Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Glück ist…

… finnische Sommerabende.

Abendlicht, das von Minute zu Minute weicher und schöner wird. Stille bis auf das Tuckern eines Motorbootes irgendwo weit weg und das Kreischen der Möwen, die über unsere Köpfe hinwegsegeln. Eine Sauna, die zweimal die Woche von 17 bis 21 Uhr angeheizt ist und einfach so von jedermann benutzt werden darf. Grünes Wasser voller Diamanten, das noch so kalt ist, dass es einem kurz den Atem nimmt, wenn man losschwimmt.


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Schlafen können wir im Winter.

Hier ist es im Frühling und Sommer ja oft so, dass die Sonne, wenn es tagsüber grau und trüb war, abends noch rauskommt. Macht ja nichts, reicht ja noch für etliche Stunden Sonnenschein…

Nur sind wir deswegen im Frühling und im Sommer leider auch sehr lasch mit Zubettgehroutinen.

Als der Ähämann gestern abend kurz vor sechs zu einer Vier-Fliegen-mit-einer-Klappe-Runde aufbrach – den grossen Herrn Maus zu den Pfadfindern bringen, das Fräulein Maus vom Training abholen, mit beiden Kindern auf deren dringenden Wunsch in der Stadtteilbibliothek neue Bücher ausleihen sowie dort auch gleich noch wählen – und der kleine Herr Maus und ich allein zurückblieben, da bereiteten wir nicht etwa das Abendbrot vor, sondern schwangen uns auf die Fahrräder und fuhren in der Abendsonne zum nahegelegenen See.

Ein Entenpärchen zog im spiegelblanken Wasser gemächlich seine Kreise. Weit draussen war der See weiss von Möwen, die ununterbrochen durcheinanderschnatterten. „Was reden die denn die ganze Zeit?!“, fragte der kleine Herr Maus. Kaum vorstellbar, dass wir dort vor Kurzem noch schlittschuhlaufen waren. Wir sahen die letzten Eisreste auf dem See und die allerletzten Schneereste im Wald. Und den ersten Huflattich.

Und eben. Schlafen können wir im Winter.


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Strand mit Wetter

Gestern am Zweitlieblingsstrand – wenn er nur nicht so weit weg wäre! – hatten wir es gerade einmal ins Wasser geschafft, da wurde es lilafinster und fing an zu regnen.

Aber noch ehe wir uns umgezogen und unsere Sachen zusammengerafft hatten, war die Wolke auch schon vorbeigezogen.

Wir blieben dann noch bis um acht. Gingen noch mehrmals schwimmen und freuten uns an der Abendsonne. Sogar die anderthalbstündige Heimfahrt danach war ganz wunderbar.

Finnische Sommerabende, hach…!


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kaksisataakolmekymmentäkaksi

Seit wir in Turku wohnen, brechen wir nie mehr in aller Herrgottsfrühe in den Urlaub auf. Wir fahren abends, und zum Hafen brauchen wir zwanzig Minuten.

Diesmal gingen wir am Abreisetag sogar alle noch auf Arbeit, in die Schule und in den Kindergarten, und dann war trotzdem noch genug Zeit, die letzten Sachen einzupacken, das Auto zu beladen, den Geschirrspüler nochmal anzustellen und den Müll wegzubringen. Apropos Müll: gut, dass wir den Plastemüll wegfahren müssen. So nahmen wir einen anderen Weg zum Hafen, und es kam uns noch die 232 entgegen.

Und immer, wenn wir im Sommer wegfahren und so im Abendsonnenschein an Deck stehen, bin ich ein bisschen wehmütig. Weil diese Sommerabende so unglaublich schön sind, dass ich sie eigentlich nicht einmal für drei Wochen verpassen will.

Was für ein Glück, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen!

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sataviisikymmentäyksi

“Eisbaden macht süchtig!”

(Las ich heute in einem Werbeprospekt unserer Eisbadesauna.)

Die 151, die gehörte entweder einem Süchtigen oder einem der hundert Leute, die wir vom Saunafenster aus auf dem Meer herumspazieren sahen.

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