Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

4 Kommentare zu “Minna würde sich im Grab umdrehen

  1. Ja, es ist wirklich z. K. Ich bin damit aufgewachsen, dass es diese Art Unterscheidung nicht gibt und ich habe als Kind in meiner Familie auch nie etwas davon gespürt. Und ich kann immer noch nicht nachvollziehen, und werde es sicher auch nie können, wie derartige Sentimente überhaupt entstehen. Eine wahrscheinlich recht frei übersetzte Liedzeile aus den Achtzigern geht „Was lässt einen Menschen einen anderen Menschen hassen?“ Das (sehr populäre) Lied damals hat sicher nicht direkt mit dem zu tun, was wir heute in den (angeblich) sozialen Medien hören und lesen, aber die Grundeinstellung ist, für mich, die gleiche. Wir sind alle Menschen, und nur Menschen. (Klingt sicher pathetisch, ist aber so.)
    Die Ministerinnen in Finnland sind cool und machen, meiner Meinung nach, einen super Job. Und um nochmal auf die Unterhaltungsindustrie zu sprechen zu kommen, ich habe leider erst in den letzten paar Jahren gemerkt, was mir in Serien und Büchern gefehlt hat: Dass Frauen sich nicht erst ihre Stellung und ihr Ansehen in der Gesellschaft verdienen müssen, sondern die Frage, ob und wie und in welcher Rolle Frauen spielen oder vorkommen, gar nicht erst behandelt wird. Dass nicht gelobt und hervorgehoben und betont wird, wie frau es wohin auch immer geschafft hat. Sie ist eben da, wo sie hin wollte und gut. Und die männlichen Charaktere sind auch da, wo sie sein wollen und gut. Und keiner redet davon, wie toll es der oder die andere gemacht hat. Leider kommt dabei im Hinterkopf auch die Frage auf, was wohl dazu geführt hat, dass die eine oder andere Serie nach spätestens zwei Staffeln eingestellt wurde.

    • Mir ist auch erst heute zum ersten Mal bewusst aufgefallen, dass es auf Finnisch nicht „Gleichberechtigung“, sondern „Gleichwertigkeit“ heisst.

      Also kein Spielraum ist für „Frauen sind zwar *hier beliebiges stereotypisches Adjektiv einsetzen*, aber sie haben trotzdem die gleichen Rechte wie Männer“. Sondern „Frauen und Männer sind gleichwertig, Punkt.“

  2. ohne diese mutigen Vorarbeiterinnen wären wir heute nicht so weit,
    allerdings trennen uns nicht etwa ein Jahr, sondern ein Jahrhundert.
    LG Roswitha

  3. Egal, wie die Politik der Frauen aussieht – sie werden immer gefragt werden, ob sie diese Politik nun machen, WEIL sie eine Frau sind, oder OBWOHL sie eine Frau sind.

    Ich hatte letztes Jahr zum Thema Entscheidungen von Frauen mal was auf meinem Blog geschrieben:

    https://ichgebaere.com/2020/06/03/was-ich-mir-fuer-meine-tochter-wuensche/

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