Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Die erste Schulwoche war… anstrengend.

Zum Glück geht das meiste hier nach den Ferien einfach so weiter wie vor den Ferien, weil die Stundenpläne das ganze Schuljahr über gleich bleiben. Aber allein das zeitige Aufstehen nach zwei Wochen Ausschlafen! Und natürlich hatten gleich in der ersten Schulwoche wieder drei Familienmitglieder Zahnarzttermine in aller Herrgottsfrühe. Ausserdem hat das Fräulein Maus letztes Wochenende kurzentschlossen den Sportverein gewechselt – was ich eigentlich sehr schade finde, weil die ganze Truppe samt Eltern und Trainerinnen, mit der sie die letzten sechs Jahre zusammenwar, so nett war, aber, ich sag’s mal so, das Fräulein Maus muss auch nicht die sein, die dann dort das Licht ausmacht – und wir mussten vollkommen neue Routinen für neue Trainingszeiten finden und Elternabend war dort auch gleich.

Aber: Ich kann dann jetzt wieder mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren, denn sämtlicher Schneematsch ist getaut und jetzt liegen nur noch Raureif und Eis und eine halbe Tonne Splitt auf den Wegen, und darauf fährt es sich sehr gut. (Also auf Raureif und Eis. Auf Splitt eher nicht so.) Und so fuhr ich auch gleich am Montag an einer 293 vorbei. (Und am Dienstag fuhr eine 294 an mir vorbei.) Ausserdem fährt das Fräulein Maus jetzt, dank neuer Trainingszeiten und -orte, nach der Schule allein mit dem Bus zum Training und muss nicht mehr gebracht werden.

Und wenn nächste Woche dann mal keine Extratermine sind, dann starten wir einfach nochmal ohne Stress ins neue Schulhalbjahr. So.

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kaksisataakahdeksankymmentäneljä, kaksisataakahdeksankymmentäviisi

Wir haben ja dieses Schuljahr ausgesprochenes Glück mit den Hobbyterminen unserer Kinder. Auch als die weltbeste Harfenlehrerin, die das bisher selbst nebenher mit unterrichtet hat, verkündete, das Fräulein Maus müsse nun aber wirklich endlich Theorieunterricht nehmen, riss unsere Glückssträhne nicht ab: das Fräulein Maus hat jetzt Harfenstunde und Theorieunterricht am gleichen Tag direkt hintereinander.

Nun lohnt es sich auch für anderthalb Stunden kaum, vom anderen Ende der Stadt zwischendurch nochmal heimzufahren, weswegen ich mir lieber etwas zu tun mitnehme und dort warte.

Aber am Dienstag vor unseren Herbstferien fuhr ich doch lieber schnell nochmal heim, weil der Ähämann Montagnachmittag nach Kuopio geflogen war – ja, derlei Dienstreisen macht man in Finnland mit dem Flugzeug – und erst Dienstagabend zurückkam, ich die Herren Maus nicht so lange sich selbst überlassen wollte und ja ausserdem noch Koffer Taschen gepackt werden mussten. Irgendwann während der Hin-und-her-Fahrerei kam mir eine 284 entgegen.

Am Dienstag nach den Herbstferien nutzte ich die Zeit, um ein paar Dinge zu erledigen – erst fuhr ich zu IKEA, um umweltfreundliche Handtücher für den Hort zu kaufen, und dann noch ins Einkaufszentrum, um dem Fräulein Maus für ihre in Tallinn neuerstandene Strickmütze eine Unterziehmütze zu besorgen, und dort parkte ich direkt neben einer 285.

Gestern aber, da blieb ich die anderthalb Stunden in der Musikschule und tütete Adventskalender ein.

Und deshalb habe ich auch noch keine 286 gesehen.

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*kleb* *kleb* *kleb*

Manchmal bin ich sehr, sehr froh, dass das Fräulein Maus so klein und zierlich ist.

(Eigentlich wollte ich noch ein paar Urlaubsbilder zeigen und über die 284 und 285 schreiben, aber das geht erst, wenn ich dieses Ding fertig habe – übermorgen früh wird es gebraucht! – und mit dem grossen Herrn Maus fürs Pfadfinderlager gepackt, mit dem kleinen Herrn Maus Geburtstagseinladungen geschrieben und die nächste Ladung Adventskalender zur Post getragen habe.)


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kaksisataakahdeksankymmentäkolme

Als ich gestern Abend auf meinem Heimweg die 283 an der Ampel vorbeilassen musste, dachte ich noch, die bisher anstrengendste Woche dieses Schuljahrs sei jetzt endlich vorbei.

Früh um acht hatte ich den letzten von vielen ausserplannmässigen Terminen in dieser Woche hinter mich gebracht: ich ging mit dem kleinen Herrn Maus – das erste Mal seit dem Ende seiner Kindergartenzeit, dass wir diesen Weg wieder gemeinsam gingen – zum Elterngespräch Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch. Als hier vor zwei Jahren eingeführt wurde, dass die Schüler mitkommen zum Elterngespräch, fand ich das ein bisschen albern. Inzwischen finde ich es sehr schön. Der kleine Herr Maus nämlich, der durfte als erster von uns dreien sagen, wie es ihm so in der Schule gefällt, was er gern macht und was nicht so sehr, ob er Freunde hat und was er sich wünschen würde, und seine Aussagen wurden genauso ins Protokoll geschrieben wie meine und die seiner Lehrerin. Und er bekam sehr viel Lob. Er wand sich ein bisschen verlegen auf seinem Stuhl, aber ich sah, wie er strahlte und wie glücklich er war. „Du liest und rechnest und arbeitest wie ein Drittklässler“, sagte seine Lehrerin. „Und weisst du, was ich besonders toll finde? Dass du trotzdem wie ein Erstklässler mit deinen Freunden spielst und rennst und springst in der Pause.“ Und ich bin so dankbar für dieses Schulsystem, das solche Kinder nicht mit fünf einschult oder Klassen überspringen lässt. Gegen das einzige Schulproblem des kleinen Herrn Maus – ihm ist langweilig – bekommt er ab sofort noch mehr und schwierigere Extraaufgaben.

Im Hort sind freitags alle Kinder immer schrecklich müde und erschöpft von der Woche. Das äusserst sich darin, dass entweder alle kollektiv am Durchdrehen sind, oder alle still irgendeiner selbstgewählten, nicht sonderlich fordernden Aufgabe nachgehen. Es war ein Freitag der letzteren Sorte. Ich musste nur dreimal einen Häkelanfang knoten, einmal Wasser zum Malen reichen und hatte vor lauter Nichts-tun-Müssen Zeit, das Bücherregal aufzuräumen. Halb vier waren bis auf drei Kinder alle gegangen, und ich wurde ins Wochenende geschickt.

Zu Hause war nur der kleine Herr Maus. Er rannte und sprang mit dem Freund aus dem Nachbarhaus auf dem Hof herum. Sie haben in der Schule ein Heftchen mit kleinen Sportübungen bekommen – insgesamt hundert verschiedene – und wer jede Übung zehn Mal gemacht hat, darf eine finnische Flagge ausmalen. Das Ziel ist, bis zum hundertsten Geburtstag Finnlands am 6. Dezember alle hundert Flaggen ausgemalt zu haben. Mit Heftchen, Bleistift zum Ankreuzen, blauem Buntstift zum Ausmalen und verschwitzten Haaren und hochroten Köpfen gingen sie ernsthaft ihrer Aufgabe nach. Nur einmal kam der kleine Herr Maus rein und bat um einen Ball.

Der grosse Herr Maus war gleich nach der Schule mit seinem Steckenpferd – dieser finnische Trend war ja bisher komplett an mir vorbeigegangen – losgezogen, um sich mit drei Schulfreundinnen zu treffen. Alle zwei Stunden rief er an, ob er noch ein bisschen bleiben dürfe, sie hätten gerade so viel Spass. Erst gegen sieben kam er heimgeritten.

Das Fräulein Maus war mit dem Rad zum Training, das dieses Jahr freitags zufällig in ihrer eigenen Schule stattfindet, gefahren und musste weder gebracht noch abgeholt werden.

Ich atmete sehr tief durch. Endlich vorbei die stressige Woche!

Bis der Ähämann mit dem Herrn Picasso, den er nach der Arbeit von der Durchsicht geholt hatte, nach Hause kam und verkündete: „Ich weiss nicht, was die da in der Werkstatt gemacht haben, aber das Auto ist jetzt jedenfalls kaputt.“

Dann also auch noch ein stressiges Wochenende. Seufz.

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Letzte Woche ist der Herbst ausgebrochen. Die Schatten werden länger, die Nächte kälter, die Morgende feuchter und die Blätter tatsächlich schon bunter. Für die Finnen ist ja sowieso schon seit Schulbeginn offiziell Herbst, aber mich überrascht das jedes Mal wieder, wie schnell der Sommer dann tatsächlich zu Herbst wird. Trotzdem war ich jeden Tag zu warm angezogen. Nachmittags wird es nämlich noch richtig warm.

Letzte Woche waren wir alle zum ersten Mal nach den Sommerferien krank. Es husten auch alle Hortkinder, die Freunde unserer Kinder und die Kassiererin im Supermarkt. Die erste Läusewarnung ist auch eingetroffen. In Finnland halten sich auch Parasiten und Krankheitserreger an ihre Zeitpläne. (Im November haben dann alle Grippe, im März Magen-Darm und kurz vor Vappu nochmal eine langwierige Flunssa.)

Letzte Woche habe ich das Fräulein Maus zum Zahnarzt begleitet, und sie anschliessend mich. Eigentlich wollte ich, wenn ich schon mal da war, denn anrufen ist generell nicht so mein Ding, nur nachfragen, ob ich mir schon mal – die Studenten sind noch nicht aus den Semesterferien zurückgekehrt – einen Termin machen lassen könnte. Nachdem ich mehrmals gefragt wurde, ob ich mir ganz sicher sei, dass ich, denn es dauert ja auch alles viel länger, wirklich von einem Kandi behandelt werden möchte, ging dann alles ganz holterdipolter, denn ach, wir könnten eigentlich gleich mal schnell gucken, was da bei dir so gemacht werden muss, und wenn du noch zehn Minuten Zeit hast, dann können wir auch gleich röntgen. Ja, bitte, danke, gern geschehen, dein Kandi ruft dich dann in den nächsten Tagen an und macht mit dir eine Zeit aus, willkommen! (Ich bin wirklich sehr dankbar für die Ausbildungszahnklinik!)

Letzte Woche sind endlich unsere Briefwahlunterlagen angekommen. (Jena hat vermutlich überdurchschnittlich viele im Ausland lebende ehemalige Bürger.) Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden.

Letzte Woche spazierte eine Herde ausgebüchster Schafe über unseren Hof. In den Hundsrosen sahen wir eine Gelbhalsmaus turnen. Die Nachbarin warnte uns vor der Kreuzotter, die sie direkt neben dem Spielplatz gesehen hatte. Wir standen mit angehaltenem Atem hinterm Schlafzimmerfenster, als Freund Fuchs kurz seine Beute – eine gewaltige Schermaus! – unterm Vogelbeerbaum ablegte, um kräftig zu gähnen und ein wenig zu verschnaufen, bevor er gemächlich die Strasse entlang davonschnürte. Auf unserem Zaun sammelt eine Ringeltaube Kräfte für den langen Flug über die Ostsee. (So ist das, wenn man zehn Meter vom Wald wohnt.)

Letzte Woche habe ich mir auf Arbeit eine Blase in den Mittelfinger gespitzt. Die fünf kleinen Mädchen, die sich spontan zu mir gesetzt, geholfen und am Ende noch die zweihundertdreizehn Stifte farblich sortiert hatten, präsentierten mir am nächsten Tag ebenfalls Blasen an ihren Fingern. (Weia. Aber wir hatten grossen Spass.)

Letzte Woche habe ich am gleichen Tag die 280 gesehen – mittags vor der Schule, aus der ich die Erstklässler in den Hort abholte – und die 281 – abends vor der Musikschule, als ich die Herren Maus zu ihrer Klavierstunde brachte.

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Typisch Turkuer Winter

Die zweimal 15 Minuten Arbeitsweg erfordern derzeit mehr Konzentration als die sieben Stunden dazwischen.

(Asphalt ohne Eis oder Splitt: super. Eis mit Splitt: okay. Asphalt mit zentimeterdicken Rollsplittschichten: schlecht. Glattes Eis ohne Splitt: okay. Matschige Spurrillen: schlecht. Gefrorene Spurrillen: sehr schlecht.)


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Premiere

Kind krank zu Hause. Beide Eltern auf Arbeit.

(Früher fand ich es ja immer sehr fragwürdig, dass die Kind-krank-Tage hierzulande zwar unbegrenzt sind – es gibt drei Tage pro Elternteil pro Krankeitsfall, aber keine Obergrenze an Tagen pro Jahr – aber man nur, bis das Kind zehn wird, Anspruch darauf hat. Nun gibt es natürlich Krankheiten, mit denen ich die Zehnjährige nicht allein zu Hause lassen wollen würde. Und ich habe den grossen Vorteil, sehr flexibel arbeiten zu können und nicht acht Stunden auf Arbeit sein zu müssen. Aber heute ging es, wie so vieles, das man sich als Kleinkindeltern überhaupt nicht vorstellen konnte, wunderbar.)


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kaksisataaneljäkymmentäviisi

Donnerstags fahren wir neuerdings so viel Auto, dass unser tägliches Radfahren völlig verpufft: wir laden alle Kinder ins Auto, fahren erst den grossen Herrn Maus in den Nachbarstadtteil zum Klavierunterricht, von da ans andere Ende der Stadt das Fräulein Maus zum Training (die normalerweise auch Training im selben Nachbarstadtteil hat – ausser donnerstags), dann zurück in den Nachbarstadtteil für den Klavierunterricht des kleinen Herrn Maus, und danach mit Umweg über zu Hause / den Supermarkt / die Post / die Bibliothek wieder ans andere Ende der Stadt, das Fräulein Maus vom Training abholen, und dann endlich nach Hause, wo der Herr Picasso dann wieder bis zum Wochenende stehen bleiben darf.

Ich habe dabei in den letzten Wochen unzählige Male die 246 gesehen. Aber gestern dann doch endlich die gesuchte 245.

(Falls ich mich nicht verguckt habe im Finstern.)

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230], 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244]


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Winterradfahren für alle

“Das ist ungerecht, dass du Fahrrad fahren darfst und wir nicht!” durfte ich mir jetzt zwei Winter lang, also seit die Herren Maus nicht mehr in den Fahrradanhänger passen, anhören. Denn sobald die Strassenverhältnisse Spikereifen erforderten, hatten die Kinder in den Anhänger umzusteigen. Oder eben zu laufen. (Was bei den 550 Metern Weg in den Kindergarten zwar zu verschmerzen, aber trotzdem nicht beliebt war.)

Jetzt herrscht wieder Gerechtigkeit.

“Papa macht mir die Spikereifen vom Anhänger an mein Fahrrad!” jubelte der kleine Herr Maus letzte Woche.

Er ist jetzt der coolste kleine Radfahrer der Welt.


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Mein Hinterkopf ist auch nur normal gross

Gestern um 16:38 Uhr hatte ich einen kurzen Nervenzusammenbruch, weil der grosse Herr Maus zum Adventskalenderverkauf mit seiner Pfadfindergruppe in den nächstgelegenen Supermarkt gebracht werden musste, aber sein Pfadfindertuch nicht fand, weil der kleine Herr Maus zu einem Geburtstag ging, aber dafür noch eine Glückwunschkarte malen und in ein Kostüm gesteckt werden musste, weil das Fräulein Maus zum Training gebracht werden musste und stöhnte, dass sie noch nicht alle Hausaufgaben fertig habe, weil sich sämtliches Bringen und Holen natürlich überschnitt, weil mir einfiel, dass ich am Sonntag beim Einkauf für den morgigen Kindergeburtstag zwei Flaschen Limo und ein langes Seil vergessen hatte, weil nun doch bis morgen Spikereifen an allen Fahrrädern sein müssen, weil ich vielleicht auch schon mal die Winterstiefel aus der Kiste in der Kammer hätte holen müssen, aber erst noch eine Maschine Wäsche aufgehängt werden musste…
… und weil morgens schon der grosse Herr Maus zum Gipsabnehmen ins Krankenhaus begleitet, am Wochenende Kinder durch die Gegend gefahren, am Freitag dem Fräulein Maus für den ersten Wettkampf der Saison abgefallene Pailletten neu angeklebt und Proviant zubereitet, am Donnerstag mit dem grossen Herrn Maus der grosse Rucksack fürs Pfadfinderlager gepackt, dafür unter anderem zwei Wochen lang Wachsreste und Eierkartons gesammelt, am Sonnabend ein Geburtstagsgeschenk für den Kindergartenfreund besorgt, am Mittwoch bestellten Harfensaiten hinterhertelefoniert, am Freitag Fräulein Maus’ Buskarte aufgeladen, am Dienstag Bücher in die Bibliothek zurückgebracht, am Montag dem kleinen Herrn Maus etwas aus dem Heimatland seiner Eltern mit in den Kindergarten gegeben, am Mittwoch dem grossen Herrn Maus ein Kostüm für die Halloweenfeier im Hort eingepackt, am Freitag das Fräulein Maus an die Sportklamotten für ein kurzfristig angesetztes Sportfest erinnert, und jeden Tag dem kleinen Herrn Maus für den Vorschul-Schwimmkurs Badehose, Handtuch und Saunatüchelchen früh in den Rucksack gepackt und abends getrocknet werden mussten.

Das sind so die Momente, wo ich mich heftigst nach einem Job, bei dem man nicht denken (!) und nichts vorausplanen (!!!) muss, sehne.

(Danke, geht wieder.)