Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Was vom Winter übrig blieb

2 Kommentare

Wir haben den Winter genutzt, jede Minute.

Wir haben jede Menge Eislichter gebaut. Wir waren skifahren, auf nahezu allen Loipen in und um Turku, bei Tages- und bei Laternenlicht, im Lieblingsskigebiet, im Moor. Wir waren Tretschlitten fahren auf dem Tretschlittensee. Wir sind gerodelt. Wir waren auf unserem Stadtteilsportplatz eislaufen und auf dem zugefrorenen See.

Nur nach Naantali auf das zugefrorene Meer haben wir es nicht mehr geschafft.

Unsere Skiferien verbringen wir statt mit Skifahren oder anderen Winteraktivitäten mit Kochen (die Kinder), Backen (die Kinder), Brettspielen (wir alle), Hausarbeit (wir Eltern), Filme gucken (die Kinder), Fotobuchgestalten für eine bald Fünfzehnjährige (ich) und Arbeit (der Ähämann).

Gestern bin ich mit dem Ähämann, dem nach fast einem Jahr Homeoffice die Decke auf den Kopf fällt, wenn er nicht täglich einmal rauskommt, durch das triefende Citymoor gestapft. Heute beschlossen wir spontan, einen Spaziergang durch Naantalis Altstadt zu machen, weil das vielleicht wenigstens ohne Gummistiefel mit Spikes dran zu machen wäre.

Aber dann sahen wir das Meer: auf dem Eis stand zehn Zentimeter hoch das Wasser wie ein auf dem Meer ausgelegter Spiegel, zwischen den Inseln hingen Nebelfetzen, und es waren noch jede Menge Eisangler unterwegs. (Jedes Jahr wird gewarnt, sie sollen wenigstens Schwimmwesten anziehen. Aber was lässt sich so ein Eisangler schon sagen.) Das war so faszinierend, dass wir unsere Schritte nicht nach links Richtung Altstadt, sondern nach rechts auf die Mumininsel lenkten.

2 Kommentare zu “Was vom Winter übrig blieb

  1. Mir fehlt Wörter. Und ein Mumiinsel. Wenn das hoffentlich wieder Welt normal wird, könnte ich vom Ferien in Finnland traümen.

  2. Wow, sowas habe ich noch nie gesehen, beeindruckend.
    Und ich lese deine Beiträge sehr gerne.

    Das mit dem HomeOffice ist echt langsam nervig, ich bin auch schon seit Ende März fast komplett im HomeOffice, lediglich zwischen Juli und September war ich 2 Tage pro Woche im Büro wenn auch mit Maske, nachdem wir uns als ganzes Team wieder treffen durften (hat richtig gut getan). Jetzt ist wieder Team-Trennung angesagt.
    Kopf hoch an den Ähämann, er ist nicht alleine.

    Liebe Grüße, Ulrike

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