Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Ressourcenschonendes Umschichten

Unsere Kinder bekommen heute zum Vesper, was die Hortkinder in den letzten Wochen zum Vesper nicht wollten.

(Plus ein paar Heidelbeeren aus dem Wald hinterm Haus, die sich noch vom letzten Sommer in einem deutschen Joghurtglas im Tiefkühlfach fanden. Plus nichtfettfreie Milch. Abgefüllt in estnische ehemalige Bananensaftflaschen. Wenn schon Weiter- und Wiederverwertung, dann richtig!)

Es ist nämlich so: was uns die Schulküche einmal auf unseren Essenswagen geladen hat, darf sie nicht wieder zurücknehmen. (Abgesehen von Margarinebechern und geschlossenen Milchpackungen.) Und was die Kinder auch im Laufe des restlichen Nachmittags nicht aufgegessen haben, müssen wir wegschmeissen.

Oder selber essen. Und so buckele ich auf dem Fahrrad tütenweise Brot nach Hause oder 32 strohige Mandarinen oder kiloweise braungefleckte Bananen, und alles davon, was irgendwie eingefroren werden darf, landet erstmal im Tiefkühlschrank und später in irgendeiner Form bei uns auf dem Tisch.

Meine Mutter, die in den letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahren als kleines Kind noch echten Mangel und Hunger erlebt hat, schmeisst nie ein Fitzelchen noch essbares Essen weg. Und ich finde, auch in unserer heutigen Überflussgesellschaft muss man weder mit Essen noch mit Gegenständen so sorg- und gedankenlos umgehen. Aber mit Essen schon gar nicht.

„Nicht schon wieder Arkea-Brot!“, stöhnen die Kinder manchmal beim Abendbrot. Oder „Oh, hast du wieder die leckeren Arkea-Äpfel mitgebracht?“, stürzen sie sich auf den Obstkorb.

So oder so, Essen wird nicht weggeschmissen. Punkt.


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kolmesataakolmekymmentäyhdeksän

Als wir am Dienstagabend mit den letzten paar noch nicht abgeholten Kindern vom Spielplatz zum Hort zurückliefen und mir dabei die 339 entgegenkam, freute ich mich sehr.

Nicht nur über die 339. Auch darüber, dass ich bis zu den Sommerferien nur noch einen Arbeitstag hätte. Und auf den Mittwoch. Auf den hatte ich mich schon seit Wochen gefreut; schon seit ich wusste, dass ich dank der Kollegin, die nur als Stundenkraft angestellt ist, aber auch schon im April während meines letzten Praktikums mehr Stunden für mich übernommen hatte und jederzeit flexibel ist, dank unserer zuverlässigen Dienstag-und-Mittwoch-Ehrenamtsdeutschen und dank des Zivis, den wir seit Ende April haben und der aus vielerlei Gründen für alle im Hort gut ist, an der Abschlussfeier in meiner Schule teilnehmen kann.

Der Mittwoch fing dann aber damit an, dass ich um vier mit rasenden Kopfschmerzen aufwachte und erstmal ins Bad wankte, um eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Ich habe das seit der Sache mit der Schulter öfter, und normalerweise gibt sich das wieder, wenn ich erstmal aufgestanden bin, einen Kaffee getrunken habe und mich bewege. Leider war mir diesmal wegen der Schmerzen und wegen der Tablette auf nüchternen Magen so schlecht, dass ich bis zum Weckerklingeln um halb sieben nur noch minutenweise schlief. Mich nochmal eine Stunde aufs Ohr zu hauen, wenn die Kinder in die Schule gegangen wären, war auch keine Option, denn der Herr Picasso hatte einen ArztWerkstatttermin, der sowieso schon nur zu schaffen war, indem ich ihn früh hinfahren und der Ähämann einen Zug eher heimfahren und ihn wieder abholen würde. Der erste Schluck Kaffee kam auch direkt wieder raus. Danach ging’s aber tatsächlich aufwärts. Ich schickte also das Fräulein Maus in die Schule, fragte den grossen Herrn Maus, der sowieso krank war und zu Hause bleiben würde, nach seinen Frühstückswünschen, packte schon mal meinen Krempel zusammen und ging den kleinen Herrn Maus wecken. Der allerdings lag im Bett und wimmerte, hutschte ins Bad, rollte sich direkt wieder auf dem Badteppich zusammen und erklärte mir, er hätte links in der Brust ganz schlimme Schmerzen, und er könne auch gar nicht tief einatmen. Ich sah meine Abschlussfeier für mich schon im Krankenhaus stattfinden, aber immerhin ging in der Notaufnahme sofort jemand ans Telefon, wurde ich sofort weiterverbunden und entschied die Krankenschwester am anderen Ende nach eingehender Abfrage aller Symptome, dass es vermutlich ein Muskelkrampf wäre und wir ihm zuerst mal ein Schmerzmittel geben sollten, und der kleine Herr Maus, der am Abend zuvor Schmetterlingsschwimmen geübt hatte, sagte auch gleich, ja, genau, an der Stelle hat es schon beim Training gezogen. In die Schule konnte er so allerdings trotzdem nicht gehen, also musste ich noch schnell wilmaen und ausserdem warten, bis das Schmerzmittel wirkte, und noch eine Weile ein Auge auf den kleinen Herrn Maus haben, ob es wirklich nichts Schlimmeres ist. Der Ähämann bot sich an, in Tampere direkt wieder in den Zug nach Turku einzusteigen, aber zwei Zugstunden Entfernung sind eben zwei Zugstunden Entfernung, und der Ähämann ging dann doch wenigstens für ein paar Stunden auf Arbeit, die Herren Maus blieben gemeinsam zu Hause, und ich verliess mit dem Herrn Picasso doch noch halbwegs pünktlich das Haus.

Weil so schönes Wetter war und ich anderthalb Stunden Zeit hatte, beschloss ich, den ganzen Weg von der Werkstatt zu laufen, denn ich hätte sowieso nur drei Haltestellen Bus fahren können. (Als ich aber an der Haltestelle noch schnell meinen Rucksack ein bisschen umpackte, kam da die Elektro-1 lautlos an die Haltestelle gerollt und wollte mich mitnehmen, obwohl ich gar nicht gewinkt hatte, und meistens ist das ja genau umgekehrt.) Und dann lief ich durch maiglöckchenduftenden Wald und an der Waschmittelfabrik vorbei und dann musste ich mal ganz dringend und machte einen kurzen Umweg über die Schule, an der ich mal einen ganz schrecklichen Finnischkurs hatte, und die Sonne schien und der Sprosser sang und die Kopfschmerzen waren ganz weg, nur die Müdigkeit nicht und das Gefühl von Watte im Kopf, das ich von Ibuprofen immer kriege, auch nicht.

Aber egal. Abschlussfeier!

Das haben die Finnen nämlich echt drauf. Ich hatte hier in Finnland ja immerhin eine wirklich feierliche Doktorfeier, aber des Ähämanns Doktorarbeit fand in Deutschland mit einer halbstündigen Befragung durch ein eher genervtes Prüfungskomitee und – und auch das nur, weil er liebe Kollegen hatte – einer Grillparty auf dem Institutshof seinen Abschluss. Unsere Diplomzeugnisse durften wir uns seinerzeit ohne weiteres Aufhebens von einer mürrischen Dekanatssekretärin in – immerhin! – Goethes Inspektorhäuschen abholen. Und mein Abitur war trotz Abiball auch nicht sonderlich feierlich.

Ausgedehnte Abschlussfeierlichkeiten waren das jedenfalls gestern. Mit Gottesdienst und Segnung der Absolventen für den Beruf – ähnlich der Schulanfängersegnung – in der nahegelegenen Kirche, mit gemeinsamem Mittagessen, anschliessendem Festakt mit Zeugnis- und Rosenübergabe und abschliessendem Kaffeetrinken und Torteessen.

Und zum ersten – und vermutlich einzigen – Mal in meinem Leben wurde für mich das Suvivirsi gesungen. ♥

Ich bin so froh, dass ich dabei sein konnte.

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Zwei Wochen

Die letzte Märzwoche war hell. So hell! Abends bis um acht, früh lange schon vorm Aufstehen, und das zeitige Aufstehen und die abendliche Taxifahrerei fühlten sich auf einmal wieder ganz leicht an.

In der letzten Märzwoche wurde der grosse Herr Maus ins Stadt-Schülerparlament gewählt. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich unsere drei Kinder sind: der grosse Herr Maus zum Beispiel erstellt mal eben eine Präsentation über sich, schüttelt ein Wahlprogramm aus dem Ärmel und stellt sich dann ohne Hemmungen vor ein grosses Publikum und trägt es vor.
(Sein politisches Engagement kam auch gut an, hat man ihm gesagt.)

Die letzte Märzwoche war auf Arbeit ziemlich anstrengend. Unsere Hortkinder hatten Projektwoche in der Schule und standen jeden Tag alle 35 gleichzeitig auf der Matte vor der Tür. Zum Glück fing in der letzten Märzwoche schon ein wenig der Frühling an, noch mit kaltem Wind, aber mit viel Sonne, und wir haben sehr viel Zeit im Freien verbracht.
(Und mit vielen Diskussionen, ob man Jacken, Mützen, gar Schuhe (!) ausziehen darf.)

In der letzten Märzwoche kam der Winter zurück. Während der kleine Herr Maus sonntagfrüh in der Schwimmhalle zum Schwimmtraining war, segelten draussen wattebauschgrosse Schneeflocken vom Himmel, eine Stunde später war alles weiss.
(So ist das hier.)

In der letzten Märzwoche hat das Fräulein Maus, wie auch die drei Wochen zuvor schon, vor sich hingekränkelt.

In der letzten Märzwoche hatte das Fräulein Maus gleich zwei Wettkämpfe. Am Sonnabend kutschierte der Ähämann sie und vier weitere Turnmädchen nach Helsinki zu einem Wettkampf in rhythmischer Sportgymnastik – was die Mädchen eher aus pädagogischen Gründen machen müssen als aus echtem Ehrgeiz. Das Fräulein Maus wurde 3. von 217! Am Sonntag hatte der Flohzirkus seinen nächsten Wettkampf und belegte einen zweiten Platz. Alle völlig fertig nach dem Wochenende, aber glücklich. Danach allerdings mussten wir feststellen, dass sich Wimpernleim – damit hatten sie Strasssteine auf die Frisur geklebt – aus Haaren auch in der extra angeheizten Sauna nicht entfernen lässt. Eine kurze, panische Recherche ergab, dass wohl Entferner für wasserfestes Make-up hilft. Der März endete damit, dass der kleine Herr Maus und ich nach der Sauna nicht die Schlafanzüge, sondern Fahrradklamotten anzogen, und im Abendsonnenschein und auf mittlerweile wieder komplett freigetauten Wegen in den mittelweit entfernten Supermarkt radelten.

Uff, dachte ich.
(Da wusste ich ja noch nicht, wie der April werden würde.)

Die erste Aprilwoche begann zusätzlich zum Uhrumstellungsjetlag auch noch damit, dass ich jeden Morgen um acht in der Schule sein muss, um meinen letzten Praktikumsteil – und gleich nach Ostern meine letzte Lehrprobe – zu absolvieren. Apropos Lehrprobe: in der ersten Aprilwoche habe ich mal wieder in jeder freien Minute an einem HENSU getippt, denn der muss drei Wochen vorher im Wilma stehen. (Ja, ich hab‘ in meiner Berufsschule auch ein Wilma.)

In der ersten Aprilwoche kränkelten das Fräulein Maus, der grosse Herr Maus und der Ähämann. Am Ende der ersten Aprilwoche stellte sich heraus, dass das Fräulein Maus Angina hat. Das Penicillin hilft leider nicht so, wie wir es uns erhofft hatten, und eine Virusinfektion obendrein hat sie nun auch noch. Deshalb konnte sie zum ersten Mal seit langer Zeit nicht an einem Wettkampf teilnehmen.
(War doof für alle, denn es gibt vermutlich keine Sportart, in der der Einzelne weniger ersetzbar ist als in der des Fräulein Maus.)

Dafür sassen wir in der ersten Aprilwoche ganz unerwartet den ganzen Sonnabend im Garten, liessen uns die Sonne auf die Nase scheinen, assen zum ersten Mal draussen und sahen besoffenen Hummeln beim Nektarsammeln und den ersten Blättchen an der Stachelbeere beim Entfalten zu.

In der ersten Aprilwoche ging der kleine Herr Maus übers Wochenende auf Wettkampfreise nach Åland. Mit Übernachtung und Anreise mit dem Schiff! „Und dann war dort auch alles auf Schwedisch, oder?“ „Ja, aber das war überhaupt kein Problem. Die haben statt Paikoillanne! [=Auf die Plätze…] eben På era platser! gesagt.“
(Zehn Zentimeter gewachsen und mit einer Bronzemedaille kam er heim.)

Die erste Aprilwoche endete damit, dass der Winter nochmal zurückkam. Als ich den kleinen Herrn Maus Sonntagabend vom Hafen abholte, fiel nasses, weisses Gelumpe vom Himmel. Eine Stunde später war alles weiss.

Ich hätte jetzt bittegerne sofort Sommer.
Aus allen erdenklichen Gründen.


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kolmesataakolmekymmentä

Montags fahre ich fast immer mit dem Auto auf Arbeit. Erstens, weil wir montagabends oft fliegende Auto- und Kinderübergabe machen müssen, und zweitens, weil ich da immer für den Hort einkaufen gehe (diese Woche: Erde, Ostergras ein halbes Kilo Grassamen, Bleistifte, Handdesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe für die Essenszubereitung)und dafür in Finnlands einst grössten Supermarkt fahren muss, der die Rechnung direkt an die Deutsche Gemeinde schickt.

Vom Supermarkt zur Arbeit fahre ich am Fluss entlang, da stand am Montag vor drei Wochen schon die 329, und diese Woche stand da die 330. Wenn dann bitte nächsten Montag gegen 11 jemand seine 331 gegenüber vom Theater parken könnte?!

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Wollsocken im Klassenzimmer (7)

Weil mich von Zeit zu Zeit die immer gleichen Fragen per Mail erreichen – und der Dauerbrenner sind immer noch Fragen zum finnischen Schulsystem – möchte ich die nach und nach hier beantworten.
Natürlich völlig unobjektiv auf meiner Erfahrung mit drei Grundschulkindern, die derzeit die Klassen 2, 4 und 6 besuchen, basierend. Heute mit einer Frage aus aktuellem Anlass.

Bekommen finnische Kinder kältefrei?

Ich fragte gerade vorgestern die Kollegin – sie ist angehende Lehrerin – ob es eigentlich eine offizielle Frostgrenze für Grundschulkinder gibt. Wir hatten -14°C, die Sonne schien, es war komplett windstill, die Erst- und Zweitklässler sind auf unserem wunderbaren Rodelberg die ganze Zeit in Bewegung und ausserdem noch in einem Alter, in dem sie bereitwillig Stiefel, dicke Überhosen und Mützen anziehen statt sich in Turnschuhen, Knöchelsöckchen und zerrissenen Jeans durch den Winter zu zittern – und für mich war es überhaupt keine Frage, dass wir am Nachmittag mit den Hortkindern rausgehen würden. Aber nachdem ich ja nun weiss, dass in Turku Kindergartenkinder ab -10°C nicht mehr rausgehen dürfen, wollte ich doch lieber sichergehen, ob es da nicht irgendeine offizielle Anweisung gibt, die mir bisher entgangen ist.

Nein, sie wüsste da von nichts, sagte die Kollegin. (Und eine kurze Recherche ergab, dass es tatsächlich sowas wie eine offizielle Frostgrenze für Schulkinder nicht gibt.) Aber sie selbst sei in Tampere zur Schule gegangen, und da hätten sie ab -30°C in den Pausen nicht mehr rausgehen müssen.

Womit die Frage nach Kältefrei geklärt sein dürfte.

***

Wollsocken im Klassenzimmer (1): Hausaufgaben
Wollsocken im Klassenzimmer (2): Individuelles Lernen
Wollsocken im Klassenzimmer (3): Schulnoten
Wollsocken im Klassenzimmer (4): Schulkrankenschwester
Wollsocken im Klassenzimmer (5): Ferien
Wollsocken im Klassenzimmer (6): Wilma


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Zwei Stunden

Teilzeitarbeit ist hierzulande eher unüblich.
(Und das ist auch gut so!)

Umso froher bin ich, dass ich jetzt doch eine Arbeit habe, bei der ich nicht schon zwischen acht und neun, genauso wie die Kinder, anwesend sein muss. Diese zwei Stunden, nachdem die Kinder in die Schule gegangen sind und bevor ich selbst losmuss, brauche ich nämlich ganz dringend.

Ich wüsste nicht, wie ich ohne die bisher auch nur eine einzige Hausaufgabe hätte machen und meine drei HENSUs hätte schreiben sollen. Wann ich bloggen sollte. Wann ich den Kindern Namensetiketten in ihre neuen Wintersachen nähen, Wilma-Nachrichten beantworten, Arzttermine vereinbaren sollte. Wann ich Müll wegbringen, die Küche aufräumen und Betten machen sollte. Hannelore schluckt mühelos die Bettwäsche von fünf Personen oder unser aller Buntwäsche von zehn Tagen, weswegen wir zwar nur zweimal in der Woche waschen – aber wann sollte ich diese Berge auf die Leine bringen oder – schlimmer noch! – falten und in die Schränke räumen?

(Der Ähämann, der früh kurz nach sechs das Haus verlässt, kann sowas auch abends. Ich nicht. Abends kann ich nur noch auf dem Sofa zusammenbrechen.)

Immerhin muss ich keine Schulbrote schmieren.

Aber das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus brauchen ein Vesper. Dem kleinen Herrn Maus stelle ich eine unserer zahlreichen eingefrorenen Essensportionen raus, weil er zwar als einziger noch im Hort ein Vesper bekommt, aber zum Schwimmtraining losmuss, bevor der Ähämann oder ich wieder zu Hause sind, und mit der einen abgezählten Pirogge oder dem Schüsselchen Fruchtgrütze da ganz sicher nicht genug Kraft dafür hat. Dem Fräulein Maus schreibe ich ihre Busverbindung ins Konservatorium auf, dem kleinen Herrn Maus, wie oft er auf den Mikrowellenknopf drücken und wann er zum Bus loslaufen muss, und damit er sich nicht benachteiligt fühlt, bekommt der grosse Herr Maus auch einen eigenen Zettel, auf dem steht, dass Mama und Papa heute beide ein bisschen später nach Hause kommen. Drei Xylitolpastillen dazulegen, dreimal Herzchen auf die Zettel malen. „Mama, das ist so schön mit dem Vesper und den Zetteln!“ gestand mir das Fräulein Maus einmal. „Das ist fast so, als wärst du da.“

Gut, dass ich diese zwei Stunden habe jeden Tag!


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kolmesataakaksikymmentäyksi, kolmesataakaksikymmentäkaksi

Oder: Schnipsel aus der Dunkelheit

Von einem Tag auf den anderen war es – wie jedes Jahr – finster. Am Freitag ging ich nach der Arbeit noch im Hellen nach Hause, am Montag im Stockfinstern.

***

Alle Finnen durften übrigens neulich an einer Onlineumfrage teilnehmen, was sie bevorzugen würden, sollte tatsächlich die Uhrenumstellung in der EU abgeschafft werden: Winterzeit, Sommerzeit oder ganz was anderes. Ich bin ja seit Jahren für ganzjährige Sommerzeit, vielleicht hört dann jetzt ja endlich jemand mal auf mich.

(Mal abgesehen davon, dass es hierzulande eigentlich sowieso völlig wurscht ist: es ist sowieso entweder andauernd hell oder andauernd dunkel.)

***

Die gesamte Kinder-zu-ihren-Hobbys-Fahrerei – mit Ausnahme des sonntagnachmittäglichen Schwimmtrainings des kleinen Herrn Maus (obwohl, an manchen Sonntagen…) – findet dann jetzt also auch wieder komplett im Finstern statt. Wie immer frage ich mich, wie ich überhaupt irgendein Kennzeichen wahrnehmen kann, während ich beim Fahren ja hauptsächlich damit beschäftigt bin, schwarzgekleidete Radfahrer ohne Beleuchtung und schwarzgekleidete Fussgänger ohne Reflektoren rechtzeitig zu erspähen. Trotzdem habe ich die 321 gesehen, die uns entgegenkam, als ich das Fräulein Maus ans andere Ende der Stadt zu einer Halloweenparty mit ihrer Mannschaft fuhr – die hatten übrigens allesamt die schönsten Halloweenverkleidungen, die ich je gesehen habe! – und die 322, die auf dem Supermarktparkplatz stand, als ich neulich, während der grosse Herr Maus bei den Pfadfindern war und weitere 80 Adventskalender abholte, Briefumschlagnachschub kaufte. Die 324 habe ich auch schon gesehen, ein sehr schönes blaugrünes Müllauto, aber tja.

***

Zur Zeit komme ich nicht nur im Finstern von Arbeit nach Hause, sondern fahre auch schon im Finstern zur Arbeit. Mein Arbeitstag beginnt derzeit um acht statt um elf, und zwar in der Schule. Da meine Ausbildung zur Horterzieherin auch die Ausbildung zur Assistenzlehrerin beinhaltet, muss ich jetzt eine Zeitlang in der Schule arbeiten. Mir macht das grosse Freude, ganz aus der Nähe zu erleben, wie Schule hier so funktioniert, und gerade dieses Assistenzlehrersein ist wirklich eine dankbare Aufgabe. Nur die drei Stunden am Vormittag fehlen mir. Sehr.

***

Zur Zeit bräuchte ich nämlich jede freie Minute, weil ich bis zum Ende des Schulhalbjahres kurz vor Weihnachten eigentlich drei von meinen vier Lehrproben abgelegt haben möchte. Ab Januar werde ich nämlich unseren Hort hauptverantwortlich schmeissen, weil die beste Chefin von allen in Mutterschutz geht und mir ihre Vertretung anvertraut – was mich abwechselnd mit Freude und Panik erfüllt; aber nachdem ich nun einige Monate Zeit hatte, mich an den Gedanken zu gewöhnen und neue Routinen mit den neuen Kindern in den neuen Räumlichkeiten zu finden, ist die Panik immerhin nur noch ganz klein. Die Lehrproben an sich sind kein Problem – ich werde halt einfach meine Arbeit tun wie sonst auch – aber diese detaillierten Pläne, die man aus irgendwelchen Phrasen erstellen muss, die sind nicht nur furchtbar, sondern brauchen unheimlich viel Zeit – erst recht, wenn man sie nicht in seiner Muttersprache schreibt. (HENSU wird mein Unwort des Jahres, ganz klar.)

***

Ich bin deshalb auch ein bisschen hinterher mit der Adventskalenderverschickerei. Gestern Abend aber habe ich so lange eingetütet, bis die Kalender – und die Briefmarken auch – alle waren. Am Montag gibt’s Nachschub.

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Seit einer Woche nieselt es ununterbrochen. Sonne habe ich schon seit zwei Wochen keine mehr gesehen. (Letzten Sonnabend gab es einen sonnigen Nachmittag, aber den verbrachten wir ja in der Turnhalle.) In diesem wunderbaren Sommer allerdings habe ich so viel Sonne und Wärme getankt, dass mir das überhaupt nichts ausmacht.

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Manchmal ist das mit der Finsternis ja auch gar nicht so schlecht. Gestern zum Beispiel fingen wir unseren Schultag mit den Deutschklassen mit einem Martinslauf an. Ist ja zu Schulbeginn genauso dunkel wie abends.

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Streik, mal wieder

Wenn gestreikt wird in Finnland – und es wird oft gestreikt in Finnland! – dann ist es meistens so, dass alle meckern und ich mich freue.

Ich freue mich, weil ich finde, dass das hier richtig läuft mit dem Streiken: natürlich soll das wehtun! Wenn man von einem Streik gar nichts merkt, welchen Sinn hat er dann?! Es kommt dann auch – Überraschung! – meist recht schnell zu einer Einigung.

Anfang der Woche streikten also zur Abwechslung mal die Grossküchen. Das heisst, ich durfte mich am Montag und Dienstag auch mal wie eine deutsche Mutter fühlen und Schulbrote schmieren und Trinkflaschen befüllen, weil es weder Mittagessen in der Schule noch Vesper im Hort gab.

Nun gehört alles, was mit Essenszubereitung zu tun hat, nicht zu meinen Lieblingsaufgaben, und ja, am Montag musste ich eine halbe Stunde eher aufstehen, um schnell noch „Reis mit Rosinen“ zu kochen, den ich dem kleinen Herrn Maus in einen Thermosbehälter füllte und den sich die beiden Grossen zu Hause nach der Schule einfach selbst wieder aufwärmen konnten, und ja, ich bin ehrlich froh, dass das eine Ausnahme war, aber: was das für einen Aufruhr ausgelöst hat in einem Land, in dem seit 70 Jahren ein kostenloses, warmes Mittagessen zum Schulalltag gehört und kein Schüler je Pausenbrote mitnimmt, hätte ich dann doch nicht erwartet.

Fast ausnahmslos alle Eltern, mit denen ich geredet habe, waren empört.

Man hätte denken können, die armen Kinder wären in Gefahr gewesen, während der zwei Tage zu verhungern! Ich weiss ja nicht, was die Eltern für eine Vorstellung davon haben, wieviel ihre Kinder in der Schule essen – aber gerade das Mittagessen mögen die meisten Kinder – aus leider gutem Grund – sowieso nicht, und das Vesper ist echt knapp und abgezählt. Die Kinder schleppten jedenfalls ganze Essens-, und leider auch Müllberge, an: Pillimehu (der dann noch halb voll im Mülleimer landete), allerlei in Plastik verpackte Fertiggerichte, Weltraumpuuro, einzeln verpackte Vesperkekse… Zu allem Überfluss hatten die Schulen auch noch Wegwerfgeschirr bereitgestellt – was besonders absurd ist, da z.B. die Hortkinder ihr Vesperbrot grundsätzlich einfach auf die Faust bekommen (oder es halt auf dem blanken Tisch ablegen), weil die Küche sich das Abwaschen kurz vor Feierabend sparen will bzw. es gar keine kleinen Teller gibt in der Schulküche. (Also nicht in unserem Hort. Wir haben gleich am zweiten Tag hübsche bunte Plastikteller gekauft, die die Küche netterweise für uns mit abwäscht. Esskultur, Leute!)

Was das auch für eine Belastung für arme Familien sei, empörten sich viele; die könnten sich das schlicht nicht leisten, titelte das finnische Bildzeitungspendant. Ich hatte ja vorher gedacht, eine Flasche mit Leitungswasser, ein, zwei geschmierte Brote und ein bisschen Möhre, Gurke oder Apfel können während zwei Tagen wirklich nicht sooo schlimm aufs Budget drücken – aber nachdem ich gesehen habe, was die Kinder so mithatten, wundert mich auch die Empörung über den finanziellen Aspekt der Sache nicht mehr.

Die Kinder aber, die hatten Spass. Die Herren Maus berichteten begeistert von picknickartigen Mittagessen im Klassenzimmer. Die Klasse des Fräulein Maus – so ist das, wenn man einen coolen Hund zum Lehrer hat – ging am Dienstagmittag, denn der benachbarte Supermarkt hatte die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und einen Grill auf dem Parkplatz aufgestellt, gemeinsam Makkara essen, aus der Klassenkasse. Und lange schon haben wir mit unseren Hortkindern nicht so gemütlich und lange und gutgelaunt beim Essen zusammengesessen wie an diesen beiden Tagen. Das war so schön, dass wir jetzt immer im Hortraum essen statt im ungemütlichen Speisesaal, auch wenn es jetzt wieder Schulessen gibt.

Der Unterschied zwischen einer Zumutung und einem Abenteuer ist die Einstellung.

[Ritterstreik]
[Busfahrerstreik]
[Krankenschwesternstreik]
[Lebensmittelverkäuferstreik]
[Flugcateringzulieferstreik]


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kolmesataakolmetoista

Mittwochmorgen sass ich von halb bis dreiviertel sieben mit dem Ähämann vorm Bahnhof im Auto, betrachtete mit Herzchenauggen eine in der Morgensonne leuchtende SR1 sowie eine Reihe russischer Kesselwagen voller Propan und Butan, und dachte, dass unser Start in den Alltag bisher eigentlich ziemlich schön vonstatten gegangen ist.

Dann schob sich der Helsinki-Pendler-Pendolino mit seinen Schwänen und Bären – die finnische Bahn hat die am schönsten lackierten Waggons der Welt: Singschwäne auf den normalen Waggons, fischende Bären auf den Speisewagen, Eulen auf den Schlafwagen und Rentiere auf den Autowaggons nach Lappland! – vor die SR1, der Ähämann stieg aus und begab sich zu seinem Zug nach Tampere, ich fuhr wieder heim, wobei ich einer 313 begegnete, frühstückte, liess den noch schlafenden Herren Maus ihr Frühstück auf dem Tisch stehen und radelte zur Arbeit.

Ich hatte am Montag mit der Arbeit angefangen, die bisher aber hauptsächlich aus Möbelrücken, Ein-olles-Klassenzimmer-Schönmachen und sonstigen Vorbereitungen bestanden und nie länger als drei Stunden gedauert hat.

Der Ähämann hatte am Dienstag mit seiner Arbeit angefangen und es bis auf das sehr zeitige Aufstehen auch schön gehabt.

Die Herren Maus schliefen jeden Morgen noch, wenn ich das Haus verliess – da wir derzeit noch keine fremden Kinder zu betreuen haben, treffen wir uns lieber so zeitig wie möglich auf Arbeit, um die letzten Feriennachmittage mit unseren eigenen Kindern verbringen zu können (so läuft das hier!) – und beschäftigten sich ein paar Stunden allein oder spielten mit den Nachbarskindern oder fuhren in die Bibliothek oder kamen mir mittags mit dem Bus in die Stadt entgegen, damit wir gemeinsam mittagessen gehen konnten.

Das Fräulein Maus aber hatte es am besten getroffen: sie war am Samstag für fünf Tage zu ihrer Herzensfreundin – Alleine! Mit dem Zug! Mit Umsteigen! – nach Mittelfinnland gereist.

Mittwochabend trafen der Ähämann und das Fräulein Maus sich in Tampere auf dem Bahnhof und legten den letzten Teil der Zugfahrt gemeinsam zurück, und deshalb fuhr ich mittwochabend schon wieder mit dem Auto zum Bahnhof, nämlich um beide wieder in die Arme zu schliessen und mit Sack und Pack und vor allem des Ähämanns Fahrradhelm, den er am Vortag in Tampere im Büro liegenlassen hatte, heimzufahren.

Richtig Alltag gibt’s bei uns erst ab nächstem Mittwoch.

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