken. Seit er das aber so gut kann, dass ich dabei liegenbleiben kann, schlafe ich einfach weiter und wundere mich immer nur, dass er schon wieder unruhig wird – bis mir ein Blick auf den Wecker sagt, dass ja schon wieder drei Stunden vergangen sind, in denen wir beide wie die Ratze geschlafen haben. :-)

Ein rechter Milchegel ist er. Mit durchaus messbarem Erfolg. In drei Wochen hatte er schon 3 cm zugelegt – sowohl in der Länge als auch beim Kopfumfang. Der wächst uns noch mal über den Kopf! Und ich habe Dauerdurst und Heisshunger auf Käse…

Seine erste flunssa hat der Minimäuserich auch schon gehabt, der arme kleine Kerl! Kein Wunder, haben wir die doch alle… Zuerst bekam er eine Bindehautentzündung, dann fing er jämmerlich zu husten und zu schniefen an, und der daraufhin aufgesuchte Arzt stellte zu allem Überfluss eine Ohrenentzündung (!) fest. (Und ich dachte, das Mäuseknäbchen wäre klein gewesen damals mit seinen vier Monaten!) Immerhin nahm der Minimäuserich sein Antibiotikum sehr viel freiwilliger als das Mäuseknäbchen damals, und jetzt geht’s ihm schon wieder gut. Ich habe die Hoffnung, dass meine eigene flunssa dann irgendwann nächsten Juni auch verschwunden sein wird…

Nun ist er kein Neugeborenes mehr. Nun wird uns niemand mehr auf der Strasse einfach so zur Geburt gratulieren. Nun wird alles erst richtig anfangen.

Der hat uns wirklich gefehlt, der Minimäuserich! ♥


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Winterkinder

So als zweites Kind hat man’s gut. Da darf man sogar schon im zarten Alter von 8 Monaten rodeln gehen.

(Gut, dass wir dieses Jahr ob der dürftigen Schneeverhältnisse bei uns im Süden zusätzlich zu unserem Hörnerschlitten noch so eine Plasteschüssel einen Plasteschlitten gekauft haben – auf dem Hörnerschlitten könnte das Mäusebaby ohne Babylehne nicht so toll gezogen werden, und mit Babylehne könnten wir nicht alle gemeinsam rodeln.)

((Der Rodelberg war übrigens wie die daneben beginnende Langlaufloipe perfekt präpariert.))


Ein Kommentar

Ich packe meinen Koffer…

…ähm, ziehe mein Kind an…

Es sind -15 Grad, und ich ziehe meinem Kind an:

Eine Strickjacke…

Eine Strickjacke, Wollsocken…

Eine Strickjacke, Wollsocken, einen Wolloverall…

Eine Strickjacke, Wollsocken, einen Wolloverall, “Stiefelchen”…

Eine Strickjacke, Wollsocken, einen Wolloverall, “Stiefelchen”, Handschuhe…

Eine Strickjacke, Wollsocken, einen Wolloverall, “Stiefelchen”, Handschuhe, einen Schneeanzug…

Eine Strickjacke, Wollsocken, einen Wolloverall, “Stiefelchen”, Handschuhe, einen Schneeanzug und eine Helmmütze aus Wolle (mit extra dicker Fütterung über der Stirn und den Ohren!).

Geschafft! Jetzt können wir den Müll wegbringen gehen.